BMW und Toyota: Gemeinsamer Hybrid-Supersportler als LF-A-Erbe?

Gerüchte | 8.11.2013 von 37

In erster Linie geht es bei der Kooperation von BMW und Toyota um Leichtbau mit Hilfe von Carbon, Hybrid- und Elektro-Technik sowie den Verkauf Diesel-Motoren. …

In erster Linie geht es bei der Kooperation von BMW und Toyota um Leichtbau mit Hilfe von Carbon, Hybrid- und Elektro-Technik sowie den Verkauf Diesel-Motoren. Neben diesen Kernpunkten haben die beiden Konzerne aber auch öffentlich gemacht, dass an einer gemeinsamen Sportwagen-Architektur gearbeitet wird – und damit das Interesse von Fans sportlicher Autos auf der ganzen Welt geweckt.

Weil sich beide Konzerne nie konkret zur Art des Sportwagens geäußert haben, schießen die Spekulationen in alle Richtungen: Soll gemeinsam ein Nachfolger für den BMW Z4 gebaut werden? Oder eine hochwertigere Variante des Toyota GT86? Oder doch ein Hybrid-Supersportler?

BMW-Toyota-Supersportler-Hybrid-Kooperation-Geruechte

Neue Hinweise auf die dritte Variante, die zugleich die schnellste, schärfste und teuerste wäre, will nun das australische Motoring-Magazin erhalten haben. Demnach arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an einem echten Supersportler, der in gewisser Weise als Nachfolger des Lexus LF-A verstanden werden könnte – allerdings deutlich weniger konventionell.

Mit viel Carbon soll das Gewicht deutlich sinken und für den effizienten Antrieb wird nicht nur ein Verbrennungsmotor, sondern auch mindestens ein Elektromotor an Bord sein. Trotz des Hybrid-Layouts dürfte der deutsch-japanische Supersportler nicht als Konkurrent von Porsche 918 Spyder, Ferrari LaFerrari und McLaren P1 positioniert werden – Preise und Stückzahlen dieser Hypersportler sind bisher nicht, wonach BMW und Toyota streben.

Glaubt man den Spekulationen bei Motoring.com.au, dürfen sich einige vermögende Kunden auf einen Supersportler in der Preisklasse jenseits der 200.000 Euro freuen, der von einem BMW-V8 und Hybrid-Technik aus Japan angetrieben wird. Sicher ist unterdessen nur, dass sich beide Seiten intensiv mit der Technik des jeweils anderen befassen: Während bei Toyota in Japan Vorserien-Modelle des BMW i8 gesichtet wurden, hat BMW unter anderem auf der Teststrecke in Miramas den Lexus LF-A unter die Lupe genommen.

37 responses to “BMW und Toyota: Gemeinsamer Hybrid-Supersportler als LF-A-Erbe?”

  1. E60-530i says:

    Schon komisch, dass derjenige Autobauer, dem die M-GmbH und BMW-i gehört, erst in Japan nachfragen muss wie man Sportwagen mit Elektromotoren baut. Sicher gehts hier auch um Technologie, Sparpotential und gemeinsame Modellpolitik, aber früher hat McLaren bei BMW Rat gesucht, heute hat man als Eingefleischter fast das Gefühl BMW braucht bei sowas Hilfe und ich glaube das Gefühl täuscht nicht, wenn ich mir die sportlichen Qualitäten aktueller Modelle ansehe. Bestes bsp sind die 1er, 2er und Z4 ohne abschaltbare Elektronik. Da sind der GT86 oder Subaru BRZ ganz andere Kaliber für einen erlebnisorientierten Fahrer. Wie man sieht verkauft sich das Modell auch besser als der Z4….

    http://www.youtube.com/watch?v=hY1R6rBbYZM

    • Kr1s says:

      “für einen erlebnisorientierten Fahrer”
      Ach, dafür gibt’s doch den Fahrerlebnisschalter. 😉
      Chris

    • qwer123 says:

      LOL, wo bitte hat McLaren bei BMW rat gesucht? Sie haben den Auftrag für den V12 für den McLaren F1 gegeben, sorry wo ist das “Rat suchen”? Nur weil man sich den Motor nicht selbst konstruieren will… An den McLaren ist über ein Jahrzehnt kein anderer Supersportwagen ran gekommen…

    • Raudi says:

      Kooperationen auf dem technologischen Sektor sind heute für solche Großunternehmen ein MUSS!
      Die Zeiten als die Hersteller alleine vor sich herbastelten sind vorbei bei soviel Konkurrenz.
      Außerdem ist es nicht nur aus unternehmerischer Sicht clever, sondern vor allem aus der technologischen. Man muss das Rad nicht neu erfinden wenn sich zwei zusammentun, voneinander profitieren und vor allem wichtig, gut miteinander kooperieren.

