BMW Vision Future Luxury 2014: Luxuriöse 7er-Vorschau in Peking

Concept Cars | 20.04.2014 von 22
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Wenn BMW auf der Auto China 2014 in Peking von der Zukunft des Luxus-Automobils spricht, liegt der Brückenschlag zum BMW 7er G11 nicht fern: Die …

Wenn BMW auf der Auto China 2014 in Peking von der Zukunft des Luxus-Automobils spricht, liegt der Brückenschlag zum BMW 7er G11 nicht fern: Die neue 7er-Generation kommt im Jahr 2015 in den Handel und soll neu definieren, was ein Automobil der Luxusklasse bieten muss.

Dennoch ist klar: Nicht alle Ideen und Lösungen des BMW Vision Future Luxury werden in vollem Umfang an Bord des neuen 7ers zu finden sein, aber das Concept Car liefert dennoch den bisher konkretesten Ausblick auf das neue Flaggschiff des weltweit erfolgreichsten Anbieters von Premium-Automobilen.

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Dass Leichtbau bei BMW nicht nur ein Thema für ausgewählte Sportwagen oder die Elektro-Vorreiter i3 und i8 ist, wird beim Blick auf den Materialmix des BMW Vision Future Luxury deutlich. Grundlegendes Prinzip ist ein mehrschichtiger Materialverbund, die sogenannten Milled Volumes. Aus dem Verbund werden jene Dinge herausgearbeitet, die am jeweiligen Ort gebraucht werden.

So gibt es beispielsweise für den Innenraum ein feines Carbon-Gewebe, auf dem eine Funktionsebene mit Anzeige- und Bedienelementen sowie eine Strukturschicht aus Aluminium platziert sind. Holz und Leder sorgen als Deckschichten für ein wohnlich-hochwertiges Ambiente. Je nach Zweck der Oberfläche können vom gleichen Material unterschiedlich viele Schichten weggefräst werden.

Resultat der Technik sind ein deutlich niedrigeres Gewicht durch die sprichwörtliche Reduktion auf das Wesentliche, nahezu fugenlöse Übergänge zwischen den befrästen Materialien und folglich eine extrem fließende Interieur-Landschaft. Sichtbar wird der Hightech-Werkstoff Carbon, der flächendeckend als Grundmaterial eingesetzt wird, beispielsweise an B-Säulen, in den Türen und unter den Sitzen.

Die B-Säule unterscheidet sich dabei grundlegend vom Ansatz bisheriger Luxuslimousinen. Dank der überragenden Eigenschaften des Werkstoffs Carbon können die Sitzschalen als tragendes Element eingebunden werden, durch ihre Anbindung an Schweller und Mittelkonsole kann die B-Säule ohne Einbußen in Sachen Stabilität vergleichsweise klein und dezent gestaltet werden. Diese Lösung ermöglicht auch eine besonders weit öffnende Coachdoor-Konstruktion, die das Concept nicht nur innerhalb der Luxusklasse aus der Masse hervorhebt.

Ähnlich futuristisch präsentiert sich das Bedienkonzept im Innenraum, denn sowohl für den Fahrer als auch für den Beifahrer eröffnet BMW neue Möglichkeit. Highlight ist dabei ein neuartiges Head Up-Display, das den Schritt zur Augmented Reality vollzieht und Informationen direkt auf betreffende Objekte im Blickfeld des Fahrers projiziert und die Aufmerksamkeit so noch unmittelbarer auf die momentan wichtigsten Elemente des Umfelds lenkt.

Der Beifahrer bekommt in Form des Passenger Information Display seine eigene Anzeige-Einheit, über die er sich diverse Informationen anzeigen lassen und per Wischbewegung nach links auch dem Fahrer zur Verfügung stellen kann. Wenn der Beifahrer beispielsweise über den Concierge-Service Opernkarten bestellt, wird der Fahrer vom entsprechenden Vorgang nicht abgelenkt – falls es der Beifahrer nicht bewusst herbeiführt.

Und weil in der Luxusklasse die zweite Reihe nicht selten die wichtigere ist, gibt es auch hier einen neuen Ansatz. Dieser wird als Rear Seat Touch Command Tablet bezeichnet und umfasst zwei von Carbon-Rahmen eingefasste Infotainment-Displays, die auch in Verbindung mit den vorderen Anzeigeinstrumenten stehen. So kann man sich auch im Fond Geschwindigkeit oder Reiseinfos ansehen, hat zusätzlich aber auch Zugriff auf noch umfangreichere Luxury Concierge Services sowie internetbasierte Dienste von Musik- oder Video-Streaming bis Gaming. Zur Steuerung der Funktionen kann das herausnehmbare Rear Seat Touch Command Tablet genutzt werden.

