Manager Magazin: Audi-Chef Stadler plant für 2020 2,4 Millionen Einheiten

News | 18.10.2013 von 32
Jahrespressekonferenz 2011

Der Dreikampf um die Spitze am Premiumsegment tobt ohne Unterbrechung. Obwohl die Hackordnung im Moment relativ klar zu sein scheint und der weltweite Absatz der …

Der Dreikampf um die Spitze am Premiumsegment tobt ohne Unterbrechung. Obwohl die Hackordnung im Moment relativ klar zu sein scheint und der weltweite Absatz der BMW Group eine deutliche Sprache spricht, wollen die Wettbewerber aus Stuttgart und Ingolstadt die Münchner naturgemäß möglichst schnell überholen.

Gegenüber dem Manager Magazin sagte Audi-Chef Rupert Stadler nun, dass für das Jahr 2020 mit einem Volumen von 2,4 Millionen Einheiten kalkuliert wird. Das sind fast eine halbe Million Autos mehr als bei der letzten Ankündigung, die zum gleichen Zeitpunkt von zwei Millionen ausging. Dieses Ziel dürfte Audi nach aktuellem Stand schon deutlich früher knacken, auch dank neuer Modelle in der nahen Zukunft.

Jahrespressekonferenz 2011

Laut Manager Magazin soll die zweite Million in einem Jahr erstmals 2017, spätestens aber 2018 erreicht werden, weshalb bereits ein Ausbau der Produktionskapazitäten beschlossen wurde. Erreicht werden soll die Absatz-Steigerung auch mit neuen Modellen wie dem Audi Q6 und dem Audi Q8, die direkt gegen BMW X4 und BMW X6 aufgestellt sind und den Ingolstädtern ein Stück vom lukrativen Kuchen der SUV-Coupés bescheren sollen. Ebenfalls in Arbeit sind laut Manager Magazin ein Kompakt-Van und ein Kleinwagen auf Basis des VW Up.

Mit weiter steigenden Verkaufszahlen rechnen auch die Premium-Hersteller BMW und Mercedes. Während die BMW Group unter Umständen schon im laufenden Jahr die Zwei-Millionen-Marke knackt, erscheint nach Einschätzung des Manager Magazins für das Jahr 2020 ein Absatz von 2,8 Millionen Einheiten realistisch. Damit wäre BMW weiterhin klar vor Audi und auch Mercedes – die Schwaben planen demnach mit 2,6 Millionen Einheiten der Marken Mercedes und Smart.

Erfahrungsgemäß sind derart langfristige Prognosen allerdings mit einigen Risiken behaftet und sollten mit Vorsicht genossen werden. Interessant ist, dass Audi-Chef Stadler laut Manager Magazin trotz der deutlich nach oben korrigierten Ziele nicht von einer Audi-Führung im Premium-Segment spricht.

Was glaubt ihr? Welche Premium-Marke liegt 2020 an der Spitze des hart umkämpften Marktes?

32 responses to “Manager Magazin: Audi-Chef Stadler plant für 2020 2,4 Millionen Einheiten”

  1. v10 says:

    Die Idee mit der Umfrage finde ich ganz gut, in dem Fall aber funktioniert sie für mich nicht. Im Gegensatz zur Befragung des i3. Das Thema ist zu komplex und spekulativ.

    – Wenn China nicht einbricht sondern sich weiterhin so entwickelt, und wenn sich Europa auf dem derzeitigen Niveau konsolidiert (wachsen wird es nicht), Indien nicht noch weiter abrutscht und die USA einigermaßen laufen, halte ich die 2,4 Millionen für realistisch. Audi setzt genau auf die Autos die ich am meisten verabscheue, die SUVs, und genau da liegt das Wachstum. In China oder Russland oder Brasilien würde ich wahrscheinlich auch einen fahren.
    – Ob aber Audi die Führung inne hat ist damit nicht gesagt. Ich habe es immer schon für einen Fehler gehalten anzukündigen, dass man die meisten Autos verkaufen möchte. Richtig hingegen ist, eine Stückzahl anzugeben. Audis Problem liegt in den USA. Dort wird man auch in 20 Jahren noch weniger Autos verkaufen als BMW. 1987 ist nicht vergessen. Der R8 hat in den Köpfen der Amis einiges bewirkt, zahlreiche Vergleichstests wurden in USZeitschriften gegen die deutsche und internationale Konkurrenz gewonnen, doch am Image hapert es dort nach wie vor.
    – Von daher rechne ich damit, dass es ein Kopf an Kopfrennen geben wird und zwar zwischen BMW und Audi. BMW wird noch vorne liegen, aber die Ingolstädter kommen meines Erachtens, falls keine Welt(Wirtschaftskrise) kommt, auf jeden Fall näher. BMW und Mini werden auch zukünftig weiter wachsen, BMWi wird kaum echten Einfluss auf eine Absatzsteigerung haben, RR ist mengenmäßig sowieso bedeutunglos.
    – Mercedes ist mutig (was anderes bleibt ihnen auch nicht). Auch wenn ich die Wagonerlinie verabscheue wird sie weiterhin Erfolg haben. Aber es wird nicht reichen. Mercedes hat in China in etwa das gleiche Imageproblem wie Audi in den USA. Und das bedeutet BMW hat nach wie vor gute Karten, weil BMW im Gegensatz zur Konkurrenz auf allen Märkten ein sehr gutes Image hat.
    – Eine andere Premiummarke wird BMW und Audi nicht gefährlich werden können. Jaguar wird prozentual stark wachsen, absolut aber weit hinter der deutschen Konkurrenz bleiben. Maserati/Ferrari/Alfa wird ebenfalls stark wachsen, aber nie zu einem echten Massenhersteller werden. Wenn die Autos weiterhin so störanfällig bleiben, wird das nur ein Strohfeuer sein. Lexus ist nur in den USA und in Japan stark, das reicht nicht. Cadillac hat nicht das Potential, auch Infiniti nicht, Lincoln ist völlig chancenlos. Ich habe nicht die Zeit hier genau aufzuschlüsseln warum.

