Audi-Chef Stadler: BMW spätestens 2020 überholt, nicht nur beim Absatz

Sonstiges | 24.09.2012 von 26

Geht es nach Audi-Chef Dr. Rupert Stadler, ist es spätestens 2020 so weit: Audi hat die BMW Group beim Absatz überholt und darf sich als …

Geht es nach Audi-Chef Dr. Rupert Stadler, ist es spätestens 2020 so weit: Audi hat die BMW Group beim Absatz überholt und darf sich als weltweit größter Hersteller von Premium-Automobilen bezeichnen. Im ausführlichen Interview mit der Welt am Sonntag sagte Stadler aber auch, dass er damit längst nicht nur Verkaufszahlen meint: “Dabei geht es nicht nur um Volumen, sondern auch darum, wer technologischen Fortschritt definiert, das emotionalste Design hat, den besten Vertrieb und natürlich begeisterte Kunden.

Darauf, wie dieses Ziel konkret erreicht werden soll, geht Stadler in diesem Gespräch nicht ein, weil sich das Gespräch in erster Linie um die aktuelle Euro-Krise und die Rolle von Politikern dreht.

Interpretiert man Stadlers anders als von ihm vermutlich gewünscht, befindet sich Audi zumindest in manchen dieser Punkte noch nicht auf Augenhöhe mit BMW. Beim Absatz müssen sich die Ingolstädter schließlich kaum noch hinter den Münchnern verstecken, zumindest wenn man die Kleinwagen-Marke der BMW Group mit ihren jährlich über 250.000 Einheiten unter den Tisch fallen lässt: Im August lag Audi mit 108.100 Einheiten weltweit vor BMW mit 102.730 verkauften Fahrzeugen.

Den Platz an der Sonne will man aber nicht nur in München behaupten und in Ingolstadt erobern, auch der mittlerweile beim Absatz auf den dritten Rang abgerutschte Autobauer Mercedes will bis 2020 an der Spitze stehen und das Feld von hinten aufgerollt haben. Dazu sollen neben aggressiver Werbung auch frische Produkte beitragen, die gezielt neue Kundengruppen ansprechen und dem Stern ein dynamischeres Image verschaffen sollen.

In jedem Fall wird es spannend, den milliardenschweren Wettstreit der nächsten Jahre zu beobachten. Auch BMW wird mit Modellen wie dem Active Tourer, einem auf die Mercedes B-Klasse zielenden Kompakt-Van mit Frontantrieb, neue Kundengruppen ansprechen und sich breiter aufstellen.

Das komplette Interview mit Dr. Rupert Stadler gibt es direkt bei Welt.de.

(Bild: Audi / Zitat: Welt.de)

  • avs

    Gähn… der Ankündigungsstadler hat wieder zugeschlagen. Das Ziel wird wieder mal zeitlich weiter nach hinten versetzt. Einfach peinlich, sich ständig mit diesem Schwanzvergleich in der Öffentlichkeit zu positionieren. Aber Audi kann halt nichts anderes. Von der Wolfsburger Mutter dazu verdammt, den Münchnern alles nachzubauen. Ein trauriges Schicksal, eigentlich.

  • dabatzi

    Du triffst es auf den Punkt … Winterkorn und Pech verdammen Ingolstadt dazu, die Münchner um jeden Preis zu jagen. Geld genug haben sie ja, aber leider nicht die Ingenieure dazu. Siehe A3 und ihr “Connect” Angebot, das erst verspätet, wenn überhaupt im September auf den Markt kommt … BMW hat schon seit Jahren Connected Drive und Audi kommt jetzt erst langsam in die Puschen … Ankündigungsweltmeister halt … und Kopierweltmeister …

  • Tobee

    Naja, also meines Erachtens muss BMW schon etwas aufpassen. Die Materialanmutung der Oberflächen wirkt bei BMW mit Abstand am “billigsten”. Wenn Sie da ne lederähnliche, glatte Plastikoberfläche nehmen würden, wäre es bedeutend besser, als das jetzt bis zum 5er hoch verarbeitete Material das so “schuppig” ausschaut. Auch beim X5 habe ich das erst gesehen und da muss ich dann schon sagen – hat ein Premiumhersteller so etwas nötig??

    • guest

      Auch schon geblendet?

    • Thomas_01

      Die Materianmutung und Verarbeitung ist perfekt bei BMW. Es muss doch nicht jeder diese dämlichen Klickklackschalter und gleichen Oberfflächen wie Audi haben.