Zwei große Einzelsitze mit tiefer Sitzschale, ein versenkbarer Tisch und die starre Rückwand der Vordersitze betonen den luxuriösen Charakter und die persönliche, separierte Raumatmosphäre. Großzügige Holzflächen mit gezielt eingefrästen Lichtlamellen runden gemeinsam mit feinen Ledersorten und einem hochflorigen Teppich das moderne und zugleich besonders edle Ambiente ab.

Keine Überraschung sind die Laser-Scheinwerfer der Studie, denn nach dem BMW i8 im Herbst ist der neue BMW 7er G11 der nächste naheliegende Kandidat für Laserlicht in Serie. Am Heck sorgen OLED-Rückleuchten mit ihrer extrem homogenen Durchleuchtung der einzelnen Licht-Elemente für eine neuartige Nachtoptik.

Adrian van Hooydonk (Leiter BMW Group Design): “In den Genen der Marke BMW liegt seit jeher der Anspruch, innovative Technik und modernen Luxus darzustellen. Mit Visionsfahrzeugen wie dem BMW Vision Future Luxury zeigen wir auf, wie wir diese Themen weiterentwickeln können. Sie sind für uns Inspiration und Impulsgeber zugleich. Mit dem BMW Vision Future Luxury entwickeln wir unser Verständnis von modernem Luxus konsequent weiter – mit zukunftsweisenden Technologien sowie Präzision und Qualität in jedem Detail.”

Karim Habib (Leiter BMW Design): “Das Design des BMW Vision Future Luxury versteht sich als Botschafter: In ihm erwacht unser Verständnis von modernem Luxus zum Leben. Innovative Technologien sind ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Teil davon. Sie ermöglichen ein neuartiges, luxuriöses Erlebnis mit vielen Facetten – sei es in Form von intelligentem Leichtbau, innovativer Raumgestaltung im Interieur oder einem komplett neuartigen User Interface Design.”

  • Franze

    Nein, bitte nicht 🙁 …luxuriös muss doch nicht gleich hässlich bedeuten…wenn so BMW´s künftiges Design aussieht, dann gute Nacht…

  • JohnVI

    Was man hier wieder schön sieht und was mich immer wieder an BMW beeindruckt ist, dass man es nicht verlernt hat und ständig bereit ist die alten Zöpfe abzuschneiden. Gerade wenn man anfängt zu glauben, dass die aktuelle Linie anfängt langweilig zu werden kommt eine Studie, die zeigt, dass BMW immer das Potential hat sich wieder neu zu erfinden und man nicht an ewigen ermüdenden Zitaten vergangener Modelle festhängt. Das ist es, was diese Marke vom Wettbewerb unterscheidet! Man sieht wieder deutlich wo die Innovationen im Premiumbereich auch in Sachen Design geschaffen werden. Technisch ist man hier mit dem offensichtlich mittlerweile fortgeschrittenen Einsatz von Carbon eh schon in ganz andere Bereiche vorgedrungen.

    Ich bin gespannt! Die Serie wird sicher wieder deutlich entschärft, aber dieses Konzept lässt Vorfreude auf neue Modelle aufkommen. Ein 6er nach diesem Konzept wird grandios 🙂

    • jerryre89

      Vollste Zustimmung! Nur die Scheinwerfer bitte nicht so winzig, dadurch wirkt der Rest zu aufgeblasen. Im Cockpit dürften noch einige Dinge hinzukommen.

      • Hans

        Ich glaub das liegt eher an den riesigen Nieren 😉
        Aber sei es drum 😉

        • jerryre89

          Die dürfte auch ihren Teil dazu beitragen^^
          In jedem Fall ein interessantes Konzept 🙂

  • quickjohn

    Grundsätzlich gefällt die Vorgehensweise die sich BMW zuletzt bei den Vision-Studien zu Eigen gemacht hat.

    Man zeigt stets einen Grundansatz von Lösungen die sich dann – wenn nicht schon im Real-Modell – so doch in einem der nächsten Serienmodelle wieder finden. Und – man nennt zwar die Innovationen, verzichtet aber auf die nervigen Superlativ-Ansprüche.

