BMW i8: Neue Fotos zur Produktion, Hybrid mit Carbon-Fahrgastzelle

BMW i, BMW i8 | 28.04.2014 von 1
Blick in die Montage des Hybrid-Sportwagens BMW i8 im Werk Leipzig. Endmontage.

Bis ein BMW i8 das Band im Werk Leipzig verlässt, haben seine Komponenten eine ganze Reihe von Standorten zu Gesicht bekommen. Ausgangspunkt ist dabei das …

Bis ein BMW i8 das Band im Werk Leipzig verlässt, haben seine Komponenten eine ganze Reihe von Standorten zu Gesicht bekommen. Ausgangspunkt ist dabei das Werk Moses Lake im US-Bundesstaat Washington, wo mit sauber aus Wasserkraft erzeugter Energie die leichten Carbonfasern hergestellt werden.

Im bayerischen Wackersdorf werden die Fasern zu textilen Gelegen weiterverarbeitet, aus denen dann im Werk Landshut CFK-Karosseriekomponenten gepresst werden. Hierzu werden die Kohlefasergelege zunächst in stabile Formen gebracht und schließlich zu einem komplexten Carbon-Bauteil zusammengefügt, wofür unter Hochdruck flüssiges Harz in die Fasern injiziert wird.

BMW-i8-Produktion-Carbon-Leichtbau-Kohlefaser-Montage-02

Im Vergleich mit Stahl oder Aluminium ist CFK nicht nur deutlich leichter, es ist auch erheblich steifer und trägt so zur Sicherheit der Insassen bei. Würde man das Seitenteil eines i8 aus Stahlblech herstellen, müsste dieser aufwendig aus zahlreichen Innen- und Außenbauteilen zusammengesetzt werden und wäre trotz modernster Stahlbau-Techniken viel schwerer als das CFK-Bauteil.

Zusammengefügt werden die Karosserie-Elemente im BMW Werk Leipzig, wobei die einzelnen Teile ausschließlich mit Klebetechnik verbunden werden. Die sichtbare Außenhat oberhalb der Carbon-Fahrgastzelle besteht aus thermoplastischen Kunststoffen, die 50 Prozent leichter als vergleichbare Stahlteile sind und zudem energiesparend hergestellt werden können. Wie im Fall des BMW i3 ist auch die Außenhaut des i8 überdurchschnittlich unempfindlich gegenüber kleineren Beschädigungen, die bei Blech-Bauteilen schnell teuer werden können.

Um den speziellen Anforderungen des BMW i8 hinsichtlich der Aerodynamik entsprechen zu können, wurde eigens für den Hybrid-Sportwagen ein spezielles Kunststoff-Granulat entwickelt. So ist es auch möglich, besonders enge Fugenanforderungen in die Praxis umzusetzen. Die Lackierung der Kunststoff-Teile erfolgt in einer spezialisierten Manufaktur, wobei in Handarbeit die Voraussetzungen für die Zweifarb-Lackierung diverser Bauteile geschaffen werden.

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