    • Designer

      Die etwas hochwertigere Innenanmutung ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Audi zur Mutter VW, die die Hauptkomponeten für die Audis liefert. Dazu das etwas bessere Design. Aber das waren schon die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale.
      Audi ist praktisch das teure Design-Upgrade für die VW-Fahrer.

      • Designer

        Ach, das Lichtfunzel-Design als Unterscheidungsmerkmal habe ich noch vergessen.

      • Centrino

        Was für ein oberflächlicher Blödsinn…

  • Dude

    Was der Stadler eigentlich mit “mehr verdienen”meint ist, dass Politiker und deren Gattinnen weiter ungestraft Schmiergeld und “Sachspenden” von VW annehmen dürfen sollen, damit der Zugriff auf das Geld der Steuergelder gewährleistet bleibt. Siehe Herr Wulff, billige Autos für die Gattin und Staatshilfen für die VW-Bank. Korruptes Pack.

  • werwiewaswieso@web.de

    Naja, man darf aber MINI nicht rauslassen in der Zählweise, sonst müsste man den A1 ja ebenfalls rauslassen.

  • Von Außen

    Der Mann schwätzt schon seit Jahren so daher. Damit will man überdecken, dass man im Premiumsegment lediglich an 3. Stelle liegt, wie eben schon seit Jahren. Stückzahl ist eben nicht maßgeblich, sondern nur der Umsatz, weil sich im Fahrzeugmix (=Umsatz) vor allem das Premium zeigt. Ziel ist ja nicht, möglichst viele Kleinwagen zu verkaufen, sondern möglichst viel hochwertige und damit automatisch umsatzintensive Fahrzeuge..
    Bezogen auf den Umsatz liegt Audi(44 Mrd.€ 2011) 24 Mrd. € hinter BMW (68 Mrd. E 2011) und 13 Mrd. € hinter Mercedes Car (57 Mrd.€). Und dabei ist noch nicht einmal herausgerechnet, das im Audi Umsatz der VW-Vertrieb Italien sowie den konzerninternen Motorenverkauf enthalten sind.Man macht halt einfach turnusmässig wieder Wind um zu sagen “Uns gibt es auch noch”.

  • Kickass

    Damals haben sich BMW und Mercedes (Hersteller wie Fans) auch immer gegenseitige gekappelt. Manchmal auch etwas rüde, aber nie so arrogant wie Audi und Stadler.
    Erstens ist es schon peinlich seit Jahren zu erzählen “wir überholen BMW” und dann wird es doch nichts, außer das Jahr wandert weiter in die Zukunft.
    Zweitens ist es wirklich ein hirnloser Schwanzvergleich der in erster Linie nur den offensichtlichen Minderwertigkeitskomplex gegenüber der Konkurrenz in Ingolstadt verdeutlicht.
    “wer technologischen Fortschritt definiert” – Kirmes-LED, Monstergrill und massig Chromzierblenden, ja toller Fortschritt.
    Audi Fortschritt wird immer daran haken, dass man Piechs VW-Bastelkasten angewiesen ist, inkl. dem Frontantrieb und dann braucht man Allrad um wenigstens etwas Oberklasse-Fahrniveau in ihre Autos zu bekommen.
    Dann lieber gleich eine anständige Konstruktion mit Standardantrieb. Fährt sich immer besser als eine technische Notlösung und das macht in meiner Hinsicht ein Oberklasse-Auto aus. Nicht, daß es danach aussieht und vielen elektronischen Schnick-Schnack an Board hat, sondern sich auch fährt wie eines.

  • Acer Deshojo

    Ich verstehe nicht warum diese Ankündigungen immer wieder gemacht
    werden. Soll man doch BMW den Absatzkönig sein lassen. Es gibt
    wichtigere Dinge als bedingungslosen Absatz ohne Rücksicht auf das
    Wesentliche. BMW zeigt eigentlich wie man es nicht machen sollte.
    Erfolgreich durch sportliche Limos baut man heute nur noch
    Geschäftswagen mit Diesel 2l Aggregaten. Zumal BMW auch ganz geschickt
    als Hersteller beim Mini eingetragen ist, wodurch der Vorsprung noch
    weiter ausgebaut wird.
    Wie sieht es mit der Steigerung der
    Privatzulassungen aus? Da ist Mercedes nachwievor auf dem ersten Platz,
    trotz “schlechtester” Verkaufszahlen. Sein eigenes Geld gibt man eben
    nicht einfach unbedacht aus. Wenn man die Pläne des 7ers (728i), des FWD
    Vans und der 3 Zylinder Motoren anschaut um die Firmanabsaätze weiter
    zu steigern, weiß man auch wohin die Reise geht.