    • stefan says:

      Also das BMW i keinen Einfluss haben wird, möchte ich stark bezweifeln. Allein die Kapazitätserweiterung für den i3 spricht Bände. Die i Serie wird den anderen Premiumherstellern noch richtig Kopfzerbrechen bereiten. Bitte 2016 mal zurückgooglen zu diesem Post und dann nochmal kommentieren..;-))

      • v10 says:

        Naja, nehmen wir mal an i läuft und sie produzieren 50.000 p.a.. Ist bei einem Absatz von über 2,5 Millionen nicht gerade ein entscheidender Faktor. Ob i den anderen Herstellern Kopferzerbrechen bereiten wird, steht in den Sternen. 2016 ist es m. A. nach sogar noch zu früh um den Erfolg sicher festzustellen.

        • HansDampf says:

          Ich glaube das die I Marke sich Prächtig Entwickeln wird!

          Denn hier wird übersehen das die i Marke noch nicht voll Ausgebaut und daher seine Bedeutung für die BMW Group erst noch erwachsen muss und wird!

          Ich halte aber 50.000 p.a. für zwei Modelle (i3 und i5) schon sehr gut!

          Wenn BMW sich entscheiden wird die Palette z.B. um i5 und i7 zu erweitern und diese Van bzw. Touring Charakter bekommen würden. Wird die Marke I sehr schnell Wachsen!

          Die I Marke erinnert mich sehr Stark an die X Baureihe von BMW.

          Wenn wir mal vergleichen wurden vom BMW X5 im ersten Jahr (GJ 2000) 37.927 Einheiten Verkauft! Und diese Baureihe erreicht heute mit allen Modellen 449.862 Einheiten im GJ 2012!

          Also können wir fast davon Ausgehen das die I Baureihe in den nächsten 10 Jahren gut Wachsen wird und sogar mehr Potenzial besitzt als die X Baureihe!

    • Der_Namenlose says:

      Im großen und ganzen einverstanden.

      Zum Thema i-Submarke: ich glaube nicht, dass man deren Bedeutung so unterschätzen darf. Sie ist eigentlich eine der größten Unbekannten bei der ganzen Gleichung.

      Bei der ganzen Geschichte muss man allerdings noch hinterfragen, was denn reine Stückzahlen mit einer beanspruchten Führung zu tun haben sollen. Für mich sagen der Gesamtumsatz, aber auch der erzielte Preis pro Fahrzeug im jeweiligen Segment mehr aus. Und da sehe ich nicht, wie Audi MB und BMW einholen will. Es wäre klug von BMW und MB, den Blick auf die richtigen Größen zu lenken.

      Außerdem kommt es noch hinzu, dass das von Audi über sich gerne verbreitete Image einer Premiummarke nicht unbedingt mit dem wahrgenommenen Image durch die Käufer in China und USA übereinstimmt.

      In China mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Audi als Funktionärsmarke wahrgenommen wird, MB und BMW aber als Luxusmarken.

      Und auch in den Staaten haben MB und BMW eher das Image einer “Luxury car maker” als Audi.

      Insgesamt verstehe ich nicht, wieso Stadler überhaupt immer wieder solche Zahlen von sich geben muss.

      • v10 says:

        i sehe ich nicht als großen Stückzahlbringe, es sei denn die Marke wird aufgeweicht. Natürlich kann ich mich irren, bin ja kein Hellseher.

        Was das Image betrifft, so liegt Audi in Europa gleichauf mit BMW und Benz und in den USA deutlich darunter. Das hat auch mit der Geschichte zu tun. In Europa ist es einfacher eine traditionsreiche Marke deren Ruhm verblasst ist wieder “hochzuziehen” jedoch schwierig mit einer neuen Marke aus der Retorte Erfolg zu haben (Lexus). In den USA ist genau umgekehrt. 1987 war das große Problem. Audi war damals gerade dabei durchzustarten, dann kam die absurde Gaspedalgeschichte und davon hat man sich viele Jahre nicht erholt, Nachwirkungen gibt es bis heute. In China sehe ich die Sache etwas Differenzierter. A auf eine Funktionsmarke zu reduzieren wird dem nicht gerecht. Sehr viele Leute aus der Privatwirtschaft fahren Audi. Gut für BMW ist allerdings, dass Audi schon so viele Jahre lang viele Autos dort verkauft. Ich habe Leute kennengelernt, die fuhren schon ihren 5. A6 und mehr. Die wollen einfach mal was anderes haben. Mercedes hat hier das Imageproblem, sie werden eher als altväterliche Wagen wahrgenommen. Auch ist es ein großer Unterschied, und das weisst du ja sicher, ob die jeweiligen Wagen in China produziert werden oder nicht. Wer auf sich hält kauft einen im Ausland produzierten Audi oder BMW, da man entgegen aller Großmachtsambitionen persönlich chinesischer Ware nicht so vertraut. Kurz: Audi hier im Image unterhalb von BMW anzusiedeln und als Funktionärsmarke zu bezeichnen halte ich für falsch.

