BMW M3 Touring: Klare Absage vom Leiter Produktmanagement M GmbH

BMW M3 | 21.01.2014 von 11

Er könnte schnell sein, er könnte praktisch sein – und er könnte auch Realität sein. Aber aller Voraussicht nach bleibt es auch bei der Generation …

Er könnte schnell sein, er könnte praktisch sein – und er könnte auch Realität sein. Aber aller Voraussicht nach bleibt es auch bei der Generation F31 beim Konjunktiv, denn ein BMW M3 Touring F81 wurde nun erneut von offizieller Stelle dementiert. Zwar muss ein solches Dementi nicht zwingend das Ende aller Träume bedeuten – nur ungern wird früher als nötig über kommende Modelle und Modellvarianten gesprochen – aber im Fall eines potenziellen M3 Touring gibt es auch keine Indizien für eine Realisierung des Power-Kombis.

Im Gespräch mit dem offiziellen BMW Motor Show Blog äußerte sich Carsten Pries, seines Zeichens Leiter Produktmanagement bei der BMW M GmbH, leider ziemlich unmissverständlich.

BMW-M3-Touring-F81-Yas-Marina-Blau-X-TomiDesign

Mit dem neuen BMW M3 und BMW M4 kehrt die BMW M GmbH zum Reihensechszylinder zurück. Erinnerungen an die legendären BMW M3 Generationen E36 und E46 werden wach. Wieso diese Rückkehr?
Wie üblich schauen wir bei neuen BMW M Modellen darauf, was wir für das Gesamtkonzept an Zutaten benötigen. Das gilt natürlich insbesondere für die Bereiche Motor und Fahrleistung.
Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns dazu entschieden, wieder auf einen Reihensechszylinder zu setzen. Dieser verfügt erstmals in einem BMW M Modell über eine Turboaufladung und bietet so das Beste aus zwei Welten: Zum einen hohe Drehzahlen und ein sehr spontanes Ansprechverhalten, auf der anderen Seite aber auch die Effizienz, die ein moderner Turbomotor heute insbesondere im Teillastbereich liefert.

Mancher Fan macht sich heute noch immer Sorgen um die Haltbarkeit von Turbomotoren. Wie intensiv waren die Tests der neuen Aggregate und was sagen Sie den Turbo-Skeptikern?
Unsere Turbomotoren durchlaufen natürlich die gleichen Erprobungs- und Absicherungsprogramme, die auch jahrzehntelang unsere hochdrehenden Saugmotoren absolvieren mussten. Insbesondere die Rennstreckentauglichkeit und -festigkeit ist traditionell bei BMW M ein wichtiges Thema. Die Entwicklung hier wurde von tausenden Runden auf der Nürburgring Nordschleife begleitet.
Das sind in der Gesamtheit dieselben harten Tests, die wir bereits in der Vergangenheit angewandt haben. Auf dieser Basis können unsere Kunden natürlich sicher sein, dass sie in der neuen Generation des BMW M3 und BMW M4 ausgereifte Turbomotoren bekommen. So, wie sie dies von den aktuellen Generationen BMW M5, BMW M6 sowie den beiden BMW X Modellen von BMW M kennen, die ja ebenfalls von hochmodernen Turbomotoren angetrieben werden.

Der BMW M3 ist zweifellos eine Legende. Wie kommt es zum neuen Namen BMW M4 und wie bewerten Sie die Fan-Akzeptanz?
Der BMW M3 ist die Ikone von BMW M – mit dem neuen Modell mittlerweile in der fünften Generation. Der BMW M4 ist unser logischer nächster Schritt. Die BMW Basismodelle Coupé und Cabrio werden als neue, eigenständige 4er Baureihe positioniert – und so ist es nur konsequent, einen BMW M4 anzubieten. Das Auto wird die Erwartungen unserer Kunden voll erfüllen – in puncto Fahrdynamik ebenso wie hinsichtlich Agilität und Präzision.
Ich bin zuversichtlich, dass der neue BMW M3 und M4 sehr schnell auch in die Herzen jener M Fans fahren wird, die heute möglicherweise dem M3 mit Achtzylinder noch eine Träne nachweinen.

