BMW: China 2013 als wichtigster Einzelmarkt, weiter Mega-Potenzial

News | 11.07.2013 von 1

Wie gut sich der Automarkt in China für die Anbieter von Premium-Automobilen in den letzten Jahren entwickelt hat, macht ein simpler Vergleich deutlich: Während im …

Wie gut sich der Automarkt in China für die Anbieter von Premium-Automobilen in den letzten Jahren entwickelt hat, macht ein simpler Vergleich deutlich: Während im Gesamtjahr 1994 etwa 800 BMW in China verkauft wurden, sind es heute rund 900 pro Tag. Aber der Markt bietet weiterhin riesige Chancen: Laut Karsten Engel, seit März Leiter Vertrieb China, gibt es derzeit noch rund 100 chinesische Städte mit mehr als einer Million Einwohner, in denen es keinen einzigen Händler für Premium-Automobile gibt.

Speziell abseits der großen Megacities sieht Engel daher das Potenzial für weiteres Wachstum, wenn die im chinesischen Vergleich kleineren Städte im Westen des Landes vollständig erschlossen werden.

BMW-China-Produktion-Shenyang-Joint-Venture-Brilliance

Im Gespräch mit Bloomberg sagte Engel außerdem, dass China wie schon im ersten Halbjahr 2013 auch im Gesamtjahr wichtigster Einzelmarkt vor den USA und Deutschland bleiben wird. Im ersten Halbjahr konnte sich die BMW Group in China um 15 Prozent auf 182.800 Einheiten steigern, womit rund 10.000 Fahrzeuge mehr als in den USA (172.787 / +9,0%) verkauft wurden. Für das Gesamtjahr geht Engel von einem China-Wachstum im Bereich von zehn Prozent aus.

Größter Premium-Anbieter in China ist weiterhin Audi: Die Ingolstädter, die schon deutlich länger im Reich der Mitte aktiv sind, verkauften im ersten Halbjahr 228.139 Fahrzeuge in China und Hongkong. Damit steigerten sie sich um 17,7 Prozent und konnten ihren Vorsprung auf BMW ausbauen. Mit großem Abstand hinter den bayerischen Anbietern folgt Mercedes auf dem dritten Rang: Die Schwaben verfehlten in den ersten sechs Monaten 2013 das Vorjahres-Niveau und kamen auf 98.914 Einheiten.

Wichtigste BMW-Baureihe in China ist übrigens der 5er, kein anderes Modell findet derzeit mehr Käufer im Reich der Mitte. Während der BMW i3 in Deutschland ab November erhältlich sein wird, soll er in China erst im zweiten Quartal 2014 an den Start gehen – und erhält dann keine Förderung durch die chinesische Regierung, weil er nicht in China gebaut wird. Letzteres könnte sich allerdings ändern, denn BMW i hat schon vor Jahren angekündigt, dass die Produktion bei entsprechender Nachfrage auch direkt in großen Einzelmärkten erfolgen kann.

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