        Die “richtigen” Größen werden in diesem Fall von der Tradition bestimmt. Es ist die Stückzahl. Das kann man kritisieren aber es ist so. VW ist nach Umsatz der größte Autohersteller, nach Absatz aber ca. nur Platz 3. Ihr Ziel ist es der größte zu werden, sie gehen ja auch nicht her und sage, sind wir schon.
        Der erzielte Preis pro Fahrzeug kann allerdings in meinen Augen keine ernsthafte Kenngröße sein.

        Das dient zur Motivierung der eigenen Mitarbeiter. Man ist ein Emporkömmling bei Audi (bei VW global gesehen auch!!!, abgesehen von KiaHyundai der am schnellsten wachsende Automobilhersteller) und man möchte es sich und anderen beweisen. Man setzt sich (zu) große und vielleicht auch falsche Ziele. Ist eine Form der Unternehmenskultur. Ehrgeizgesteuert. Kann man kritisieren, mir gefällt es auch nicht. Audi ist eben der Neureiche unter den drei Marken (obwohl man ja eigentlich schon sehr alt ist).

        • Der_Namenlose says:

          Dass Audi in China auch von Geschäftsleuten in der Privatwirtschaft gekauft wird, ändert nichts am generellen Image von Audi in China. Ein Image assoziiert aber bestimmte Eigenschaften mit einer Marke und Audi wird in China sehr häufig mit den Funktionären assoziiert und das nicht ganz ohne Grund.

          Zur i-Submarke: ja wir sind keine Hellseher. Aber das Absatzpotenzial der i-Marke ist definitiv größer als die von Dir angenommenen 50 tausend. Wir reden hier von einem Zeitraum von 7 Jahren. In 7 Jahren kann es heutzutage sehr viele technologische Durchbrüche geben, vielleicht auch in der Batterietechnik. Und die Brennstoffzellen könnten auch viel früher als 2020 kommen.
          Und der wichtigste Unsicherheitsfaktor ist der Hype-Faktor: wird sehr oft unterschätzt und kann jede Prognose zunichte machen.

          Der erzielte Preis pro Fahrzeug im jeweiligen Segment ist für mich eine ernsthafte Kenngröße, speziell in den oberen Sektoren. Sie ist eigentlich die einzige Kenngröße, die darüber etwas aussagt, ob zwei Marken in der gleichen Liga spielen und überhaupt miteinander verglichen werden können.
          Ich habe es hier schon einmal geschrieben: BMW und MB spielen fast in der gleichen Liga, Audi für mich nicht. Das hat gar nichts mit der Qualität der Audis zu tun. Audis können Premiumqualität haben, aber solange die Leute für MB und BMW erheblich mehr Geld auszugeben bereit sind, kann man aus meiner Sicht die Absatzzahlen nicht miteinander vergleichen.

          • Visitor says:

            ..sorry KOPFSCHÜTTEL. Bitte akzeptiere doch, dass Audi premium ist. Woher nimmst du die Aussage, dass für die anderen mehr Geld ausgegeben wird? Ich habe schon zig Vergleiche gezogen und kam ausstattungsbereinigt, ja nach Modell, zu eher höheren Preisen bei Audi. Und mit Verlaub – ich hänge keiner Marke wirklich an – wenn ich die Innenraumqualität von Audi mit BMW vergleiche, scheint es mir so, dass Audi der einzige Premiumanbieter ist!! Da leigen teilweise Welten zwischen. Mercedes zieht langsam nach. Haben aber immer noch nicht wirklich aufgeholt. Und laut aktueller Auto-Motor-Sport ((vom 17.10.2013) leigen e-Up und BMw i3 gleich auf. Ich hätte vom neu konstruierten BMW i3 wesentlich mehr erwartet.

            • Visitor says:

              Ergänzung: Du solltest dir die aktuell erzielten Margen pro Fahrzeug ansehen. Laut Car-Institute liegt dort Audi teils deutlich VOR BMW und vor Benz. Die Reihenfolge ist: Audi>BMW>Benz !!

              Ich hbe die Zahlen nicht emhr genau m Kopf es waren in etwa 3.800,- Audi zu 3.400,- BMW zu 2.700,- Benz. Gewinn pro Fahrzeug.

              Und zum Abschluss: Die Funktionäre gelten in China meist als Bonzen!!, die sich dicke Luxus-Karren leisten können. Und Audi wird als Luxusanbieter wahr genommen. Ich weiß dies, da ich länger in China beruflich verweilen durfte!! 😉

              • Der_Namenlose says:

                Wie viel Geld Audi pro Fahrzeug verdient, sagt doch nichts darüber aus, für welche der drei Marken die Käufer mehr Geld zu bezahlen bereit sind. Denn da spielt Audi eben eine Liga tiefer.

