DTM 2013: Bruno Spengler auf P6 bester BMW M3 DTM am Norisring

Motorsport | 14.07.2013 von 14

Wie schon beim letzten Rennen gab es für BMW Motorsport auch auf dem Norisring wenig Grund zur Freude. Schon im Qualifying schafften es nur zwei …

Wie schon beim letzten Rennen gab es für BMW Motorsport auch auf dem Norisring wenig Grund zur Freude. Schon im Qualifying schafften es nur zwei der acht BMW M3 DTM in die Top 10 und obwohl sich Bruno Spengler mit dem zweiten Rang eine gute Ausgangslage verschafft hatte, war am Ende nicht mehr als ein enttäuschender sechster Platz für den Titelverteidiger drin.

Neben der generell nicht hervorragenden Pace waren dafür auch taktische Fragen im Zusammenhang mit den zwei Safety Car-Phasen verantwortlich, was den BMW-Piloten ein besseres Ergebnis unmöglich machte. Immerhin schafften es neben Spengler auch Joey Hand, Andy Priaulx und Marco Wittmann in die Punkte und konnten Punkte für die Herstellerwertung sammeln.

DTM-Saison-2013-Rennen-5-Norisring-BMW-M3-37

In der Fahrerwertung liegt Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der heute auf dem fünften Rang ins Ziel kam, nun zwei Punkte vor Bruno Spengler an der Spitze. Weiter geht es in drei Wochen beim DTM-Rennen in Moskau.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Wir haben vier Autos in die Top-Ten gebracht, können aber mit diesem für uns harten Rennen nicht zufrieden sein. Die zwei Safety-Car-Phasen hatten maßgeblichen Einfluss und haben bestimmte strategische Optionen überhaupt erst möglich gemacht. Unser Ansatz war, bei der Rennstrategie nicht zu viel zu riskieren. Diese Herangehensweise hat sich jedoch unter den heutigen Bedingungen nicht ausgezahlt. Bruno hat als Sechster immerhin noch wertvolle Punkte mitgenommen, drei weitere BMW M3 DTM sind in die Top-Ten gefahren. Auch in der Gesamtwertung sieht es nach wie vor nicht schlecht aus. Glückwunsch an Audi und Mattias Ekström zum verdienten Sieg.“

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): „Natürlich will man vorne mitmischen, wenn man aus der ersten Reihe ins Rennen geht. Aber die Safety-Car-Phasen haben dafür gesorgt, dass wir mit Bruno Spengler die Optionsreifen nicht optimal nutzen konnten. Die Zeit, die man dann verliert, fehlt einfach. Dirk Werner hat die Punkteränge knapp verpasst. Auch er hatte heute nicht das nötige Glück, um weiter vorn zu landen.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Zunächst einmal freue ich mich für das ganze Team, dass wir endlich unsere ersten Punkte in diesem Jahr gesammelt haben. Danke an alle, hoffentlich ist der Bann jetzt gebrochen. Leider sind es nur zwei Zähler geworden. Das Rennen von Martin Tomczyk ist erneut enttäuschend verlaufen. Er wurde von einem Konkurrenten in die Mauer gedrückt. Zu dem Zeitpunkt war er schon in den Top-Ten unterwegs. Andy Priaulx hat an diesem Wochenende einen tollen Job gemacht. Die Safety-Car-Phasen haben unsere Strategie massiv beeinflusst. Die Performance war heute besser, als es das Ergebnis ausdrückt.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Das Rennen war interessant – und aufgrund der Safety-Car-Phasen sehr schwierig. Joey Hand ist auf Prime-Reifen gestartet und hat dann während der Safety-Car-Phase auf die Options gewechselt. Das hat gut funktioniert, und er hat anschließend ein paar schöne Überholmanöver zeigen können. Am Schluss war das Timing, zurück auf den Prime zu wechseln, genau richtig. Augusto Farfus war gut ins Rennen gestartet. Allerdings ist dann die Strategie nicht aufgegangen. Wir müssen uns einfach darauf konzentrieren, künftig im Qualifying wieder weiter vorn zu stehen. Dann sollten auch wieder mehr Punkte möglich sein. “

