WRC: MINI verändert Aufstellung und kreiert neues Werksteam

Motorsport | 7.02.2012 von 3

Gerüchte über Veränderungen bei MINI in der Rallye-WM WRC gab es schon lange und spätesten mit dem Verpassen der Einschreibung dürfte auch dem letzten Beobachter …

Gerüchte über Veränderungen bei MINI in der Rallye-WM WRC gab es schon lange und spätesten mit dem Verpassen der Einschreibung dürfte auch dem letzten Beobachter klar geworden sein, dass es Probleme zwischen MINI und dem Entwicklungsteam von Prodrive gibt. Offenkundig war Prodrive anders als versprochen nicht in der Lage, die nötigen Sponsoren zu finden und musste daher immer wieder um Zuschüsse von MINI bitten, was die Kosten für das Engagement in die Höhe trieb.

Nach Wochen der Unklarheit gibt es nun endlich ein offizielles Statement von MINI dazu, wie es künftig weitergehen soll: Ab dem nächsten WRC-Lauf wird das “WRC Team MINI Portugal” als Werksteam mit zwei Fahrzeugen an den Start gehen, am Steuer sitzen das portugiesische Duo Armindo Araújo und sein Co-Pilot Miguel Ramalho sowie die Brasilianer Paulo Nobre und Edu Paula. Prodrive firmiert künftig als werksunterstütztes Privatteam und ist auch weiterhin für die Entwicklung und den Aufbau des MINI John Cooper Works WRC verantwortlich.

Die langfristige Homologation des Rallye-Fahrzeugs von MINI erlaubt es theoretisch, bis zur Saison 2018 an der WRC teilzunehmen. Damit ist zwar keineswegs gesagt, dass MINI auch bis dahin ein Werksteam stellt, aber immerhin ist der Einsatz der Fahrzeuge durch Privatteams bis dahin möglich, sowohl in der WRC als auch in anderen Rallye-Serien nach FIA-Reglement.

Dr. Kay Segler (Bereichsleiter MINI Markenführung und Geschäftskoordination): “Ich bin glücklich darüber, dass die Zukunft von MINI in der WRC langfristig gesichert ist. Wir sind weiterhin fest davon überzeugt, dass der Rallyesport sehr gut zu unserer Marke passt. Vor dem Hintergrund der nun geschaffenen Rahmenbedingungen kann und wird die MINI Motorsport Familie im Rallyesport weiter wachsen. Mit seinen drei Podestplätzen bei lediglich sieben WM-Starts hat der MINI John Cooper Works WRC sein Potenzial bereits eindrucksvoll bewiesen. Ich bin überzeugt, dass unsere Kundenteams weltweit mit diesem Fahrzeug auch in den kommenden Jahren die MINI Fans begeistern werden. Die FIA war genauso wie wir am langfristigen Verbleib der Marke MINI in der WRC interessiert und hat aktiv an einer konstruktiven Lösung mitgewirkt. Für die gute Zusammenarbeit und das uns entgegengebrachte Verständnis bedanken wir uns.
Die Prodrive-Mannschaft hat mit ihrem großen Enthusiasmus und ihrer harten Arbeit großen Anteil an den beachtlichen sportlichen Erfolgen, die wir bei unseren ersten Starts mit dem MINI John Cooper Works WRC erreichen konnten. Dafür möchte ich mich im Namen von MINI Motorsport ausdrücklich bedanken. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit bei der Unterstützung unserer MINI John Cooper Works WRC Kunden.”

  • dans

    Damit hat sich BMW-Mini ganz sicher keinen Gefallen getan….

  • Anonymous

    Na ja – zwischen den Zeilen kann man schon überdeutlich herauslesen, dass es mit Prodrive nicht weiter gehen konnte.

    Wer die bewegte Geschichte von Mr. Richards kennt wundert sich weniger über diesen Schritt seitens Mini, sondern eher darüber dass es mit Richards überhaupt zu einer Partnerschaft kam.
    Und damit meine ich nicht die techn. Kompetenz bei Prodrive, sondern insbesondere …………

    Man wird nun ziemlich rasch sehen wie ernst es Mini meint – ich gehe davon aus dass man sich Fahrerseitig verstärken wird.

    Trotzdem das jetzt korregiert wurde – eine geglückte Strategie zur Rückkehr in den Rallye-Sport sieht anders aus …….

    • dans

      Bisher ist wirklich nicht viel geglückt, aber dafür waren die Ergebnisse durchaus gut.
      Wenn sich jedoch auf der Fahrerseite im neuen Werksteam tut, wird in Zukunft ein Top 5 Platz wie ein Sieg gefeiert werden müssen 😀

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