                Und ob die Margen einer abhängigen Tochtergesellschaft mit denen von eigenständigen Marken vergleichbar sind, ist eine andere Diskussion, die wir hier öfter hatten und letztendlich nichts mit dieser Diskussion zu tun hat.

                Die Funktionäre in China bezahlen die Autos nicht selbst. Es gibt Eingruppierung von Funktionären und je nach dem wo man sich befindet, kann man sich eben eine A4 in Langversion erlauben oder eben eine A6 oder auch vielleicht eine A8.

                Aber selbst wenn die Funktionäre die Autos selbst kaufen würden (was sie nicht tun), es ändert nichts am Image. Ich weiß nicht, wieso man immer alles in einen Topf werfen muss.

                Image, Luxus, Premiumqualität: alles verschiedene Themen, die bei manchen Herstellern zusammen auftreten können und bei manchen auch nicht.

                • Visitor says:

                  ..nein, das stimmt einfach nicht. Ich weiß auch immer noch nicht, wo du diese Aussage “Preiszahlungsbereitschaft” her hast…und die Aussagefähigkeit erschließt sich mir auch nicht gut. Wichtige Kennziffern sind z.B. die Umsatzrendite (BMW etwa gleich auf mit Audi) und die Eigenkapitalrendite, meines Wissens liegt Audi hier vor BMW kann mich aber irren (siehe doch einmal die Bilanzen). Diese “Preiszahlungsbereitschaft ist nicht wirklich” messbar…

                  Audi spielt sogar bezüglich der Qualität (je nach Modell) eine Liga höher! Und ich wiederhole, aber du negierst dies wahrscheinlich wieder wie ein trotziges Kind: Ich habe mehrere Modelle (privat und beruflich) gegengerechnet, denn ich finde idR beide Marken gut. Bei Audi lagen die Preise AUSSTATTUNGSBEREINIGT!! tendenziell höher! Und die Rabattbereitschaft war auch nicht größer. Bitte überprfüe deine Aussagen. Wir haben uns z.B. beim Wagen meiner Frau für den neuen A3 entschieden. Entscheidungskriterium war die deutlich, aber so deutlich, höhere Innenraumqualität. Preislich tat sich nicht viel, sie lagen in etwa gleich auf. Und Audi hat in China das führende Image, daran änderst du auch nichts. Und wenn du dich noch so gebetsmühlenartig wiederholst. Lege mal den kindlichen Trotz ab. Auch wenn du BMW-Fan bist. 😉

            • Der_Namenlose says:

              Du brauchst Deinen Kopf nicht schütteln, sondern einfach meine Post verstehen.

              Ich habe doch ausdrücklich geschrieben:
              “Das hat gar nichts mit der Qualität der Audis zu tun. Audis können Premiumqualität haben”

              Ich versuche es mal anders und klarer wiederzugeben, was ich oben geschrieben habe:
              Aus meiner Sicht kann man nur dann die Absatzzahlen vergleichen, wenn (neben anderen Kriterien) das Preisniveau der Marken gleich ist. Dass Audi sich nicht der gleichen Liga befindet wie MB und BMW, habe ich doch im Zusammenhang mit dem erzielten Preis pro Fahrzeug geschrieben.
              Ein anderes Beispiel: eine Rolex ist um einiges teurer als eine in der Qualität vergleichbare Omega. Kann ich nun die Absatzzahlen von Omega und Rolex vergleichen?

              Diese ganze Premiumdiskussion ist in den letzten Jahren von Audi nach Vorne gebracht worden. Premiumqualität bieten aber viele Autohersteller. Deswegen kann ich doch nicht die Absatzzahlen aller dieser Hersteller miteinander vergleichen.
              Es gibt einfach einen Unterschied zwischen Premiumqualität, welche von Audi geboten wird und dem weltweiten Image von MB und BMW als Luxusmarken.

              Und bitte: Du kannst jedes andere Blatt weltweit als eine glaubwürdige Quelle nennen, aber nicht AMS in Bezug auf BMW, speziell in Bezug auf i-Projekt, wenn es auch einige gibt, die felsenfest behaupten, dass sei reine Verschwörungstheorie.

          • v10 says:

