Kommunikation und Information spielen auch im Auto eine immer wichtigere Rolle. Kaum ein Kunde ist bereit, während der Fahrt im teuer bezahlten Premium-Auto auf Funktionen zu verzichten, die bereits jedes moderne Smartphone bietet. Noch wichtiger als Komfort-Features wie Internetzugang und Real Time Traffic Information ist aber die Sicherheit der Insassen. Auf diesem Gebiet kann sich ein Informationsvorsprung besonders rentieren, denn letztlich ist nichts wichtiger als die sichere Ankunft am Zielort.

BMW forscht im Rahmen von Connected Drive an verschiedenen Lösungen, die dem Fahrer im Alltag einen leicht verständlichen Informationsvorsprung liefern und ihn vor Gefahren auf seiner Route warnen. Mit Hilfe einer Mobilfunk oder WLAN-Verbindung kann ein modernes Auto schon in wenigen Jahren Informationen an andere Verkehrsteilnehmer senden und auch von anderen Verkehrsteilnehmern empfangen, um Gefahrensituationen zu entschärfen.

Unter dem Stichwort Car-to-X-Kommunikation – gemeint ist also nicht nur die Kommunikation mit anderen Autos, sondern beispielsweise auch mit Verkehrsleitsystemen – arbeitet die BMW Forschung und Technik GmbH bereits seit einigen Jahren an diversen Assistenzsystemen, die neben der Sicherheit auch den Komfort erhöhen sollen. Beispielsweise wird es möglich sein, dem Fahrer den idealen Geschwindigkeitsbereich anzuzeigen, mit dem er die nächste Ampel noch bei Grün überfahren kann oder ihm frühzeitig mitzuteilen, dass die Ampel ohnehin gleich auf Rot umschalten wird und er bereits vom Gas gehen kann.

Der Sicherheit dienen Systeme wie der Linksabbiegeassistent, der den Fahrer vor entgegenkommendem Verkehr warnt, falls er sich dem Kreuzungsbereich nicht mit der angemessenen Vorsicht nähert. Der Querverkehrsassistent hilft dabei, das Unfallrisiko an Kreuzungen zu reduzieren – das ist wichtig, denn in Deutschland passieren rund ein Drittel aller Unfälle mit Personenschaden an Kreuzungen. Übersieht der Fahrer einen anderen Verkehrsteilnehmer und könnte so einen Unfall verursachen, warnt ihn die Elektronik rechtzeitig.

Auch lokale und teilweise nur kurzzeitig auftretende Gefahrenquellen wie Nebel oder Glätte können mit Hilfe der Car-to-X-Kommunikation einen Teil ihres Schreckens verlieren, denn die Sensorik des ersten mit der Gefahr konfrontierten Fahrzeugs kann die folgenden Fahrzeuge bereits warnen, bevor diese in die Nebelbank fahren oder einen rutschigen Abschnitt der Straße passieren.

Im Rahmen der Initiative Kooperative Fahrzeugsicherheit Ko-FAS arbeitet die BMW Group gemeinsam mit zahlreichen Partnern an sensorgestützten Systemen zur präzisen Erfassung der unmittelbaren Umgebung des Fahrzeugs. Die BMW Group leitet dabei die beiden Teilbereiche Ko-PER und Ko-TAG, in deren Rahmen beispielsweise mit Transpondern auf versteckte Hindernisse und Gefahrenquellen hingewiesen werden soll.

Mit Hilfe von kompakten Transpondern, die beispielsweise in Rucksäcken und Schulranzen untergebracht werden könnten, können auch besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Schulkinder und Radfahrer zum Vermeiden von Unfällen beitragen. Derartige Transponder können einen Autofahrer in Zusammenarbeit mit der Fahrzeugelektronik beispielsweise dann warnen, wenn sich ihr Träger der Straße nähert, was insbesondere in schlecht einsehbaren Straßen mit vielen Hindernissen die Sicherheit deutlich erhöht.

