Wirtschaftswoche: BMW i plant mit niedrigen fünfstelligen Stückzahlen

BMW i | 30.11.2011 von 11

In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche findet sich ein sehr ausführlicher Beitrag rund um die “Milliardenwette” BMW i. Unter dem Titel “Alles auf eine Faser” …

In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche findet sich ein sehr ausführlicher Beitrag rund um die “Milliardenwette” BMW i. Unter dem Titel “Alles auf eine Faser” wird beschrieben, wie hoch die von der BMW Group eingegangenen Risiken sind und welches Potenzial sich im Fall eines Erfolgs bieten würde.

Die Autoren sind sich sicher, dass BMW in Sachen Carbon schon heute einen Vorsprung von zwei bis fünf Jahren auf die Konkurrenz hat, wenn die industrielle Massenfertigung von Carbon gelingt – woran in München offenbar niemand zweifelt, anderenfalls hätte man kaum die enormen Investitionen an den teilweise völlig neuen Standorten Moses Lake, Wackersdorf und Leipzig getätigt.

Interessant ist neben der Darstellung des gesamten Projekts vor allem eine Zahl, die wir so bisher noch nicht zu hören bekamen: Laut der Wirtschaftswoche plant BMW für die Jahre 2013 und 2014 weltweit mit niedrigen fünfstelligen Verkaufszahlen für das Megacity Vehicle BMW i3. Das liegt einerseits am Preis des i3, den auch die Wirtschaftswoche bei rund 40.000 Euro vermutet, andererseits natürlich auch an der Positionierung des Fahrzeugs, das sich vor allem an Privatleute und weniger an Firmen richtet.

Der Bericht macht aber auch deutlich, dass die Modelle i3 und i8 nur den Anfang darstellen. Es geht bei BMW darum, Carbon als Werkstoff in der Automobilindustrie zu etablieren. Ab 2015 möchte BMW das Kostenniveau von Aluminium erreicht haben und das niedrigere Gewicht der Hightech-Fasern dann ohne Aufpreis in der Produktion nutzen können.

Der Einstieg von Volkswagen bei BMW-Partner SGL Carbon sowie die Kooperationen von Audi mit der Voith GmbH und von Daimler mit Toray machen deutlich, dass längst auch andere Hersteller erkannt haben, auf diesen Zug aufspringen zu müssen – trotz anfänglicher Zurückhaltung und großem Vertrauen in die etablierten Werkstoffe Stahl und Aluminium.

Wer am Ende das Rennen um das erste in Großserie gefertigte Carbon-Auto macht, wird die nahe Zukunft zeigen. Derzeit geht in jedem Fall kein anderer Hersteller ein vergleichbar hohes Risiko ein wie BMW, was sich für die Münchner durchaus auszahlen kann – oder zum Milliardengrab und Imageproblem wird, an dem die momentane Nummer 1 der Premiumhersteller lange zu knabbern hätte.

Der komplette Bericht findet sich in der Wirtschaftswoche 48/2011 vom 28. 11. 2011.

  • Anonymous

    ..wow wenn das klappt >>>”Der Bericht macht aber auch deutlich, dass die Modelle i3 und i8 nur den
    Anfang darstellen. Es geht bei BMW darum, Carbon als Werkstoff in der
    Automobilindustrie zu etablieren. Ab 2015 möchte BMW das Kostenniveau
    von Aluminium erreicht haben und das niedrigere Gewicht der
    Hightech-Fasern dann ohne Aufpreis in der Produktion nutzen können.”<<<, ich hatte es bereits an anderer Stelle gschrieben, dann ist mir auch einiges klar!

    Zu hoffen bleibt es, das auch andere Fahrzeuge der BMW Group in den Genuss kommen diesen Werkstoff in paar Jahre zu nutzen, um AKTIV, DAS ZU HOHE GEWICHT ZU SENKEN…

    Ist denn Alu ein altes Eisen;)? und Carbon das Eisen der Zukunft? Zu hoffen bleibt es…

  • ich bin sehr gespannt!
    ich frage mich nur eines – den vorteil, den Alu EIGENTLICH gegenüber Stahl hat, den fressen wir heute schon wieder auf. Wie lange wird es wohl dauern, bis wir den Carbon – Gewichtsvorteil durch den 17ten Assistenten und vielleicht noch den elektrischen Schweiß-von-der-Stirn-Wischer wieder verbraucht haben und die Fahrzeuge wieder als fett gelten. Ich glaub auf lange sicht wird sich auch das nicht vermeiden lassen – denn die Hersteller müssen 1. anbieten, was die Kunden noch nicht mal vermisst haben und 2. müssen es ALLE Hersteller haben, sobald einer anfängt.

    • Anonymous

      Ja aber dann wird die Entwicklung dahingehen, dass man auch die kleinen Komponenten gewichtsreduziert entwickelt. Die Sitze bspw. werden durch die gesteigerten Komfortumfänge auch immer schwerer. Die Zulieferer sind auch da zukünftig in der Pflicht.

      Im Moment nimmt man sich die “großen Lösungen” vor, die am schnellsten die meisten Kilos bringen.

      In der Carbontechnik sehe ich nicht nur Vorteile. Ein großes Thema ist da ja die Reversibilität bei Unfällen. Das wird im Zweifel sehr teuer.

      Der Königsweg allein ist die Carbontechnik jedenfalls nicht. 

      Irgendwann sind wir dann eh so weit, uns nur noch in das Auto setzen, das Ziel vorzugeben und dorthin gefahren zu werden. Dann sind die Assistenzsysteme eh obsolet und die Karren werden auch so wieder.

      Ich würde das nicht so eng sehen.

      Über die Sinnhaftigkeit mancher Extras ließe es sich aber natürlich freilich debattieren.

      • timbo

        (Off topic) War gerade beim “Freundlichen” und habe die neue CO² Emissionsskala mit den bunten Balken gesehen. Da stand dann ein E91 318d Tour mit 143 PS/120g CO² und dem grunen “A” Label, neben einem neuen BMW 118d F20 143 PS/118g CO² mit “B” Label. Ach ja, immer wieder schön zu sehen wie manche neuen Regularien nach hinten losgehen und mehr verwirren, als aufklären…

        • Anonymous
        • Megaherz

          Das liegt wohl eindeutig daran, dass der 318d Touring bei gleicher Motorleistung mehr Gewicht hat und trotzdem annähernd die gleichen Emissionswerte produziert. Die wahre “Dreckschleuder” ist somit der 1er 😉

      • Wenn du nen Crash mit einer Stahlkarosse hast, ist das Auto doch auch Schrott oder?

  • —-

    h..

  • guest1

    xxx

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