            BMW Mercedes und Audi sind anerkannte Premiummarkten. Deine Versuche hier Audi nachrangig zu BMW und Mercedes einzuordnen sind nicht haltbar, gerade nicht in Bezug auf China. Audi hier als Funktionärsmarke zu betiteln geht an den Fakten vorbei. BMW mag ein anderes Image haben, in China und in der Welt, das ist ja klar, das bedeutet jedoch nicht, dass das Image Audis in China schlechter ist als das BMWs. Es ist anders. Der einzige dt. Premiumhersteller der in China nicht so wächst wie er es sich wünscht ist übrigens Mercedes. Der Absatz von Audi in China steigt nach wie vor, wenn natürlich nicht so stark prozentual wie der neuerer Mitbewerber. China ist voll von Funktionären, aber die Masse der Premiumautomobile und damit auch die Masse des Wachsstums wird im Bereich der Privaten und Firmen generiert. Deine Aussage kann insofern nicht stimmen. Auch in den USA ist Audi eine anerkannte Premiummarke, nur sind ihre Verkäufe weit geringer als die von BMW und Mercedes, zu den Gründen habe ich mich geäussert die liegen auch in der Geschichte und in der Kultur. Dass das Image von BMW in den USA als höher eingeordnet wird als das von Audi ist dabei unbestritten. Die Kenngröße Preis pro Auto funktioniert nur sehr eingeschränkt. Denn ob ein Auto Premium ist lässt sich nicht automatisch an einem bestimmten Preis oder einer Klasse festmachen und das Image folglich auch nicht eins zu eins. Wenn ich einen Audi konfiguiere so ist der durchschnittlich im Übrigen günstiger als das gleiche BMW und Mercedesprodukt. Dass BMW noch mehr hochpreisige Fahrzeuge verkauft als Audi ist dabei bekannt und bleibt dabei unberührt. Mercedes verkauft jede Menge extrem hochpreisige Mercedes G und liegt in China trotzdem gegenüber Audi und BMW zurück, auch im Image, bzw. lässt das Image von Mercedes unabhängig von der Qualität und den Preisen der Autos Verkaufszahlen wie die von Audi oder BMW in China bislang nicht zu, das wird von Mercedes so zugegeben und daran arbeitet man, nicht zuletzt mit durch die “sportlichere” und “dynamischere” Positionierung der Produktpalette auch in China. Die Marge pro erzieltes Auto kann nun gar nicht als Kennzahl für Image und Premium herangezogen werden. Noch mal: Deine Gleichung Audi ist gleich Funktionär ist gleich Bonze funktioniert so nicht in China. Das wünscht du dir vielleicht, aber das entspricht nicht der Realität.

            • Visitor says:

              …was die Preise angeht, kann ich dir leider nicht zustimmen. Ansonsten, ja 100 Punkte. Aber Der_Namenlose kommt mir vo wie ein Fanboy. Da ist nichts zu machen. Wenn die Wand schwarz ist, behauptet er noch sie ist weiß. Auch der obige Hinweis auf die AMS, an sich eine der besten Zeitschriften in diesem Bereich, ist hahnebüchend. Eigentlich schade.

              Nur am Rande, als Beispiel: Der aktuelle BMW 435 i Cabrio mit 306 PS kostet in der Grundversion 54.000,- des “alte” Audi A5 Cabrio 3.0 TFSI mit 272 PS !!! kostet 53.900,-.
              Heraus kommt ein Preis von 176,47 pro PS bei BMW, bei Audi ein Preis von 198,16!!!! Also der Audi ist somit gute 11% TEURER!!

              • v10 says:

                Die Cabrioletzahlen kenn ich nicht, mag sein, dass es je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich ist. Wenn ich einen A6 nehme und 3.0 TDI und einen BMW 5er X mit gleichem Diesel dann kostet mich der BMW rund 6000,- Euro mehr. Im Allgemeinen meine ich doch zu erkenne, dass BMW und Mercedes preismäßig über den Audis liegen. Aber vielleicht irre ich mich da.

                Ich halte den Namenlosen für keinen Fanboy, ich schätze ihn durchaus. Nur seine Aussagen bezgl. China sind in meinen Augen nicht haltbar. Es ist zwar richtig, dass Audis und Vws genauso wie Buicks typische Funktionärsfahrzeuge sind in China, daraus allerdings die von ihm genannte Gleichung aufzumachen halte ich für zu tendenziell und viel zu vereinfachend. Ich war selbst in China an einer Privatklinik und das vorherrschende Fahrzeug der gehobenen Ärzteschaft war, so sie genug verdienten, der Audi A6. D. h., dass, nur weil ein A6 in China ein tpyisches Fahrzeug von Funktionären ist, das im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass der A6 oder gar Audi als solches gesehen wird, und deshalb die dynamische Privatwirtschaft oder der Privatmann auf BMW setzt und Audi meidet, Audi sozusagen als verstaubte Marke der verhassten Bonzenfunktionäre betrachtet wird und deshalb ein anderes oder niedrigeres Image hat als BMW. Genau diesen Eindruck vermittelt er aber in seinen Nachrichten. Dem stimme ich nicht zu.

                Der einzige dt. Hersteller der ernsthafte Imageprobleme in China hat ist wie gesagt Mercedes. Und die arbeiten dran.

              • Der_Namenlose says:

                Ein Fan bin ich, ein Fanboy aber seit Jahren nicht mehr. Dazu bin ich schon zu alt und es gibt doch wichtigeres im Leben als den Propeller:)

                • Visitor says:

                  ..schmunzel, dies glaube ich dir nicht wirklich. Du versuchst krampfhaft über deine abskure Liga-Diskussion Audi als “Premiummarke” (was immer dies auch ist!) klein zu reden. Dies kommt mir wirklich so vor wie das buchstäbliche Weißreden einer schwarzen Wand. Aber gut, wenn es dir gefällt. Schöner wäre es, du würdest deine Quellen nennen.