Können Sie uns verraten, ob es Pläne zu einem BMW M3 Touring gibt?
Ohne Zweifel ist das Touring-Konzept sehr erfolgreich in Märkten wie Deutschland, Italien oder Großbritannien. Aktuell gibt es jedoch keine Pläne, einen – sicherlich auch faszinierenden – BMW M3 Touring zu entwickeln.

(Rendering: X-Tomi Design / Interview: BMWMotorShowBlog.com)

11 responses to “BMW M3 Touring: Klare Absage vom Leiter Produktmanagement M GmbH”

  1. Polaron says:

    Jede noch so unsinnige Produktnische erfinden oder besetzen, aber dann keinen Konkurrenten zum AMG C-Klasse-T-Modell oder dem RS4 Avant auf den Markt bringen.

    Also ich kann´s einfach nicht nachvollziehen…

  2. cisi says:

    jedes noch so abstruses modell kommt auf den markt. Aber ein M3 kombi nicht. Der RS4 verkauft sich als kombi auch…. und das schon seit ewigkeiten. Genauso wie der RS6.
    Aber die bmw GT modelle, die sind die zukunft und verkaufen sich hervorragen, die palette muss man nat. ausbauen.

    • v10 says:

      Naja, umgekehrt bringt Audi auch keine RS6 Limo, weil die sich nicht verkauft.

      Zustimmung aber für den letzten Satz, denn: Obwohl der GT5 “leicht unter den Erwartungen blieb”, glaubt der Vorstand dran und baut die Palette aus. Offenbar geht es nicht immer um Marktforschung sondern des öfteren auch schlicht um persönliche Steckenpferde der Chefs.

      • Pro_Four says:

        “Naja, umgekehrt bringt Audi auch keine RS6 Limo, weil die sich nicht verkauft” genauso ist es und wenn es gerademal 20% Anteil sind dann wird eben eingepackt. Kosten bzw. Produktionskosten / Gewinn pro Fahrzeug

  3. Rex says:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der touring insgesamt unbeliebter als die Limousine ist. Jeder, der auf den Rucksack verzichen kann und es – auch der Optik entsprechend – eher sportlich mag, bevorzugt dann doch das kompromisslose Coupe. Zum unscheinbaren Underdog wird die sortlich gezeichnete M3 Limousine dann doch nicht. Wie oft hat sich der M3 E90 denn schon im Vergleich zum E92 verkauft? Beim großen M5 dagegen war der sehr spät erschiene touring (2,5 Jahre nach der Limousine) dagegen ein Flop, woraus man nun wohl seine Erfahrungen zieht. Sicherlich scheut man auch die Mühen einer speziellen Hinterachskonstrunktion, die schon das Erscheinen eines M5 E39 touring vereitelt hat.

  4. dicker says:

    die erste schlaue entscheidung von BMW keinen touring zu bringen. ein M3 ist nunmal kein RS4 oder C63.

    zum thema haltbarkeit musste ich lachen…der S54 wurde seinerzeit völlig unausgereift auf den markt geworfen und nur mit großer kraftanstrengung haltbar gemacht. zum anderen kenne ich keinen M motor der letzten 20 jahre, bei dem man die lagerschalen nicht nach 100tkm wechseln sollte, will man danach noch weiterfahren. von daher kann von ausgereiften motoren keine rede sein. marketing-bullshit ist das, genau wie das ewige gesülze vom spontanen ansprechen eines turbomotors.

  5. andy says:

    Schade, dann halt wieder AMG

  6. Biesotto says:

    Irgendwie ist der Aufschrei immer groß wenn es heißt “Es kommt kein Touring als M-Modell”, siehe M3 und M5. Aber wenn man sich die Verkaufszahlen z.B. des letzten M5 Tourings mal ansieht, kauft ihn letztlich dann doch kaum jemand wenn es ihn gibt. Ich kann BMW da gut verstehen.

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