Mercedes-Chef Zetsche: Rückstand in China und bei Produktpalette

Sonstiges | 2.01.2013 von 13

Am Anfang des aktuellen Jahrtausends schien die Reihenfolge unter den deutschen Autobauern mehr oder weniger in Stein gemeißelt: Bei den Premium-Marken stand Mercedes-Benz an der …

Am Anfang des aktuellen Jahrtausends schien die Reihenfolge unter den deutschen Autobauern mehr oder weniger in Stein gemeißelt: Bei den Premium-Marken stand Mercedes-Benz an der Spitze, BMW folgte mit etwas Abstand und um Audi musste man sich in Stuttgart noch keine Sorgen machen. Mittlerweile hat die Ingolstädter VW-Tochter den ehemaligen Primus hinter sich gelassen, BMW hat die Schwaben schon vor einigen Jahren vom Thron der Premium-Anbieter verdrängt.

Im Gespräch mit der Börsen-Zeitung sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche nun erneut, bis zum Jahr 2020 wieder an der Spitze der Premium-Hersteller stehen zu wollen. Hierfür sollen der Rückstand in China verkürzt und die Produktpalette ausgebaut werden.

Der Mercedes-Manager gibt dabei unumwunden zu, mit den Zahlen auf dem Wachstumsmarkt China unzufrieden zu sein – kein Wunder angesichts der Tatsache, dass die Stuttgarter 2012 teilweise unter den Werten des Vorjahres blieben, während die bayerischen Wettbewerber zeitweise um mehr als 60 Prozent zulegen konnten. Eine neue Vertriebsstruktur soll Mercedes nun auch in China auf Kurs bringen.

Weiteren Rückstand hat Zetsche bei der Produktpalette ausgemacht, weshalb die Schwaben vor allem in der Kompaktklasse angreifen wollen. Neue Modelle wie die seit 2012 erhältliche A-Klasse, das kleine viertürige Coupé Mercedes CLA, dessen praktischer Ableger CLA Shooting Brake und ein SUV auf A-Klasse-Basis (GLA) sollen die Verkaufszahlen kräftig ankurbeln und Mercedes wieder zur größten Premiummarke der Automobilbranche machen.

Geht es nach Dieter Zetsche, muss der geplante Überholvorgang übrigens keineswegs bis zum Ende der laufenden Dekade dauern: Gerne würde er Mercedes noch unter seiner Führung an die Spitze bringen. Derzeit läuft sein Vertrag bis Ende 2013, eine Verlängerung um weitere drei Jahre gilt als relativ sicher.

(Bild: Mercedes)

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