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): „Zuallererst bin ich sehr glücklich darüber, dass alle heil aus diesem Rennen herausgekommen sind. In der Boxengasse hier am Norisring geht es wirklich extrem eng zu. Noch enger wird es, wenn in einer Safety-Car-Phase viele Autos gleichzeitig zum Stopp kommen. Heute hat uns das nötige Glück gefehlt, aber den Punkt für Marco Wittmann nehmen wir natürlich trotzdem gerne mit.“

Bruno Spengler (Startnummer 1, BMW Team Schnitzer, Platz 6): Reifen: Option-Standard-Option
„Platz sechs ist für mich eine Enttäuschung. Wenn man als Zweiter startet, dann will man natürlich um den Sieg kämpfen. Das Qualifying war sehr gut, und eigentlich hatten wir auch im Rennen eine gute Pace. Auch die Boxenstopps waren gut. Mit der Strategie hatten wir heute einfach Pech. Die beiden Safety-Car-Phasen haben uns nicht gerade in die Karten gespielt. In der Fahrerwertung bin ich trotzdem noch vorne dabei. Das ist wichtig. Aber auf meiner Lieblingsstrecke hatte ich mir schon mehr erhofft.“

Joey Hand (Startnummer 8, BMW Team RBM, Platz 8): Reifen: Standard-Option-Standard
„Ich hatte schon nach dem Qualifying das Gefühl, dass das Auto schneller war, als es meine Platzierung aussagte. Das hat sich im Rennen bewahrheitet. Meine Jungs haben einen tollen Job gemacht und mir ein gut abgestimmtes Auto für das Rennen gegeben. Es scheint, als würden mir die Optionsreifen immer gut liegen. Entsprechend stark war mein langer Stint auf diesen Reifen. Wir hatten zwei sehr gute Boxenstopps, und alles hat zusammengepasst. Ich fühle mich gut, weil ich alles auf den Punkt hinbekommen habe. Wir haben das Optimum aus diesem Rennen herausgeholt.“

Andy Priaulx (Startnummer 16, BMW Team RMG, Platz 9): Reifen: Option-Standard- Option
„Das war ein gutes Wochenende, und wir waren konstant schnell unterwegs. Endlich habe ich ein Auto, mit dem ich richtig glücklich bin. Das ist alles grundsätzlich positiv. Was im Rennen passiert ist, konnte ich aufgrund der Safety-Car-Phasen nicht kontrollieren. Leider haben sie unsere Strategie negativ beeinflusst. Dennoch bin ich mit der Gesamtleistung zufrieden.“

Marco Wittmann (Startnummer 21, BMW Team MTEK, Platz 10): Reifen: Option-Standard- Option
„Das war ein spannendes Rennen. Schon am Start ging es turbulent zu. In der ersten Kurve hat es Berührungen gegeben. Ich weiß gar nicht, wie sehr das die Balance meines Autos beeinträchtigt hat. Teilweise war es schwierig, den Durchblick zu behalten. Ich hatte ein paar tolle Fights. Letztendlich können wir mit dem Punkt zufrieden sein, obwohl ich mir für mein Heimspiel natürlich etwas mehr vorgenommen hatte.“

Dirk Werner (Startnummer 2, BMW Team Schnitzer, Platz 11): Reifen: Standard-Option-Standard
„Ich bin enttäuscht, denn der elfte Platz ist immer sehr undankbar. Bei der zweiten Safety-Car-Phase habe ich sehr viel Zeit verloren. Christian Vietoris vor mir wurde noch durchgelassen, ich jedoch nicht mehr. Das hat mein Rennen etwas verzerrt. Beim nächsten Rennen in Moskau werde ich einen neuen Anlauf auf die Punkteränge nehmen.“

