MINI Motorsport: Interview mit Rallye Dakar Gesamtsieger Nani Roma

Motorsport | 26.01.2014 von 1
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Die eine oder andere Träne konnte Joan „Nani” Roma nicht verbergen, als er nach der letzten Etappe der Rallye Dakar 2014 aus seinem gelben X-Raid MINI …

Die eine oder andere Träne konnte Joan „Nani” Roma nicht verbergen, als er nach der letzten Etappe der Rallye Dakar 2014 aus seinem gelben X-Raid MINI All4 Racing stieg und als Gesamtsieger feststand. Nach 13 Tagen und 9.743 Kilometern durch Argentinien und Chile feierte Roma seinen zweiten Dakar-Sieg – 2004 hatte er bereits auf dem Motorrad gewonnen.

Auch wenn in den letzten Tagen der diesjährigen Dakar die Diskussion um die Stallorder von Sven Quandt und das teaminterne Duell mit Stépahne Peterhansel etwas im Vordergrund standen, schmälert dies nicht die hervorragende Leistung von Roma. Im Interview mit MINI Motorsport spricht der 41-Jährige Spanier über den Sieg bei der härtesten Langstrecken-Rallye der Welt und sein Erfolgsrezept.

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Nani, herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft. Du hast für MINI die Rallye Dakar gewonnen. Wie fühlst du dich?
Joan „Nani” Roma:
Ich bin so glücklich, ich kann es kaum glauben. Das ist wirklich der Wahnsinn! Ich habe fast zehn Jahre davon geträumt! Diese zwei Wochen hatten es wirklich in sich. Unsere Vermutungen, dass das die härteste Rallye Dakar seit langem werden könnte, haben sich wirklich bestätigt. Die Prüfungen waren so lang und hart, das macht den Sieg noch besonderer. Mein MINI ALL4 Racing hat mich aber, genau wie mein Beifahrer Michel Périn, nie im Stich gelassen. Das Gesamtpaket aus zuverlässigem Beifahrer und zuverlässiger Technik hat am Ende den Unterschied ausgemacht. Jetzt wird gefeiert!

Du hast die Gesamtwertung an neun von 13 Tagen angeführt. Es sah oft sehr komfortabel und kontrolliert aus. War das auch der Fall?
Nani Roma:
Einfach war es keineswegs. Ich hatte zwar Vertrauen ins Auto und der MINI ALL4 Racing war auch hervorragend zu fahren. Doch die Prüfungen waren wie gesagt sehr anspruchsvoll. Vor allem auf den engen Gebirgspässen in den Anden und im Sand der Atacama-Wüste musste man extrem konzentriert fahren und durfte sich keinen Fehler erlauben. Ein solcher hätte schnell schlimme Folgen gehabt. Aber das richtige Material und die richtige Navigation sind da schon die halbe Miete.

2004 hast du die Dakar schon einmal gewonnen. Damals allerdings auf einem Motorrad in Nordafrika. Fühlt sich dieser Dakar-Sieg anders an?
Nani Roma:
Man kann die beiden Siege schwer miteinander vergleichen. Beide sind auf ihre Weise schön, wobei ich den jetzigen erst noch realisieren muss! Das ist noch alles so frisch und unwirklich. Auf dem Motorrad ist man ziemlich auf sich allein gestellt, im Auto hat man seinen Beifahrer, mit dem man sich austauschen kann. Das lässt sich alles sehr schwer miteinander vergleichen, auch weil sich logischerweise ein Motorrad ganz anders fahren lässt. Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Beide Male fühlte es sich sehr schön an! Ich bin auf den Geschmack gekommen.

Dieser Dakar-Sieg ist für dich quasi die nachträgliche Krönung des Jahres 2013. Du hast letztes Jahr vier Rally Raids für MINI gewonnen, darunter die berühmte Desafio Ruta 40. Kann man sagen, dass dir jetzt endgültig der Durchbruch gelungen ist?
Nani Roma: Die letzten zwölf Monate waren schon sehr erfolgreich für mich, das stimmt. Aber das liegt nicht nur an mir. Das ist einer Vielzahl an Leuten zu verdanken. Das gesamte X-raid Team hat Anteil an diesen Erfolgen. Ohne sie wäre der Erfolg gar nicht möglich. Und dafür möchte ich mich auch bei ihnen bedanken. Sie machen einen tollen Job. So kann es gerne weitergehen. An so viel Erfolg kann man sich gewöhnen! Ein schönes Gefühl.

(Interview: MINI Motorsport; Bilder: X-Raid)

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