24h Nürburgring 2014: BMW Z4 GT3 mit viel Pech ohne Siegchancen

Motorsport | 22.06.2014 von 17

Am Ende waren es einfach zu viele Zwischenfälle für ein gutes Ergebnis: Eine ganze Reihe von Kollisionen und Drehern mit ihren jeweiligen Folgeschäden haben den …

Am Ende waren es einfach zu viele Zwischenfälle für ein gutes Ergebnis: Eine ganze Reihe von Kollisionen und Drehern mit ihren jeweiligen Folgeschäden haben den vier BMW Z4 GT3 der BMW Sport Trophy Teams Schubert und MarcVDS Racing im Lauf der 24 Stunden so sehr zugesetzt, dass der erhoffte 20. Gesamtsieg trotz starker Pace außerhalb der Reichweite gerückt ist.

Schon am Samstag Abend musste der erste BMW Z4 aufgeben, weil eine gebrochene Aufhängung für eine Beschädigung der Ölversorgung des Motors sorgte. In der Nacht schieden beide MarcVDS Z4 nach Unfällen aus, nur noch der zweite Schubert-Z4 konnte in den Kampf um den Sieg eingreifen – im knappen Dreikampf gegen Audi und Mercedes hielt der BMW Z4 GT3 lange Zeit gut mit, letztlich raubte ein Dreher über einen Curb mit anschließendem Aufhängungsbruch aber auch hier alle Chancen auf den Sieg. So ging es in den letzten zwei Stunden nur noch darum, vielleicht doch noch aufs Podium zu kommen.

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Nach 24 Stunden sichtbar mitgenommen, aber im Ziel: Der BMW Z4 GT3 #20 vom Team Schubert

Nach 24 Stunden am Nürburgring war aber selbst dieses Ziel nicht erreichbar, der einzig verbliebene BMW Z4 GT3 mit Werksunterstützung landete letztlich auf Position 6. Immerhin: Auf dem achten Rang schaffte es auch der auffällig gestaltete Walkenhorst-Z4 in die Top Ten der Gesamtwertung! Unterm Strich können diese Platzierungen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 2014er-Ausgabe des Langstreckenklassikers für BMW Motorsport insgesamt enttäuschend verlaufen ist.

Über den Gesamtsieg beim 24 Stunden-Rennen 2014 konnte sich letztlich das Phoenix-Team mit einem Audi R8 LMS ultra freuen – für die Ingolstädter war es nach dem Erfolg in Le Mans schon der zweite Sieg bei einem großen 24h-Rennen innerhalb von nur einer Woche. Christian Mamerow, René Rast, Markus Winkelhock und Christopher Haase hatten am Ende das breiteste Grinsen auf dem Gesicht und konnten die Mercedes SLS AMG GT3 von Black Falcon und Rowe auf die Ränge 2 und 3 verweisen. Auch für Reifenpartner Michelin war der Erfolg am Nürburgring der zweite wichtige Motorsport-Erfolg innerhalb einer Woche.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war einmal mehr ein dramatisches 24-Stunden-Rennen hier auf der Nürburgring-Nordschleife – mit einem enttäuschenden Ausgang für uns. Zumindest mit der Startnummer 20 haben wir trotz einiger Rückschläge bis kurz vor Schluss ganz vorne mitmischen können. Am Ende wurden das BMW Sports Trophy Team Schubert und die Fahrerbesetzung Claudia Hürtgen, Jens Klingmann, Dominik Baumann und Martin Tomczyk allerdings für ihren Einsatz nicht belohnt. Nach einem Reparaturstopp zwei Stunden vor Rennende mussten sie alle Hoffnungen auf einen Podestplatz aufgeben und kamen schließlich als Sechste ins Ziel. Zuvor waren die weiteren BMW Z4 GT3 der BMW Sports Trophy Teams in Unfälle verwickelt gewesen und vorzeitig ausgeschieden. Das zeigt, wie unbarmherzig dieses Rennen auch in diesem Jahr wieder gewesen ist. Umso mehr freuen wir uns, dass das Team von Walkenhorst Motorsport seinen BMW Z4 GT3 mit der Nummer 28 auf Platz acht in die Top-10 gebracht hat. Zudem haben die BMW M235i Racing bei ihrer 24-Stunden-Premiere das Feld bereichert und in der Cup2-Klasse für Action gesorgt. Das Rennen war turbulent, sehr anstrengend und unberechenbar. Leider hat uns das nötige Glück, das man auf der härtesten Strecke der Welt braucht, diesmal gefehlt. Gratulation an das siegreiche Phoenix-Team.“

