Vorschau: Neue Regeln bringen DRS und Options-Reifen in die DTM 2013

Motorsport | 11.04.2013 von 1

Was der Formel 1 im kommenden Jahr blüht, darf am Beispiel von BMW M3 DTM, Audi RS5 & Co. schon in der DTM-Saison 2013 beobachtet …

Was der Formel 1 im kommenden Jahr blüht, darf am Beispiel von BMW M3 DTM, Audi RS5 & Co. schon in der DTM-Saison 2013 beobachtet werden: Viele neue Regeln sollen frischen Wind in die Serie bringen und Teams und Fahrern neue Aufgaben stellen. Während sich in der Formel 1 auch Optik und Motoren ändern, geht es in der DTM zumindest auf den ersten Blick etwas behutsamer zu.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber, dass auch BMW Motorsport, Audi und Mercedes mit vielen neuen taktischen Elementen in Kontakt kommen werden, von denen sich zwei in den Vordergrund drängen werden: Der verstellbare Heckflügel und der vorgeschriebene Einsatz von zwei verschiedenen Reifenmischungen werden die Rennverläufe gravierend beeinflussen.

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Der verstellbare DRS-Heckflügel soll Überholmanöver in der DTM 2013 erleichtern, indem der Flügel auf Knopfdruck um 15 Grad flacher gestellt wird. Dank des reduzierten Luftwiderstands steigt die Spitzengeschwindigkeit am Ende von langen Geraden um 5 bis 7 km/h, was mehr Angriffe in der Anbremszone erlaubt. Aktiviert werden darf das DTM-DRS nur, wenn der Fahrer den Abstand auf seinen Vordermann beim Überqueren der Ziellinie auf unter zwei Sekunden reduziert hat. In der folgenden Runde darf der Flügel einmalig verstellt werden. Nicht erlaubt ist der Einsatz in den ersten drei Runden nach dem Start oder dem Re-Start im Anschluss an eine Safety Car-Phase sowie in den letzten drei Runden eines Rennens.

Ebenfalls aus der Formel 1 bekannt sind die sogenannten Option-Reifen: Hankook wird zur DTM 2013 stets mit zwei sehr verschiedenen Reifenmischungen an den Start gehen, wobei jeder Fahrer beide Varianten im Lauf des Rennens einsetzen muss. Der Option-Reifen ist an einer gelben Markierung auf der Reifenflanke klar zu erkennen. Seine weichere Gummimischung soll einen Vorteil von 1,0 bis 1,5 Sekunden pro Runde bringen, allerdings ist die Haltbarkeit dieser Reifen stark eingeschränkt. In den ersten und letzten drei Runden darf der Reifenwechsel nicht vorgenommen werden.

Neben diesen zentralen Neuerungen gibt es noch weitere Reglement-Änderungen zur Saison 2013:

  • Wie bisher müssen im Rennen zwei Boxenstopps absolviert werden, ein Boxenstoppfenster gibt es allerdings nicht mehr. Einzige Einschränkung ist, dass in den ersten und letzten drei Runden kein Wechsel von oder auf Options-Reifen erlaubt ist
  • Das Qualifying wird auch weiterhin in vier Abschnitten ausgetragen, allerdings dürfen die vier schnellsten Fahrer im letzten Abschnitt einen frischen Satz Reifen für den Kampf um die Pole Position verwenden
  • Direkt nach dem Qualifying muss jeder Fahrer entscheiden, ob er das Rennen auf dem Standard- oder dem für kurze Zeit deutlich schnelleren Options-Reifen beginnen möchte
  • Zwischen Qualifying und Rennen unterliegen die DTM-Boliden in der Saison 2013 einer strengen Parc-fermé-Regelungen, die nur noch wenige Änderungen an den Fahrzeugen erlaubt. Sollten andere als die erlaubten Modifikationen notwendig sein, kann der Fahrer beispielsweise mit einem Start aus der Boxengasse bestraft werden
  • Das Qualifying wird in aller Regel am Samstag um 14:40 starten, die Rennen beginnen um 13:30. Das Warm Up vor dem Rennen sowie das Freie Training am Freitag entfallen, weshalb vor dem Qualifying nur 90 Minuten zum Erfahren eines optimalen Setups zur Verfügung stehen

(Bilder: BMW Motorsport / Infos: DTM.com)

One response to “Vorschau: Neue Regeln bringen DRS und Options-Reifen in die DTM 2013”

  1. […] den Fahrern aus dem Vorjahr auch Marco Wittmann und Timo Glock für BMW antreten. Über das neue DTM-Reglement 2013 hatten wir bereits an anderer Stelle ausführlich […]

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