Udo Rietschel (Entwicklungsingenieur im Projekt Linksabbiegeassistent der BMW Group Forschung und Technik): “Während sich das Motorrad nähert, findet eine Kommunikation zwischen den Fahrzeugen über die Car-to-X-Schnittstellen statt. Beide Fahrzeuge tauschen Informationen zu Fahrzeugtyp, Position und Geschwindigkeit sowie Fahrdynamikdaten aus, wie beispielweise den aktuellen Lenkwinkel oder ob der Blinker gesetzt ist.”

Karl-Ernst Steinberg (Leiter Informations- und Kommunikationstechnologien bei der BMW Group Forschung und Technik): “Je mehr Informationen ich über den weiteren Fahrtverlauf habe, also wenn ich beispielsweise vorher weiß, wie die Ampeln geschaltet sind oder dass vor mir gerade ein Auffahrunfall geschehen ist, kann ich darauf reagieren, entspannter fahren, die gefährliche Situation entschärfen oder sie gar nicht erst entstehen lassen.”

Daniel Schwarz (BMW Group Forschung und Technik, Projektsprecher von Ko-TAG): “Mit dieser Ortungstechnologie werden wir zukünftig sehr präzise und sehr zuverlässige Rückschlüsse aus den Sensordaten ziehen können. Dies gibt uns die Möglichkeit, die Sicherheit im Straßenverkehr noch einmal deutlich zu erhöhen.”

Dr. Felix Klanner (Projektleiter von Ko-PER bei der BMW Group Forschung und Technik): “Für dieses Projekt nutzen wir einerseits die Ergebnisse aus dem erfolgreich abgeschlossenen EU-Forschungsprojekt ‚PReVENT‘, andererseits suchen wir den aktiven Austausch mit dem nationalen Förderprojekt ‚simTD – Sichere Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland‘. Die unterschiedlichen Forschungsaktivitäten tragen alle zum gemeinsamen Ziel bei: mehr Sicherheit auf den Straßen.”

(Bilder, Grafiken & Infos: BMW)

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  • Handschalter

    “Beispielsweise wird es möglich sein, dem Fahrer den idealen Geschwindigkeitsbereich anzuzeigen, mit dem er die nächste Ampel noch bei Grün überfahren kann oder ihm frühzeitig mitzuteilen, dass die Ampel ohnehin gleich auf Rot umschalten wird und er bereits vom Gas gehen kann.”

    Brauchen wir so etwas wirklich? Solangsam nimmt es mit den Assistenzsystemen überhand.
    Auch diese Systeme können einmal versagen. Dann werden die meisten Fahrer wahrscheinlich gleich kopflos reagieren…

    Einfach das Hirn einschalten beim Autofahren. 

    • Anonymous

      Bin deiner Meinung ich halte nichts von diesen Assistenzsystemen.

    • Der Namenlose

      Ich muss sagen, unter allen gezeigten Assistenten fand ich gerade noch den Ampelassistenten am sinnvollsten und halte es für relativ risikofrei realisierbar und zugleich muss ich sagen, dass ich auch den insgesamt für überflüssig halte. Dort, wo man häufig fährt, kennt man eigentlich die Ampelphasen relativ gut. Wenn schon, dann muss die Geschwindigkeit auch automatisch gesteuert werden.

      Grundsätzlich wurde im Film immer davon ausgegangen, dass die Fahrzeuge miteinander kommunizieren. Aber solange nicht alle so etwas haben, fände ich solche Systeme eher gefährlich. Und wer sorgt dafür, dass installierte Systeme immer funktionieren?

      Wenn ich darüber nachdenke, müsste das Problem anders gelöst werden. Nehmen wir z.B. den Querverkehrsassistenten: am sichersten und zuverlässigsten zu realisieren wäre, eine Überwachung, die durch an der Kreuzung installierte Systeme durchgeführt wird, deren Ergebnis dann den sich nähernden Fahrern mitgeteilt wird. Das kann von mir aus entweder wireless ins Fahrzeug übertragen werden oder auf herkömlicher Art durch große Displays an den Kreuzungen selbst. Dann funktioniert es für alle, also wie ein moderner Querverkehrsspiegel.