    • Der_Namenlose

      Jetzt müsste man nur noch spekulieren, was davon wann in Serie geht:) Ich schaue mal ein wenig in die Glaskugel (die jetzt gerade eher die Form einer Weinflasche hat:)):

      Wenn man die von Dir angesprochene zuletzt gezeigte Vorgehensweise anschaut, dann dürfte das Konzeptauto kein Vorbild für den nächsten 7er sein, sondern eher für den potentiellen 8er/9er. Zumindest das Exterieur sieht anders aus als das, was man von den Erlkönigen kennt. Lediglich die Scheinwerfertechnik und die OLED-Rückleuchten dürften ziemlich sicher beim 7er dabei sein.

      Der Einsatz von Carbon dürfte auch realisiert werden, aber eher in homöopathischen Dosen.

      Die Türen des Konzeptautos erinnern doch zu sehr an RR. Der 7er wird niemals solche Türen bekommen und auch der 8er/9er würde wahrscheinlich mit gewöhnlichen Türen auskommen müssen, um nicht mit RR zu konkurrieren.

      Vom Interieur könnten es einige Konzepte bereits in den 7er schaffen.
      Das jetzige Konzept mit dem mittleren Bildschirm, der vom Fahrer und Beifahrer geteilt wird, ist bereits 14 Jahre im Einsatz.
      Bis jetzt ist der Beifahrer im Vergleich zur zweiten Reihe eher vernachlässigt. Konzepte, bei dem der mittlere Bildschirm gleichzeitig verschiedene Bilder für Fahrer und Beifahrer zeigt, sind aus meiner Sicht nicht ergonomisch (Beifahrer muss zur Seite schauen) und eher eine Krücke.
      Ich vermute, dass der dedizierte Bildschirm für den Beifahrer kommen wird. Wenn der Betrachtungswinkel des Beifahrerbildschirms schlecht genug ist, dann dürfte es auch keine Sicherheitsbedenken geben.

      Wenn der dedizierte Beifahrerbildschirm kommt, dann gibt es aber keinen Platz mehr für den mittleren Bildschirm. Eine Tachobildschirmanzeige von Karten oder sonstigen Infos, die über Bordcomputerdaten hinausgehen, kann ich mir bei BMW nicht vorstellen, da dies weder ergonomisch noch funktional wäre (höchstens als “Standardlösung”). Daher wird Navi-Professional wie folgt aussehen: der HUD wird so ausgereift sein, dass er auch Karten anzeigen und den bisherigen mittleren Bildschirm komplett ersetzen wird.
      So würde eine Zweibildschirmlösung á la S-Klasse den BMW-Fahrern erspart bleiben und das Armaturenbrett auch ruhiger gestaltet werden können.

      • quickjohn

        Ein up von mir trotz – oder gerade wegen – der Flasche Wein!

        • carl s. bärg

          im suff sind aallee Frauen schööön

          • johannes t. rieb

            das hat selbstredend auch stil.
            wenn deine angetraute fährt, kauf dirn läptop+schawnenhals.
            wenn jemand mehr so der fllmchengucker, tuts natürlich nicht minder ein i-phat.

  • Levi

    Also was ich hier sehe gefällt mir sehr, und alles davon. Klar is dieses Konzept unrealistisch was das Nützen angehet (keine Luftdüsen, unverstellbare Sitze/Pedale, etc…) aber sonst is es das best seit dem CS Concept. Hoffentlich wird sich das in den nächsten 7er und 6er/5er so umsetzen, mit Interieur auf Mercedes, Porsche und Audi Niveau, und nicht eine Enttäuschung wie beim überteuerten i8, wo wieder – im vergleich zum Konzept – billig Plastik zu finden ist. Es ist wirlich traurig, dass mit jeder Generation die BMW billiger gebaut werden, vor allem in der Zeit wo Mercedes und Porsche sich sehr verbessert haben.
    Ich bin auf den neuen 7er gespannt, I hoffe es wird nicht eine Schande wie den 4er sein, und dass BMW darauf alles setzen wird, ohne nur auf die Kosten zu achten.

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  • Tim

    Warum eigentlich G11 und nicht analog zur F-Reihe G01 für das Topmodell?

  • dicker

    gute MILF.

    • johannes t. rieb

      hat stil.

    • mikk

      zumindest bei einem Thema kannst Du kompetent mitreden 😀

  • Pingback: BMW Vision Future Luxury: Zu Gast beim Concorso d'Eleganza 2014()

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  • PHoel

    Die Nieren sind echt vieel zu groß und extrem hässlich, die Scheinwerfer zu klein 😀

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