Die neue Submarke BMW i wird immer wieder als größtes Wagnis in der Geschichte der BMW Group bezeichnet, weil man sich mit hohen Investitionen zum Thema Leichtbau gewissermaßen aufs Glatteis begibt. Lange Jahre galt der umfangreiche Einsatz von Carbon in der automobilen Großserie als unwirtschaftlich, weil die hohen Kosten für den leichten Werkstoff in keinem Verhältnis zu seinen Vorteilen standen.

Gemeinsam mit der SGL Group ist BMW derzeit dabei, diese Einschätzung über den Haufen zu werfen, was längst auch bei anderen Herstellern für Aufsehen gesorgt und neue Allianzen mit Carbon-Spezialisten verursacht hat. Von den massiven Investitionen in den Leichtbau-Werkstoff sollen schon in absehbarer Zeit auch andere Fahrzeuge der BMW Group profitieren, den Anfang macht aber Ende nächsten Jahres das Megacity Vehicle BMW i3.

Das kleine Stadtfahrzeug wird zunächst in zwei Varianten auf den Markt kommen: Ausschließlich mit der Kraft eines 125 kW / 170 PS starken Elektromotors und als i3 REx mit einem Verbrennungsmotor von BMW Motorrad als Range Extender. In jedem Fall wird die Kraft des im Heck platzierten E-Motors ausschließlich an die Hinterräder geleitet, was dem i3 zu einem dynamischen Fahrverhalten verhelfen soll.

Zur guten Fahrdynamik tragen außerdem das geringe Leergewicht von 1.250 Kilogramm und der sehr tiefe Schwerpunkt des Fahrzeugs bei, denn der BMW i3 wurde von Anfang an als Elektroauto konzipiert, weshalb seine Lithium-Ionen-Batterien perfekt positioniert werden konnten. Sie befinden sich direkt im Fahrzeugboden und bilden gemeinsam mit Fahrwerk und E-Maschine das Drive-Modul, das rein theoretisch alleine fahren könnte.

Auf dem Drive-Modul befindet sich die überwiegend aus Carbon gefertigte Fahrgastzelle, die als “Life Modul” bezeichnet wird und Platz für Erwachsene bieten wird. Ohne Range Extender muss der BMW i3 laut FTP72-Zyklus nach 225 Kilometern an die Steckdose, im Alltag soll die Reichweite zwischen 130 und 160 Kilometern liegen. Um die Batterien wieder auf 80 Prozent zu bringen, ist eine Stunde Ladezeit notwendig, für volle 100 Prozent muss der i3 sechs Stunden geladen werden.

Neue Erlkönig-Bilder aus Schweden zeigen uns den BMW i3 mit starker Tarnung bei Testfahrten, die grundlegende Formensprache ist dennoch gut erkennbar. Bei Youtube gibt es außerdem ein neues Erlkönig-Video, auf dem der getarnte Prototyp während der Fahrt zu sehen ist. Die Preise für das neue Modell sollen bei etwa 40.000 Euro beginnen, weltweit sollen zunächst niedrige fünfstellige Stückzahlen realisiert werden.

(Erlkönig-Bilder: Pixner / BimmerParts-Online.com)

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  • Jo

    Scheint ja doch Heckantrieb zu haben die Straßenbahn

  • Anonymous

    …ich kann es immer noch nicht glauben, das es mal sowas >>”Form siehe oben” bei BMW geben wird. Mit gewiss kann man sich mit nem 1er 114i und Fronantrieb für manch Käufer identifizieren, aber ein BMW in From eines Vans?!! Ich muss weg…..

    • Anonymous

      Hauptsache so viele Modelle wie möglich. 

      Danke Spiegel.

      http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,816005,00.html

      Herzlich Willkommen zum Automobilen Aschermittwoch.