      Denke BMW macht das schon richtig. Die Carbontechnologie kostet dem U. viel Entwicklungsressourcen. Wie es aussieht profitiert Toyota nicht nur von den BMW-Dieseln, sondern auch von der Carbonbauweise. BMW wiederherum von der E-Technologie von Toyota und vielleicht sogar von einer Produktionsprozessverbesserung, wo die Japaner ziemlich stark sind. Hinzu kommt, beide Partner sind eher auf unterschiedlichen Märkten unterwegs. Der Technologiegewinn, könnte sich bald auf den hiesigen Märkten zu einen Technologievorsprung erweisen.

      Alles natürlich unter der Bedingung, die Kooperation funktioniert.

    • ariel atom says:

      nicht abschaltbare technik? was genau meinst du? solltest du sicherheitssysteme wie traktionskontrolle oder esp meinen liegst du falsch. habe den aktuellen 1er, geht alles komplett aus 🙂

  2. der_ardt says:

    “Soll gemeinsam ein Nachfolger für den BMW Z4 gebaut werden? Oder eine hochwertigere Variante des Toyota GT86?”
    Warum nicht beides zusammen?

    • Kr1s says:

      Genau. Immerhin besitzt der GT86 viel von dem was BMW mal auszeichnete.
      Chris

      • der_ardt says:

        Ich finde den GT86 echt toll, nur die Optik schreckt mich ab. Warum sowas nicht als richtiges Coupé oder in der Optik des jetzigen Z4? Da kann dann meinetwegen auch der B4 drin bleiben und höher positioniert das Ganze mit R6 🙂 Als Coupé wäre dass dann der echte E30-Erbe anstelle der ganzen so genannten Neuinterpretationen

        • Kr1s says:

          Ich finde die Optik recht gelungen. Nicht nur für einen Japaner. Und die schnörkellose Technik, das geringe Gewicht sowie der angebliche Fahrspaß erinnern tatsächlich an den E30.
          Chris

          • v10 says:

            Das Auto macht auch Spaß. Einziges Problem ist der sehr durchzugsschwache Motor, da geht nix. Was hilft die reine Lehre, wenn das Auto von jedem Frontkratzerturbo auf der Nordschleife deklassiert, und ich meine wirklich deklassiert wird. Am Fahrwerk liegts nicht. Ich liebe Boxermotoren, aber der hier bräuchte dringend einen Soft-Turbo. Ein Mazda Mx-5 wär mir aber nach wie vor lieber, weil Cabriolet.

            • Kr1s says:

              98,97% interessiert die Nordschleife überhaupt nicht, das ist ein Auto das im Alltag Fahrspaß bringen soll. Und Fahrspaß kann auch bedeuten dass man mal 2 Gänge runterschalten muss, wenns vorwärts gehen soll. Für mich ist das jedenfalls so.
              Chris

              • der_ardt says:

                Zum Fahrspaß: geht mir genauso! 🙂
                Zur Optik: Ist ja geschmackssache, aber im BMW-Gewand würde das etwas neutraler vorn und hinten und dafür evtl. etwas bulliger von der Seite daherkommen, was mir gefallen würde

            • der_ardt says:

              mir sind die Zeiten auf der Nordschleife relativ egal. Dass der F10 auf der Nordschleife schneller ist als der E60 ist der beste Beweis für die Relevanz. Den GT86 muss man eben im oberen Drehzahlbereich bewegen, dafür dreht der Motor dementsprechend für die Preisklasse hervorragend. Der Wagen wurde außerdem nicht auf Renneinsatz optimiert, sondern auf maximalen Fahrspaß im Alltag, also mit normaler Bereifung, Restkomfort ohre zur Sänfte zu werden, statt Semi-Slicks und adaptivem Fahrwerk. Die GT86-Fahrer werden auch herzlich wenig auf die Anmutung des Innenraums wert legen sondern sich freuen, für das Ge ein ausgeglichenes Fahrzeug erhalten zu haben, obendrein mit wartungsfreundlicher Technik.