    • Anonymous

      Ich gebe dir in vielen Punkten recht.
      Der Sinn und die reibungslose Funktion der Systeme erschließt sich Mir in den
      meisten Fällen auch nicht.
      Aber so funktioniert nun mal die Forschung man muss vielen verschiedenen Wegen
      nachgehen um das Autofahren letztlich nur ein wenig sicherer bzw. entspannter
      zu machen.
      Außerdem haben vor gut 30 Jahren sicherlich viele Leute über das ABS ähnlich
      gedacht wie du über die hier gezeigten Systeme ;)

  • Anonymous

    Viele Sachen sind nützlich, viele aber auch sinnlos und dienen einfach nur dazu, den Fahrer zu entlasten, gleichzeitig aber auch unaufmerksam zu machen und ihn dazu zu verleiten, hirnlos zu fahren!

    • Anonymous

      Seh ich auch so. Der Mensch neigt dazu, sich auf die Dinger zu verlassen.

      Ich brauch das Navi Prof., Freisprecheinrichtung, TMC, ein gutes Soundsystem und gut ist.

      Zumal die Gimmicks ja auch recht teuer in der Preisliste stehen.

      • Anonymous

        Und ist dann mal die Alufolie der Jause über dem Transponder im Schulrucksack krachts. ;)

        …öööhh im Display hats aber nichts angezeigt…

        Chris

  • Anonymous

    vollkommen überflüssiges Zeugs…
    wenn ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte, brauch ich auch keinen Ampel-Heini -Assistenten.
    wenn ich ein Einsatzfahrzeug nicht mitbekomm, dann gute Nacht und runter von der Straße. Das ist ja dann gemeingefährlich!

  • Guest

    Das Ziel besteht nicht darin den Fahrer durch ein Assistenzsysteme unvorsichtig zu machen. Die entwickelten Technologien sollen nur unterstützen. Die Verantwortung trägt weiterhin der Fahrer. Man fährt ja nicht durch die Gegend und behält die Augen auf dem Tacho in der Hoffnung, dass irgendwann mal eine Meldung kommt. Sondern in erster Linie konzentriert man sich weiterhin auf den Straßenverkehr. Bei Gefahrensituationen können diese aufblinkenden Hinweise aber Leben retten. Dass diese Hilfen trotz aller Bedenken trotzdem wichtig sind, zeigen die aktuellen Unfallzahlen. Würde es keine schweren Unfälle mit Einsatzfahrzeugen geben, bei denen Retter ums Leben kommen und würde es keine übersehenden Stauenden geben, die übersehen werden, wäre es schön. Aber die gibt es ja bedauerlicher Weise. Das Argument, dass Assitenzsysteme gefährlich sind ist nichtig. Staumeldung im Radio führen auch nicht dazu, dass Menschen unvorsichtiger fahren.

    • Anonymous

      Du hast natürlich Recht! Theoretisch.

      Wenn ich überlege, wie alleine nur das Navi auf MICH wirkt, zweifle ich in der Praxis jedoch daran.

      Chris

    • Anonymous

      “Das Ziel besteht nicht darin den Fahrer durch ein Assistenzsysteme unvorsichtig zu machen.”

      Die angebotenen Systeme suggerieren aber gern anderes. Ich brauch weder eine Spurverlassenswarnung noch Dinge wie einen Toter-Winkel-Assistent. Erstens bin ich nicht übermüdet wenn ich fahr, zweitens kann ich meinen Kopf drehen. Jemand der beides nicht könnte und auf diese Technik folglich angewiesen wäre, sollte grundsätzlich davon absehen sich in sein Auto zu setzen und loszufahren.

