Diesel- gegen Hybrid-Know-How: BMW vor Kooperation mit Toyota?

News | 28.11.2011 von 22

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung stehen die BMW Group und der japanische Autobauer Toyota kurz vor der Bekanntgabe einer Kooperation. Demnach ist für Mittwoch …

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung stehen die BMW Group und der japanische Autobauer Toyota kurz vor der Bekanntgabe einer Kooperation. Demnach ist für Mittwoch eine Pressekonferenz in Tokyo geplant, auf der die Zusammenarbeit der beiden Konzerne offiziell verkündet werden soll.

Konkret geht es darum, dass die BMW Group moderne Dieselmotoren an Toyota liefert und im Gegenzug Zugriff auf die ausgereifte Hybridtechnik der Japaner erhält. Ein Sprecher von Toyota bezeichnete einen entsprechenden Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei als Spekulation und vermied damit immerhin ein klares Dementi, BMW hat bisher keinen Kommentar abgegeben.

Laut Süddeutscher Zeitung erhofft sich Toyota von den hochmodernen Dieselmotoren aus München vor allem bessere Chancen auf den europäischen Märkten, auf denen die Hybrid-Modelle mit Ottomotor nicht als echte Alternative zum Selbstzünder wahrgenommen werden.

Bei BMW dürfte man die Hybridtechnik der Japaner sowohl im Zusammenhang mit der Submarke BMW i als auch für Hybridmodelle auf Basis normaler BMW-Modelle unter die Lupe nehmen. Es ist davon auszugehen, dass es BMW vorallem um einige technische Lösungen geht, die Verwendung von Toyota-Motoren in Hybrid-Modellen von BMW erscheint ausgesprochen unwahrscheinlich.

Die BMW Group hat bereits vor einigen Monaten eine Kooperation mit dem französischen PSA-Konzern verkündet und in diesem Zusammenhang ein Joint Venture für Hybrid-Antriebssysteme gegründet. Vermutlich geht es dabei vor allem um Hybrid-Technik für Kleinwagen mit Frontantrieb von Peugeot, Citroën, MINI und BMW.

Die Zusammenarbeit mit PSA wird von der neuen Kooperation mit Toyota laut Süddeutscher Zeitung nicht berührt und bleibt unverändert bestehen. Wir hoffen, am Mittwoch weitere Details zu erfahren und mehr Licht ins Dunkel bringen zu können.

(Quelle: Sueddeutsche.de / Bild: Toyota)

  • Anonymous

    ….och nööö kein Toyota. Schade das es nie eine Mercedes/BMW Allianz wurde. :/

    *TRÄUM*

  • Anonymous

    Die Reiskocher wertet es auf. Die BMW’s weiter ab.

  • Anonymous

    Ich glaube kaum dass es jetzt den ultimativ großen Know-How-Austausch geben wird. BMW würde ich bei einer Kooperation eher als Sieger sehen, solange Toyota Know-How und nicht fertige Produkte liefert.

    • Anonymous

      …im ernst: in der Praxis verbraucht jeder Diesel von BMW weniger wie jeder Hybrid von Toyota. Wenn es “nur” Stadt wird, dann hat der Hybrid die Nase vorn!! Aber wer fährt schon nur Stadt mit einem teuren Hybriden?!

      • Anonymous

        Prius schluckt für einen Benziner (!) innerorts wenig. Mit Diesel zu vergleichen ist unfair.
        Die Fahrleistungen interessieren bei der Kiste eh niemanden. Und seit wann gehts bei dem ganzen Ökokram tatsächlich mal um Verbrauch oder gar Umweltverträglichkeit?
        Top Gear hat schön dargestellt wie “umweltfreundlich” der Prius mitsamt Herstellung tatsächlich ist (Landroverniveau wars glaub ich), trotzdem erfreut sich der Prius einen guten Images. Und das Image zieht Kundschaft an, die für ein gutes Gewissen bereit ist zu zahlen, auch ohne das Produkt zu hinterfragen auf die tatsächliche Umweltfreundlichkeit. Noch dazu wird ein Hersteller von Hybriden in den Augen der Öffentlichkeit als umweltfreundlich wahrgenommen, genauso wie auch ein Hersteller der grüne Energie nutzt (dass die dann anderen Verbrauchern fehlt, die sie sich woanders fossil holen interessiert niemanden..). Wäre dumm von BMW da nicht mitzumischen, wenn an anderer Stelle schon SUVs das M kriegen.