              • v10 says:

                Die Zeiten auf der Nordschleife sind faktisch irrelevant aber sie geben einen Ausblick auf die theoretische Leistungsmöglichkeit eines Wagens. Der GT86/Subaru hat eine kleine Drehorgel vorne drin, und mir ist das so zu lahm. Ich fühle die 200 Pferde nicht und ich würde sie gerne fühlen. Hätte der Wagen einen Direkteinspritzer Turbo, Motor mit 200 PS vorne drin, gerne Boxter, wäre der Wagen nicht nur auf der Nordschleife schneller, er würde – meines erachtens auch mehr Fahrfreude bieten, da er über ein breiter nutzbares Drehzahlband verfügen würde und man nicht ständig das Gefühl hätte man müsse das Gaspedal aufs Bodenblech nageln, damit was vorwärtsgeht. Klar sind die Käufer des Wagens damit zufrieden wie es jetzt ist, aber ich denke mal, dass die Masse nichts gegen ein paar Newtonmeter mehr einzuwänden hätte.

                • der_ardt says:

                  Ich denke das ist das “Problem” bzw. das schöne: Anders als beim Golf muss die Masse es ja nicht toll finden, nur die die es kaufen und davon gibts genug. Ein Großteil von denen will (!) keinen Turbo und bemerkt beim Fahren den Unterschied zur Einspritzung nicht. Mir geht es genauso wenn ich die Uraltboxer (R60 und dergleichen) fahre: die sind nicht schnell, das Fahrwerk samt Bremsen sind mies und beim Schalten vergeht eine Ewigkeit bis die Drehzahlen sich angeglichen haben und man auskuppeln kann. Man ist damit nicht schnell ohne was zu tun und das macht gerade den Reiz aus 😉

                  • v10 says:

                    Verstehe das gut. Alte Modelle haben ihren Reiz.

                    Ich brauche auch keinen Turbo um glücklich zu werden, nur ein Mindestmaß an Durchzug bei einem Fahrzeug das eben kein Oldtimer ist. Und das ist in meinen Augen das einzige Manko der kleinen Toyota/Subaru. Der Wagen macht Riesenspass. Glücklich wer einen hat.

                    So und jetzt muss ich mich um quickjohn kümmern, der mir weiter unten erzählen will, dass der M1 ein Erfolg war und keine Kooperation. 😀

  3. simons700 says:

    Ich finde bmw braucht gar keinen Supersportler!
    Eine mechanische Sperre in der Aufpreislisste vom m135i würde mir schon reichen 🙂

  4. 135iCoupe_N55 says:

    BMW hätte zu S85 Zeiten einen Sportwagen bauen sollen, das wäre der Hammer gewesen…..

    naja einen gemeinsamen Supersportler mit Toyota würde ich dennoch begrüßen, Carbon-Leichtbau wie bei i8, 2 Leistungsstufen wie beim R8 wären auch ganz nett, bin einfach gespannt wie sich das Teil gegen die Konkurrenz schlägt 😛

  5. quickjohn says:

    Toyota/Lexus ist im Bereich Hybrid-Technologie mit Abstand Know-How-Führer. Sich dieses echten ‘Vorsprungs durch Technik’ zu bedienen halte ich nicht für ein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil, es nicht zu tun wäre arrogant.

    Dass BMW grundsätzlich Know-How für Konstruktion und Bau von Sportwagen hat glaube ich schon, und das war wohl auch der Beweg-Grund für Herrn Toyoda – zumindestens wurde so bei der Koop-Bekanntgabe formuliert.

    Toyota hat für sicher auch kein Problem damit – sondern vielmehr höchstes Interesse – mehr über das Thema Carbon-Fertigung zu erfahren.

    Vom Erfahreneren lernen zum wollen ist ein Zeichen von Größe – entsprechende Souveränität im Umgang damit vorausgesetzt.

    Harren wir mit Interesse der Dinge die da kommen werden ……

    • John says:

      Die Kooperation geht m.W. noch viel weiter. Es geht auch um die Entwicklung neuerartiker Batterien mit deutlich längerer Reichweite (da ist auch Samsung mit drin). Dann geht es um die Entwicklung einer marktfähigen Brennstoffzelle als einer der künftigen elektrischen Antriebsformen..

      • quickjohn says:

        Natürlich hast du recht (die Lieferung der Diesel R4 gehört auch noch dazu)! Ich bezog mich bei der vorstehenden Aufzählung nur auf den Aspekt Sportwagen-Koop.