Timo Glock (Startnummer 22, BMW Team MTEK, Platz 13): Reifen: Standard- Option-Standard
„Ich habe selten ein Rennen erlebt, bei dem es so schwierig war, den Überblick zu behalten. Speziell im Mittelfeld ging es beinahe chaotisch zu. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Fans nicht einfach gewesen ist, das Geschehen nachzuvollziehen.“

Augusto Farfus (Startnummer 7, BMW Team RBM, Platz 16): Reifen: Option-Standard- Option
„Zu diesem enttäuschenden Rennen habe ich nicht viel zu sagen. Ich habe alles gegeben, aber das Auto war einfach nicht schnell genug. Auf ein schwieriges Qualifying folgte ein noch schwierigeres Rennen. Jetzt will ich einfach nur verstehen, was los ist, und das Blatt wieder wenden.“

Martin Tomczyk (Startnummer 15, BMW Team RMG, Ausfall): Reifen: Option
„Leider war der Sonntag für mich schon gelaufen, bevor er richtig begonnen hatte. Es war wieder ein enttäuschendes Rennen ohne Punkte für mich und meine Crew. Wenigstens konnte mein Teamkollege Andy Priaulx ein paar Punkte holen. Wir müssen uns jetzt auf die kommenden Rennen fokussieren.“

14 responses to “DTM 2013: Bruno Spengler auf P6 bester BMW M3 DTM am Norisring”

  1. Marco says:

    Bin grad vom Norisring zurrück zu Hause angekommen!
    War trotzdem geil! 🙂

  2. simons700 says:

    aaach
    Die wollens nur Spannend machen 😉

  3. Pro_Four says:

    …eine Kxxx Mickymausstrecke, eine sinnlose blaue Flacken Regelung(Wer hat denn den Schnee erfunden???) und ein megagroßes Pech für Bruno. Fazit: BMW schnell(Bruno), aber immer noch im Lernprozess und einfach kein Glück!!

    • Racer says:

      Die “Mickymausstrecke” wie du es nennst ist einer der härtesten und spannensten Kurse in der DTM. Außerdem ist die Stimmung dort wirklich der Hammer.

      • Pro_Four says:

        …die Stimmung sind deswegen so gut, weil man dort fast Arm in Arm liegt. ;((()))

        Spannend und härteste?! kann schon sein, nur gerade wegen solcher Mickeymauskurse sieht der Zuschauer ja nicht mehr durch und auch der Fahrer (siehe Interview von Glock).

        Das Feld zieht sich so weit auseinander (durch Boxenstops-siehe dieses Rennen) das man am Ende nicht mehr weiß, wer wo die blauen Flaggen gezeigt bekommen soll. Und dann passiert dieser BLÖDSINN, das einer der ein Stop gemacht hat eine blaue Flagge bekommt, nur weil die dahinter schon 2 hatten, obwohl keiner überrundet wird oder soll.

        Diese Regel hat man damals eingeführt weil Werkswagen um einiges schneller waren als die Jahreswagen um diese nicht ewig aufzuhalten, gerade auf diesen MINIKURSEN.

        Vorgestern das war eine Farce aber mal so richtig, ein toter Quark und hat nix mit Rennen zu tun!!

        Hier mal ein Video, das besagt, dass die Disqualifizierung gerechtfertigt war.

        http://www.youtube.com/watch?v=TpOOv13wDmQ

        • Racer says:

          Blaue Flaggen haben nichts mit dem Kurs zu tun sondern mit der Rennleitung.

          Kurzum, solche Strecken wie der Norisring sind schon geil. Die Mischung machts. Ansonsten fährt man nur GP Kurse.

          Zu BMW und ihr Abschneiden auf dem Norisring. Da fehlt m.M. einfach noch die Erfahrung.

