Nun auch offiziell: BMW und Toyota starten Brennstoffzellen-Kooperation

News | 24.01.2013 von 12

Wie von uns bereits angekündigt, haben die BMW Group und die Toyota Motor Cooperation heute eine weitere Vereinbarung zur strategischen Kooperation auf dem Gebiet der …

Wie von uns bereits angekündigt, haben die BMW Group und die Toyota Motor Cooperation heute eine weitere Vereinbarung zur strategischen Kooperation auf dem Gebiet der nachhaltigen Mobilität beschlossen. Der neue Vertrag geht weit über die schon vor Monaten beschlossene Lieferung von BMW-Dieselmotoren für Toyota hinaus.

Konkret befasst sich der Vertrag mit der gemeinsamen Entwicklung von Brennstoffzellen für den Einsatz im Automobil, der gemeinsamen Forschung und Entwicklung von Leichtbau-Technologien sowie mit der Architektur und den Komponenten eines neuen Sportwagens.

BMW-Toyota-Brennstoffzelle-Kooperation-2013

1. Brennstoffzelle

  • Aus Sicht der beiden Unternehmen ist die Brennstoffzellen-Technologie eine wesentliche Voraussetzung, um Null Emissionen zu erreichen. Die BMW Group und TMC werden gemeinsam ein grundlegendes Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem entwickeln, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst. Die Entwicklung soll 2020 abgeschlossen sein.
  • Beide Unternehmen werden für die Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur gemeinsame Codes und Standards entwickeln, die für die weitere Verbreitung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Technologie erforderlich sind.

2. Sportwagen

  • Beide Unternehmen haben sich darauf verständigt, bis Ende 2013 eine Machbarkeitsstudie zu einer gemeinsamen Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen durchzuführen. Die Unternehmen streben an, ihre jeweiligen Technologien und Fertigkeiten auf hohem Niveau abzustimmen, um den jeweiligen Kunden die bestmögliche Lösung anbieten zu können. Beide Unternehmen beabsichtigen, im Bereich der Sportwagen-Entwicklung weiterhin zusammenzuarbeiten.

3. Leichtbau-Technologie

  • Die Unternehmen werden gemeinsam Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau unter Verwendung neuester Materialien, wie z.B. Verbundwerkstoffe, entwickeln. Diese Technologien sollen bei der gemeinsamen Entwicklung der Sportwagen-Plattform sowie in anderen Fahrzeugen von BMW und TMC zum Einsatz kommen.

4. Post-Lithium Batterie-Technologie

  • Die Unternehmen beginnen ihre gemeinsame Forschung mit dem Ziel, eine Lithium-Air Batterie zu entwickeln, deren Energiedichte weit über der der aktuellen Lithium-Ionen Batterien liegt.

Norbert Reithofer (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): „Toyota und die BMW Group teilen mit Blick auf die nachhaltige Mobilität der Zukunft die gleiche strategische Vision. Die gesamte Automobilindustrie steht angesichts des anstehenden technologischen Umbruchs vor großen Herausforderungen, die wir zugleich auch als Chance sehen. Diese Kooperation ist ein wichtiger Baustein, um beide Unternehmen auch in Zukunft auf Erfolgskurs zu halten.“

Akio Toyoda (Präsident TMC): „Seit der Unterzeichnung unserer Absichtserklärung ist erst ein gutes Jahr vergangen, und seitdem machen wir jeden Tag weitere Fortschritte. Bald werden wir die Früchte dieser Zusammenarbeit ernten. Wir gewinnen aus unserer gemeinsamen Entwicklung wichtige Erkenntnisse und arbeiten weiterhin hart an unserem gemeinsamen Ziel: immer bessere Autos zu bauen.“

(Infos & Foto: BMW)

  • http://twitter.com/KlemensL pimpmy911

    puh – na ob Lithium Luft um soviel besser ist als Lithtium Ionen? ich bin gespannt…

    • Raudi

      Luft (Sauerstoff) ist ein sehr guter Energieträger, wiegt nix, kostet nix.

  • Hans

    Wo liegt dein Problem?

  • Lauerput

    Das beste aus zwei Welten!

  • EnjaX

    Gut das die was zusammen entwickeln! Dann hat Audi wieder was zum nachbauen!

    • Locke

      Das hat Audi gar nicht nötig.
      Denn die sind in die Volkswagen-Konzernforschung mit eingebunden, die ja bekanntlich den ersten seriennahen Brennstoffzellenversuchträger schon 1996 auf die Straße gebracht haben.
      Es wird wohl eher so aussehen, als ob Toyota BMW erlauben wird, Brennstoffzellentechnologie in Lizenz von den Japanern zu beziehen.
      Genau das steht auch im obigen Artikel, da ist nichts von der Entwicklung einer gemeinsamen Brennstoffzellentechnologie gesagt, sondern nur von einem brennstoffzellenbasierten Fahrzeugkonzept.

      Und an der Forschung von Werkstoffechnik für Leichtbau oder neuen Batterien (ithium-sulfur oder lithium-air sind andere Hersteller ebenfalls schon längst dran.
      Die Batterien dürften aber erst in ca. 10 Jahren marktreif sein.

      • Raudi

        Auch 1996 waren die Brennstoffzellen nicht seriennah.

        Viel zu schwer, unsicher und zu teuer. Außerdem war das Fahrverhalten unter aller Kanone.

        Und wenn ich mich nicht irre hat MB sogar den ersten Prototyp gebaut.

        Alles Marketinggewäsch was da mal wieder kommt.

        • Locke

          Seriennah meinte die voll nutzbare Karosserie eines damaligen Golf-Variant und die zwar damals noch schwächlichen aber durchaus auch im Alltag zu gebrauchenden Fahrleistungen.
          Und seriennah war auch der 4 Jahre darauf folgende Bora HyMotion (Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb), der sogar die Alpen überqueren konnte sowie der Bora Hy.Power mit Supercap-Kondesatoren.

          Dass BMW die Brennstoffzellentechnik verschlafen hat, findet nun aber in der Tat Ausdruck in Marketinggewäsch, siehe Reithofers Statement oben; 2 Wörter, die herausstechen: Vision und Nachhaltigkeit, also exakt die Marketingsprechblasen, die man auch sonst von BMW hört.
          Dagegen Herr Toyoda: fokussiert, zielorientiert und höflich.
          Muss man sich da wundern, dass Toyota in dieser Kooperation die stärkere Seite repräsentiert?

  • Bavaria330i

    “Ein Huhn kommt zum Schwein. “Was hältst du von einem Joint Venture? Das gibt Synergieeffekte und wir beide könnten viel mehr verdienen.”
    “Prima” sagt das Schwein. “Was wollen wir denn produzieren?”
    Das Huhn antwortet: “Ham and eggs, du lieferst den Speck und ich die Eier”
    Das Schwein ist entsetzt. “Dabei gehe ich drauf, und du machst Profit.”
    Das Huhn antwortet: “So ist das nun mal bei einem Joint Venture.”

    • Locke

      Fragt sich nur, wer das Schwein und wer hier das Huhn ist?^^

  • Pingback: Daimler: Kooperation mit Renault-Nissan und Ford für Brennstoffzelle()

  • BMW_550i

    Hallo lerry!

    Ich stimme zu! Freude am Japaner :D :D

    Grüße!!!

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