Brennstoffzelle: BMW und Toyota vor Erweiterung ihrer Kooperation?

Sonstiges | 23.01.2013 von 16

Bisher war im Zusammenhang mit der neuen Allianz zwischen der BMW Group und der Toyota Motor Cooperation nur von den Hybrid, Carbon und Diesel die …

Bisher war im Zusammenhang mit der neuen Allianz zwischen der BMW Group und der Toyota Motor Cooperation nur von den Hybrid, Carbon und Diesel die Rede, nun deutet sich offenbar ein Ausbau der Partnerschaft an. Wie die japanische Zeitung Nikkei berichtet, könnte noch in dieser Woche eine konkretere Verlautbarung zum Thema Brennstoffzelle erfolgen.

BMW selbst hat zwar in der Vergangenheit ebenfalls an einem BMW 1er mit Brennstoffzelle gearbeitet, von einem Serienfahrzeug war bisher aber nicht die Rede. Stimmen die Infos von Nikkei, könnte bis 2015 ein neues Konzeptfahrzeug von BMW mit Brennstoffzelle realisiert werden. Bis dahin will Toyota ein entsprechendes Auto zur Serienreife gebracht haben.

BMW-Toyota-Brennstoffzelle-Kooperation-2013

Welche Früchte die japanisch-deutsche Kooperation in den nächsten Jahren tragen wird, bleibt auf jeden Fall spannend zu beobachten – auch von einem gemeinsam entwickelten Sportwagen mit besonderem Anspruch an die Themen Nachhaltigkeit und Leichtbau war bereits die Rede. Im vergangenen Sommer äußerten sich die beiden Vorsitzenden der Unternehmen mit Blick auf die Kooperation wie folgt:

Norbert Reithofer (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): “Wir wollen unsere führende Position in nachhaltigen Zukunftstechnologien weiter stärken. Toyota und die BMW Group teilen die gleiche strategische Vision über eine nachhaltige individuelle Mobilität der Zukunft. Durch die Zusammenarbeit schaffen wir die Voraussetzung, damit beide Unternehmen in puncto Innovationen und Nachhaltigkeit auch in Zukunft in ihrem jeweiligen Segment führend sind.”

Akio Toyoda (Präsident der Toyota Motor Cooperation): “Sowohl BMW als auch Toyota wollen immer bessere Fahrzeuge bauen. Der gegenseitige Respekt füreinander zeigt sich auch darin, dass wir nur sechs Monate nach Unterzeichnung des ersten Abkommens nun den nächsten Schritt machen. Toyota ist stark bei umweltfreundlicher Hybrid-Technologie sowie im Bereich Brennstoffzelle. Die Stärke von BMW liegt nach meiner Überzeugung in der Entwicklung von Sportwagen. Ich bin voller Vorfreude bei dem Gedanken, welche Fahrzeuge aus dieser Zusammenarbeit entstehen werden.”

(Quelle: Nikkei via Finanznachrichten.de / Bilder: BMW)

  • Stratege

    Eine interessante Perspektive für BMW. Alle großen Automobilfirmen arbeiten offenbar intensiv an Brennstoffzellentechnologie, bis auf VW. In ein paar Jahren werden die ihre benzinfressenden Kisten vermutlich nicht mehr so leicht los werden.

    Merke: Man muss absatzmässig nicht die Nr. 1 sein, um künftig technologisch an der Spitze zu stehen. Für Audi heißt es dann: Nachsprung mit alter Technik.

    • http://www.grafix-center.de/ Thomas

      VAG wird das Schiff schon schaukeln. Die werden sich, wenn die Technik die Serienreife erreicht hat, einfach alles aufkaufen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist ;-)

    • Acer Deshojo

      Nichts anderes macht BMW gerade mit der Hybridtechnik bei Toyota. Denn wirklich gut sehen die Aktive Hybrid gegen die japanische Konkurrenz nicht aus.

      • http://www.grafix-center.de/ Thomas

        Nenn mir bitte doch mal diese Hybrid Fahrzeuge von denen zu sprichst …

        • Acer Deshojo

          Z.B. Infinityi M35H, der nicht nur mehr Leistung und besserer Fahrleistungen hat, sondern auch zwei Liter im Test weniger verbrauchte. Über die V8 Hybride bei BMW muss man glaube ich nichts sagen(wurden ja auch wieder eingestellt). Ansonsten wären da noch ein ganze Reihe von Lexus Hybriden (RX350H, LS600H) die mit ihren Antrieben die Nr. 1 sind.
          Dass BMW bei der aktuellen eigenen Hybridstuation auf das Know-How von Toyota angewiesen ist, liegt eigentlich auf der Hand. Toyota bekommt ja dafür die Dieseltechnik.