  4. Thomas says:

    Das Rennen war eine Farce!
    Das nächste mal schnell zwei Stops machen und sich dann vorbeiwinken lassen …
    Wie ich gerade erfahren habe, hat Ekström seinen Sieg verloren, weil er im Parc fermé mit einer Flasche Wasser geduscht wurde.
    Die peinlichste Veranstaltung an diesem WE.

    • kueks says:

      Da bin ich 100%ig bei Dir!
      Das Rennen war nicht mal eine Farce…das war lächerlich von Anfang bis Ende!
      Zuerst verfälscht die Rennleitung VORSÄTZLICH das Ergebnis und dann bescheissen die Audi wieder wieder nach Strich und Faden!

      Vielleicht sollten Herr Aufrecht und seine Bande nicht nur Expansion im Kopf haben und glauben größer als die F1 zu werden.
      Herr Aufrecht, Sie werden niemals ein zweiter Herr Ecclestone!!!!!

      Konzentriert Euch auf das was Ihr könnt und lasst die Jungs dort EHRLICHE und SAUBERE Rennen fahren….

      • Pro_Four says:

        ..so ist es, aber das mit den blauen Flaggen habe ich weiß Gott noch nicht begriffen! Warum werden die durchgewunken, obwohl keiner überrundet wurde, ich versteh das nicht. Nur weil jemand eine andere Strategie fährt und seine zwei Pflichtstopps schon gemacht hat wird er an den anderen vorbeigewunken?

        Und bitte macht doch endlich mal richtige Strecken und nicht solche Mickeymauskurse.

      • v10 says:

        “Bescheissen die Audi wieder nach Strich und Faden”. Klar, immer wenn ein Audi gewinnt ist es BEschiss, kann ja gar nicht anders sein. Den Scheiss kann ich auch nicht mehr hören.

        Eine Farce ist Ekström zu disqualifizieren, weil er mit einer Flasche Wasser geduscht wurde. Ja gehts noch? Wie ein Fahrer so treffend bemerkte, das nächste mal wenn man ihm einen Blumenstrauss reinreicht wirft er ihn weg, nicht dass da noch 10 Gramm Gewicht dazukommen. Lächerlich. Im Fahrerlager macht man sich lustig über diese Entscheidung und zwar nicht nur bei Audi

        • Pro_Four says:

          …Sicher das es eine Farce war den Eckström zu disqualifizieren??!! 100%?
          Dann schau mal da, immer noch der Meinung das alles richtig gemacht wurde? http://www.youtube.com/watch?v=TpOOv13wDmQ

          • v10 says:

            Das Video habe ich doch schon gesehen, sonst hätte ich doch gar nicht kommentiert. Es ist ein klarer Regelverstoss, nur die Strafe ist völlig überzogen. Beim nächsten Rennen vom letzten Startplatz los und gut ist. Der Wagen von Ekström war vom Gewicht her in Ordnung, er hat das Rennen so gewonnen. Betrug war das keiner, was soll das bringen? Ich schütte mal ein wenig Wasser rein, und bin deshalb stolze 200 Gramm schwerer obwohl mein Wagen sowieso mehrere Kilo vom Negativ-Limit entfernt ist und obwohl mein Anzug ja sowieso wasserabweisend ist? Warum auch immer der Vater dem Sohn da Wasser reingeschüttet hat, daraus einen Betrugsvorwurf zu konstruieren ist lächerlich. Hör dir doch mal an was Radio Fahrerlager dazu sagt, die schütteln nur noch mit dem Kopf, aber nicht über Ekström und Vater sondern über die Anwendung der Regel. Von BMW und Mercedes hört man offiziell natürlich nichts, das ist klar. Ich finde das im höchsten Maße lächerlich. Na, Nur gut dass diese hirnrissige Entscheidung an der Fahrerwertung nichts ändert, zwei Punkte Unterschied so oder so. Aber gut, für mich ist das eh nicht so entscheident, die einzigen Renne die mich wirklich interessieren sind RallyeMonteCarlo, 24Std. Le Mans und 24.Stdt Nürburg.

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