BMW S55: Biturbo-Sechszylinder für M3 / M4 im Generationen-Vergleich

BMW M4 | 25.09.2013 von 25

Auch wenn es bei einem BMW M3 von Anfang an um mehr ging als nur den Motor, spielt das Kraftpaket unter der Haube für viele …

Auch wenn es bei einem BMW M3 von Anfang an um mehr ging als nur den Motor, spielt das Kraftpaket unter der Haube für viele Fans eine zentrale Rolle. Egal ob der aus dem Motorsport abgeleitete Vierzylinder der ersten Generation, die verschiedenen Varianten des Sechszylinder-Saugers der zweiten Generation, der 3246 Kubikzentimeter große Hochdrehzahl-Motor aus dem BMW M3 E46 oder das V8-Aggregat der vierten Generation – alle bisherigen M3-Motoren sind bei tausenden Menschen in positiver Erinnerung geblieben und haben entscheidend zum Mythos M3 beigetragen.

Während sich die Anzahl der Zylinder bisher stets nur in eine Richtung bewegt hat, geht die M GmbH bei der fünften Generation auf den ersten Blick einen Schritt zurück – der Downsizing-Trend lässt grüßen.

New BMW M3/M4 Engine Cover

Unter der Haube der BMW M3 Limousine F80 und des BMW M4 Coupé F82 arbeitet wie in der zweiten und dritten Generation ein Reihensechszylinder. Während Saugmotoren seinerzeit State of the Art waren und Turbomotoren vor allem für ihr verzögertes Ansprechen bekannt waren, haben per Turbo unter Druck gesetzte Motoren im Jahr 2013 ganz klar die Oberhand gewonnen.

Im Fall des intern BMW S55 genannten Motors für die fünfte M3-Generation kommen gleich zwei äußerst nah an der Abgasseite montierte MonoScroll-Turbolader zum Einsatz, um den Fahrer mit besonders schnellen Reaktionen auf Gaspedal-Befehle zu beeindrucken. Ebenfalls an Bord sind die bei BMW HPI genannte Benzin-Direkteinspritzung, die variable Ventilsteuerung Valvetronic und die stufenlose Nockenwellenverstellung Doppel-VANOS.

Auf die weiteren Besonderheiten des Motors inklusive dem Rennstrecken-tauglichen Kühl und Öl-Kreislauf sind wir bereits an anderer Stelle ausführlich eingegangen. Interessant ist das folgende Diagramm, dass die Folgen des neuen Motor-Konzepts veranschaulicht:

BMW-M3-Motor-Vergleich-F80-F82-E92-E46-E36-E30

Zu sehen sind die Leistungs-, Drehmoment- und Verbrauchswerte der fünf BMW M3-Motoren. Klar ersichtlich ist, dass die Steigerung von Leistung und Drehmoment bei den ersten drei Generationen stets mit einer Erhöhung von Verbrauch und CO2-Ausstoß verbunden war. Erst die vierte Generation konnte einen niedrigeren Verbrauch als ihr Vorgänger bieten.

Der neue BMW S55 Biturbo-Reihensechszylinder geht diesen Schritt noch konsequenter und erreicht beim Verbrauch trotz einer Leistung von rund 430 PS das Niveau des 195 PS starken Vierzylinders der ersten Generation. Sein Drehmoment von deutlich über 500 Newtonmeter soll dem ersten Turbo-Motor der M3-Geschichte außerdem einen subjektiv erheblich kräftigeren Eindruck bescheren – weil es zu einem erheblich breiteren, nutzbaren Drehzahlband führt und nicht zwingend nach hohen Drehzahlen verlangt.

25 responses to “BMW S55: Biturbo-Sechszylinder für M3 / M4 im Generationen-Vergleich”

  1. peterpan says:

    “Im Fall des intern BMW S55 genannten Motors für die fünfte M3-Generation
    kommen gleich zwei äußerst nah an der Abgasseite montierte
    MonoScroll-Turbolader zum Einsatz, um den Fahrer mit besonders schnellen
    Reaktionen auf Gaspedal-Befehle zu beeindrucken.”

    warum zeigt BMW wohl den vergleich zwischen turbo&sauger-ansprechverhalten nicht? der monoscroll-lader wird mit sicherheit keine wunder diesbzgl. vollbringen können.

    “Ebenfalls an Bord sind die bei BMW HPI genannte
    Benzin-Direkteinspritzung, die variable Ventilsteuerung Valvetronic und
    die stufenlose Nockenwellenverstellung Doppel-VANOS.”
    diese technologien hätten selbst einem S65 deutliche verbrauchseinsparungen beschert…^^

  2. Marc says:

    Im dem Digramm fehlt mir aber der S50B32 Motor mit 321 PS um korrekt zu sein. Glaube ab 1995.