      • Der_Namenlose

        Wir wollen doch fair bleiben, Acer. Bei der Entwicklung der i-Reihe hat doch wohl Toyota nichts dazu beigetragen. Da hat BMW je nach Quelle bis zu zwei Milliarden investiert und der i3 kommt definitiv Ende des Jahres auf den Markt.
        Bei der i-Reihe hat BMW einen klaren Plan, den sie seit Jahren einfach durchziehen und es geht dabei um mehr als nur Batterien in ein Auto reinzustecken und sagen, wie haben ein E-Auto. Sie haben jahrelang Erfahrungen mit den Active-E-Minis und -1ern gesammelt. Das gewonnene Know-How fließt nun in die i-Reihe.
        Was hat der VW-Konzern aber gemacht? Den R8-E-Tron vor die Kameras geführt und ein Paar A1-E-Tron dazu, um zu sagen, wir sind dabei. Und nun? Was machen sie damit? R8 eingestellt, A2-E-Tron ebenfalls.
        Dass BMW sich technologisch mit Toyota austauscht, ist für beide Seiten von Vorteil. Die einen sind bei Brennstoffzelle ganz vorne, die anderen beim Einsatz von Kohlenstofffasern. Natürlich kommen die Aktive-Hybrids von BMW nicht an die Toyotas heran, wenn es um Verbrauchsminderung geht. Aber schlecht sind sie keineswegs und bekommen überall Lob. Und BMW selbst arbeitet auch seit Jahren an Wasserstoffantrieben.

        Der VW-Konzern ist bei den E-Fahrzeugen oder den alternativen Antrieben unbestritten hinter allen anderen großen Herstellern. Das ist fakt.

        Was Thomas sagt, ist schon richtig. VW wird bald irgendetwas aufkaufen (müssen).

        • Acer Deshojo

          Es geht mir doch gar nicht um die i Reihe. Es geht um die klassische Hybridtechnik und da hat Toyota ein Patent drauf und nur so wird BMW an diese bis jetzt ungeschlagene Technik herankommen. Die aktuellen dt. Hybride stnken immer noch gnadenlos gegen die Japaner ab. Ich weiß gerade auch gar nicht, warum du den etron aufführst oder den A2? Der hat doch gar nichts mit meiner Aussage zu tun?! Es geht lediglich um die Kooperation zwischen BMW und Toyota und dass es kein geheimnis ist, dass BMW auch an der Hybridtechnik interessiert ist.

          Zum Wasserstoffantrieb habe ich mich auch nicht geäußert.

          Mir ging es lediglich um die Aussage von “Stratege”. Nicht nur VW kauft sich Know How ein, sondern auch BMW und andere Hersteller und dass VW etwas aufkaufen wird, habe ich nicht bestritten ;-) Es wird aber so getan, als wenn BMW alles selber macht und niemnden braucht – was aber nicht stimmt.
          Und ich freu mich, dass sie den Wasserstoffantrieb weiter verfolgen. Es war ja in den letzten Jahren etwas ruhig bei diesem Thema(generell)

          Edit: http://www.zeit.de/auto/2012-06/bmw-toyota-kooperation

          da steht eigentlich alles wichtige drin(was ja auch schon auf BT diskutiert wurde)

          • Der_Namenlose

            Es ging nicht um das was Du direkt geschrieben hast, sondern um den Eindruck, den Deine Aussage hinterlassen hat und zwar im Kontext Deiner Antwort auf Strateges Beitrag. Der bei mir angekommene Kern Deiner Aussage war, BMW habe ähnlich zu VW nichts auf die Beine gestellt und holt sich das Know-How auswärts. Und dem ist es definitiv nicht so. Und deswegen auch meine Aufzählung und der Vergleich mit dem VW-Konzern.
            Denn nur wenn man alle Aktivitäten von BMW als Ganzes betrachtet, sieht man, dass BMW zu den Konzernen gehört, die eine klare Strategie im Bereich der Elektromobilität haben und verfolgen und inzwischen sogar ganz vorne dabei.

            Die Kooperation mit Toyota erfolgt auf absoluter Augenhöhe. Jede Seite gibt und nimmt. Jeder liegt in bestimmten Bereichen Vorne. Denn eines kann man voraussetzen: Toyota gibt kein Know-How an einen Konkurrenten weiter, wenn im Gegenzug nichts entsprechendes zurückkommt. Ansonsten würde Toyota seiner eigenen Premiummarke einen Bärendienst erweisen. Zu glauben, BMW würde hauptsächlich davon profitieren, ist zu kurz gegriffen.

