Offiziell: BMW X7 wird ab 2018 im US-Werk Spartanburg gebaut

BMW X | 28.03.2014 von 15

Wie erwartet hat BMW vor wenigen Minuten das neue Luxus-SUV BMW X7 offiziell angekündigt. Das neue Topmodell der X-Familie soll frühestens 2018 im Werk Spartanburg …

Wie erwartet hat BMW vor wenigen Minuten das neue Luxus-SUV BMW X7 offiziell angekündigt. Das neue Topmodell der X-Familie soll frühestens 2018 im Werk Spartanburg vom Band laufen und – wie der Name schon sagt – noch oberhalb des X5 positioniert sein.

Im Visier des BMW X7 befinden sich unter anderem der Mercedes GL und der auch als Langversion erhältliche Range Rover, außerdem soll das für europäische Verhältnisse äußerst wuchtige SUV aber auch die großen amerikanischen Offroader ins Visier nehmen. Trotz seiner SUV-Optik liegt der Fokus beim X7 ganz klar auf Luxus und Komfort, schließlich spielen die Fähigkeiten abseits befestigter Straßen für die allermeisten Kunden ohnehin keine Rolle.

BMW-X7-2018-Luxus-SUV-Spartanburg-Werk

Verkauft wird der BMW X7 normalerweise mit drei Sitzreihen und als Siebensitzer, es sind aber auch Konfigurationen mit sechs bequemen Einzelsitzen oder mit nur einer Rückbank und entsprechend mehr Beinfreiheit denkbar.

Angetrieben wird der BMW X7 mit Sicherheit auch von Hybrid-Konfigurationen, die den üppigen Abmessungen zum Trotz niedrige Verbrauchswerte ermöglichen – zumindest auf dem Papier. Ob am anderen Ende der Effizienz-Skala auch V12-Motoren zu finden sein werden, bleibt abzuwarten und dürfte nicht zuletzt von der Nachfrage in den Hauptmärkten USA und China abhängen.

Beschlossene Sache ist der Ausbau des Werks Spartanburg, denn schon bis Ende 2016 soll die Produktionskapazität in South Carolina von derzeit 300.000 auf etwa 450.000 Einheiten pro Jahr gesteigert werden. Die hierfür notwendigen Investitionen summieren sich auf rund eine Milliarde US-Dollar.

Norbert Reithofer (Vorstandsvorsitzende BMW AG): „Wir werden angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach BMW X Modellen bis 2016 eine Milliarde US-Dollar in unser Werk in Spartanburg investieren. Damit wird die Produktionskapazität von derzeit jährlich 300.000 Fahrzeugen um 50% auf 450.000 Fahrzeuge steigen. Mit dem BMW X7 werden wir ein weiteres, größeres X Modell entwickeln, das wir in unserem US-Werk für unsere Weltmärkte produzieren werden. Damit unterstreichen wir einmal mehr unser Bekenntnis zu den USA. Durch den Ausbau des Standortes werden wir 800 neue Stellen schaffen. Damit wird sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Spartanburg auf 8.800 Mitarbeiter erhöhen. Durch die Erweiterung wird Spartanburg zum größten Werk hinsichtlich Produktions­kapazität unseres weltweiten Produktionsnetzwerks.“

Harald Krüger (BMW Produktionsvorstand): „Ziel der BMW Group ist ein ausgewogenes Wachstum in allen Märkten und Kontinenten. Das Werk Spartanburg ist ein wichtiger Baustein in unserem internationalen Produktionsnetzwerk mit derzeit insgesamt 28 Produktions- und Montagestätten in 13 Ländern. Es trägt wesentlich zu einem profitablen und weltweit ausbalancierten Wachstum bei. Das BMW Werk Spartanburg ist das beste Beispiel unserer erfolgreichen Strategie, wonach die Produktion dem Markt folgt. Der Bundesstaat South Carolina hat uns während unseres 20-jährigen Engagements vor Ort stets als verlässlicher und wertvoller Partner unterstützt und einen entscheidenden Bestandteil daran, dass die USA unser zweites Zuhause geworden sind.“