    • MFetischist says:

      Naja das meint ja eher immer die erste Evolutionsstufe der jeweiligen Motorengeneration. Wenn man das so ausweitet, wie du es vorschlägst, wird es irgendwann recht unübersichtlich, wenn auch spannend zu sehen sein.

      Man könnte dann ja noch die Evo Ausbaustufen beim E30 dazunehmen ( bis 238 PS ), dann natürlich noch die Ausbaustufe des E36 GT oder auch den CSL bzw. des GTS.

      Also den GT und CSL könnte man im Zweifel weglassen aber aufgrund der Hubraumanhebung wären bspw. Sport Evo und GTS definitiv mit aufzuführen.

  3. BMW-Fan/a says:

    Ich denke es hier ging nicht darum den besten Rennwagen-Motor für ein Auto mit Straßenzulassung zu entwickeln, sondern um einen Motor der auf den Prüfständen erheblich weniger verbraucht. Demzufolge führte an Downsizing kein Weg vorbei. Die Herausforderung für die Ingenieure besteht darin unter eben genannten Randbedingungen einen Sportmotor darzustellen, der bei den wichtigsten Motorkenndaten besser als sein Vorgänger ist.

    • 135iCoupe_N55 says:

      so ist es… ein Weg den aktuell leider alle Premium-Hersteller gehen müssen, Porsche wird den 4,8-Liter v8-Sauger beim Panamera S wohl nicht gerne gegen einen 420PS starken V6-Niturbo ersetzt haben… den EU Abgas- und Verbrauchsnormen sei Dank 😀 oder doch eher 🙁
      PS: Verständlich das viele BMW-Fans (ich ebenfalls) dem S65 nachtrauern, man kann es aber leider nicht ändern

      • deine mudder says:

        Ja toller Vergleich. Beim Panamera kriegt man immer noch den 4,8 Liter v8 als sauger und als biturbo.
        Downsizing kann man bislang noch durch start stopp und Zylinderabschaltung umgehen. Und beides kann man ausschalten. Abgas- und Verbrauchsnormen waren jedenfalls nicht der Grund den s65 und den s85 einzustellen. Sondern eher Kosteneinsparung durch mehr Gleichteile und Standardisierung und Angleichung der Teile.

        • Pro_Four says:

          …deine Zylinderabschaltung, die beim NEFZ Durchschnittsverbrauchsverbrauchstest also Stadt/Land/Autobahn, nur in der Stadt funzen, helfen da echt wenig!! Sozusagen ist das nur ein geringen Effekt, da alle gleichermaßen gemessen werden!!

          Bei den Kosten der Gleichteile gebe ich DIr recht.

          • deine mudder says:

            Was für einen Unterschied Direkteinspritzung, start stopp und Zylinderabschaltung für den Normverbrauch machen, sieht man ja am slk 55. Bei deutlich mehr Leistung gibt Mercedes fast vier Liter weniger als beim Vorgänger an. Leistung und Verbrauch sind somit beim slk55 und beim m4 fast identisch.

            • 135iCoupe_N55 says:

              Zylinderabschaltung bringt nur was wenn man auch entsprechend sparsam fährt, der EU-Normzyklus simuliert allerdings auch nur die sparsame Fahrweise xD xD xD warten wir mal den Realverbrauch des M4 ab, der Realverbrauch meines e82 135i ist mit 9,9Litern sehr ordentlich (Alltagsfahrzeug), die 3Liter R6-Turbos haben sich leistungsmäßig und verbrauchstechnisch bewert, darauf setzt BMW jetzt auch beim M3/4.

        • 135iCoupe_N55 says:

          der Panamera S wird nur noch mit 3Liter V6 angeboten, der 20000€ teurere GTS der hat noch den 4,8 Sauger…
          naja mal abwarten welchen weg Audi und AMG bei ihren nächsten Mittelklasse Sportlern gehen wird…

          ob ein Auto bei 300+X PS ein oder zwei Liter mehr oder weniger verbraucht is mir persönlich auch schnurz, dies sieht BMW und vor allem die EU allerdings anders…

  4. BUB says:

    Benni also werden wir noch zu gegebener Zeit die korrekten Leistungsdaten von dir kriegen… weil ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das es so bleibt ALPINA hat schon 410ps und 600Nm rausgehauen ausm N55 aber dann logisch mitm 2ten Lader…
    naja vom Gewicht abgesehen die paar ca.100-150kg macht ja auch des drehmoment wieder fett bei alpina und is sowieso ein 4türer hmmmm 🙂 mein Hirn bleibt wohl vorerst Hungrig wenigstens schmeckt ja jetzt schonmal die Vorspeise bevor das Dessert endgültig serviert wird 🙂 ps.: haha ich hatte doch recht mitm R6 meine Instinkte funktionieren immer, abgeschnittener S65 V8 zu V6 eh net niemals man muss bedenken das BMW sogar hierbei sparen will !!!! Leute vergesst net das Baukasten prinzip denkt Ihr alle wirklich es hätte ein anderes Konzept werden können??? tzehe

  5. Stephan S, says:

    So bleibe ich gerne der EINZIGE: als möglicher M4 Käufer gibt es kein Interesse, was das Ding verbraucht, – nicht die Bohne, NULL komma NULL – niente. Steht auf Postion 198 der Prioritäten….