      • Anonymous

        Es wurde doch mal eine Verbrauchsfahrt eines Toyota Hybrid gegen einen Alpina D3 “quer durch Deutschland” veranstaltet. In einem Mix bei dem jeder mal seine Stärken ausspielen konnte ( Autobahn / City ). 

        In Bilanz verbrauchte der D3 weniger.

        War aber eher zu Unterhaltungszwecken.

  • Anonymous

    Ich denke wir befinden uns vor der entsprechenden Verlautbarung der beiden Firmen schon noch ziemlich im spekulativen Bereich.

    Was sich abzeichnet ist durchaus vorhandenes Potential für eine win-win-Stituation ohne dass man eine grosse “wem-nutzt-es-wem-schadet-es”-Diskussion zu führen bräuchte.

    Auf den beiden möglichen Koop-Feldern stellt jeweils Einer der beiden pot. Partner die Benchmark dar – kann es eine attraktivere Ausgangsposition für eine Koop geben? Den Berührungspunkt Lexus würde ich nicht überschätzen – zum Einen findet die Marke als Premiumwettbewerber wirklich nur auf dem (Noch-)Nicht-Dieselmarkt Nordamerika statt – zum Anderen dürften Reihen-6-zylindrige Aggregatlieferungen aufgrund der konstruktiven Gegebenheiten bei Lexus (u. Toyota wären wohl nur V6-Konfigurationen möglich) eher ausfallen.

    Ich bin neugierig ob dieser neue deutsch-japanische Koop-Ansatz eine Chance hat – Daimler/Mitsubishi und VW/Suzuki sind ja kläglich gescheitert.

    Die Koop-Politik der Münchner trägt langsam Früchte: PSA, SGL Carbon, Toyota …… Dem Thema Daimler – offentsichtlich wohl erledigt – braucht Keiner nachzuweinen.

  • Cerebroside

    Ich vermute mal es geht hier BMW weniger um das Know-How der Japaner (da bräuchten sie die Kisten ja nur zerlegen) sondern mehr um die Lizenzierung der vielen Hybrid-Trivialpatente die Toyota durch ihren großen Vorsprung in dem Bereich inzwischen angesammelt hat.

    • Mitsu

      Endlich mal ein intelligenter Kommentar.

    • Anonymous

      Ich stimm dir weitesgehend zu, aber durchs Zerlegen erfährt man nicht 100%ig wie die Materialien genau verarbeitet sind und welche Gedanken im einzelnen zu den jeweilige Lösungen geführt haben.

      Schönes Beispiel hier aus dem chinesischen Labor sind die Flüssigmedien für Bakterien. Unser deutscher Professor hat dem Labor die Rezepte vor einigen Jahren gegeben, mit dem Ergebnis, dass diese immernoch für sämtliche verschiedenen Bakterien sowie Pilze absolut unmodifiziert weiterverwendet werden. Selbst die Spurenelementelösung als Zusatz heißt hier so und wird von den Chinesen so genannt (Aussprache dann “Spuhenelemente”). Die Leute hier haben einfach keine Ahnung wofür welche Zutat gebraucht wird und dementsprechend auch nicht was man durch Weglassen bewirken kann.

      Bei der Komplexität eines Hybridsystems, dass später fehlerfrei funktionieren soll, kann ich mir vorstellen dass die Anpassung von Toyota auf BMW ziemlich aufwändig ist, wenn man keinen Einblick in den Produktions- und vor allem Entwicklungsprozess hat.
      Um sehr intensives Testen der kopierten bzw. nachempfundenen (wenn das Original eben wirklich nur als Inspiration bzw. Orientierungspunkt dient) kommt man zwar so oder so nicht herum, aber man kann das ganze sicherlich durch Kooperation stark vereinfachen.

