Rallycross: Prodrive baut MINI RX, mehr Leistung bei weniger Gewicht

Motorsport | 28.04.2013 von 2

Trotz der keineswegs durchweg positiven Erfahrungen mit MINI hat man bei Prodrive die Lust auf die britischen Kleinwagen offenbar noch nicht endgültig verloren. Als Ergänzung …

Trotz der keineswegs durchweg positiven Erfahrungen mit MINI hat man bei Prodrive die Lust auf die britischen Kleinwagen offenbar noch nicht endgültig verloren. Als Ergänzung zum laufenden Motorsport-Programm wurde nun mit der Entwicklung des MINI RX begonnen, der bei Rallycross-Meisterschaften und den X Games zum Einsatz kommen soll. Am Steuer wird der erfahrene britische Rallycross-Pilot Liam Doran sitzen, der sich kürzlich schon einen ersten Eindruck vom Fahrzeug verschaffen konnte.

In der Regel wird Rallycross auf Strecken gefahren, die sowohl einen Asphalt- als auch einen Schotter-Anteil haben. Mangels entsprechender Strecken ist das Vorhandensein der verschiedenen Untergründe in Deutschland nicht zwingend vorgeschrieben.

MINI-RX-Rallycross-2013-Prodrive-X-Games

Als Sponsor für den MINI John Cooper Works RX konnte Prodrive den Energydrink-Hersteller Monster gewinnen, der auch das Dakar-Engagement des Teams X-Raid unterstützt. Seinen ersten öffentlichen Auftritt wird der MINI RX am 18. und 19. Mai bei den X Games in Barcelona feiern, Ende Juni folgt die Deutschland-Premiere bei den X Games München.

Technisch basiert der MINI RX auf dem MINI WRC für die Rallye-Weltmeisterschaft, allerdings sind einige tiefgreifende Veränderungen notwendig, um im Rallycross-Sport konkurrenzfähig zu sein. Der Luft-Restriktor für den 1,6 Liter großen Turbo-Vierzylinder misst in der WRC 33 Millimeter, darf bei Rallycross-Veranstaltungen aber 45 Millimeter Durchmesser aufweisen und ermöglicht so eine deutlich bessere Luftzufuhr.

Selbst ohne mechanische Änderungen im Motor-Inneren bringt der größere Air-Restriktor eine Mehrleistung von etwa 20 Prozent, weitere 15 bis 20 Prozent will Prodrive in einem zweiten Schritt aus dem Motor herausholen. Da der Motor nur 1,6 Liter Hubraum hat, darf der MINI RX im Vergleich mit der 2-Liter-Konkurrenz 90 Kilogramm leichter an den Start gehen – unterm Strich verbleiben so trotz deutlicher Mehrleistung 140 Kilogramm weniger als beim MINI WRC.

Das Gewicht kann auch deshalb relativ einfach eingespart werden, weil beim Rallycross kein Beifahrersitz, keine entsprechende Verkabelung, kein Werkzeug und auch kein Ersatzrad benötigt werden. In einem zweiten Schritt wird Prodrive den MINI RX mit einer Carbon-Außenhaut versehen, was zusätzlichen Spielraum beim Gewicht bringt.

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