Update: Tomczyk verliert Pole wegen zu leichtem BMW M3 DTM

Motorsport | 18.05.2013 von 7

Update: Martin Tomczyk wird beim Rennen in Brands Hatch nicht von der Pole, sondern von ganz hinten starten! Die Rennkommissare stellten bei der technischen Abnahme fest, …

Update: Martin Tomczyk wird beim Rennen in Brands Hatch nicht von der Pole, sondern von ganz hinten starten! Die Rennkommissare stellten bei der technischen Abnahme fest, das der BMW M3 DTM weniger als die geforderten 1100 Kilo auf die Waage brachte. Damit startet Audi-Pilot Mike Rockenfeller von Pole. Hinter ihm gehen die BMW Fahrer Farfus und Hand von Platz 2 und 3 ins Rennen.

Nach starken Leistungen in den freien Trainings konnten die vier Teams von BMW Motorsport auch beim Qualifying in Brands Hatch die Qualitäten des BMW M3 DTM in gute Rundenzeiten umsetzen. Auf der sehr kurzen Rennstrecke im Süden Englands fuhren alle Piloten Rundenzeiten im Bereich von knapp über 40 Sekunden, was jeden kleinen Fehler brutal bestrafte und für extrem enge Abstände zwischen den Fahrern sorgte.

BMW-M3-DTM-2013-Brands-Hatch-Qualifying-03

Während Mercedes heute einen rabenschwarzen Tag erwischte und kein Fahrzeug in die Top 10 bringen konnte, zeigten die BMW-Piloten auch gegenüber Audi Nervenstärke: Drei der vier Piloten im Top 4-Qualifying saßen in einem BMW M3 DTM. Bruno Spengler startet von der fünften Position. Dass man das Qualifying nicht überbewerten sollte, zeigt allerdings die Erinnerung an den Saison-Auftakt in Hockenheim: Dirk Werner fuhr dort vom letzten Startplatz noch auf den zweiten Rang!

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Natürlich ist es sehr schade, wegen eines solchen Fehlers eine Poleposition zu verlieren. Aber wir akzeptieren die Entscheidung der Rennkommissare. Im Rennsport bewegt man sich am Limit. Wir werden nun analysieren, was die Ursache war, damit so etwas in der Zukunft nicht wieder passiert.“

Stefan Reinhold (BMW Team RMG, Teamchef): „Unser Team hat offensichtlich einen Fehler gemacht. Dafür entschuldige ich mich bei Martin Tomczyk. Wie es dazu kommen konnte, werden wir nun im Detail analysieren.“

Martin Tomczyk (BMW Team RMG): „Das ist für mich eine große Enttäuschung. Dass man vom 22. Startplatz durchaus noch die Chance hat, Punkte zu sammeln, hat der Saisonauftakt in Hockenheim gezeigt. Allerdings weiß ich auch, dass eine ähnliche Aufholjagd auf diesem kurzen Kurs hier in Brands Hatch kaum möglich sein wird.“

Augusto Farfus (Startnummer 7, BMW Team RBM, Platz 3): „Diesen dritten Platz haben wir uns hart arbeitet und im Tagesverlauf viel am Auto verändert. So konnten wir uns Stück für Stück näher ans Limit herantasten. In Brands Hatch ist eine gute Startposition unerlässlich, wenn man auch im Rennen weit vorn landen will. Dieses Ziel haben wir erreicht. Das BMW Team RBM hat wieder einmal toll gearbeitet. Es ist fantastisch, dass ich morgen gemeinsam mit meinem Teamkollegen Joey Hand aus der zweiten Reihe starte. Mein Ziel lautet nun, am Sonntag wieder ordentlich Punkte zu sammeln.“

Joey Hand (Startnummer 8, BMW Team RMG, Platz‚ 4): „Zum ersten Mal bin ich in die Top-4 vorgefahren – und das macht mich natürlich richtig happy. Im freien Training war das Auto noch nicht so gut zu fahren, und ich kam nicht über den 18. Platz hinaus. Meine Mannschaft hat dann super reagiert, und mit jeder kleinen Änderung wurden wir schneller. Es ist hier sehr schwierig, eine perfekte Runde hinzubekommen. Auf meiner Runde in Q4 habe ich dann auch zwei kleine Fehler gemacht. Trotzdem bin ich glücklich. Das wird ein spannendes Rennen.“

Bruno Spengler (Startnummer 1, BMW Team Schnitzer, Platz 5): „Im Qualifying hat man immer ein recht gutes Gefühl dafür, wo man wertvolle Zeit liegengelassen hat. Das war bei mir heute in Kurve 2 der Fall, mit der ich etwas Mühe hatte. Trotzdem lief es eigentlich ganz gut. Im dritten Abschnitt wollte ich dann an der Stelle etwas stärker pushen, aber es hat nicht funktioniert. Platz fünf ist aber ganz sicher ein Ergebnis, auf dem man aufbauen kann. Ich werde morgen wie immer angreifen.“

Marco Wittmann (Startnummer 21, BMW Team MTEK, Platz 7): „Obwohl ich im Vergleich zu meinem ersten Qualifying in Hockenheim vor 14 Tagen deutlich weiter vorn stehe, bin ich etwas enttäuscht. Denn im Training und in den ersten beiden Qualifying-Abschnitten war meine Pace richtig gut, und ich konnte sogar ganz vorne mitmischen. In Q3 hat dann nicht mehr alles zusammengepasst. Trotzdem bin ich mit dem siebten Platz natürlich insgesamt zufrieden und freue mich riesig auf das Rennen am Sonntag.“

Andy Priaulx (Startnummer 16, BMW Team RMG, Platz 8): „Das war für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Mit meinem Auto war ich sehr zufrieden. Leider habe ich im zweiten Abschnitt zwei frische Reifensätze gebraucht, da mir zuvor meine schnellste Runde aberkannt worden war. In Q3 ging ich dann nur einmal auf die Strecke, aber meine Zeit war trotzdem okay. In der Haarnadel haben meine Hinterräder etwas blockiert, das hat wahrscheinlich die entscheidenden Sekundenbruchteile gekostet. Ich bin top-motiviert, meinen Fans hier in Brands Hatch am Sonntag ein tolles Rennen zu zeigen.“

Timo Glock (Startnummer 22, BMW Team MTEK, Platz 11): „Das war insgesamt ein gutes Qualifying für mich. Ich bin zum ersten Mal in Brands Hatch, und der Kurs ist eine Herausforderung. Aber es macht mir großen Spaß, hier zu fahren. In Q1 war ich ziemlich schnell unterwegs und war Vierter. Auch im zweiten Abschnitt hat die Pace gestimmt. Jetzt konzentriere ich mich voll auf das Rennen morgen. Ich will noch ein paar Plätze weiter nach vorn, obwohl das auf diesem Kurs natürlich nicht einfach wird.“

Dirk Werner (Startnummer 2, BMW Team Schnitzer, Platz 15): „Im zweiten Qualifying-Abschnitt bin ich einfach nicht auf die Zeiten gekommen, die ich zum Weiterkommen gebraucht hätte. Die Abstände auf dieser Strecke sind sehr gering. Und wenn man dann keine perfekte Runde hinbekommt, dann wird es eng. Gerade nach Platz fünf im ersten Abschnitt des Qualifyings bin ich jetzt natürlich enttäuscht. Mal sehen, ob mir auch hier eine ähnliche Aufholjagd wie in Hockenheim gelingt. Zumindest werde ich dafür alles geben.“

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