Effiziente Dynamik: BMW trotz mehr Leistung sparsamer als Wettbewerb

News | 18.02.2013 von 12

Zur Definition von Premium gehört für viele Autobauer und deren Kunden längst auch das Thema Effizienz, denn mehr als genug Leistung und ausreichend Komfort bekommt …

Zur Definition von Premium gehört für viele Autobauer und deren Kunden längst auch das Thema Effizienz, denn mehr als genug Leistung und ausreichend Komfort bekommt man heutzutage bei zahlreichen Herstellern. Ein besonders “grünes” Image hat sich in den letzten Jahren die BMW Group erarbeitet, was sie unter anderem dem prägnant benannten Programm BMW EfficientDynamics verdankt.

Wie der Name schon sagt, ist es das große Ziel dieses Maßnahmenpakets, den Kunden mehr Effizienz und entsprechend niedrige Verbräuche bei mindestens gleichbleibender Dynamik bieten zu können. Wie die Statistik des Kraftfahrtbundesamts für die 2012 neu zugelassenen Pkw zeigt, konnte die BMW Group diesen Anspruch erneut auch mit Fakten untermauern.

BMW-Effizienz-2012-Vergleich-Audi-Mercedes-Leistung-Flotten-Verbrauch-co2

Im Durchschnitt kamen die 2012 in Deutschland verkauften Fahrzeuge der Marken BMW und MINI auf einen CO2-Ausstoß von 143 Gramm pro Kilometer, was in Kombination mit der durchschnittlichen Motorleistung von 138 kW (188 PS) einen Bestwert darstellt. Zwar bleiben auf Kleinwagen spezialisierte Hersteller wie PSA mit einem Schnitt von 133 Gramm CO2 pro Kilometer unter den durchschnittlichen Emissionen, die Fahrzeuge von Peugeot-Citroen verfügen im Schnitt aber auch nur über 84 kW.

Daimler lag mit seinen Pkw-Marken Mercedes und Smart bei 148 Gramm CO2 pro Kilometer und einer Durchschnitts-Leistung von 123 kW (167 PS), Audi kam bei durchschnittlich 132 kW (180 PS) auf einen ebenfalls guten CO2-Wert von 144 Gramm pro Kilometer.

Mit kommenden Modellen wie dem ab November 2013 erhältlichen BMW i3 und auch dem ab Anfang 2014 im Handel befindlichen Hybrid-Sportwagen BMW i8 wird die BMW Group ihre durchschnittlichen Verbrauchswerte und CO2-Emissionen weiter senken. Effiziente Motoren wie die ab 2014 verbauten BMW-Dreizylinder mit Turbo-Aufladung werden ebenfalls ihren Teil zur weiteren Reduzierung beitragen.

Bereits heute kann die BMW Group in Europa auf eine Senkung der CO2-Emissionen um über 30 Prozent seit dem Jahr 1995 zurückblicken. Acht in Folge errungene Auszeichnungen als nachhaltigster Automobilhersteller der Welt beim Dow Jones Sustainability Index sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

BMW-Effizienz-2012-Vergleich-Audi-Mercedes-Leistung-Flotten-Verbrauch-CO2-Tabelle

  • Bernd

    Also Audi überrascht mich etwas. Mehr PS im Schnitt als Mercedes und dennoch sparsamer. Eigentlich habe ich gedacht, dass Mercedes den höchsten PS Durchschnitt hat und nicht BMW. Interessantes Ergebnis!

    • der_ardt

      Mercedes selbst hat mehr Leistung als BMW bei niedrigerem Vebrauch. Smart schneidet da eben ziemlich mies ab. Ist aber logisch, weil der Smart-Fahrer den winzigen Motor ja permanent treten muss um überhaupt vom Fleck zu kommen.

      • aus der Versenkung

        Ich verstehe nicht, wie Du zu DIESER Schlussfolgerung kommst, die Mercedes-Flotte allein käme durchschnittlich auf mehr Leistung als der BMW-Flottenverbrauch – und das auch noch bei niederigerem Verbrauch als BMW.
        Die Tabelle sagt gerade etwas ganz anderes! – nämlich genau das Gegenteil!!
        .
        >> Mercedes allein – 14 kW ggü. BMW allein (130 zu 144)
        >> Mercedes allein + 8 g CO2 ggü. BMW allein (153 zu 145)
        .
        ALSO:
        > > > BMW-Fahrzeuge im Schnitt 5,2 % WENIGER CO2-Ausstoss als Mercedes-Fahrzeuge
        > > > U N D gleichzeitig !! 10,8 % HÖHERE Motorleistung!
        .
        Interessant:
        die bei beiden Herstellern mutmasslich meistverkauften Motoren – der BMW 2.0 D (mit 184 PS) – und der 220 CDI (mit 170 PS) differieren in der Leistung um 10 kW
        . . . und damit erklären sich schon weitestgehend die durchschnittlich bei BMW “mehr” georderten 14 kW, aber nicht vollends . . .
        Denn:
        . . . selbst über diesen x20d-220cdi-Effekt hinaus werden bei BMW dennoch tendenziell stärkere Motorleistungen (weitere 4 kW Differenz) geordert als bei Mercedes
        .
        > also noch mehr Brot-Und-Butter-Motorisierungen bei Mercedes? – ja!
        .
        P.S.
        Mercedes hat sich – vor rd. 2 Jahren – in öffentlich gemachten Verlautbarungen gegen den 3-Zylinder entscheiden.
        Beim Mercedes-Partner Renault hingegen hat der 3-Zylinder bereits Einzug gehalten.
        .
        Bei Audi hingegen liessen – vor wenigen Wochen – auffallend positive Äusserungen zum 3-Zylinder-Konzept aufhorchen . . . was im Übrigen etwas gegensätzlich zum kleinen, noch jungen – also derzeit favorisierten – 1.2-l-4-!!-Zyl.-TSI der VAG steht

        • der_ardt

          ganz einfach: Ich hab mich verlesen, sorry!
          Danke für deine Antwort, bin natürlich deiner Meinung!