    Liest man die offizielle Pressemeldung, wird erst beim Verbrauch so richtig zu Superlativen gegriffen: “Gleichzeitig beeindruckt das Triebwerk mit herausragenden Verbrauchswerten – mehr als 25 Prozent unter den Werten des Vorgängermodells ”

    M4 – “Herausragend” beim Verbrauch – ich raffs einfach nicht, – es reicht nicht, 99% der “normalen” Autokäufer mit derlei Ergüssen zu behelligen, nein – nun müssen auch die letzten Winkel sinnlos verprasster Leistung scheinheilig auf Effizienz ausgeleuchtet werden.

    Und bitte keine Belehrung, dass es Flottenverbrauch & Co. gibt, – es nervt.

    * IN Memory – im Juli gab es ne Woche ASTON MARTIN samt V12 6 Liter Saugmotor jenseits der 500 PS- die blanke Provokation für die Fraktion der Gut Menschen Prius Fahrer, – denen schon bei sachtem Antippen des Gaspedals an der Ampel das blanke Entsetzen in die Glieder fuhr – ACH war das geil….

    • MFetischist says:

      G65 AMG 😉

    • deine mudder says:

      Tja wenn dir die efficient Dynamics Strategie von BMW nicht gefällt, musst du dir halt einen Audi oder so holen. Die haben noch sauger acht, zehn und Zwölfzylinder.

    • Mpowr says:

      ein saugmotor im M4 würde bei den stückzahlen den BMW flottenverbrauch “gar nicht bis nicht nennenswert” negativ beeinflussen und wenn, dann könnte man eine kalkulation anstellen und das delta an den M4 kunden weitergeben. ich wäre bereit einen mehrpreis zu bezahlen, wenn ich nen sauger hätte.

    • Pro_Four says:

      …”Und bitte keine Belehrung, dass es Flottenverbrauch & Co. gibt, – es nervt” das ist aber der HAUPTGRUND warum die Hersteller handeln müssen, sonst gibt es fette Strafen. Ich glaube bis 2020 muss jeder unter 99g/km kommen

    • Pro_Four says:

      ….”denen schon bei sachtem Antippen des Gaspedals an der Ampel das blanke Entsetzen in die Glieder fuhr – ACH war das geil….” so blöd wie das klingt, aber das ist dem Prius Fahrer sowas von schnubbe, der will soweit kommen wie ihn das Auto “EFFIZIENT” trägt und nicht der schnellste bei X sein.
      Aber trotzdem find ichs Geil…V12 und so!!

    • der_ardt says:

      Selbst wenn ich mit dir nicht einer Meinung wäre, hättest du mein Like, einfach weils so schön politisch inkorrekt ist 😀

      • Stephan S. says:

        Kein Zweifel: Der hübschen Kollegin mal flüchtig auf den Popo zu schauen ist *OH Schreck” – politisch auch nicht korrekt. OK – Du erahnst es: eigentlich sollte uns Ihre Intelligenz interessieren. Jedoch – es sei Dir versichert, – es ist Leben LIVE – selbst schuld, wer Verzicht übt.

        Einfach mal einen Aston V12 fahren, das Ding schraubt Dir den Kopf ab, versetzt dich in euphorische Ausnahmezustände. Die Welt ist ab sofort eine andere…

        Benzinverbrauch? Die Tankstelle ist die Tränke, die deinem edlen Rennpferd den verdiente Lohn zuführt. ACHTUNG: Hier spricht der Stolz des Besitzers… .

    • v10 says:

      Sehe ich anders. Der Verbrauch eines Autos ist für mich zwar nicht wirklich relevant in der Kaufentscheidung, ich begrüße aber jede Form der Effizienzsteigerung. Für mich ist ein zu hoher Verbrauch bei einem Auto ein Wermutstropfen, mit dem ich hadere. Dass er für M4 gar auf Käuferseite keine Priorität hat, naja. Im Gegensatz zum letzten wird dieser M3/M4 im Schnitt wohl mehr Kilometer runterreissen. Gegen Priusfahrer habe ich nichts. Und wer AM fahren will, soll das tun.

  6. […] ist man in Garching der Meinung, dass der künstliche Sound-Support auch dem neu entwickelten Biturbo-Reihensechszylinder S55 nicht schaden kann – obwohl manche Puristen beim Gedanken an Fake-Sound im BMW M3 die Hände […]

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