      *ironie on*

      Tags: Muss sein, “Ein BMW ists, wenn das Logo die Haube ziert”, Nur durch Wachstum ist BMW überlebensfähig, Benchmark, Best in Class, Audi ist Scheiße, Mercedes sowieso, Scheiß auf Markenkern – Hauptsache die Kohle stimmt!?, Wer findet die nächste Nische?, Nur ein Fanboy ist ein guter BMW Fahrer,…

      *ironie off*

  • Anonymous

    Der nächste bitte. Ich bin noch zu Jung für den Elektro-Wahnsinn und ganz besonders für Knutschkugeln von BMW. -_-

    • Guggii

       Was haste denn gegen Knutschkugeln? Die tolleste aller Kullern, die Isetta ist nun auch nicht markenfremd.

      • Anonymous

        Der Isetta war eine Notlösung und unter den Umständen bzw. Rahmenbedingungen durchaus ein interessantes Fahrzeug.
        Warum die Elektrokarren nicht einfach als eigene Marke Isetta auf den Markt geschickt sondern als BMW i, verstehe ich sowieso nicht. Mit Isetta hätte man ähnlich einen Kultfaktor wie bei Mini und seit Apple das i bei jedem Produktnamen anführt ist der Buchstabe ja auch noch garnicht ausgelutscht..

  • http://twitter.com/FloPoe FloPoe

    @benny:disqus woher kommt denn die Info, das der REx von BMW Motorrad kommt?

  • Handschalter

    Ich finde der Wagen sieht aus wie der Audi A2 in “modern”. 

  • BimmerFan

    Warum müssen Elektroautos so hässlich sein? 

    • Anonymous

      …ganz einfach, weil sie praktisch sein müssen ;). Für Familien mit 2 Einkommen realisierbar, für jemanden alleine, schwer zu bezahlen.

      Schöne Elektros gibts nur von Tesla, der aber ein Elektrischer Sportwagen ist…

      • Anonymous

         Vergiss nicht Fisker :D

        • Anonymous

          …ok nehmen wir die noch dazu!! ;)

      • Anonymous

        Praktisch und schön schließen sich nicht aus. Elektroautos werden extra hässlich gebaut, um zu zeigen, dass sie nicht akzeptiert werden – gut so. Außer Tesla, die haben Geschmack.

  • Wennschondennschon

    Man könnte denken, es ist ein up! 4-Türer …
    BMW wagt sich in Gefilde… mit einem ( scheinbar ) völlig überteuerten Kleinwagen… wo VW & Co. schon um Lichtjahre voraus sind. Entweder wirds ein Schuß in den Ofen, wie zu seiner Zeit der A2 ( jetzt gefragter denn je ), oder BMW hat Glück… aber denke eher erstere Fall wird eintreten.

    • Jaros Post

      Wo soll VW & Co. Lichtjahre voraus sein?..

      • Wennschondennschon

        In Sachen Kleinwagen .. aber da ist ja so ziehmlich jeder Hersteller BMW um Lichtjahre voraus. VW .. sei es mit Lupo, Polo, Fox, up! …
        Ist halt neues Terrain, und wenn man sowas betritt.. und dann auch noch mit scheinbar “herben” Preisen ( siehe auch A1, der hats alles andere als leicht ), dann wirds kaum leicht die Kisten an den Mann zu bringen. Technikfirlefanz hin wie her, wenn der i3 irgendwas um die 35/40k kosten wird… viel Spass beim Kundenfang.

    • Anonymous

      …..”aber denke eher erstere Fall wird eintreten.”

      WUNSCHDENKEN…. ;p

    • M3-Dreamer

      Naja, wenn BMW wirklich den Zuschlag beim Verkauf von SAAB bekommt … dann kann sich der Hersteller von “Das Auto” und Co aber mal ganz warm anziehen … dann zeigt BMW mit Mini in den kleinen Klassen und Saab in den größeren Klassen, wie Frontantrieb, Premium und Fahrspaß zusammengehen und das ohne den Kern der Marke BMW wesentlich zu verändern.

