Überschatteter Klassiker: Audi R18 e-tron quattro gewinnt Le Mans 2013

Motorsport | 23.06.2013 von 5

24 Stunden – das ist nicht nur die Dauer eines Tages, für Motorsport-Fans ist diese Zeitangabe auch ein Versprechen. Geht es dann auch noch um …

24 Stunden – das ist nicht nur die Dauer eines Tages, für Motorsport-Fans ist diese Zeitangabe auch ein Versprechen. Geht es dann auch noch um die 24 Stunden von Le Mans, haben Millionen Menschen in aller Welt sofort Erinnerungen im Kopf.

Leider geht es dabei nicht nur um Erfreuliches, denn der Motorsport hat beim Klassiker an der Sarthe auch seine Schattenseiten gezeigt: Schon nach vier Runden verunfallte der Däne Allan Simonsen in seinem Aston Martin so schwer, dass er seinen Verletzungen wenig später im Strecken-Hospital erlag. Das Renngeschehen geriet in der Folge für viele Besucher zur Nebensache, auf Wunsch der Familie blieben aber selbst die Aston Martin im Rennen. Vermutlich hätte es der begeisterte Rennfahrer und Familienvater nicht anders gewollt.

Le-Mans-2013-Night-LM24-12

Das Rennen selbst verlief dann zumindest in der Spitzengruppe so, wie es nach den Tests und dem Qualifying zu erwarten war: Die Audi R18 e-tron quattro waren in Sachen Performance nicht zu schlagen, auch wenn Toyota in den ersten Runden viel Druck machen konnte. Auf lange Sicht zeigte sich die Überlegenheit des R18 allerdings immer deutlicher, weshalb am Ende die Zuverlässigkeit und das Rennglück über den Sieg entscheiden mussten.

Der Audi mit Startnummer 1 verlor durch einen Defekt an der Lichtmaschine viel Zeit in der Box und schied am Abend aus dem Kampf um den Gesamtsieg aus, der Audi mit Startnummer 3 verlor durch einen fehlerhaft montierten Reifen wertvolle Zeit und musste beide Toyota passieren lassen. Allerdings konnte er sich im Anschluss zurückkämpfen und den zweiten Toyota wieder vom Platz auf dem Podium verdrängen.

An der Spitze fuhren Tom Kristensen, Loic Duval und Allan McNish im Audi R18 e-tron quattro mit der Startnummer 2 ein weitestgehend fehlerfreies Rennen, bestimmten den Speed und mussten trotz vieler Safety Car-Phasen und mehrfach wechselnder Witterung kaum jemals um den Gesamtsieg fürchten. In den Jubel nach der Zieldurchfahrt mischte sich allerdings auch die Trauer über den Verlust des Dänen, der seit vielen Jahren fest zum Kreis der Le Mans-Piloten gehört hat und nicht nur im Fahrerlager viele Freunde hatte.

5 responses to “Überschatteter Klassiker: Audi R18 e-tron quattro gewinnt Le Mans 2013”

  1. v10 says:

    Simmenson ist gestorben, Kirstensen hat gewonnen. Ich hoffe dass der eine Däne dem anderen den Sieg widmet.
    Aber das ist Le Mans. Das Risiko fährt immer mit.

    Für Audi und Porsche verdiente Siege.
    Für Audi der 12 bzw. 13. (zählt man Bentley) in 14 Jahren.
    Es war ein spannendes Rennen. Schon schlimmeres, aber noch nie so wechselhaftes Wetter erlebt. Wenn bei Audi 1 nicht die Lichtmaschine gekommen wäre, wäre es ein Sieg mit vielen runden Vorsprung geworden. So war es eine Zitterpartie. Die Toyota haben gezeigt, dass sie unter widrigen Bedinungen konkurrenzfähig sind, am Speed über die Zeit aber hat es gefehlt. Die Audis konnten ihre Qualif.Stärke nicht so ausspielen wie erwartet. Tolle Arbeit vom Team aus Köln.
    Nächstes Jahr neues Reglement und Porsche.
    Eines ist sicher: wenn dann Porsche gewinnt, wird die Anti-Audi-Fraktion Häme über Audi ausschütten, obwohl das in Le Mans nicht ungewöhnlich wäre. Wenn hingegen Audi gewinnt, wird es heissen, das war eine politische Entscheidung, Porsche durfte nicht gewinnen. Blödsinn, aber so wird es heissen.
    Ich sage: Tolles Rennen.

    • Acer Deshojo says:

      Ich konnte das Rennen leider nicht verfolgen, aber dennoch ist es eine tolle Leistung vom Audi Team!

      Mein vollstes Beileid an die Familie von Simonsen. Möge er in Frieden ruhen!

      • v10 says:

        Ja, das ist sehr traurig. Ganz am Anfang des Rennens gleich! Er hat eine Tochter, die erst 2012 geboren wurde:-(. (PS:Auf der NOS auch ein Todesfall, Rennabbruch). Du kannst das Video seines Abfluges anschauen, ein anderer Fahrer hatte onbordKamera. Mir scheint, da war was am Auto nicht in Ordnung. Kann mir nicht denken, dass das ein Fahrfehler war. Sah seltsam aus.

        Die Le Mans REnnen der letzten Jahre sind unglaublich. Das sind 24-Stundensprintrennen. Noch vor 10 Jahren hat man den Wagen geschont und ist taktisch langsam gefahren, hat Hase und Igel gespielt und es war oft auch mal langweilig – vorbei. Von Anfang bis Ende heizen die alles was geht, und zwar alle LMP1. Die Toyota gingen gleich am Anfang voll ans Limit, das hat man gut gesehen in den onbordaufnahmen, die Autos waren total unruhig im Vergleich zum R18. Im Regen lagen sie sogar besser als die Audi. Glücklicherweise dieses Jahr mal kein schwerer Unfall zwischen LMP1 und Sportwagen. Die Displays im Cockpit scheinen zu helfen und die Lichtorgeln auch. Es gibt kein Rennen, das mich so begeistert. Nachts ist es am BEsten. Es hat dann fast etwas meditatives.

        • v10 says:

          PS: wobei es allerdings auch so ist, dass die Toyotas viel härter abgestimmt sind als die Audis, die mir schon seit Jahren ein sehr weiches Setup zu fahren scheinen. Sie klingen auch besser:-). Den Audimotor hört man kaum.

  2. VirusM54B30 says:

    Es ist eine Tragödie das Allan Simonsen gestorben ist. Tom Kristensen hat ihms einen Sieg gewidmet … Aber warum berichtet eine BMW Seite von einem Audi SIeg?

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