Claudia Hürtgen (BMW Sports Trophy Team Schubert, Platz 6):
„Natürlich ist man nach einem solchen Rennen sehr enttäuscht. Wir wollten gewinnen – und haben wirklich alles probiert. Aber es sollte einfach nicht sein. Mir tut es unwahrscheinlich leid für das gesamte Team, das einmal mehr sensationell gearbeitet hat. Die Autos waren super vorbereitet, aber man braucht dann eben auch das nötige Quäntchen Glück im Rennen. Und das hatten wir einfach nicht.“

Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert, Platz 6):
„Die Schlussphase war spannend. Ich habe versucht, noch einmal alles herauszuholen. Unser Auto war gut zu fahren, obwohl wir zuvor die Spurstange gewechselt hatten. Es wurde jetzt auch ziemlich warm für die Reifen. Aber ich hatte mit dem Team abgesprochen, dass ich noch einmal angreife und versuche, weiter nach vorn zu kommen. Es war ein schöner Stint, aber jetzt bin ich froh, im Ziel zu sein und dass es vorbei ist. Es war ein hartes Rennen, und es gab leider einige Zwischenfälle, die uns ein Topergebnis gekostet haben. Vom Speed her und von der Haltbarkeit her hätten wir das Rennen gewinnen können.“

Jens Klingmann (BMW Sports Trophy Team Schubert, Platz 6):
„Ich denke, wir hätten es verdient gehabt, auf dem Treppchen zu stehen. Wir waren in der Lage, den siegreichen Audi lange unter Druck zu setzen. Auf der einen Seite bin ich zufrieden, denn unser Paket hat hier definitiv gestimmt und war für ein Top-Ergebnis gut. Auf der anderen Seite ist man naturgemäß enttäuscht. Denn wenn man einmal an der Spitze lag, dann will man auch den Sieg. Es war ein 24-stündiges Sprintrennen mit jeder Menge Action – und das BMW Laserlight hat sich in der Nacht definitiv als Vorteil erwiesen.“

Martin Tomczyk (BMW Sports Trophy Team Schubert, #20, Platz 6):
„Dieses 24-Stunden-Rennen am Nürburgring hat wieder einmal gezeigt, was alles passieren kann. Leider hat es gegen Ende auch noch den letzten der vier BMW Z4 GT3 erwischt. Das war extrem schade, denn wir hatten eine gute Ausgangslage, um ein Wort um den ersten oder zweiten Platz mitzusprechen. Am Ende ist es Rang sechs geworden. Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Das war das Ziel. Alles andere ist eine Enttäuschung.“

Max Sandritter (Team Walkenhorst, #28, Platz 8):
„Wir wollten in die Top-10 fahren – und genau das haben wir mit Rang acht geschafft. Wir hätten nie gedacht, zweitbester BMW zu werden. Der BMW Z4 GT3 ist ohne Probleme gelaufen, und das Team hat einen überragenden Job gemacht. Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen in einem GT3-Fahrzeug, und ich bin gleich durchgefahren – Wahnsinn.“

Alex Hofmann (BMW M235i Racing, #235, Platz 53):
„Dieses Rennen hat einfach riesigen Spaß gemacht. Es war eine Ehre für mich, den Start und den Schluss-Stint fahren zu dürfen. Zu Beginn ging es auf der Strecke wild zu, aber dann wurde es etwas ruhiger, und wir haben einen guten Rhythmus gefunden. Ich habe eine Menge gelernt und hoffe, dass wir den Fernsehzuschauern die Faszination dieses Rennens auch aus der Cockpitperspektive transportieren konnten. Vielen Dank an das gesamte Team für die einwandfreie Arbeit am gesamten Wochenende und natürlich auch an BMW Motorsport für diese Gelegenheit.“

Matthias Unger (Teamchef, Adrenalin Motorsport, BMW M235i Racing, #308, Platz 1, Cup2-Klasse):
„Wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Das Rennen sind wir mit einer bestimmten Taktik angegangen – und die haben wir durchgezogen. Das hat zum Erfolg geführt. Ich fahre als Teamchef auch selbst, und deshalb weiß ich genau, worauf es hier beim 24-Stunden-Rennen ankommt. Wir hatten super Fahrer, die alle mit Kopf und Verstand fahren und sich an das halten, was man vorher bespricht. Dazu kommen ein super Team und ein hervorragend vorbereitetes Auto. Der BMW M235i Racing war perfekt, es hätte nicht runder laufen können.“

17 responses to “24h Nürburgring 2014: BMW Z4 GT3 mit viel Pech ohne Siegchancen”

  1. o0MDriver0o says:

    Einfach Optimistisch für nächste Jahr sein. Dann werden beiden Teams, besonders Marc VDS, umso stärker sein.
    Win 2015!!!

