Weil die BMW Group den Fokus auf der IAA 2013 ganz auf die neuen Modelle BMW i3 und i8 legt, müssen sich die Fans der Marke MINI bis zur Vorstellung des neuen Hatchback noch etwas länger gedulden. Da der MINI F56 aber schon im ersten Quartal 2014 in den Handel kommt, werden wir den kleinen Briten mit bayerischen Wurzeln trotzdem noch in diesem Jahr zu Gesicht bekommen.

Dass der MINI Cooper S F56 zumindest am Heck der seit Jahren gewohnten Optik treu bleibt und mit zwei mittig platzierten Endrohren kommt, ist auf aktuellen Erlkönig-Bildern unübersehbar. Interessant sind auch kleine Luftauslässe vor den Vorderrädern, die auf eine Art Air Curtain hinweisen könnten.

MINI-F56-2014-Erlkoenig-Innenraum-02

Wie unsere Erlkönig-Bilder von Tesladrivers.Blogspot.com deutlich zeigen, wird der neue MINI F56 trotz seiner technischen Nähe zu den kommenden Fronttrieblern von BMW einen eigenständigen Innenraum bekommen – so bleibt unter anderem die runde Anzeige hinter dem Lenkrad erhalten, allerdings mit einer Geschwindigkeitsanzeige statt dem Drehzahlmesser. Der klassische Center-Speedo in der Mitte des Armaturenbretts beherbergt nur noch die Radio-, Navigations- und Infotainment-Technik und wird nicht mehr als überdimensionale Geschwindigkeitsanzeige genutzt, das Licht wird künftig wie bei BMW mit Hilfe eines Lichtschaltzentrums vor dem linken Knie des Fahrers gesteuert.

MINI-Fans müssen sich außerdem mit dem Gedanken anfreunden, dass ihre kleine Ikone bereits zum Marktstart Anfang 2014 als gewöhnlicher Fünftürer angeboten wird – ganz ohne individuelle Note wie im Fall des MINI Clubman, sondern als ganz gewöhnlicher Fünftürer. Das ist praktisch und kosteneffizient, aber es bringt die Marke auch ein weiteres Stück an den Mainstream heran, von dem sie sich in der Vergangenheit häufig ein Stück abzusetzen versuchte.

Unterm Blech des Kleinwagens werden erstmals unter BMW-Regie auch Dreizylinder-Motoren arbeiten, um die Vorderräder der Einstiegs-Benziner MINI One und MINI Cooper mit knapp unter 100 und rund 130 PS anzutreiben. Auch eine Fortsetzung der schwächeren One-Ausbaustufe mit derzeit 75 PS ist wahrscheinlich. Die stärkeren Modelle Cooper S und John Cooper Works sowie die Selbstzünder setzen nach aktuellem Stand weiterhin auf vier Brennkammern, dürften aber jeweils etwas mehr Leistung bieten als in der aktuellen Generation R56.

Da sich die Plattform des F56 grundsätzlich auch für Allradantrieb eignet und den stärkeren Varianten des MINI Traktionsprobleme an der Vorderachse nicht völlig fremd sind, ist eine solche Antriebslösung zumindest als Option denkbar. In jedem Fall dürften die technisch ähnlichen BMW-Modelle optional mit vier angetriebenen Rädern erhältlich sein, bei MINI bleibt eine entsprechende Entscheidung noch abzuwarten.

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