            Daher geht es aus meiner Sicht bei dieser Kooperation vorrangig nicht um den Erwerb von Fremd-Know-How, sondern tatsächlich um gegenseitigen Nutzen. Und natürlich um eine strategische Allianz gegen VW.

            • http://www.grafix-center.de/ Thomas

              Das würde ich doch glatt unterschreiben. Vor allem wenn wir uns auf die Hybridtechnik der Zukunft konzentrieren. BMW entwickelt schon seit Jahren seriös eine Submarke die ihres gleichen sucht. Japan ist vorne, keine Frage, aber nicht in dem Maß welches einem ständig kommuniziert wird.

          • http://www.grafix-center.de/ Thomas

            Wenn ich LS600H und ActiveHybrid7(V8) vergleiche und aus allen gefundenen Werten(ohne Hersteller Werte) den Durchschnitt nehme, dann sind beide in etwa gleich auf was den Verbrauch angeht, der BMW ist sogar leicht vorn. Bei den Fahrleistungen distanziert der AH7 den LS ebenfalls.

            Von gnadelos abstinken kann hier überhaupt keine Rede sein …

            Und der VAG Konzern wird sich nicht nur die Technologie kaufen, die werden den ganzen Laden kaufen und alles was dran hängt.
            VW/Audi Stempel drauf und ab damit.
            Ist in meinen Augen schon ein Unterschied zu einer gesunden Kooperation, wo beide Partner sich gegenseitig ergänzen um Kosten zu sparen und Wissen zu teilen.

            • Acer Deshojo

              Nun, wenn man jetzt noch das Alter der Wagen berücksichtigt, relativiert sich deine Aussage auch wieder. ;-)

              Und im Test Infinity kann man schon vo Gnadenlos abstinken reden. Diverse Zeitungsberichte bekräftigen meine Aussage, dass BMW mehr davon profitieren wird als anders herum. Ich versteh die Aufregung nicht? Das wurde dohc auch schon hier diskutiert und ein Link habe ich weiter unten aufgeführt. Von einer gesunden Kooperation kann hier nicht wirklich die Rede sein. Für BMW wird sich die Hybridtechnik in den nächsten Jahren rechnen, bis der erste Wasserstoffwagen verkauft wird und in Serie geht – dauert es wohl noch viele Jahre.

              Aber wie gesagt, ich finde es sehr gut, dass das Wasserstoffprojekt wieder forciert wird. Es war sehr ruhig geworden(bei allen Herstellern)

    • Locke
  • qwer123

    So ein Quatsch zu schreibe, die Hybrid Modelle die ihr kennt haben mal gar nichts mit der Kooperation mit Toyota zu tun.

    Die ersten waren mit Daimler & GM entwickelt und die jetzigen Active Hybrid sind auch nicht mit Toyota entstanden.

    Und Toyota ist bei Brennstoffzellen sicher auch nicht “der” führende Hersteller, da hat Daimler mindestens das selbe auf die Beine gestellt.

    Die Active Hybrid soll man ja gar nicht als Sparmaschinen sehen, sonst hätte man Sie mit anderen Motoren gekoppelt…
    BMW hätte mit Daimler die Einkaufsgemeinschaft erweitern sollen und darüber hinaus gemeinsam Forschung & Entwicklung betreiben sollen, das wäre mal sinnvoll gewesen, da standen dann aber wohl wieder die EGOS der Manager im Weg.

    • Acer Deshojo

      Lies dir lieber noch mal meine Posts durch, denn nichts vom was du sagst, hat irgendjemand behauptet ;-)

  • EmmaLenker

    Toyota hat Angst vor VW und BMW sagen wir mal Respekt vor Audi (die haben in den letzten Jahren tatsächlich einige Autos verkauft)…

    Es profitieren doch beide Seiten, kurzfristig bei der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren (Diesel an Toyota), mittelfristig durch die Hybride (hier haben die Japaner einen kleinen Erfahrungsvorsprung und langfristig durch Elektroautos (egal ob Brennstoffzelle oder Akku)

    Ist doch legitim, dass man zusammenspannt. Die Zeiten sind leider vorbei als BMW gegen die großen im Geschäft alleine bestehen konnte, auch weil man am eigenen Anspruch gewachsen ist (in den 80ern dachte man noch nicht an Frontantrieb und viertürige Coupés)

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