  • Kr1s

    Ohne die Leistung von BMW schmälern zu wollen müsste es doch eher heißen “wegen mehr Leistung sparsamer als Wettbewerb”.

    Das Verhältnis ist bei höherer Leistung einfach günstiger.

    Hier mal ein paar Beispiele:
    RR Ghost: 327g / 420kW = 0,779
    Bentley Continental GT Speed: 338g / 460kW = 0,735
    Ferrari FF: 360g / 485kW = 0,742
    Lamborghini Aventador: 398g / 515kW = 0,773

    … sind alle besser als BMW *ggg* ;)

    Chris

    • Pezer

      Du hast hier aber leider nen Denkfehler drin ;) während ich den Aventador nur mit 1 Motorisierung bekomme, habe ich als Kunde beim 3er eine breite Auswahl. Würde beispielsweise die Mehrheit einen 316d nehmen, wäre auch die durchschnittliche Leistung geringer. Nur weil viele eben stärkere Motoren wählen, kann man Bmw da kein Vorwurf machen. Würde Renault vorwiegend Clio RS und Megane RS verkaufen, sähe die Statistik auch anders aus

    • lulesi

      Vielen Dank, das Du die Zusammenhänge aufzeigst. Es ist genau wie Du sagst. Fahrzeuge mit starken Motoren werden bei dieser Auswertung massiv bevorzugt. Der Hintergrund liegt darin, dass der Verbrauch immer mit geringem PS-Einsatz gemessen werden. Außerdem bevorzugt die Messmethode Automatikgetriebe.

  • LukeCrouch

    Falsch. Es ist nämlich nicht nur das Verhältnis Leistung/Abgaswerte
    besser! BMW hat bei höherer Leistung bessere Abgaswerte und das ist eine
    Leistung.

  • jerryre89

    Den ganzen Theoretischen Zahlen zum Trotz, verbraucht ein 520d wenn man ihn “sportlich” fährt, (was für mich nicht gleich bedeutet das ich durch die Stadt rase, sondern auch das man auf der Autobahn >= 180 fährt, was ich persönlich als eine angenehme Reisegeschwindigkeit empfinde) mehr als ein 530d unter gleichen Bedingungen.
    Der EU-Zyklus kann das auf Grund seiner Beschaffenheit nicht abbilden, hier quasi nur die “ökologische” Fahrweise. Aber jeder der mal den Vergleich unter sonst ähnlichen Bedingungen hatte, wird merken wie der 6 Zylinder am Ende Spritsparender unterwegs ist, als der 4 Zylinder.
    Gleiches gilt auch für die 3er Reihe.
    Meine eigene Feststellung ist dementsprechend, auf dem Papier sparsamer, in der Realität ist das Gegenteil der Fall.

    Wie der 3 Zylinder sich in dieser Disziplin schlägt bleibt abzuwarten. Ich persönlich würde vermuten, dass Beispielsweise ein aktueller Cooper D weniger verbrauchen wird, als ein neuer Cooper D mit 3 Zylindern (eine spritzigere Fahrweise – dies ist ja gerade das was einen Mini ausmacht – vorrausgesetzt).

    • qwer123

      Deine Aussage hat dann aber klar einen Denkfehler, denn auch wenn die größeren Motoren bei höherem Tempo gleich viel verbrauchen wie die kleinen. Verbrauchen die kleinen Motoren bei niedrigen Tempo dafür weniger als die Großen…
      Bei den Dieseln geht da deine Rechnung nicht auf, das du den N55 aber fast mit dem Verbrauch vom N20 vergleichen kannst, das schon :)

      • jerryre89

        Tatsächlich verbrauchen sie nicht gleich viel, sondern sogar weniger ;)
        Ich möchte auch keinesfalls eine Behauptung aufstellen, sondern beziehe mich auf selbst gemachte Erfahrungen ;) Von einem Denkfehler kann hier also nicht die Rede sein.
        Das die kleiner Motoren bei niedrigen Geschwindkeiten weniger verbrauchen gilt im Übrigen nur für eine moderate Drehzahl. Fährt man die Gänge weiter aus (die angesprochene flotte Fahrweise), kann der Verbrauch eines 6 Zylinders mehr als nur mit dem eines 4 Zylinder mithalten. Das alles bezieht sich lediglich auf meine eigenen Erfahungen sowohl mit der vorherigen, als auch der jetzigen Motorengeneration, aus welchen sich meine Kritik am EU-Zyklus ableitet.

        • qwer123

          Deine “flotte” Fahrweise ist aber keine Referenz dazu.
          Außerdem stimmt die Aussage nur zum Vergleich N20 zu N55, wessen Verbrauchsunterschied bei flotter fahrweise wirklich zu gunsten des N55 ausgeht.
          Einen N57OL oder Top wirst du aber nicht an den Verbrauch eines N47 heranbringen, außer du vergleichst hier ständig Geschwindigkeiten die ständig über 160kmh liegen, denn ansonsten ist der N47 klar sparsamer, kommt aber auch noch auf die Baureihe an, je größer der CW-Wert des Fzg. desto eher spielt es den großen Motoren entgegen.
          das der EU-Zyklus schrott ist dürfte bereits jedem klar sein.
          Für mich gehört ein 100km Testverfahren her mit Kaltstart bei einer def. Außentemp. Dabei die ersten Km Stadtverkehr und dann gemischt mit Überland u AB. Licht auf Automatik, Klima auf Automatik.

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