  • Anonymous

    Mir ist nicht bekannt, in wie weit Know-How Entwicklungsvorsprünge – beiderseits – konkret durch Patente abgesichert sind. Aber es erscheint mir mehr als selbstverständlich dass dergleichen ebenso in einen mögl. Koop-Topf hineingehören würde wie z.B. ganze Komponenten, Materialforschung, Elektronik u.s.w.

    Hingegen erscheint mir der beschriebene Nachbau (incl. der rechtlichen Seite) niemals eine wirkliche Option für einen professionell agierenden Hersteller – egal ob im Premium- oder Massenbereich – zu sein. Dazu ist die Automobil-Entwicklung doch etwas zu komplex. Das zeigen ja auch immer wieder die chinesischen Plagiatsversuche – deren grundlegendes Scheitern doch i.d.R. schon unmittelbar nach dem Design Platz greift.. 

    • Anonymous

      “Dazu ist die Automobil-Entwicklung doch etwas zu komplex. Das zeigen ja auch immer wieder die chinesischen Plagiatsversuche – deren grundlegendes Scheitern doch i.d.R. schon unmittelbar nach dem Design Platz greift..”

      Muss ja nicht jeder so dummdreist nachbauen wie die Chinesen.

      Dir sei versichert das die Automobilhersteller Fremdfabrikate auf ihren Fabrikhöfen zerlegen, um sich “inspirieren” zu lassen. Weitere Details spare ich mir.

      • Anonymous

        Zitat von MFetischist: “Dir sei versichert das die Automobilhersteller Fremdfabrikate auf ihren Fabrikhöfen zerlegen, um sich “inspirieren” zu lassen.”

        Natürlich weiss auch ich dass sie dergleichen Tun (wenn auch vielleicht nicht gerade auf den Höfen) – alles Andere wäre auch einfach nur Ignorant und Unprofessionell. Bis zu einer dann vergleichbaren eigenen Lösung bleibt der Weg dann trotzdem oft unendlich weit ……..

        Ein Beispiel dazu – dass mich zugegeben seit einigen Jahren bereits in seinen Bann zieht – sind die Fehlversuche des VAG-Konzerns mit der sagenumwobenen Registeraufladung des 4 Zylinder 2,0 ltr. Diesels. Dessen Leistung ist mit 204 PS schon seit mehreren Jahren publiziert, was bislang freilich fehlt ist ein käufliches Exemplar. Bekanntlich hat sich auch Daimler daran auch längere Zeit versucht und Opel hat dergleichen bereits 2005 (!) angekündigt.

        Also in Sachen “Inspiration” bin ich völlig bei dir – eine eigene, markttaugliche Lösung daraus zu bauen ist hingegen oft ein unüberwindliches Hinderniss. Und das nicht nur für die Raubkopierer aus Fernost – ich bin überzeugt dass hier auch schon jeder dt. Hersteller (nat. incl. BMW) seine neg. Erfahrungen gemacht hat.

        • Spree

          “Ein Beispiel dazu – dass mich zugegeben seit einigen Jahren bereits in
          seinen Bann zieht – sind die Fehlversuche des VAG-Konzerns mit der
          sagenumwobenen Registeraufladung des 4 Zylinder 2,0 ltr. Diesels. Dessen
          Leistung ist mit 204 PS schon seit mehreren Jahren publiziert, was
          bislang freilich fehlt ist ein käufliches Exemplar. Bekanntlich hat sich
          auch Daimler daran auch längere Zeit versucht und Opel hat dergleichen
          bereits 2005 (!) angekündigt.”

          Das ist allerdings interessant !
          Zumal es den Registerturbo bei VW ja jetzt schon 2 Jahre gibt, aber nur bei den Nutzfahrzeugen.
          Dabei geht es doch dort viel preissensiebler zu, d.h. teure Technik wird viel weniger “bezahlt”.
          Bin gespannt wann es den Motor auch bei den PKW´s geben wird.