      Auch Dinge wie ein Engstellenassistent für Baustellen sehe ich eher kritisch. Wenn man kein Augenmaß hat und die Dimensionen seines großen Fahrzeuges nicht mehr zu überblicken weiß, sollte man halt die Baustelle entlang auf der LKW-Spur mitbummeln.

      All diese Techniken völlig sinnfrei.

      “Der Sicherheit dienen Systeme wie der Linksabbiegeassistent, der den Fahrer vor entgegenkommendem Verkehr warnt, falls er sich dem Kreuzungsbereich nicht mit der angemessenen Vorsicht nähert. ”

      Das muss man gar nicht mehr kommentieren. 

      Es gibt sicher interessante Dinge und Spielerein, wie bspw. NightVision, HUD oder Top/Sideview aber vieles andere sind einfach nur eine teuere SA, welche kaum praktischen Mehrwert bieten.

      Grundsätzlich negativ seh ich das nicht. Man muss es ja nicht hinzubestellen. Schade ist nur das BMW sein Baby Connected Drive wohl zum neuen Markenkern erhoben hat und es als alleinigen Heilbringer ansieht.

      Je nachdem wer wieviel von solchen Dingen nutzt, wird eine differenzierte Meinung zu dem Thema haben.

      • http://www.BimmerToday.de Benny

        Wie für PDC, Sicherheitsgurt und Airbag gilt auch für diese Assistenzsysteme und Helferlein, dass sie völlig überflüssig sind, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer wie im Lehrbuch verhalten. Leider ist das nicht immer der Fall, wie nicht nur ein Blick auf die Unfallstatistiken beweist, sondern eigentlich jeder Mensch weiß, der täglich oder zumindest regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist. Unaufmerksamkeit und Überforderung gehören leider zur Tagesordnung bei einzelnen Verkehrsteilnehmern, was äußerst unangenehme Folgen für alle anderen Verkehrsteilnehmer haben kann, selbst wenn diese für sich betrachtet keinerlei Fehler machen.
        Wenn durch solche Assistenzsysteme in Zukunft wenigstens ein paar Kinder- und Motorradfahrerleben pro Jahr gerettet bzw. verlängert werden, hat sich die Entwicklung bereits gelohnt. Und mit Blick auf das Glashaus und die Steine: Wer kann schon von sich sagen, noch nie einen Fehler gemacht oder einen unkonzentrierten Moment gehabt zu haben? Vielleicht hilft gerade in so einem Moment das normalerweise völlig überflüssige Piepsen oder Vibrieren eines Assistenten, um einen schweren Unfall zu verhindern – sicherlich eine Hilfe, die im Alltag keine Rolle spielen sollte, aber wenn man im Einzelfall ein Kind nicht überfahren sollte, wird man den Entwicklern solcher Systeme vermutlich ewig dankbar sein.

        • Anonymous

          Oft nützt mir in solchen Momenten auch ein Assistenzsystem nichts. Wenn mir ein Kind vor das Auto läuft, welches ich erst einfach zu spät sehen kann, nützen mir keine Brembos was, kein vibrierendes Lenkrad und kein fiepen in den Lautsprechern.

          “Wenn durch solche Assistenzsysteme in Zukunft wenigstens ein paar Kinder- und Motorradfahrerleben pro Jahr gerettet bzw. verlängert werden, hat sich die Entwicklung bereits gelohnt.”

          Das mag so stimmen, wenn es so stimmen würde und die Grundidee heiße ich auch gut.

          Der Risikofaktor bleibt der Mensch und der neigt dazu sich eben dann auf diese neuen Entwicklungen zu verlassen, da es diese im Zweifel “schon richten werden”.

          Wie viele sind schon mit überhöhter Geschwindigkeit in Kurven gefahren, weil sie sich auf ihr ESP verlassen haben. Die Physik ließ sich nicht überlisten und es ging geradeaus. 