    • Thomas says:

      Ich erinnere mich noch an 2012 und 2013, als wäre es gestern gewesen, da wurde hier genau das gleich gesagt 😉
      Es braucht mal wieder Schnitzer, ich komme mit Schubert nicht klar …

      • o0MDriver0o says:

        Ja das Stimmt. Da waren wir auch optimistisch aber naja. Man soll ja nicht der Miesepeter sein. Denn irgendwan klappt’s und das könnte sogar nächstes Jahr sein 🙂
        Die sollten mal mit einem M4 GT2 kommen, würde ich nur begrüßen, obwohl der Z4 Technisch sowie Optisch auch ziemlich geil ist.

  2. L34D says:

    Da hatte ich wohl recht. BMW kommt dieses Jahr nicht aufs Treppchen. Der Z4 GT3 ist eben viel zu anfällig für allerlei Zeugs. Da sind die anderen Autos besser aufgestellt. Sieht man immer wieder in langen Rennen.

    • manuelf says:

      Hast Du Dir das Rennen angesehen? Es hattre m.E. gar nichts mit der Zuverlässigkeit zu tun. Alle Ausfälle waren Folgen von selbstverschuldeten/unverschuldeten Unfällen.
      Der Z4 GT3 ist inzwischen ein tolles GT3 Auto geworden! Frag mal die Fahrer 🙂 selbst ein ehemaliger R8 LMS Pilot hat den Z4 für seine ausgesprochen gute Fahrbarkeit gelobt. War ebenviel Pech dabei …. bin gespannt wie lange wir den Z4 von der BMW Motorsport noch als GT3 Fahrzeug sehen – ich denke mal, der wird sicher bald vom F8x/F22 als GT3 Fahrzeug abgelöst, oder? Weiss da jmd. was?

    • Pro_Four says:

      “eben viel zu anfällig für allerlei Zeugs. Da sind die anderen Autos besser aufgestellt”

      Das Rennen mal gesehen bevor man solche Falschaussagen abgibt?! Es waren Einflüsse von anderen Fahrzeugen die zum Ausfall führten!!

      Auch ohne Zeitstrafe hätte sogar der Schubert BMW noch den Führenden holen können. Trotzdem: Thats Race 😉

    • v10 says:

      Der Z4 hat sich zu einem sehr guten Rennwagen gemausert. Es ist eben ein 24 Stundenrennen. Mercedes, BMW und Porsche waren ebenso siegfähig wie Audi, aber am Ende kann halt nur einer gewinnen.
      Stehen bleiben darf man bei BMW aber nicht. Von Mercedes weiss ich nicht ob die für die zwei dreih Jahre bevor das neue Reglement kommt noch mal einen neuen Wagen entwickeln, aber Audi machts, erste Prototypen des neuen R8 LMS GT3 drehen schon seit Wochen ihre Runden.

  3. Marc says:

    Ja so was kommt raus wenn man blöde ist, schon in der Startphase waren zwei Z4 ineinander geraten und in der Schlussphase die unnötige Zeitstraffe, so kann man wirklich nichts gewinnen.
    Ich hoffe 2015 nehmen die das Hirn mit und lassen es nicht zu Hause.
    Es tut mir als Bmw Fan in der Seele weh das ich so was schreiben muss, aber die Wahrheit schmerzt manchmal.

    • v10 says:

      Du bist zu streng. Ein Routinier wie Basseng hat seinen R8 (der Plan war den ganz nach vorne zu schicken) auch schon in der Eröffnungnungsphase in Aus befördert, und das Zweit-Auto hats dann nach Hause gefahren. Das kommt vor. Das Rennen geht 24 Stunden, Fehler passieren nun mal, nicht nur bei BMW:

  4. Chris35i says:

    Glückwunsch an Audi und Mercedes. Mich haben besonders die M235i Racing Fahrzeuge begeistert – finde die Dinger echt spitze und das Know-How mit dem Dauerlastbetrieb von Turbomotoren kann BMW schön in die Serienentwicklung einfließen lassen, ergo direkt in den M2. 🙂

  5. quickjohn says:

    Verdienter Sieg und Respekt für Audi – innerhalb einer Woche die zwei bedeutendsten 24h-Rennen zu gewinnen gelingt nicht Jedem.

    Renn-Pech für BMW und damit ferner liefen – da nutzt es auch wenig daß der Speed gepasst hat.

  6. […] schon auf dem Nürburgring hat es auch beim 24 Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps nicht zu einem Sieg für BMW Motorsport […]

  7. […] [Anzeige] Für BMW Motorsport war das 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2014 kein Grund zur Freude. Die Flotte von vier um den Gesamtsieg kämpfenden BMW Z4 GT3 wurde schon früh durch Zwischenfälle dezimiert, technische Probleme in Folge von Unfällen machten ein gutes Abschneiden letztlich unmöglich. […]

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