            • Der_Namenlose says:

              Es bringt ja nichts, dass ich mich immer wiederhole. Du machst genau den gleichen Fehler, wie der Visitor. Bitte unterscheide zwischen Premiumqualität, Image und Luxus und versuche dann nachzuvollziehen, was ich gesagt . Du sprichst von Premiumauto. Das ist doch ein Begriff aus der Audiwelt, der sich leider immer mehr durchsetzt. Es gibt Premiumqualität, es gibt gutes Image und es gibt Luxusmarken, aber Premiumautos? Was soll das denn sein?
              Du lässt den Umsatz nicht gelten. Du lässt den Preis pro Fahrzeug nicht gelten. Nur die Absatzzahl zählt. Das ist mir einfach zu wenig, um einen Vergleich zu ziehen, wer “führt”.

              Ich habe es mehrmals in diesem Thread gesagt, dass mein “Ligavergleich” sich nicht auf die “Premiumqualität” der Autos bezieht.
              Und noch einmal: Du kannst sagen, dass Audi in China ein sehr gutes Image hat. Ich habe kein Problem damit. Aber Teil des Images ist es AUCH eben, dass Audi als Funktionärsmarke gesehen wird. Ob man dieses Image gut oder schlecht findet, ist eine andere Diskussion.
              Damit wir uns nicht im Kreis drehen, mache ich jetzt Schluss, denn es ist hier in Hong Kong 03:30 und ich muss um 11 auschecken.
              PS: um kein Missverständnisse aufkommen zu lassen: die Funktionärsmarke bezieht sich vor allem auf Main Land und nicht hier Hong Kong.

              • v10 says:

                Nicht ich bin der, der Absatz als DIE Kenngröße feiert.
                Es sind die Autohersteller selbst. Du kannst das leicht daran erkennen, dass ein Konzern der auf Biegen und Brechen erster sein will, nämlich VW, nicht von sich behauptet erster zu sein, obwohl man das nach Umsatz IST. Nicht ich und nicht Audi haben die Abatzgröße dazu gemacht. Sie ist allgemein anerkannt. Ob das sinnvoll ist steht dabei auf einem anderen Blatt. Wenn aber die Autohersteller dieser Welt diese Größe als die entscheidente betrachten, und den Umsatz erst in zweiter Linie sehen, wer bin ich da, sie in Abrede zu stellen.

                Premium, Luxus, Image. Alle drei sind schwamminge Begriffe. Sicher, RR, Bentley, Ferrari sind Luxus, aber eine Abgrenzung per Definiton gibt es ebenso wenig wie bei dem Begriff Premium und von daher ist es schwierig zu sagen wo hört Premium auf und wo beginnt Luxus und handelt es sich überhaupt um vergleichbare Kategorien. Also lassen wir die doch weg.

                Image ist abfragbar, konzentrieren wir uns darauf. Dieses liegt in Umfragen in China Audi betreffend und “absolut” mindestens auf dem Niveau von BMW oder darüber, wenngleich es, Natur der Sache sich en detail natürlich unterscheidet (BMW sportlicher, Mercedes gesetzter, etc.).

          • v10 says:

            Das Regierungsgeschäft von Audi macht insgesamt nur rund 5 Prozent aus. (Stadler, Interview 2013). Selbst wenn diese Zahl geschönt sein sollte, so könnte sie höchstens doppelt so hoch sein. Das wären dann 10 Prozent. Immer noch wenig.

            Nach deiner Logik ist es so, Audi ist Funktionärsfahrzeug, Funktionäre sind verhasst, Audi leidet im Image, Private Käufer wollen sich abheben, kaufen keinen Audi sondern einen BMW. Das gibt es, aber andersrum funktioniert es genauso: Audi ist Funktionärsfahrzeug, die die keine Funktionäre sind wollen auch so einen um sich mit den verhassten Funktionären auf eine Stufe zu stellen. Audi kommt vom Funktionärsmarkt, so haben sie angefangen (wie alle, die ganz früh dabei waren, denn damals gab es nur die als Kunden), und sie gehen schon seit Jahren den Weg Privatwirtschaft und Privatleute.

            2013 Zufriedenheits-Index von J. D. Power für China. Audi in allen Kategorien vom Kaufprozess bis zu Auslieferung, der Fahrzeugqualität die höchste Punktzahl, Mercedes und BMW Mittelfeld.

            Umfrage Best Cars 2013 China. Audi in zehn Kategorien vorne, darunter die Topseller Audi A8 L, A6 L, Q 5.

  2. mikk says:

    Mir sind die geplanten oder erzielten Stückzahlen, der Gewinn, die Mage, Marktführerschaft oder was auch immer sowas von Wurst …. Was mich interessiert ist die Qualität der Fahrzeuge, diese sollte mal wieder richtig Premium werden! Und dann bin ich endlich wieder zufrieden. Und leider, leider muss ich das auch an München richten… Vergesst die Zahlen und irgendwelche Prognosen für 2020, es kommt eh alles anders als man denkt. Aber macht nicht den gleichen Fehler wie Daimler und spart euch auf Kosten der Kunden erst reich und anschließend kaputt, daß kann nur nach hinten losgehen. Baut wieder erstklassige und emotionale Fahrzeuge… Es gibt schon viel zu viele Gölfe da draussen!!!! DANKE!!

