BMW Produktion: Gerüchte um Verlagerung aus Bayern ins Ausland

Gerüchte | 24.04.2014 von 6

Schon nach dem ersten Quartal 2014 lässt sich sagen, dass sich die BMW Group im Jahr 2014 auf Kurs zum vierten Rekordjahr in Folge befindet. …

Schon nach dem ersten Quartal 2014 lässt sich sagen, dass sich die BMW Group im Jahr 2014 auf Kurs zum vierten Rekordjahr in Folge befindet. Wer mehr Autos als jemals zuvor verkaufen will, muss aber auch mehr Autos als jemals zuvor produzieren – goldene Zeiten also für die Standorte und Werke, könnte man meinen.

In Bayern kam gestern dennoch Unruhe auf, weil eine regionale Wochenzeitung von einer anstehenden Verlagerung der Produktion erfahren haben will. Demnach plant BMW, den MINI Countryman künftig bei NedCar statt bei Magna in Steyr zu bauen – und die freien Kapazitäten in Österreich mit dem bisher in Dingolfing gebauten BMW 6er Gran Coupé belegen.

BMW-6er-Gran-Coupé-F06-Produktion-Dingolfing-2012-04

Bis zu 4000 Arbeitsplätze im BMW Werk Dingolfing seien von der Umstrukturierung bedroht, auch auf das Werk Regensburg könnten die Veränderungen im Produktionsnetzwerk Auswirkungen haben.

Als Reaktion auf die Gerüchte schaltete sich gestern auch die Mittelbayerische Zeitung ein und brachte immerhin in Erfahrung, dass für den Standort Regensburg keine Gefahr bestehe. BMW-Sprecherin Martina Grießhammer bezeichnete den ursprünglichen Bericht zumindest mit Blick auf das Werk Regensburg als “völlig aus der Luft gegriffen” und verwies dabei auch auf die hohen Summen, die in den letzten Jahren investiert wurden.

Sobald es weitere Informationen zur künftigen Zusammenarbeit mit Magna Steyr gibt und klar ist, welche Modelle zukünftig an welchem Standort gebaut werden sollen, werden wir natürlich darüber berichten.

6 responses to “BMW Produktion: Gerüchte um Verlagerung aus Bayern ins Ausland”

  1. Kr1s says:

    Der Countryman wird bei Magna in Graz gebaut, wenn ich mich richtig erinnere, nicht in Steyr. 😉
    Chris

  2. Thomas says:

    Da werden aber wild Fakten und Gerüchte zusammen gewürfelt …

    Tatsache ist: Der Countryman wird bei Magna Steyr in Graz (bauen die überhaupt etwas in Steyr, Steyr steht doch nur wg. der Übernahme von Daimler *irgendwas* Steyr im Namen?) auslaufen, in der Tat. *Aber* BMW und Magna haben auch schon einen neuen Vertrag geschlossen – Details dazu gibt es noch nicht, was auf den Countryman folgen wird. Muss so im Jan./Feb. 2014 gewesen sein, die News. Die Spekulation wäre also in der Tat, was man bei Magna produzieren lassen will … und da wäre ja eine neue Plattform sinnvoller, als eine bestehende aus einem Werk rauszuholen – oder? Deswegen gehen wir doch mal durch: 6er GC basiert auf dem aktuellen 7er – der neue 7er bekommt aber eine neue Plattform; also wird man ggf. eher den neuen 7er nach Graz legen und den aktuellen 6er GC in Dingolfing behalten und laufen lassen, bis bei dem auch eine neue Generation ansteht?

    • XXX says:

      Durch die neue 35up Plattform kann vom 3er bis zum 7er alles gebaut werden. Durch die hohe Auslastung ist das aber sicher nur eine Spitzenabdeckung ohne Arbeitsplätze in Bayern zu gefährden.

    • cereb says:

      Mein Senf dazu: Countryman: Firma Magna Steyr in Graz. In Steyr (Oberösterreich) hat BMW das größte Motorenwerk (hat nix mit Magna zu tun). 6er GC basiert auf dem 5er (siehe gleicher Radstand) Aber ich schätze mal, das zwischen der aktuellen 5er und 7er Plattform keine großen Unterschiede bestehen.

  3. quickjohn says:

    Hm – da hat ein Provinzblättchen irgendetwas gehört und dichtet sich nun eine Story zusammen – garniert mit der Furcht vor dem Abbau von Arbeitsplätzen.

    Fakt ist zunächst, daß BMW via Mini derzeit die Kompetenzen von NedCar (ehemaliges Nissan-Werk in den Niederlanden) antestet. Hintergrund ist wohl eine erforderliche Kapazitätserweiterung im Mini-Produktionsverbund. Ob der neue Countyman (ab 2016?) bzw. dessen Derviate dann nach Holland gehen werden ist z.Z. bestenfalls eine der Optionen.

    BMW wird sich Magna wohl warmhalten wollen, den der Auftragsfertiger ist bestens für die Übernahme von Volumina bis 100′ p.a. aufgestellt (so wie früher beim X3 und jetzt beim Countryman). Ein Model aus der Dingolfinger Produktfamilie zu Magna zu geben dürfte – wenn überhaupt – nur aus Kapazitätsgründen erfolgen und wohl auch nur auf Zeit.
    Von einer Produktionsverlagerung aus Deutschland kann daher wohl kaum gesprochen werden.

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