BMW-X7-2018-Luxus-SUV-Spartanburg-Werk-Ausbau

15 responses to “Offiziell: BMW X7 wird ab 2018 im US-Werk Spartanburg gebaut”

  1. Palle says:

    Sicherlich die richtige Entscheidung, wenn man sich die Nachfrage vorallem in Nord Amerika und China anschaut…. mal abwarten wie das Ding aussehen wird

  2. quickjohn says:

    Die entscheidene Message ist der Ausbau von Spartanburg um rd. 50% zum kapazitätsstärksten BMW-Werk.

    Das ermöglicht mehrere Entwicklungs-Szenarien. Der X7 ist sicherlich nur Eines davon.

  3. Guest says:

    Ohje….ich dachte immer, Dingolfing sei das größte und produktivste Werk seiner Klasse innerhalb der BMWGroup….

    Ist es wohl auch. Nur nicht mehr unter globalisierten Gesichtspunkten. Nicht umsonst ist der Podcast auf BR 2 inzwischen verschwunden, der schildert, warum ganze Fabriken innerhalb von vier Jahren von Bochum über Clusz nach Chennai versetzt werden können…

    800 Stellen? Davon 45 fest angestellt und der Rest als….naja, das wird sich weisen…

    Die Produktion folgt dem Markt? Das ist das Ergebnis:

    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiofeature/die-nokia-karawane-106.html

  4. Werksplaner says:

    BMW entwickelt sich immer mehr zur globalen Marke und wird dadurch zunehmend unabhängiger von deutschen Neidkampagnen in den Medien, Leiharbeiterdiskussionen, Umweltsbushing und was hier sonst noch alles über erfolgreiche Unternehmen ausgekippt wird. Schön für die USA! Dort freut man sich noch über Arbeitsplätze.

    Eine andere Marke hat sich wegen der niedrigeren Lohnkosten für Mexiko als Produktionsstandort für die USA entschieden. Wahres Premium geht m.E. nicht in Billiglohnländer.

    • dicker says:

      nicht nur, dass das was du schreibst absoluten sinn ergibt, ist es auch so, dass die welt sehnsüchtig auf so ein auto, wie den X7 gewartet hat. allein dein premium-gequatsche pusht meinen puls hoch. dass es noch so naive menschen gibt…unglaublich.

      • Athlet says:

        noch sehnsüchtiger wartet die Welt nur auf den nächsten q5 (wann auch immer er erscheint 😉 made in mexicoooo – mexico – mexicoooh – o – oh – ooh (und Deinen nächsten weinerlichen Beitrag :-D)

      • Werksplaner says:

        Einer aus der Neidecke. Sicher, unter doktrinären ökologischen Gesichtspunkten ist ein X7 eine Sünde. Das ist aber dann auch jedes Benzin-Auto.
        Das Auto sorgt für künftige Beschäftigung und wird wohl überwiegend in den USA und in China gekauft. Warum nicht? Mit Grünen- Blaupausen macht man bekanntlich keinen Umsatz und keine Beschäftigung. Brauchen die ja zumeist auch nicht, da sie vom Staat subventioniert werden.

    • Guest says:

      Wahres Premium geht m.E. nicht in Billiglohnländer.

      Dieserhalb hat BMW auch Produktionsstandorte in China (Shenyang, Joint Venture mit Brilliance: 2 Werke, 5er und 3er lang, X1), Südafrika (1/4 für heimischen Markt, 3/4 Export) sowie Montagewerke für CKD- Sätze in Thailand, Malaysia, Russland, Ägypten, Indonesien und Indien.

      Dort freut man sich noch über Arbeitsplätze.

      Klar, BMW erweitert aus reiner Menschenfreundlichkeit seinen Standort in den USA. Auf keinen Fall weil dort einer der Hauptabsatzmärkte für X-Fahrzeuge liegt oder in den Südstaaten keine nennenswerten Gewerkschaften existieren.

