DTM: Dritter Platz für BMW-Pilot Bruno Spengler im Olympiastadion

Motorsport | 16.07.2012 von 4

Auch wenn es beim Heimspiel im Olympiastadion München nicht zum Sieg für BMW gereicht hat, wurden die Zuschauer im weiten Rund bestens unterhalten – und …

Auch wenn es beim Heimspiel im Olympiastadion München nicht zum Sieg für BMW gereicht hat, wurden die Zuschauer im weiten Rund bestens unterhalten – und Punkte für die DTM-Saison 2012 gab es ja ohnehin nicht zu gewinnen. Beim Team-Wettbewerb am Samstag sicherten sich Joey Hand und Dirk Werner als bestes BMW-Duo den vierten Platz, ehe am Sonntag die Einzelwertung ausgetragen wurde.

Die 614 Meter lange und teilweise feuchte Strecke bot dabei den passenden Rahmen für packende Duelle, wobei am Ende der Audi-Pilot Mattias Ekström nach seinem Final-Sieg gegen Jamie Green im Mercedes das breiteste Grinsen aufsetzen durfte. Vorjahressieger Bruno Spengler hatte durch einen Verbremser im Halbfinale gegen Jamie Green alle Siegchancen vergeben und landete auf dem dritten Rang. Die DTM geht nun in eine kurze Sommerpause, die zweite Saisonhälfte beginnt am 19. August auf dem Nürburgring.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): “Insgesamt war das eine tolle Veranstaltung vor heimischer Kulisse hier in München. Unsere Fahrer haben den Fans eine gute Show gezeigt. Es war schön, die vielen BMW Fahnen auf den Rängen zu sehen. Insbesondere die vielen BMW Mitarbeiter haben uns super unterstützt. Dasselbe haben wir auch in der BMW Welt gesehen, die über das Wochenende sehr gut besucht war. Bruno Spengler konnte erneut zeigen, dass ihm die Rennen im Stadion gut liegen. Platz drei ist ein schönes Ergebnis. Unsere Fahrer hatten in jedem Fall ihren Spaß, und man hat gemerkt, mit wie viel Ehrgeiz sie dieses Event in Angriff genommen haben. Jeder ist nun hoch motiviert für unser nächstes Rennen am Nürburgring, wenn es wieder Punkte zu gewinnen gibt.”

Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team Schnitzer, Halbfinale): “Es ist sehr schade, dass es nicht für das Finale gereicht hat. Die Bedingungen waren nicht einfach, die Strecke trocknete zu diesem Zeitpunkt nach und nach ab. Unser Team hat beim Stopp einen tollen Job gemacht, und ich lag vorne. Dann habe ich aber einen Tick zu hart gebremst – und dabei Zeit verloren. So konnte sich Jamie doch noch an die Spitze setzen. Das war mein Fehler. Trotzdem hoffe ich, dass die Fans hier viel Spaß hatten. Für uns Fahrer war es in jedem Fall wieder ein schönes Erlebnis.”

Augusto Farfus (Startnummer 16, BMW Team RBM, Viertelfinale): “Im Auto war mir nicht klar, wo im Viertelfinale das Problem bei meinem Boxenstopp lag. Später hat mir das Team dann gesagt, dass die Boxenanlage nicht richtig funktioniert hat. Ich lag zu diesem Zeitpunkt etwas zurück. Mit einem guten Stopp hätten wir noch eine Chance gehabt. Unser Paket war gut. Deshalb ist es schade, dass ich das Halbfinale verpasst habe.”

Martin Tomczyk (Startnummer 1, BMW Team RMG, Viertelfinale): “Das war ein richtig enges Rennen gegen Mattias Ekström. Am Ende hat es zwar ganz knapp nicht gereicht. Aber ich fand es dennoch angemessen, mich mit ein paar Donuts bei den vielen Fans und BMW Mitarbeitern für die Unterstützung hier zu bedanken. Die Stimmung war gestern und heute richtig klasse, und wir hatten hier eine Menge Spaß. Jetzt freue ich mich auf die nächste Herausforderung auf dem Nürburgring.”