  3. Der says:

    Nur mit Q6 und Q8 will Audi es nach vorne schaffen ? Sind wohl eher keine Volumen Modelle

  4. tk14 says:

    Na auf den Audi up bin ich ja wirklich gespannt, zugegeben der A1 ist für einen Kleinwagen wirklich hochwertig, auch wenn mir das Design nicht gefällt.
    Aber der up ist so ziemlich der minderwertigste Kleinstwagen am Markt, nichtmal für ein paar Plastikverkleidungen hat es mehr gereicht. Erschreckend, gerade wenn man ihn mit Autos wie dem neuen Hyundai i10 vergleicht. Also was daraus bei Audi werden soll…??

    • hm says:

      Das unverkleidete Blech finde ich sehr schön. Hatte schon der Lupo. Der Up ist nicht minderwertig sondern ein sehr guter Kleinwagen, m. Ansicht nach zusammen mit dem Kia der beste.

    • der_ardt says:

      Bist du den up mal gefahren? Die von dir geäußerte Kritik kann ich für den Fox unterschreiben, aber der up ist (für seinen Preis versteht sich) ein gutes Auto. Ich persönlich finde außerdem blanken Stahl ästhetischer als dünnlagiges Plastik

  5. meiersen says:

    Was schert’s die Eiche, wenn sich die Sau daran kratzt…

    Audis Stadler kann viel wollen. Macht ja nichts. Es gibt immer noch eine Realität.

    • Visitor says:

      ..ich weiß gar nicht, wie ich mit solchen Aussagen umgehen soll…Neid?
      Ich freue mich für beide Marken. Wer mehr verkauft..so what..Hauptsache es tut dem deutschen Autobau gut. Beide Marken sind toll. Lach und ich glaube mit Kratzen ist es hier längst nicht mehr getan..die Kettensäge läuft schon warm ;-)))

  6. quickjohn says:

    last nor least – zugegeben etwas spät möchte ich auch noch ein paar Gedanken zu den neuen Audi-Zielen loswerden.
    Rupert Stadler befindet sich mehreren Jahren in einem Zielkonflikt, der ihn mit dem bislang Erreichten – Audi ist unter seiner Leitung seit 2009 um aussergewöhnliche 50% gewachsen – nicht so ganz glücklich werden lässt.
    Der Grund liegt im ehrgeizigen Ziel der absoluten Weltmarktführerschaft seiner Muttergesellschaft. Darin muss natürlich auch Audi einen entsprechenden Part übernehmen und so kommt es, dass Stadler ein Getriebener ist der trotz Vorsprung gegenüber dem geplanten Wachstum schon vor Zielerreichung den nächsten Step ankündigt bzw. ankündigen muss.
    Ähnlich wie die Muttergesellschaft mit den Wettbewerbern Toyota, GM (und vielleicht Hyundai als Verfolger) hat auch Stadler ein sehr competitives Umfeld – dem Premium-Leader kam er in den beiden letzten Jahren kein Stück näher und von hinten könnte der Altmeister aus Stuttgart ein Comeback auf Platz 2 versuchen.
    Da just im Moment der Wachstum-Zug von VW in Amerika ins Stottern gekommen ist – man neue Modelle für USA braucht – und für den world-wide takeover Amerika den Schlüsselmarkt darstellt braucht der Konzern absatzmässige good news und da muss halt Audi mithelfen.
    Nun ist Stadler – VW-intern – Einer derjenigen die Martin Winterkorn an der VW-Spitze beerben könnten, dazu muss er die immer anspruchsvolleren Audi-Ziele schultern und dann möglicherweise auch noch VW auf die Spitzenpostion katapultieren.
    Alles in Allem wird das ein Höllenritt werden und nur sehr schwer zu erreichen sein. Und das vor dem Hintergrund, dass bezogen auf die Marke Audi auch bereits eine nur halb so hohe Wachstumgeschwindigkeit schon ein anspruchsvolles Ziel darstellt.
    Hinzu kommt dass bei VW – und das war schon bei Nordhoff, Schmücker, Hahn, Piech, Winterkorn so – immer die Manager im Vordergrund standen und weniger die Marke.
    Ich denke man hat die Problematik die da auf den potentiellen Winterkorn-Nachfolger zukommen kann erkannt. Das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass man beim 3. Absatz-Update von Audi (in den letzten 4 Jahren) jetzt ein Ziel – nämlich die Premium-Weltmarktführerschaft 2014 – weggelassen hat. Nicht weil das kein Erstrebenswertes (mehr) ist – sondern ein ziemlich Unerreichbares.

    • v10 says:

      Soweit Zustimmung. Allerdings glaube ich nicht recht daran, dass Stadler Nachfolger von Winterkorn wird. Da gibt es andere Kandidaten, z. B. Michael Macht oder Matthias Müller.