      Dort freut man sich noch über Arbeitsplätze.

      Es gibt genug strukturschwache Gebiete in Deutschland in denen sich die Leute auch über Arbeit freuen würden.

      Leiharbeiterdiskussionen

      Der Wunsch nach Arbeitsplatzsicherheit oder fairer Entlohnung geht nicht mit der Freude über Arbeit konform, stimmt.

      Neidkampagnen in den Medien

      ???

      Umweltsbushing

      Umweltschutzauflagen sind auf jeden Fall des Teufels und gehören besonders für große produzierende Unternehmen verboten!

      • Werkplaner says:

        Du hast nichts verstanden. Bei allen ausländischen BMW Werken geht es primär nicht um niedrigere Arbeitskosten, sondern um Marktnähe (Raum-Zeit-Vorteil), Minimierung von Wechselkursrisiken, Verringerung von Zollschranken usw. BMW ist primär in Deutschland (75 %), z.B. in Leipzig, aber auch in Österreich, in England. in Holland. Eine andere Firma geht dagegen gezieht in Billiglohnländer wie Ungarn, Slowakie, Mexiko, Spanien.

        Und zu dem Leiharbeitern, die bei BMW im übrigen den gleichen Grundlohn wie die Stammbelegschaft erhalten: die Herrschaften können sich ja um eine Festanstellung bei Audi Ungarn, Mercedes Slowakei usw. bemühen, dort gibts feste Stellen, aber viel weniger zu verdienen. Im ürbringen hat BMW im letzten Jahr 1700 Leiharbeitnehmer fest übernommen.

  5. iQP says:

    50% mehr Fahrzeuge mit nur 10% mehr Mitarbeiter, das kann ja nur rentabel sein.

    • quickjohn says:

      So richtig durchdacht ist diese Anmerkung ja wohl nicht …….
      … zumindest wenn man sich die Struktur eines Werkes wie Spartanburg vor Augen führt.

      – Da sind zunächst einmal die hochautomatisierten Bereiche wie Presswerk oder Lackierung.
      – Die Motoren kommen zu 100% aus Europa – wenn, dann entstehen dort neue Arbeitsplätze.
      – Die grundsätzliche Fertigungstiefe bei BMW

      Das Alles bedeutet daß Personal im Wesentlichen in der Endmontage, also an zusätzlichen Bändern oder für zusätzliche Schichten aufgebaut wird. Die geäußerte Rentabilitätsprognose ist also hinsichtlich der Belegschaftsveränderung eher etwas naiv zu sehen.

      • iQP says:

        Ist mir schon klar, dass nicht immer 1:1 mehr Personal benötigt wird.
        Kann nicht beurteilen wie groß der Overhead im Werk ist.
        Es wird ja auch kein zweiter Werksleiter eingestellt, höchstens, dass der dann 50% mehr verdient. 😉

        Jedenfalls, denke ich, dass das Werk noch rentabler wird, wenn man 50% mehr Fahrzeuge auf den Markt bringen kann
        Außer man schafft das nur mit Rabatten.

        • quickjohn says:

          Ehrlich gesagt glaube ich daß Ihnen – wie mir auch – jegliche Basisinformation für das Aufstellen derartiger Aussagen fehlt.

          Keiner weiß hier z.B. inwieweit die Produktionsanlagen skalierbar sind oder ob sprungfixe Situationen auftreten. Andererseits besteht aber wohl auch ein Junktim daß neue Plants generell effizienter zu sein haben.

          Es geht hier sicherlich nicht – nur – um den X7. Es geht um den Ausbau des natural hedging, egal welche Reihen dort künftig gebaut werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Shell V-Power
[Anzeige] Ferrari und Shell heben V-Power auf das nächste Level. Gönnen Sie Ihrem Motor den besten Kraftstoff!
Tipp senden