Im Rahmen der Detroit Auto Show 2013 haben sich zwei Vorstandsmitglieder der BMW Group auch zu den Chancen der nächsten Monate geäußert und dabei einen grundsätzlich positiven Ausblick gewagt. Ian Robertson verkündete auf der NAIAS das Ziel, das Rekordjahr 2012 beim Absatz erneut zu überbieten und der schwierigen Bedingungen in Europa zum Trotz eine neue Bestmarke zu setzen. Dabei helfen sollen auch neue Modelle wie das BMW 4er Coupé, das in Detroit als seriennahe Studie zu sehen ist.

Noch einen Schritt weiter ging Entwicklungsvorstand Dr. Herbert Diess, der im Gespräch mit dem Deutschen Anleger Fernsehen auch ein stärkeres Wachstum im Vergleich mit den Wettbewerbern ankündigte.

Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG, Vertrieb und Marketing BMW): “Wir sind überzeugt, dass wir auf unserem größten Einzelmarkt USA auch 2013 auf Erfolgskurs bleiben. Hier und weltweit erweitern wir unser Fahrzeug-Portfolio um neue, attraktive Modelle, wie zum Beispiel das BMW M6 Gran Coupé und das BMW 4er Coupé.
Wir streben 2013 erneut einen Absatzzuwachs und damit eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen an, auch wenn die Rahmenbedingungen gerade in einigen europäischen Märkten weiterhin herausfordernd sind.
Wir rechnen 2013 in den USA mit einem Wachstum des Gesamtmarktes um etwa 5% auf insgesamt rund 15 Millionen Einheiten.”

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  • Stefan

    10% Wachstum wären ja dann zwei Millionen Fahrzeuge. Ein Wert, den ja der Wettbewerb aus der bayerischen Provinz und der Großstadt mit dem grünen OB als Devise für 2020 ausgegeben hat und die zwei Anwärter an BMW vorbeiziehen lassen sollte. Starke Ansage von BMW!

    • zander

      Verstehe nur Bahnhof. Kannst Du das mal unkomplizierter und “unverklausulierter” schreiben?

      Danke.

      • jerryre89

        :D

        • Stefan

          http://www.vorabs.de/?p=2131

          Hier äußert sich Stadler zu mehr als 2 Mio. Fahrzeugen in 2020 und will damit Nummer 1 werden. Wenn BMW dieses Jahr bereits 2 Mio. schafft, reichen natürlich 2 Mio. für Audi in 2020 keinesfalls!

      • Pro_Four

        ..was hast denn daran nicht verstanden??

  • nani1983

    15 Millionen Einheiten? Verstehe ich da jetzt was nicht?!

    • Stefan

      Der komplette USA Markt soll um 5% wachsen, das wären 15 Mio. in total für alle Hersteller.

  • Markus

    Die nächste Sprechblase zu den Themen “wie geben wir das letzte Bisschen Exklusivität auf und werden zum Massenhersteller” und “wir wollen stärker wachsen als die anderen”.
    Das Schlimme dabei, BT entblödet sich auch noch jeden, Furz der Presse- und Marketingfuzzis wortgetreu wiederzugeben.

  • Marc

    Traurig, die heutige Gesellschaft.
    Die ganze Welt ist nur auf Profit und die Marktherrschaft aus ohne Rücksicht auf Verluste.
    So ein Weltkonzern wie BMW macht Milliarden Gewinn pro Jahr, dieser wird natürlich an die Aktionäre und nur der kleinste Bruchteil an die eigenen Mitarbeiter ausbezahlt.

    Doch was ist mit der Infrastruktur?

    Die Ziele werden jährlich nach oben geschraubt, was durch die Verkäufe nicht erreicht werden kann, wird durch massive Einsparungen im eigenen Unternehmen erreicht.

    Meiner Meinung nach ist es der falsche Weg!
    Es kann nicht sein dass eigene Bürogebäude wegen Einsturzgefahr geräumt werden müssen weil kein Geld für Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten vorhanden ist da das Unternehmen strikten Sparkurs einhalten muss und gleichzeitig von Rekordumsätzen gesprochen wird.

    Traurig – bin gespannt was die Zukunft bringt…

    • der_ardt

      sollen sich alle darauf einigen, keine Fremdfirmen mehr zu übernehmen?! Solange das nicht der Fall ist, wird dieser arbeitnehmerfeindliche Kurs zum Schutz der Arbeitnehmer auf lange Sicht leider weiter von Nöten sein. Ohne Gewinne bekommt man keine Rücklagen und ohne Rücklagen sind keine finanziell gesicherten Investitionen möglich.
      Was wäre denn deiner Meinung nach der richtige Weg?