          Allerdings wird auch Interessant, welche Motoren BMW an Toyota liefert. Und ob diese dann auch bei Lexus eingesetzt werden, denn da gibt es ja direkte Konkurenz.

          • Anonymous

            Zitat:  “Zumal es den Registerturbo bei VW ja jetzt schon 2 Jahre gibt …..”

            Ein – leider – oft gehörter Irrtum! Es handelt sich um einen Doppel- oder BiTurbo ala Peugeot und eben nicht um eine Registeraufladung. Leistung bekanntermassen 180 PS. Weil der sooft angekündigte 204 PS Register noch immer nicht verfügbar ist, fehlt VW im Golf/Passat nach wie vor ein starker Diesel und selbst Audi hat den Single-Turbo jetzt auf 177 PS hoch gefahren.

            Zum Thema Lexus habe ich schon oben ausgeführt das ja (bei Systemlieferung) wohl nur 4-Zylinder in Frage kämen, da in die Toyota/Lexus Fahrzeugkonfigurationen schwerlich ein R6 passen würde. Und falls doch, ist zu bedenken dass Wettbewerb zw. BMW u. Lexus eigentlich nur in Nordamerika stattfindet – und das ist derzeit kein Diesel-Markt.

            • Spree

              “Ein – leider – oft gehörter Irrtum! Es handelt sich um einen Doppel-
              oder BiTurbo ala Peugeot und eben nicht um eine Registeraufladung”

              Der 180PS Diesel im VW T5 und der 163 PS im Amarok sind keine Bi-Turbo(2 gleich große Lader) wie der Peugeot, sondern Zweistufig Aufgeladene Diesel(kleiner/großer Lader), wie bei BMW und Mercedes.
              VW kauft das System bei BorgWarner, genau wie BMW und Mercedes.
              Wieso das aber im PKW Bereich keine Anwendung findet, keine Ahnung.

              Zu Lexus:
              Ein RX oder GS mit 2.0L Registerturbo wäre in Europa sicherlich der Topseller bei Lexus…

              • Anonymous

                Unabhängig davon wer immer der Systemlieferant ist – es handelt sich def. um keine Registeraufladung.

                • Spree

                  Dazu der Systemlieferant Borg Warner, der es ja wissen sollte:

                  “In seiner Fahrzeugklasse setzt der
                  T5 mit dem R2S-System von BorgWarner
                  eine neue Benchmark. Kein anderes
                  Konzept von zweistufigen Aufladesystemen
                  zeigt beim Dieselmotor hinsichtlich
                  Ansprechverhalten aus niedrigen
                  Dreh zahlen, maximalem Nennmoment,
                  spezifischer Leistung, Wirkungsgrad im
                  gesamten Kennfeld und kompaktem
                  Package eine vergleichbare Performance.”

                  und:

                  Ab sofort bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge
                  den 2,0-Liter-Diesel mit zweistufiger
                  geregelter Aufladung auch im Amarok
                  an.

                  Das R2S System wird auch an BMW, Mercedes und (wurde)Saab(GM) geliefert.

                  Dazu noch ein Zitat aus der Produktbroschüre 2004 zur Neueinführung bei BMW:

                  “Bei dem neuen Triebwerk handelt es
                  sich um einen 3-Liter-Diesel Reihensechszylinder-
                  Motor mit der 2-stufigen
                  geregelten Aufladung R2S™ von Borg-
                  Warner Turbo Systems. Seine maximale
                  Leistung erreicht der Diesel bei 200 kW
                  bzw. 272 PS”

                  Dieses System gibt es übrigens bei Marinefahrzeugen und Nutzfahrzeugen schon länger…

  • Cjuh

    Warum bauen die beiden nicht endlich mal ne Kombi aus Diesel und Hybrid. So sollte ein echtes 3 L Auto im 1/3 drin sein.

    • Anonymous

      Gibts bei den Franzosen bereits.

      Chris

  • Stephan S.
  • Allerweill

    wie wärs mit einem Turbolosen Dieselhybrid. Elekromotor statt Turbo und in der Stadt mit fast Immisionfreies fahren wie beim Prius

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