  6. v10 says:

    Bitte nicht Turbo sondern Carreraklasse! Und dann auch noch Hybrid, macht das ganze noch teurer. 200.000 glaube ich nicht. Wenn BMW so ein Fahrzeug bringt wirds wahrscheinlich 250 kosten oder mehr. Einen Sportwagen für 135Basis, das wünsch ich mir, der ist dann gebraucht nach ein paar Jahren und mit 15.000 km für unter 70 zu haben.

  7. marius says:

    Ich finde es bitter, dass der ehemalige Top-Hersteller sportlicher Fahrzeuge einen Sportwagen zusammen mit Toyota entwickelt. Ganz schlimm. Die bei BMW lassen sich zu viel von Joschka Fischer ins Ohr flüstern. Hauptsache öko. Da bleibt nicht mehr viel für Sportwagen übrig. Wird dann ein Celica mit BMW-Optik. Nein Danke!

    • dicker says:

      erstmal hat toyota etwas was BMW sich nicht traut zu bauen, weil ihnen schlicht die EIER fehlen und das sind: GT86 bzw. LFA…das ist erstmal fakt. BMW baut schwere autos, wofür turbomotoren zwangsläufig benötigt werden. auch das ist fakt. BMW kann froh sein, dass sie toyota an der angel haben und damit einen akribisch arbeitenden und innovatien partner. man sollte die kollegen daher nicht belächeln, sondern etwas demütiger sein, außer man will weiterhin einheitsbrei bauen und sich daimler und audi annähern. der E89 ist ein beispiel dafür, wie man innerhalb nur einer generation sämtliche BMW-gene zerstören kann und dadurch eine ganze baureihe auf dem spiel steht.

      wehe, porsche bringt einen cayman mit >350PS – wonach es aussieht – dann kann BMW den Z4 für alle zeiten einstampfen. das hoffe ich, denn die führungsriege von BMW sieht den wald vor lauter RoC nicht mehr…

      • v10 says:

        Ja, aber auch Toyota traut sich den GT86 nicht ohne Kooperationspartner. Ohne Subaru hätten sie das Auto nicht gemacht. Der LFA ist etwas, mit dem Toyota viel Lehrgeld gezahlt hat, BMW war nach den Debakeln der Vergangenheit (M1), klug genug das zu vermeiden. Die Entwicklung des LFA hat EWIG gedauert, trotz Karbon war das Auto sauschwer, verkauft hat es sich nur mühsam, der Kaufpreis war horrend, und dann war man noch nicht mal so viel schneller als der Rest. Ein Riesenverlustgeschäft, Lexus hats etwas Image gebracht, aber das war teuer erkauft. Sowas will Toyota nicht noch mal erleben, und deshalb sucht man sich eben einen Partner, genau wie BMW. Eine absolut vernünftige Angelegenheit. GEnauso vernünftig wäre es, wenn Audi/Lamborghini auf den Porschesportwagenbaukasten zurückgreifen würden, aber sie wollen nicht und tuns nicht. Nun gut, das ist ein Luxus den man sich leisten wollen muss. BMW will das offensichtlich nicht, ebensowenig wie Audi Milliarden in ein Projekt i investieren will. Mit Eiern hat das beides nichts zu tun, sondern mit Präferenzen.

      • Cecotto says:

        ziemlicher unsinn.

        die baureihe z4 tut sich nicht nur schwer wegen des veränderten und anders positionierten angebotes, sondern weil das gesamte segment sozusagen am kollabieren ist.

        • 135iCoupe_N55 says:

          jo es gibt mehrere Gründe wieso sich der Z4 schlecht verkauft…

          aber Dickerchen hat mMn insofern Recht, dass es in dem Segment andere Kandidaten gibt die das Attribut Sportlichkeit deutlich besser interpretieren als der Z4…
          hier mal die e89 Z4 35i Konkurrenz: TT RS, Cayman S, Nissan 350Z sry aber die sind dem Zetti alle fahrdynamisch überlegen…
          vielen potentiellen Z4-Käufern ist dies egal, weiß ich auch 😉

          Einen kommenden Z4 auf GT86 Basis der mit den oben genannten wieder mithalten kann würde ich begrüßen, wieso auch nicht? 😛

          • Pro_Four says:

            …ich gehe auch beim kommenden Z4 von einer Gewichtsreduktion aus, denn der aktuelle ist einfach zu schwer, aber vom Design Saugeil.

