BMW Werbung zum 1er Dreitürer F21: Fahrerlebnisschalter im Fokus

BMW 1er | 7.09.2012 von 12

Es gäbe viele Möglichkeiten, den neuen BMW 1er Dreitürer F21 zu bewerben. Der Kompakte aus München ist nach wie vor das einzige Fahrzeug seiner Klasse …

Es gäbe viele Möglichkeiten, den neuen BMW 1er Dreitürer F21 zu bewerben. Der Kompakte aus München ist nach wie vor das einzige Fahrzeug seiner Klasse mit Hinterradantrieb, das Infotainment- und Navigationssystem muss sich vor keinem Vergleich scheuen und wer möchte, erhält den 1er mit Achtgang-Automatik und sogar mit Reihensechszylinder.

Die Werbeagentur hinter den drei nun ausgestrahlten Clips legt den Schwerpunkt dennoch auf eine andere Eigenschaft, die zwar für sich betrachtet nicht schlecht, aber eben auch deutlich weniger exklusiv ist: Der links vom Schalthebel verbaute Fahrerlebnisschalter steht im Mittelpunkt der Werbekampagne. Mit seiner Hilfe lässt sich die Charakteristik von Motor, Getriebe (bei Fahrzeugen mit Achtgang-Automatik), Fahrwerk (bei Fahrzeugen mit adaptivem Fahrwerk) und Nebenaggregaten wie der Klimaanlage anpassen.

Die Modi Eco Pro, Comfort, Sport und Sport+ verändern das Fahrverhalten und somit das Fahrerlebnis spürbar, wofür aus unserer Sicht insbesondere die Kennlinie des Gaspedals sorgt. Gut gefällt uns, dass BMW in der gesamten Kampagne und auch in den drei nun ausgestrahlten Clips das M Sportpaket sowie die Farbe Estorilblau Metallic präsentiert und dem 1er somit eine sportlichere Optik als in der Serie verpasst.

Schade ist, dass BMW nicht stärker auf das Alleinstellungsmerkmal des Hinterradantriebs verweist, aber vermutlich denkt man hier bereits den einen oder anderen Schritt weiter: Es verträgt sich nicht besonders gut, das Antreiben der Hinterräder einerseits als Fahrspaß-Bringer zu vermarkten und die Masse der Fronttriebler in ein weniger dynamisches Licht zu stellen, wenn man andererseits auf dem Auto Salon Paris 2012 den ersten BMW-Fronttriebler präsentiert und zudem bereits die Umstellung auf Frontantrieb für den ab 2018 erhältlichen F20-Nachfolger beschlossen hat – was aus unserer Sicht noch viel bedauernswerter ist als der seltsame Werbe-Fokus auf den Fahrerlebnisschalter.

Immerhin befindet man sich mit fragwürdiger Werbung in guter Gesellschaft, denn laut der Mercedes-Niederlassung München Arnulfstraße gilt anlässlich der A-Klasse-Premiere: “Nur Streber wollen 1er.

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