Mit einem Doppelsieg hat das Monster Energy Team X-Raid am fünften Tag der Rallye Dakar 2013 seinen Anspruch auf die Spitzenplätze bei der härtesten Rallye der Welt unterstrichen. Während vor der Etappe die hinterradgetriebenen und stärker motorisierten Buggys als Favoriten betrachtet wurden, führte letztlich kein Weg am MINI ALL4 Racing und der Erfahrung von Nani Roma und Stéphane Peterhansel vorbei. Robby Gordon komplettierte im Hummer die heutige Top 3.

In der Gesamtwertung konnte Stéphane Peterhansel seinen Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah auf fast zehn Minuten ausbauen, auf dem dritten Rang folgt Nissan-Pilot Giniel de Villiers vor den MINIs von Leonid Novitskiy und Nani Roma. Auf zwei Rädern gab es heute wenig Grund zur Freude, denn der zweifache Tagessieger Joan Barreda verlor wegen technischer Probleme rund drei Stunden und muss seine Hoffnungen auf eine Top-Platzierung begraben. Immerhin landete Alessandro Botturi mit seiner Husqvarna heute auf dem vierten Rang.

Nani Roma: “Klar freue ich mich über den Tagessieg, aber mein großes Ziel ist Santiago und bis dahin liegt noch Einiges vor uns. Wir haben gerade den fünften Tag und in der Gesamtwertung geht es drunter und drüber.”

Stéphane Peterhansel: “Zu Beginn konnte ich Nasser nicht einholen, doch dann tauchte er plötzlich vor mir auf und ich wusste, dass ich einige Minuten gut gemacht hatte. Die Prüfung war anders als wir erwartet haben, aber sehr schön. Der erste Teil war schnell – dann ging es in die Berge und die Strecke wurde sehr kurvig. Besonders gefallen hat mir der Schluss entlang des Pazifiks.”

Leonid Novitskiy: “Die Strecke war sehr, sehr schnell und ähnelte schon sehr WRC-Passagen. Doch wir sind unseren Rhythmus gegangen, wie schon in den vergangenen Tagen. Ich bin zufrieden mit mir und dem Ergebnis.”

Sven Quandt (X-Raid-Teamchef): “Das war ein super Tag für uns. Dieses tolle Ergebnis hätte ich nicht erwartet. Die Strecke sah eher nach Buggy-Terrain aus. Aber das haben unsere Jungs sehr gut gemacht.”

Alessandro Botturi (Husqvarna Rallye Team by Speedbrain): „Ich wollte heute eigentlich ganz vor fahren, aber das Terrain war deutlich schwieriger als wir alle dachten. Also musste ich Gas rausnehmen und konnte kaum attackieren, denn der Fesch Fesch machte jeden Überholvorgang zum Risiko. Aber alles in allem hatte ich eine prima Etappe.“

Ergebnis Stage 5 (Top 5):

01. Roma/Perin (Mini) 1:49:40 Stunden
02. Peterhansel/Cottret (Mini) +1:23 Minuten
03. Gordon/Walch (Hummer) +1:41
04. De Villiers/von Zitzewitz (Toyota) +1:51
05. Sainz/Gottschalk (Buggy) +3:41

Gesamtwertung nach 5 von 14 Stages (Top 5):

01. Peterhansel/Cottret (Mini) 10:55:32 Stunden
02. Al-Attiyah/Cruz (Buggy) +9:54 Minuten
03. De Villiers/von Zitzewitz (Toyota) +33:50
04. Nowitskiy/Zhiltsow (Mini) +37:35
05. Roma/Perin (Mini) +37:43

(Bilder & Infos: X-Raid, Speedbrain)

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  • Acer Deshojo

    Ich kann mich noch an Eurosport errinnern, als dort viel häufiger über dieses Rennen berichtet wurde. Heute findet man kaum noch was zu Dakar. Schade eigentlich.

    • Dude

      Als VW noch mitgefahren ist, gab es auch ständig “Specials” bei Autobild, Auto Motor Sport und Co. Aber die Journaille ist ohne “besondere Anreize” halt sehr faul ;-)

      • Acer Deshojo

        Geht ja auch ums Fernsehen. Da wird ja seit einigen Jahren nichts mehr berichtet?! Komisch ist das schon. Oder die Quote war einfach zugering?!

        • der_ardt

          dafür gibts jetzt Dart-Weltmeisterschaften :-D