  • quickjohn

    Jo mei – der Herr Stadler hat halt dieses Mal den staatsmännischen Volkswirtschaftler (oder umgekehrt?) abgegeben – wahrscheinlich hat ihm sein PR-Berater dazu geraten.
    Den Politiker hat er dabei schon ziemlich gut drauf – er hat viel geplaudert ohne Tiefenwirkung erkennen zu lassen.
    Bezüglich des audianischen (Audianer – so ein Selbstbezeichnungs-Schmarrn) Anspruches auf Premiumführerschaft war er doch eher zurückhaltend – so wie es eben die Ist-Entwicklung gebietet. Wenn man die immer kurzfristigeren Extremausschläge der Weltmärkte betrachtet ist eine 8-Jahresprognose eben nicht mehr als das Ersetzen des Zufalles durch den Irrtum. Und das gilt natürlich für jeden Automobilhersteller.
    Nerven tut mich im Beitrag allerdings das erneute Angebot – seitens Bimmertoday (!) – zum Rausrechnen der Mini-Zahlen (das waren im Übrigen schon 2011 über 285′). Ich weiss nicht was das soll – und Bimmer weiss es wohl selbst auch nicht …

  • Brunny

    Ich wusste gar nicht das Bimmertoday nun sogar schon Dr. Titel verleihen darf, ich wäre auch interessiert. Herzlich Glückwunsch nochmal Dr. Stadler. 😉

  • phil88

    Um dieses Ziel zu erreichen, sollte Audi erstmal an der Kundenfreundlichkeit arbeiten!
    Hierbei gibt es noch großes Nachholpotenzial. Außerdem wirken einige Verkäufer – inkl. der Marke – sehr arrogant!

  • BMW_550i

    Also, nach dem Artikel mit dem Golf, wo es kaum was zu sagen gibt, außer – ja, okay, schön – freut mich – gibt es hier schon was zu schreiben.

    Audi – der Ankündigungsweltmeister hat zugeschlagen. Unter Führung von Stadler zeigen die es echt jedem Hersteller – wahnsinn. 🙂

    Nur – den Motorenbau (Stichwort: MQB) müssen die Audi-Ingenieure nochmals überdenken und erlernen (lernt man beim Maschinenbau-Studium), denn – einfach so aus dem VW-Regal sich zu bedienen und den Wolfsburgern die Arbeit zu überlassen, DANN jedoch auf “Premium” zu machen – ist noch peinlicher, als alles andere, was Audi in der Vergangenheit denn von BMW und Benz kopiert hat 🙂 Ist echt unterste Schublade, so wie Audi zu agieren.

    Aber – bekanntlich hat es Audi auch mit dem Fahrwerksbau nicht so ganz begriffen – die Audis sind zu straff, sodass kaum einer darin fahren will – oder aber, die andere Extreme – sie sind zu komfortabel, bzw. weich abgestimmt – das Fahrzeug neigt sich auf der Landstraße bei 80 km/h in schnell gefahrenen Kurven, wo ein BMW noch nicht mal schwitzt 🙂

    Wie dem auch sei – kurz gesagt: Kopieren und Ankündigen – das ist das, was Audi kann!

    Was man Audi lassen kann – die Arroganz der Mitarbeiter in jeglichen Audi-Häuser 😀 😀
    Und auch die Inkompetenz. Habe mal (aus reinem Interesse) einen Mitarbeiter (Techniker) bei Audi gefragt – was ist der Unterschied zwischen Lamellen-Kupplung und Quattro – er wusste es nicht.

    Grüße 550i

    • lauerput

      Da hätte ich mal eine blöde aber ernstgemeinte Frage: Baut bzw. entwickelt Audi eigentlich irgendwelche Motoren selbst?

  • Coyote

    Wenn ich den R8 da oben sehe muss ich feststellen, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird bis Audi BMW überholt hat. Vor allen Dingen weil Audi aktuell die mit Abstand beliebteste und “coolste” Marke darstellt. Als ich vor 2 Wochen in den Los Angeles war, fragte man mich wo ich herkomme. Deutschland. Antwort: Ah, das Land wo es das gute Bier gibt und die Audis herkommen. Mehr brauche ich dazu nicht sagen.

    Ich selber würde mir niemals einen Audi kaufen, musste meiner Mutter aber schweren Herzens vor 3 Jahren einen A3 empfehlen, da der 1er bspw. absolut keine Alternative darstellte. Veraltetet Motoren, billigstes Plastik, unglaublich eng und überhaupt ausgesprochen unattraktiv. Immerhin Heckantrieb, aber wen interessierts in dieser Klasse.