          Weitere Beispiele gibt es zuhauf. Ich seh es kritisch zu viel Verantwortung an Assistenten abzugeben, weil so die Aufmerksamkeit schon durch die Routine zu leiden droht.

          Also würde ich die Absicht, mit so manchen zweifelhaften Systemen, Geld verdienen zu wollen, ungern instrumentalisiert wissen.

          Etwas was ich wirklich gut finde ist der erweiterte Notruf, denn der kann wirklich Menschenleben retten.

          • http://www.BimmerToday.de Benny

            Wenn Du gelesen hättest, was oben steht… Natürlich hilft der Assistent nicht, wenn Du weiterhin erst reagierst, wenn Du das Kind zu spät siehst. Genau deshalb kann ein Transponder Leben retten, weil er Dich eben auch vor dem Kind in Straßennähe warnt, wenn Du es mit eigenen Augen schlicht noch nicht sehen kannst.

            Und durch ESP wurden unter Garantie schon weit mehr Unfälle verhindert als auf die von Dir beschriebene Art verursacht.

            Es geht auch nicht darum, Verantwortung an Assistenten abzugeben oder selbst nur noch passiv zu fahren. Es geht darum, sich von den Assistenten im Notfall helfen zu lassen, aber natürlich versucht ein klar denkender Mensch weiterhin, Notfälle zu vermeiden. Oder riskierst Du tendenziell mehr Wohnungsbrände, weil die Feuerwehr um die Ecke ist und innerhalb weniger Minuten da sein kann?

            • Anonymous

              “Und durch ESP wurden unter Garantie schon weit mehr Unfälle verhindert als auf die von Dir beschriebene Art verursacht.”

              Dies war ein exemplarisches Beispiel. Viele Assistenten vermitteln das Gefühl trügerischer Sicherheit, die sich dann munter aufsummiert.

              Dann werden nebenbei munter SMS getippt, Lippen nachgezogen oder Katzen auf dem Schoß spazieren gefahren. Im Zweifel bimmelt oder vibriert es doch, so die Denkart. Es sollte klar sein, dass ich die Sinnhaftigkeit von ESP, Airbag oder ABS nicht in Frage stell, zumal ich diese nichtmal unter Assistenzsysteme subsumieren würde. Wobei assistiert mir ein Airbag oder ein Sicherheitsgurt? Höchstens dabei nicht zu sterben. Folglich würde ich Engstellenassistent und ESP nicht auf eine Stufe stellen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.

              “Oder riskierst Du tendenziell mehr Wohnungsbrände, weil die Feuerwehr um die Ecke ist und innerhalb weniger Minuten da sein kann?”

              Ach Benny doch bitte keine Suggestivfragen. =)

              Gute Nacht Chef und bis Morgen.

              • http://www.BimmerToday.de Benny

                Bei Airbag und Sicherheitsgurt geb ich Dir Recht, beim ESP eher nicht. ESP ist durchaus ein Assistenzsystem. Die Frage ist, ob diejenigen, die heute am Steuer SMS tippen und sich dabei Deiner Interpretation nach auf die verbauten Assistenzsysteme verlassen selbiges nicht auch vor 50 Jahren im VW Käfer getan hätten, wenn es schon Handys gegeben hätte. Unaufmerksame Fahrer gab es schon immer und ich glaube auch nicht, dass es hier prozentual größere Zuwächse gegeben hat – bedingt durch die höhere Verkehrsdichte steigt aber die Chance, diese Leute auch persönlich zu treffen.

                Ansonsten stimm ich Dir voll zu: Gute Nacht und bis Morgen :-)

                • Anonymous

                  Like.

                  Eins noch. Mein Lieblingsbeispiel Engstellenassistent. 

                  Dieser erhöht direkt die Risikobereitschaft des Fahrers, weil er dem Fahrer signalisiert, dass eine Fahrspur breit genug ist, um sie zu befahren.

