MINI F56: HUD, Rückfahrkamera und weitere Assistenzsysteme bestätigt

MINI | 11.10.2013 von 8
2014-MINI-Head-Up-Display-F56-HUD

Die Salamitaktik gefällt nicht nur Politikern beim verzögerten Eingestehen unschöner Tatsachen, auch Autobauer lassen die Wahrheit in Zeiten des Internets bevorzugt Scheibchenweise ans Licht kommen. …

Die Salamitaktik gefällt nicht nur Politikern beim verzögerten Eingestehen unschöner Tatsachen, auch Autobauer lassen die Wahrheit in Zeiten des Internets bevorzugt Scheibchenweise ans Licht kommen. Im Fall des MINI F56 heißt das: Eine erste offizielle Vorschau lieferte das seriennahe MINI Vision Concept, es folgte ein Blick unter die Motorhaube samt Vorstellung der neuen Vier- und Dreizylinder-Motoren – und nun kommen als dritter Teil die Assistenzsysteme und elektronischen Helfer an die Reihe.

Wie es sich für ein Auto mit Marktstart 2014 gehört, bringt auch der neue MINI F56 eine ganze Reihe von Systemen mit, die den Alltag erleichtern und im Extremfall Unfälle verhindern sollen.

2014-MINI-Head-Up-Display-F56-HUD

Sprichwörtlich ins Auge springt das Head-Up-Display, das BMW-Fahrern in vielen Baureihen bereits seit einigen Jahren bestens vertraut ist. Allerdings setzt der neue MINI nicht auf die teure und vor allem auch bauraumintensive Lösung mit einer Projektion ins direkte Sichtfeld des Fahrers, sondern belässt es bei einer kleinen, ausklappbaren Display-Scheibe oberhalb des Lenkrads.

Auch hier lassen sich alle relevanten Informationen bequem ablesen, ganz so edel und augenschonend wie die teure Lösung von BMW ist die Variante im MINI 2014 aber vermutlich nicht. Immerhin verspricht MINI, dass die Informationen im HUD auf virtuelle Art in einer gewissen Entfernung dargestellt werden, was ein Umfokussieren der Augen vom Fern- auf den Nahbereich ersparen soll – wir sind gespannt auf die erste Probefahrt mit der vierten MINI-Generation und werden berichten, wie gut das System in der Praxis funktioniert und wie es sich im Vergleich mit dem BMW HUD schlägt.

Neben dem ersten MINI-HUD bringt der neue Kleinwagen noch einige weitere Assistenzsysteme mit, die Sicherheit und Komfort verbessern sollen. Im Bereich des Innenspiegels ist eine Multifunktionskamera verbaut, die im Stadtverkehr bei bis zu 60 km/h vorausfahrende Fahrzeuge und auch Fußgänger auf Kollisionskurs erkennt, um zu warnen und gegebenenfalls einen Bremsvorgang einzuleiten. Bei einer Geschwindigkeit über 60 km/h arbeitet die Auffahrwarnung ebenfalls und informiert den Fahrer optisch und akustisch über die drohende Gefahr, es erfolgt aber kein Bremseingriff.

Nützliche Helfer im Alltag sind auch die Park Distance Control PDC mit optischer Anzeige im zentralen Infotainment-Display, die auf Kamera- und Navigationsdaten basierende Verkehrszeichenerkennung, der digitale Fernlichtassistent, die Rückfahrkamera und der Parkassistent für Parklücken parallel zur Fahrbahn – genutzt werden kann jede Lücke, die den MINI um mindestens einen Meter überragt.

Völlig neu für einen Kleinwagen ist die kamerabasierte Geschwindigkeitsregelung, die im Alltags-Bereich von 30 bis 140 km/h nicht nur eine gewählte Geschwindigkeit hält, sondern dabei auch den Verkehr und insbesondere den Abstand zum Vordermann berücksichtigt. Im typischen Stadt- und Berufsverkehr mit Verzögerungen von weniger als 2,5 m/s² arbeitet das System ohne Zutun des Fahrers, nur bei stärkeren Verzögerungen oder beim Unterschreiten einer Geschwindigkeit von 30 km/h wird der Fahrer zum Bremsen aufgefordert.

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