      Man setzt sich im VWKonzern unheimlich unter Druck. Man will auf keinen Fall einschlafen. All jene die VW fortwährend Größenwahn vorwerfen, verstehen meiner Ansicht gar nicht, was den Konzern neben dem unbedingten Willen zum Erfolg auch und vor allem antreibt. Es ist die Angst. Es ist ein harter Kampf, vor allem im Massenmarkt. Nur nicht nachlassen, immer kämpfen, etc.. Das ist nicht gesund, allerdings muss man zugeben, dass es sowohl bei Audi als auch im Konzern in den letzen Jahren funktioniert hat (2006 ca 6,3 Mio Gesamtabsatz, 2012 über 9 Mio, Toyota 2006 ca. 9 Mio, 2012 ca 9,4 Mio, die VWZukäufe fallen absatzmäßig dabei nicht ins Gewicht ). Ich verstehe das nicht ganz. Es ist meiner Ansicht nach nicht entscheident ob man mehr Fahrzeuge verkauft als der Rest, solange man nur mehr Geld damit verdient. Die Produktivität sollte da Vorrang haben, aber vielleicht sehe ich das auch falsch.
      Das Ziel Marktführer im Premiumbereich zu werden (wenn wir jetzt Audi nehmen) halte ich tatsächlich für schwieriger und unrealistischer zu erreichen, als größter Autohersteller nach Stückzahl zu werden (Umsatz sind sie schon).

      Eine echte Problematik kommt meiner Ansicht nach, und da bin ich dann anderer Meinung, auf den Winterkornnachfolger mit dem Nichterreichen des Ziels Audi führender Premiumhersteller nicht auf den Nachfolger zu. Das ist zwar peinlich, dass man sein Ziel nicht erreicht hat, aber es gibt Schlimmeres. Solang das Wachstum stimmt, nun gut. Viel schwieriger wird es werden das Riesenreich zusammenzuhalten, in dem jedes Unternehmen seine eigenen Interessen verfolgt. Vor allem Audi und Skoda lassen sich ja nicht gerne was sagen und tragen immer wieder schwere Konflikte mit der Mutter aus, ein Grund warum der letzte Entwicklungschef bei Audi gescheitert ist, bei Audi geht das bis zur Androhung von Arbeitsverweigerung bei den Ingeneuren. Porsche und Audi sind sich nicht gerade grün, so hat man sich z. B. geweigert den 313 PS Biturbodiesel zur Verfügung zu stellen und den V8 Diesel hat man auch erst nach langem Zögern freigegeben, sich bei der kleinen Mittelmotorplattform verweigert etc., und Lamborghini ist für Porsche sowieso ein rotes Tuch. Suzuki (an der man nach wie vor eine Beteiligung hält und das man noch nicht aufgegeben hat) und Ducati mögen sich natürlich auch nicht.

      Wird jedenfalls spannend.

      • quickjohn says:

        Ich denke meinen letzten Absatz kann man nur so interpretieren daß ich die Meinung vertrete, daß man mittlerweile bei VW im Zweifel die Premiumkrone zu Gunsten der greatest-car-manufacturer (gcm) Option bereit ist Preis zu geben.

        Eine große Schwierigkeit – um nur in einem der möglichen Szenarien zu denken – wird sein mit dem Ziel ‘gcm’ wirklich operativ umzugehen. Ich habe in der Praxis genügend Fälle erlebt, wo dies Unternehmen nicht gelungen ist, und zwar egal ob das Ziel gerade noch erreicht wurde oder nicht. Die Frage: “Was kommt nacher?” bleibt oft unbeantwortet im Raum stehen und plötzlich droht die Orientierungslosigkeit. Insbesondere dann wenn man sich nicht bewusst war, dass in Wirklichkeit der Weg das Ziel ist.

        Bei VW spielt auch noch die gesellschaftspolitische Komponente eine Haupt-Rolle – der Staat als Anteilseigner und die mächtige Arbeitnehmer-Vertretung sind latente Unsicherheitsfaktoren, zumal wenn die Ära eines Ferdinand Piech zu Ende ist.

        Kein grundsätzliches Problem sehe ich in der Markenvielfalt – wenn man die eher zu rein Numerischen- u. PR-Zwecken gehaltenen Marken Lamborghini, Bentley, Bugatti, Ducati einmal extrahiert sehe ich bei dem Rest ein Spannungsfeld das eher belebend als behindernd wirken wird – V6/V8 Dieselmotor hin – Sportwagen-Baukasten her.

        Unter dem Strich glaube ich eher dass der künftige VW-Chef von Aussen kommen wird – der hat dann auch den großen Vorteil daß er ohne Gesichtsverlust neue Ziele ausgeben kann.

        • v10 says:

          Ein Chef von aussen ist eine realistische Möglichkeit. Sehe ich auch so.

          Auch in allem anderen Stimme ich dir zu, Ausnahme ist, die Einschätzung dass die feste Aktionärsstruktur und die mächtige Arbeitnehmervertretung ein Unsicherheitsfaktor ist. Ich sehe diese als Sicherheitsfaktor.

          PS: Ich fand es immer erstaunlich, dass ausgerechnet dieser kalte, vom Ehrgeiz zerfressene Techniker Piech (der allerdings oft aus dem Bauch heraus entscheidet) stets ein excellentes Verhältnis zur Arbeitnehmervertretung hatte, und das nicht nur zu denen die “gesponsert” wurden sondern insgesamt. Die Arbeitnehmer standen immer hinter ihm. Der Nachfolger kann es auch so halten.

          Die Boutiquemarken wie L, Duc, B und Bu sind egal, klar und Seat hat auch nix zu melden. Bei MAN/Scania/VWNutzfahrzeuge, Porsche/Audi und VWMarke/Skoda bin ich mir nicht so sicher, ob das nur belebend wirkt… aber wird schon hinhauhen ;-).

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