BMW M3 / M4 2014: Bruno Spengler erklärt interessante Technik-Details

BMW M3 | 12.12.2013 von 12

In die Entwicklung der neuen BMW M3 Limousine und des neuen BMW M4 Coupé waren laut M GmbH auch Rennfahrer wie Bruno Spengler involviert. Wie …

In die Entwicklung der neuen BMW M3 Limousine und des neuen BMW M4 Coupé waren laut M GmbH auch Rennfahrer wie Bruno Spengler involviert. Wie groß deren Anteil an der finalen Abstimmung ist, lässt sich für Außenstehende natürlich nicht beurteilen – aber in jedem Fall bekommen wir dank der Zusammenarbeit von M GmbH und Motorsport-Abteilung nun einige interessante Aussagen vom DTM-Champion der Saison 2012, in denen er seine Eindrücke vom Fahrverhalten schildert.

Bruno Spengler spricht dabei relativ detailliert über die Charakteristik des Biturbo-Motors, die Rückmeldung der Lenkung und erklärt Vorzüge und Arbeitsweise des drehmomentfühlenden BMW M Sperrdifferenzials an der Hinterachse.

BMW-M4-2014-M3-Bruno-Spengler-Entwicklung

Bruno Spengler: “Es macht mich stolz, einen Beitrag zur Abstimmung dieser Autos geleistet zu haben. Das Fahrwerk ist sehr sportlich abgestimmt, das Feedback von der Vorderachse ist extrem direkt, der Grip an der Hinterachse ist phänomenal und die Leistungsentfaltung des Motors ist schlichtweg beeindruckend. Dieser Wagen ist die ideale Basis für unser Einsatzfahrzeug in der DTM.”

Bruno Spengler über den Reihen-Sechszylinder-Motor mit M TwinPower Turbo Technologie: “Als Rennfahrer bin ich sehr beeindruckt davon, dass die beiden Turbolader beim Druck aufs Gaspedal ohne jegliche Verzögerung ansprechen. Das ist eine sensationelle Charakteristik des Motors, die nicht nur sehr viel Spaß macht, sondern auch die ideale Voraussetzung für eine sportliche Fahrweise darstellt.”

… über die elektronische Servolenkung: “Die elektronische Servolenkung arbeitet sehr präzise, und Präzision in der Lenkung ist gerade für mich als Rennfahrer sehr, sehr wichtig. Sie reagiert unmittelbar auf Lenkbewegungen und bietet eine sehr gute Rückmeldung.”

… über die Hinterachse: “Die Hinterachse arbeitet dank des geregelten Hinterachs-Sperrdifferenzials sehr progressiv und baut extrem viel Grip auf. ‚Geregelt‘ bedeutet in der Praxis: Wenn der Fahrer am Kurveneingang vom Gas geht, ‚macht die Sperre auf‘ – geht die Sperrwirkung also bis auf null Prozent und das Auto lenkt sehr agil ein. Beim Herausbeschleunigen aus der Kurve ‚macht die Sperre zu‘, die Sperrwirkung wird für eine optimale Traktion stufenlos bis auf maximal 100 Prozent erhöht.”

12 responses to “BMW M3 / M4 2014: Bruno Spengler erklärt interessante Technik-Details”

  1. der_ardt says:

    klingt fast garnicht auswendig gelernt ^^

  2. cisi says:

    “dass die beiden Turbolader beim Druck aufs Gaspedal ohne jegliche Verzögerung ansprechen” hat da jemand präzisere technische infos dazu? Dass das ohne jeglich “hilfe” physicalischer blödsinn ist, sollte eigendlich jedem klar sein….

    Ist da so eine art e-motor der die turbos auf touren hält oder irgednsowas ähnliches??

    • 135iCoupe_N55 says:

      “Ist da so eine art e-motor der die turbos auf touren hält”
      jo, Turbolader werden elektronisch angesteuert damit die Turbos ihre Leistung ( bzw Drehzahl) und somit denn Druck weiterhin aufrecht erhalten…

      • cisi says:

        das klingt interessant… das könnte seit der einführung des turbos mal die erste sauger alternative sein… wenn sie wirklich das hergibt was geschrieben wird.

      • dicker says:

        wenn dein geschriebenes wahr wäre (es ist aber bullshit), dann könnte man die lader für eine beliebige dauer “am laufen” lassen, sobald der fuß vom gaspedal geht und genau das ist nicht der fall. die lader laufen lediglich dann mit, wenn das auto “registriert”, dass man häufiger zwischen viel gas (!) und bremse hüpft, also sportlich fährt. in allen anderen modi ist der turbomotor ein vom ansprechverhalten gewöhnlicher motor mit turbolag, wie z.b. im alltag….

        • 135iCoupe_N55 says:

          was soll daran bullshit sein? ich deute nur an dass die Turboleistung beibehalten wird, jedoch nicht wie lange, nach jedem Gasweggeben wird die Leistung für eine kurze Zeit gehalten, wie lange das ist und wie oft das immer passiert —> keine ahnung

          • quickjohn says:

            Glaube du hast es exakt richtig beschrieben – die e-motor Ansteuerung der Turbos wird wohl von verschiedenen Parametern (z.B. rel. agressive Gas-/Bremsaktivität) abhängig gemacht um ein möglichst verzögerungsfreies Ansprechen des Motors zu erreichen.

            Daneben wird es – der Zahl nach üblicherweise überwiegend – auch Fahrsituationen (z.B. sanftes Gasgeben im Teillastbereich) geben in denen die e-motoren nicht angesteuert werden. Hier sind doch heute gut gemachte Turbomotoren ohnehin nicht mehr im Nachteil – denn auch Saugmotoren sprechen in der bspw. in einer solchen Situation nicht spontan an.

            Dennoch, dass sich die Lösung mit den e-motoren bezügl. der Gasannahme – bei sportlicher Fahreraktivität – wirklich auf dem Level sehr guter Saugmotoren befindet, wäre überraschend. Warten wir also die Realität ab …….

  3. BMW-Fan/a says:

    Nach so viel Lob, fehlt dann nur noch der direkte Vergleich auf der Rennstrecke zwischen altem und neuen M3.

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