            • 135iCoupe_N55 says:

              optisch ist der aktuelle Z4 in der Tat ein Sahneschnittchen, Optik ist für mich jedoch eher zweitrangig xD
              auf eine spürbare Gewichtsreduktion beim nächsten Zetti hoffe ich auch, dann wäre auch wieder eine M-Version drinne —> so ein Z4M ist doch ein super Sonntagsauto 🙂

      • Pro_Four says:

        “erstmal hat toyota etwas was BMW sich nicht traut zu bauen, weil ihnen schlicht die EIER fehlen”

        Ich glaube eher das Dir die Eier fehlen und das ständig, denn solchen Brei gibst du hier ständig ab.

        • v10 says:

          Jepp. Die Aussage zeugt auch von Unkenntnis der BMWGeschichte. Denn der M1 war ebenfalls kein reines BMWGewächs sondern entstammte auch einer Kooperation. So gesehen ist das was BMW hier macht kein Sündenfall sondern nur eine Wiederholung. Ich kann nichts schlechtes daran finden, so lange das Ergebnis stimmt.

  8. quickjohn says:

    Nachfolgend – weil da gerade soviel Unsinn über den M1 verzapft wurde – ein paar erforderliche Korrekturen:

    Der M1 war alles andere als ein Debakel für BMW. Er ist bis heute eine Ikone der Marke – vom Ruf etwa auf einer Ebene mit dem 507 aus gleichem Haus oder dem 300 SLR Flügeltürer.

    Der M1 entstammt auch nicht aus einer Kooperation, sondern wurde – es sollte sich (Design von Giugiaro) zunächst nur um eine Homologation für den Rennsport-Einsatz handeln – nach BMW Vorgaben (u.a. Gitterrohrrahmen) und Auftrag bei Lamborghini entwickelt. Es handelte sich also um einen Entwicklungs- und später Fertigungsauftrag für BMW und nicht etwa, wie hier behauptet, um eine Kooperation.

    Aufgrund des, für Lamborghini damals üblichen Grande Casinos, musste die Fertigung – nach zeitlicher Verzögerung – jedoch bei Baur in Stuttgart erfolgen. Durch Veränderungen in der Sportgesetzgebung (hauptsächlich Homologationsstückzahlen) entfiel jedoch die ursprüngliche Bedeutung als Homologationsserie.

    Insgesamt wurden weniger als 500 M1 gebaut. Für die Realisierung des M1 Projektes wurde die BMW Motorsport GmbH (später M GmbH) gegründet.

    Ich sehe keinerlei Parallelen zur hier diskutierten Sportwagen-Koop mit Toyota.

    • v10 says:

      Der M1 war ein Debakel, weil ihn niemand kaufen wollte, genau wie der 507. Beides waren und sind großartige Autos und ich bin ein ganz großer Liebhaber der M1 (keine Procars, etc.). Ich wollte immer einen haben. Die Produktion war bei Lamborghini geplant und zwar keineswegs in den genannten hömopatischen Dosen. Lamborghini wollte vom M1 (mit eigenem Motor) noch ein Derivat auflegen das unter Lamborghininamen lief. Man wollte so endlich auf dem SubV12Markt ressüieren, worin man immer und zwar bis zum Gallardo gescheitert ist. Alle V8 Lamborghini waren Riesenflops. Da L mal wieder kurz vor der Pleite stand kam es dazu nicht mehr und die Produktion des M1 musste kurzfristig nach Stuttgart zu Baur verlagert werden.

      Der BMW M1 war sehr wichtig für BMW, er war ein gutes Auto, der Motor wurden Jahrzehnte eingesetzt und die M GmbH ging darauf hervor. Das Auto selbst und der Versuch sich als Sportwagenhersteller zu etablieren sind aber gescheitert. Wäre das Auto ein Verkaufserfolg geworden hätte man einen Nachfolger lancieren können, was man, bis heute, nicht hat. Beim 507 war es übrigens genau das gleiche. Im Gegensatz zum 300SL war der Wagen nämlich, so schön und gut er auch immer war, ein Verkaufsflop und man nahm in der Folge Jahrzehnte davon Abstand in dieses Marktsegment zu gehen.

      Nochmal: Wenn BMW von Paul Braqu einen Prototypen zeichnet, der sogar gebaut wird, daraufhin Giugiaro mit dem Seriendesign beauftragt wird das sich sehr an dem vom Paule orientiert und Lamborghini mit der Serienentwicklung inclusive Produktion, dabei jedoch ziemlich viele StandartBMWTeile verwendet werden plus der berühmte BMW R6 Motor und Lamborghini ursprünglich auch noch ein Derivat unter eigenem Namen auf Kiel legen wollte, wenn du das also KEINE Kooperation nennst, dann, ja dann, kann ich dir auch nicht helfen.