    Na ja wie auch immer, es wird verdammt schwer den Vorsprung zu halten. Dazu muss man sich mal mehr auf seine Tugenden berufen. Einfach leichte und sportliche Autos bauen. Wenn ich an den neuen M5 denke fange ich ja fast an zu weinen. Der wiegt so viel wie ein Wohnwagen.

    • Martial

      Komisch, als ich 2011 in L.A war hab ich fast keinen Audi gesehen sondern massenhaft BMW (328i e90)…..Nachdem ich auch mal nachgefragte, was für “den” US Amerikaner die Deutsche Premiummarke Nummer 1 ist, wurde mir das mit BMW beantwortet. Ich denke da muss man schon mehr Menschen befragen das dass eine eindeutige Feststellung ist….

  • Haha

    Evil Rupert (FH) hat gesprochen.

    • quickjohn

      Tja, Herr Stadler ist halt der Zeit immer schwer voraus. Jezt hat er als fh’ler schon promoviert, obwohl das statutenmässig doch erst in der Mache zu sein scheint.
      Aber wahrscheinlich ist der Dr. nur Ausdruck der um sich greifenden, journalistischen, Unterwanderung der bimmer-redaktion mit Audi-Gedankengut …….

      • Acer Deshojo

        Also so weit ich weiß kann man auch als Fh´ler promovieren. Bachelor -> Master -> Promotion. Mit Ausnahmen wohl auch schon nach den Bachelor(kommt auf die Hochschulordnung an und z.B. Notendurchschnitt) Wenn ich mich nicht irre ist sogar nach dem Diplom eine Promotion möglich – egal ob Uni oder FH. Bei interesse einfach den Bologna Prozess durchlesen. Die Akkreditierung ist soweit ich weiß die gleiche.

        Warum wird explizit erwähnt, dass er auf der FH war? Ist das was schlechtes?

        • quickjohn

          Also zunächst ist an der FH zu studieren nichts – undifferenziert – ‘Schlechtes’. Im Gegenteil – das weiss ich aus eigenem Erleben.
          An einer FH kann man nicht promovieren.
          Für eine Promotion – geht nur an einer Uni – kommt nur der Master (auch von der FH) in Frage.
          Frühere Diplomanden müssen durch ein Eignungsfeststellungsverfahren – Bachelors von der FH i.d.R. nochmals durch das Hauptstudium.
          Herr Stadler wurde diplomiert und hat an keiner Uni (und auch sonst nirgendwo) promoviert.
          Der Hinweis auf die Diskussion um Promotion an der FH – die tatsächlich aktuell läuft – referenziert nur auf das übliche Voraussage-Gehabe von Herrn Stadler.
          Und jetzt meine Frage: War das so schwer aus meinem Text zu abstrahieren? Wenn nein, was soll dann der arrogant anmutende Hinweis auf Bologna?

          • Acer Deshojo

            Wow…atme mal durch und bleib mal gaaanz locker. Ich habe lediglich auf deinen Post gewantwortet. Das war weder überheblich oder sonst irgendwas!

            Dennoch sind deine Aussagen zu pauschal und teilweise falsch. Man muss nicht durch das Hauptstudium(nicht immer), es reichen auch teilweise einzelne Scheine, hängt von der Prüfungsordnung ab. Und auch nach dem Bachelor(Uni oder FH Bachelor) ist mit Ausnahmen eine Promotion möglich – sehr schwierig, aber es geht.

            Ich schrieb auch nicht, dass man an der FH Promovieren kann, sondern dass es egal ist welchen Abschluss man hat – Uni oder FH Diplom/Master.

            War das so schwer aus meinem Text zu abstahieren? 😉

  • inyaface

    ich denke nicht, dass es audi schaffen wird. BMW wird als ass aus dem ärmel eine neue sparte zaubern, die weißblauen premium-würstchen. diese würstchen senken den cholesterinspiegel und sind doppelt so teuer, wie handelsübliche. BMW wird alle tugenden aufgeben nur um bei diesem sinnlosen wettrennen um die sinnloseste krone des automobilbaus – den premiumsiegel – ganz vorne mit dabei zu sein. was ist premium? premium ist, wenn man dem kunden erzählt, er müsste für einen hauch (!) mehr als qualität, luxus und ausstrahlung doppelt so viel zahlen, wie für einen opel, mazda oder kia. schließlich sind diese autos in diesen punkten fast gleichauf mit dem was wir premium nennen. irgendwo muss die kohle ja her…als nächstes gibts dann super-premium und wenn bei so einem fahrzeug der softlack am lenkrad und kunststoffarmaturen nach wenigen tausend km abblättert (jeder meiner BMW hatte sowas), dann wird man bei BMW doof angeschaut…

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