      • Locke

        Hallo und mit Verlaub, aber auf welchem Kongress von Investmentbankern und Unternehmensberatern hat man dir denn den Satz “…wird dieser arbeitnehmerfeindliche Kurs zum Schutz der Arbeitnehmer auf lange Sicht leider weiter von Nöten sein.” eingetrichtert?
        So kann doch nur jemand sprechen, der seinen gesunden Menschenverstand bereits an der Abendgarderobe abgegeben hat.
        Das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind nicht Maschinen oder prall gefüllte Kriegskassen, sondern die Mitabeiter.
        Nur Menschen können Wertschöpfung betreiben denn Maschinen planen und konstruieren keine andere Maschinen.
        Und angesichts von Milliardengewinnen, soll kein Geld da sein, um seine Mitarbeiter gerrecht zu entlohnen? Ich bitte dich, zufriedene Mitarbeiter sind erwiesenermaßen in aller Regel auch kreativer und produktiver.
        Dann wird sich hier hingestellt und davon gefaselt, dass man die Mitarbeiter pressen müsste, um höhere Gewinnen einfahren zu können.
        Gratulation, damit schwingen Sie im Gleichtakt mit kurzsichtigen Turbokapitalisten und Ausbeutermentalität.
        Wenn das für dich eine Perspektive für eine für alle lebenswerte Zukunft sein soll, dann gute Nacht.

        Fassungslose Grüße

        • der_ardt

          Interpretierst du mich absichtlich falsch?
          Ich erwidere das mal: Also lieber auf Liquididät pfeifen und die Arbeitnehmer gut auszahlen? Da will ich Beispiele für ähnlich erfolgreiche Automobilkonzerne die ihre Mitarbeiter gut bezahlen.
          Man kann seine Arbeitnehmer gut auszahlen, allerdings nur soweit man mit den Kosten konkurrenzfähig bleibt. Wenn man fünf Jahre gut auszahlt und dann den Betrieb einstellen muss, hilft das niemandem. Klar geht ein ungerechtfertigt großer Teil des Gewinns an die Aktionäre ab, aber auf deren Geld sind Firmen wie BMW nunmal angewiesen. Auf lange Sicht kann nur der Arbeitgeber gut zahlen, der auch gut situiert ist. Und BMW produziert -noch- nicht wie andere Hersteller in großem Umfang in Billiglohnländern (z.B. Gyor).

          • Locke

            Nein, ich habe dich nicht falsch interpretiert.
            Der Satz steht immer noch so da wie vorher und man kann nach wie vor glasklar nachlesen, dass dir das Wohl von Mitarbeitern nachrangig ist, wenn es um die Gewinmaximierung geht.

            Aber der “Schutz” der Arbeitnehmer wird in Zusammenhang mit drastischen Einschnitten und Sparmaßnahmen immer gerne bemüht wenn es um das Verharmlosen der Kluft zwischen Anspruch (heute sog. Nachhaltigkeit) und Wirklichkeit (exorbitante Gewinne und auf der anderen Seite zB. massiver Missbrauch von Leiharbeit) geht.
            Nachhaltigkeit… wenn ich solche Phrasen schon höre…

            Übrigens “ardt”, die Welt besteht nicht nur aus Schwarz und Weiß.
            Man kann trotz hohen Gewinns eine anständige Entlohnung der Mitarbeiter realisieren. Dass sich ein Betrieb seine Mitarbeiter auch leisten können sollte, setze ich mal als trivial voraus.

            Nehmen wir das Beispiel BMW und gehen wir mal von ca 100000 Mitarbeitern weltweit aus (auch BMW produziert in sog. Billiglohnländern wie Ägypten, Südafrika oder Thailand), die den Arbeitgeber durchschnittlich 3500€ kosten dann wären das Personalkosten iHv. 350 Mio. €. Das ist noch nicht einmal 1% des Umsatzes von 65 Mrd. € (genauer 0,54%).

            Und du stellst dich allen Ernstes hier hin, dem Unternehmen ginge es auch nur ein Gran schlechter, wenn es beispielsweise die Löhne um 3% erhöhen würde. Das nenne ich schon fast polemisch.

            Gewinne in Mrd-Höhe dienen weder dem Schutz der Mitarbeiter oder vom Mund abgesparten Investitionen, sondern zum größten Teil dem Shareholder-Value Gedanken, also in kürzester Zeit soviel Gewinn wie möglich.

            immer noch schockierte Grüße ob der Unglaublichkeit des von dir Gesagten

            • der_ardt

              Ich hab das absichtlich überspitzt formuliert, für mich gibts nicht nur schwarz und weiß ;-)

              Aber was du schreibst klingt interessant und ich werde mich da mal weiter informieren, danke für die Anregung in jedem Fall (das meine ich ernst)!

              Hast du Quellen?