      • Anonymous

        Hä? Wieso sollte BMW den Zuschlag beim Verkauf von SAAB bekommen?! Wie kommst Du denn darauf? Seit wann hat den BMW Interesse an der Marke “SAAB”? Und wozu denn bitte auch?

      • Jerome Reuter

        Für mich als ehemaliger Fahrer eines Saab 900 Turbo-Coupe wäre eine Übernahme von Saab durch BMW ein Traum. Ich würde BMW im Umgang der Marke absolut ein Händchen zutrauen. Saab hat mal so gute Autos gebaut, das weiß mancher angesichts des Tands, der mit dem Saab-Logo heute herumfährt, gar nicht mehr. Keines meiner späteren Autos war trotz etlicher Traktionshilfen besser im Winter zu fahren. Und die Ergonomie und Verarbeitung war sowieso ein Traum. Von der Qualität des verbauten Leders kann man heute nur noch träumen. Wenn Saab untergeht,geht der Autowelt wirklich etwas verloren.

        • Anonymous

          Die Übernahme von SAAB durch BMW wäre ein Alptraum – eine tote Marke, die nur noch, wie bei Dir, in den Erinnerungen einiger lebt, die ohne die Lizenzen von GM (die die nicht hergeben (wieso auch), dadurch ist ja schon der Verkauf an die Chinesen gescheitert) nur den 9-5 produzieren kann und, und, und… Durch das ROVER Abenteuer hat BMW hoffentlich gelernt. SAAB hat nichts, was BMW gebrauchen könnte.

          Der Autowelt geht durch den Untergang von SAAB gar nichts verloren, die Marke ist seit über 10 Jahren Scheintot. Und alle, die jetzt schreien wie traurig das mit SAAB ist, haben genau eines in den letzten Jahren nicht getan: Einen SAAB GEKAUFT!!! Hätten sie es mal getan, gäbe es SAAB noch…

          Und was soll BMW überhaupt mit der Marke machen? Günstiger als BMW Modelle positionieren und dann gegen Toyota, VW und Opel antreten? Wohl kaum, das Image von SAAB ist schon am Boden  und das würde die Marke nicht verkraften. Teuer und Exklusiv machen – also noch teurer als BMW? Wohl kaum – das kauft dann gleich gar niemand. Mit der neuen i Marke und Mini (und BMW selbst sollte man auch nicht vergessen) hat BMW genug zu tun. Ich halte das für eine Ente. BMW wird sich nicht SAAB kaufen. 

          • Jerome Reuter

             Das kann ich Dir sagen, weshalb Saab-fans in den letzten Jahren keinen Saab mehr gekauft haben. Weil keiner aufgehübschte Opel für überhöhte Preise durch die Gegend fahren wollte. Loyalität hört dort auf, wo Kadavergehorsam anfängt. Ich würde die Straßenbahn dort oben im Bild trotz starker Affinität zu BMW auch nicht kaufen.

            Tot und nicht revitalisierbar ist die Marke dennoch nicht. Und das unstreitig am Boden liegende Image sollte auch nicht das Problem sein. Was für ein Image hatte denn Mini, bevor BMW das Ruder übernahm? Angesichts der Produktqualität definitiv kein gutes!

            • Anonymous

              Verstehe doch, was Dein Herz bei SAAB fühlt… ;-)

              Und loslassen ist bekanntlich schwerer als festhalten.

              Jedoch haben wir uns in der über 100jährigen Autogeschichte von hunderten (!) Automarken verabschiedet und es werden noch einige folgen. Und es wird neue geben – so läuft es nun mal.

              Einige werden vielleicht unter dem Dach eines anderen Konzerns weiterleben – siehe z.B. Volvo, aber man muss einfach anerkennen, dass die Bindung an eine Marke sehr schnell vorbei sein kann wenn diese Fehler an Fehler reiht.