Joey Hand (Startnummer 2, BMW Team RMG, Achtelfinale): “Das Event im Olympiastadion ist schon ziemlich speziell. Solche Duelle, eins gegen eins auf einer Rennstrecke, habe ich in dieser Form noch nie erlebt. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht. Das ist ein Event für die Fans, einfach eine gute Show. Hier konnten sie den Teams und Fahrern so nahe kommen wie bei keinem anderen Rennen in dieser Saison.”

Andy Priaulx (Startnummer 15, BMW Team RBM, 1. Runde): “Meine ersten zwei Runden waren gut. Aber dann habe ich mich verbremst und wertvolle Zeit liegenlassen. Es war insgesamt ein enges Rennen. Felipe Albuquerque ist stark gefahren. Die andere Strecke war am Vormittag definitiv etwas schneller. Aber so läuft es eben bei einem Stadionevent. Man ist schon enttäuscht. Es geht zwar nicht um Punkte, dafür aber um die Ehre.”

Dirk Werner (Startnummer 8, BMW Team Schnitzer, 1. Runde): “Schade, dass ich gleich in der ersten Runde mein Duell verloren habe. Das ist ziemlich ärgerlich. Ich habe einen guten Start erwischt. Allerdings war es auf der Streckenseite, auf der ich gefahren bin, recht rutschig. In Kurve vier stand auch noch ein bisschen Wasser. Daher war es ziemlich schwierig, das Auto in der Kurve zu kontrollieren. Trotzdem hat es mir großen Spaß gemacht, im Olympiastadion vor so vielen Fans und BMW Mitarbeitern zu fahren. Das ist ein tolles Event.”

  • HayesHDX

    Langeweile pur. Wenn nicht die BMW Mitarbeiter mit kostenlosen Karten ins Stadion “gezwungen” worden wären, dann wäre es wohl noch leerer gewesen. Schon am Lausitzring waren über 1000 Mitarbeiter von Audi Ost Hilfszuschauer. Die wirklichen Motorsportfans lassen sich eben keine billige Marketingveranstaltung als Motorsport verkaufen. Die TV Quoten zeigen es ebenso deutlich.

    Es ist eben kein Motorsport, alles anzugleichen, eine eigene Serie zu basteln (die NICHTS mit der alten DTM zu tun hat – das “neue” DTM(asters) ist KEINE anerkannte Meisterschaft. Und peinlich, dass sich BMW von den “Feiglingen” Audi und Mercedes hat bequatschen lassen, da mit zu machen. Nur, weil die “Premium” Hersteller Schiss haben, im richtigen Motorsport (WTCC) das Risiko eingehen zu müssen, dann gegen Chevrolet usw. auch mal zu verlieren…

  • Lothar Meinerzhagen

    Ich kann  HayesHDX nur zustimmen. Der Tag wird kommen, wenn der BMW Vorstand den Marketing- und Motorsport-Verantwortlichen das Mandat entziehen wird. Wie kann man eine nWeltmeisterschaft gegen eine Waldmeisterschaft, also WTCC gegen DTM, eintauschen? Dass man dem Zuschauer zumutet, eine Kirmesveranstalrung als spannenden Motorsport zu verkaufen, empfinde ich als einen Angriff auf mein Sportempfinden.

  • CSL E46

    Ich habe es 30 Minuten geschaut, danach war es langweilig.  Diese Gleichteilerennen der DTM erinnern mich irgendwie an V8 Star. Alles gleich, bis auf die Karosse. Zumal die Reifenregelung total daneben ist. Die Sieger des Vortages, waren alle samt die Verlierer des folge Tages, weil sie keine neuen reifen nutzen durften. Wo ist der Sinn dieser Regelung?

  • Luc

    klar basiert die dtm auf gleichmacherei… awer ist der weg den die wtcc oder die gt3 serien gehen besser?? dort ist das reglement freizügiger aber damit kein auto dominiert wird künstlich eingegriffen und mit hilfe von air-restrictor, ballast, aero usw alles auf ein niveau gebracht… im gegensatz dazu darf man in der dtm sich in einem sehr kleinen fenster weiterentwickeln ohne gleich wieder vom reglement neu eingestuft zu werden…
    ausser Formel 1 und Le Mans gibt es fast keine serien in der nicht per reglement angeglichen wird… bevor man die dtm und ihr reglement schlecht redet sollte man sich bewusst sein dass die meisten anderen serien auch auf “angleichen” basieren

    dass die veranstaltung in münchen mist war, da stimme ich vollkommen ein
     

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