    • E25 says:

      An qickjon und v10

      Schlussfolgerung (Quelle am Ende der Nachricht)

      Der M1 war keine Auftragsentwicklung von BMW an Lamborghini/Italdesign. Die Entwicklung wurde unter der Federführung der Motorsport GmbH mit den Kooperationspartnern vorgenommen.
      Die BMW MGmbH wurde im März 1972 gegründet. Das M1 Projekt war zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Agenda. Der Eintrag in Wickipedia ist nicht korrekt.
      Eine größere Stückzahl als 400 plus war ex Vorstand nie geplant. In der Motorsport GmbH träumte man von BMW als einem Sportwagenhersteller in Konkurrenz zu Porsche.
      Mit dem Einstieg von BMW in die Formel 1 wurde der M1 laut Jochen Neerpasch überflüssig. Er bedauerte, dass das Projekt nicht weitergeführt wurde, er war der Ansicht “man hätte den Wagen zu einem langfristigen Porsche 911 Konkurrenten aufbauen können”. Der Vorstand war anderer Meinung.

      Denn: Die produzierten 460 Einheiten verkauften sich sehr schleppend. Der Grund war der enorm hohe Preis bei niedriger Leistung, das mangelnde Image und unterkühlte Design (Vergleiche hierzu die Mitbewerber dieser Zeit).

      Abschliessend

      Die offiziell nicht bestätigte Aussage Sant´Agata Bol hätte (wenn sie nicht vorher in Konkurz gegangen wären) einen eigenen Wagen auf M1 Basis mit dem bereits vorhandenen Lamborghini V8 Motor auflegen DÜRFEN und aufgelegt, ist wahrscheinlich, denn…

      Der BMW Vorstand sah den Wagen nur als Rennserienbasis.
      Sant´ Agata Bol fuhr nie Rennen.
      Die für BMW mit dem Geld von BMW getätigten Entwicklungen (Know How) konnten Sant´Agata nicht mehr genommen werden.
      Sant´ Agata Bol versuchte seit Jahren in das untere Sportwagensegment zu stoßen, die Autos waren qualitativ ungenügend.
      Ein reiner Entwicklungsauftrag hätte Sant´Agata monetär nicht gerettet, man hätte sich nur noch einen Konkurrenten im “unteren” Segment herangezüchtet.

      Folglich: das gesamte Interesse Sant´Agatas musste darauf ausgerichtet sein, in dieses Marktsegment vorzurücken. Folglich: Die Kooperation stellte eine Nutzung der für BMW gemachten Entwicklungen frei.

      Es gibt keinen Beleg für Letzteres.

      Quelle:

      “MARTIN BRAUNGART (Auszüge aus seiner offiziellen Vita)

      1972 – 1979 BMW: Technischer Leiter der BMW Motorsport GmbH.

      1973 – 1976 Verantwortlich für die Entwicklung, die Produktion und den Einsatz
      der Rennfahrzeuge in der Tourenwagen-Europameisterschaft und den USA
      (IMSA-Serie 1975) Basisfahrzeug BMW 3.0 SCL mit Saug- und Turbomotor.

      1977 – 1979 Als Projekt-Verantwortlicher BMW M1 zuständig für die Gesamtentwicklung
      des Straßenfahrzeuges, das als Basisfahrzeug für künftige Renneinsätze
      vorgesehen war. Koordination der Entwicklungsabteilungen der
      BMW Motorsport GmbH, der BMW AG (Motor+ Elektrik), Lamborghini und
      Ital Design. Durchführung der Erprobung (insbesondere der Fahrerprobung) bei der
      BMW Motorsport GmbH in Zusammenarbeit mit den Versuchsabteilungen
      der BMW AG, der Fa Lamborghini und diversen Zulieferern. Windkanalversuche
      zur aerodynamischen Optimierung sowie die Dauererprobung zum Nachweis der
      Zuverlässigkeit waren wesentliche Teile des Gesamtprogramms, was in der
      damaligen Zeit bei den Wettbewerbern durchaus keine Selbstverständlichkeit war.

      Vorbereitung und Koordination der Serienfertigung mit den wesentlichen Hauptlieferanten
      BMW AG (Motor), Ital Design (karosserie), Baur (Endmontage), sowie zahlreichen
      Unterlieferanten waren die Hauptaufgaben vor und zu Beginn der Serienfertigung.”

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