              GM z.B. hat es wirklich gut verstanden SAAB und Opel in die Krise zu treiben – und wer glaubt, dass die mit OPEL schon durch sind, der irrt. Für GM ist OPEL nur noch eine Regionalmarke – sonst nichts. Die wird in den nächsten Jahren weiter untergehen und in 20 Jahren nicht mehr da sein. GM torpediert fast jeden OPEL mit einem günstigeren Schwestermodell von Chevrolet in Deutschland. Gleichzeitig darf OPEL seine Autos nicht in Asien, China, (nicht mal in Japan!), US oder Südamerika verkaufen – Ein Witz. Genau in diesen Ländern haben die anderen Hersteller a la VW (auch MB+BMW) die letzten Jahre ihr Wachstum geholt. 

              Warum soll man also eine Marke wie SAAB versuchen wieder zu beleben? In China glauben die Menschen z.B. Porsche sei eigentlich ein Geländewagenhersteller… lol   

              PS: Die Straßenbahn würde ich auch nie kaufen.
              PPS: Auch keinen BMW mit Frontantrieb.

    • Der Namenlose

      Es dürfte Dir schon klar sein, dass dieser Wagen technologisch in jeder Hinsicht in einer anderen Liga als Up! spielt und ein Innovationstreiber sein wird?
      Wenn BMWs Rechnung aufgeht und das Auto ein Hype wird, dann ist der Vorsprung nicht so schnell einzuholen.
      Abgesehen davon: ich finde es einfach mutig, so etwas in den anvisierten Stückzahlen als erster einzuführen und die Risiken einzugehen. Wir sprechen hier nicht von einer kleinen Serie auf Carbon-Basis. Davon gibt es genug und wird es mit Sicherheit auch noch mindestens eine Reihe aus Bayerischem China-Town geben.

  • Anonymous

    Technisch sicher top, aber wenn ich denke, dass der Preis bei 40.000 beginnt dann hat BMW viele Modelle die ich bevorzugen würde :D

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  • Anonymous

    was auch immer aus dem ding da oben wird, das KnowHow wird doch wohl auch in den nächsten Sportler einfließen :) :D

    Weg mit dem (M)Speck!

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  • Peter

    Also ich komme grade vom tanken, 1,62 für Superbenzin, da grübelt man schon über ein elektroauto nach. Für den Alltag bietet das Auto genug Platz, man hat kein schlechtes Gewissen wegen permanenter Kurzstrecke, und fürs Wochenende hat man halt noch was Sportliches (1er M oder M3 E46). Da tuts dann auch nicht so weh wenn die Spritpreise oben sind.

    Warum sollte BMW mit dem i3 im eigenen Revier wildern, wenn man duch BMW i neue Kunden gewinnen kann?

    Ich finde diesen Schritt nach wie vor sehr gut.

  • Peter

    jetzt mal eher zu technischen Sachen, ich versteh nicht ganz wie 80% in einer Stunde geladen werden können, 100% jedoch erst in sechs Stunden!! wie soll ich das verstehen?

    • Anonymous

      ….Schuld sind die Ladekabel. Das normale für den 230V (ca. 2,9KW) Haushaltsstrom braucht von Hersteller zu Hersteller 6-8 Stunden. Ein Schnellladekabel ala Wallbox mit 400V ca. 22kw nur (je nach Ladezustand des Akkus) ca. 1 Stunden.

      Aber wie gesagt, das ist von Hersteller zu Hersteller etwas unterschiedlich!!

    • Anonymous

      Weil der Spannungszuwachs eines Akkus nicht linear erfolgt, die Spannung steigt anfangs relativ stark, bis zu einem gewissen Punkt und steigert sich dann nur noch schleppend auf 100%.

      Chris

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  • AudiistdieMacht

    :D :D :D :D ^^^^^^^^^^

    Ohne Worte eh, was ne Karre hahahahaha

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