                  Eine Entscheidung, die der Fahrer – in Kenntnis seiner Fähigkeiten – sonst so nicht getroffen hätte. Logo denn sonst bräuchte er den Assistent ja nicht. Dieser Assistent senkt also das Angstempfinden der Fahrer ab und verleitet sie dazu, sich in Situationen zu begeben, die sie sonst meiden.

                  Dieses Angstempfinden als ureigener Trieb bewahrt die Menschen aber auch davor Dummheiten zu begehen.

                  Dummheiten die in Autobahnbaustellen gern mal tödlich enden können.

                  Vielleicht dienen diese Assistenten auch nur dazu, die Fahrzeuge die von ihren Abmessungen immer größer werden, für die Leute vermeintlich “beherrschbar” zu gestalten, die in Kleinwagen wohl besser aufgehoben wären.

                  Jetzt bin ich aber weg. ;)

                  • http://www.BimmerToday.de Benny

                    Ich bin auch kein Freund aller Assistenzsysteme und gerade der Engstellenassistent erscheint auch mir “schwierig”. Das Problem ist ja nicht nur die Einschätzung, ob genug Platz ist, sondern auch die Thematik, dass die Breite der Spur innerhalb von Autobahn-Baustellen längst nicht immer konstant bleibt. Selbst wenn, kann ja auch der LKW-Fahrer etwas weiter rüber fahren. Ich gehe daher davon aus, dass dieses System nicht wie PDC eingerichtet ist und ein möglichst “knappes” durchfahren als “passt schon” durchwinkt sondern vor allem dabei hilft, den vorhandenen Raum ideal auszunutzen, also eben zu beiden Seiten einen möglichst gleichen Abstand zu halten. Wie genau das System funktioniert und was es dann bringt, sollten wir vermutlich abwarten, bevor wir es endgültig für nutzlos erklären.

      • Anonymous

        Den Linksabbiegeassistenten würde ich als Motorradfahrer bei allen sehr begrüßen. Ich habe mich zwar damit abgefunden als menschliches Fleischbällchen Autos die meine Spur kreuzen egal ob im Recht oder nicht, vorlassen zu müssen, aber beim Linksabbiegen wird man als Motorradfahrer nicht manchmal, sondern regelmäßig übersehen. Das haben aber viele Motorradfahrer offensichtlich nicht so ganz auf dem Schirm, wie die Unfallstatistik beweist. Unfälle sind meistens eine Reihe unglücklicher Zufälle die man an vielen Stellen leicht hätte unterbrechen können. Ein Rumpiepen oder Vibrieren würde die meisten Autofahrer zumindest dazu bewegen vor dem Losfahren ihre Situation noch einmal neu einzuschätzen oder zumindest zögerlicher anzufahren. Besonders in fremden Städten ergibt das System Sinn, auch wenn ich allgemein der Zahl an Systemen und der dadurch suggerierten Sicherheit wie du skeptisch gegenüberstehe.

  • Guest

    Das Ziel besteht nicht darin den Fahrer durch ein Assistenzsysteme unvorsichtig zu machen. Die entwickelten Technologien sollen nur unterstützen. Die Verantwortung trägt weiterhin der Fahrer. Man fährt ja nicht durch die Gegend und behält die Augen auf dem Tacho in der Hoffnung, dass irgendwann mal eine Meldung kommt. Sondern in erster Linie konzentriert man sich weiterhin auf den Straßenverkehr. Bei Gefahrensituationen können diese aufblinkenden Hinweise aber Leben retten. Dass diese Hilfen trotz aller Bedenken trotzdem wichtig sind, zeigen die aktuellen Unfallzahlen. Würde es keine schweren Unfälle mit Einsatzfahrzeugen geben, bei denen Retter ums Leben kommen und würde es keine übersehenden Stauenden geben, die übersehen werden, wäre es schön. Aber die gibt es ja bedauerlicher Weise. Das Argument, dass Assitenzsysteme gefährlich sind ist nichtig. Staumeldung im Radio führen auch nicht dazu, dass Menschen unvorsichtiger fahren.