Unisex-Tarife erfordern neue Einstufung in der Kfz-Versicherung

Sonstiges | 26.10.2011 von 3

Zum Ende eines Jahres werden sämtliche Regional- und Typklassen der Autos vom “Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.” (kurz: GDV) überprüft, wofür alle erfassten Schadensmeldungen und …

Zum Ende eines Jahres werden sämtliche Regional- und Typklassen der Autos vom “Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.” (kurz: GDV) überprüft, wofür alle erfassten Schadensmeldungen und Unfallstatistiken herangezogen und detailliert ausgewertet werden. Wurden innerhalb einer Autoklasse besonders viele oder besonders wenige Unfälle verursacht, werden diese Autos in eine neue Typklasse eingeordnet. Die neue Einstufung wirkt sich entsprechend auf den Beitrag der Kfz-Bersicherung aus. Je höher die Typklasse eines Fahrzeugs ist, desto höher wird auch der Versicherungsbeitrag für den Kunden. Das Ergebnis der Prüfung liegt meist spätestens im Oktober des jeweiligen Jahres vor.

In diesem Jahr mussten relativ wenige Autos neu eingestuft werden, weshalb sich der Versicherungsbeitrag für die Autos in den entsprechenden Klassen in vielen Fällen nicht ändern wird. Zwei Drittel der Autofahrer sind von dieser Maßnahme in diesem Jahr nicht betroffen, weil sich die Einstufung ihres Autos nicht geändert hat.

Zu Beginn des Jahres 2012 werden nun allerdings die Tarife der Versicherungsgesellschaften aufgrund der sogenannten Unisex-Tarife umgestellt. Demnach ist es Kfz-Versicherungen ab dem kommenden Jahr nicht mehr gestattet, unterschiedliche Versicherungsbeiträge für Männer und Frauen zu erheben. Durch die Anpassung der Tarife besteht für viele Autofahrer die Gefahr, dass die Beiträge zum Ende des Jahres erhöht werden. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, muss die Kfz-Versicherung betroffene Versicherungsnehmer darauf rechtzeitig hinweisen. Nach einer Beitragserhöhung hat man als Autofahrer immer ein vierwöchiges Kündigungsrecht ab Erhalt der Mitteilung.

Eine weitere Änderung in der Kfz-Versicherung ist bei vielen Versicherern die Umstellung auf ein anderes Rabattsystem. Bisher gab es die maximale Schadensfreiheitsklasse SF 25. Nach mehreren unfallfreien Jahren wurde man in diese Klasse eingestuft und hat dadurch bis zu 70 Prozent des normalen Versicherungsbeitrags eingespart. Nun wurden die Schadenfreiheitsklassen angepasst und gehen bis zur neuen SF-Klasse 35. Ist man in dieser Klasse angekommen, zahlt man nur noch 20 Prozent des eigentlichen Beitrags.

(Bild: BMW)

  • Anonymous

    Ardt was meinst du als Student zum Thema Unisex?

    • Anonymous

      Als staatlich geprüfter Biotechnologiesoziologe kann ich sagen: In Polen auf einer Unisextoilette ist einem Kumpel von mir was lustiges… ach lassen wir das.
      Ich finde es genauso wie die Frauenquote in den DAX-Unternehmen absolut überflüssig bzw. contraproduktiv.
      Gerade männliche Fahranfänger dürften um einiges mehr Unfälle bauen als junge Frauen (Stichwort: geistige Reife, Imponiergehabe..). Warum also die Tarife gerade in diesem Punkt nicht mehr entsprechend angepasst sein dürfen ist wieder so eine peinliche “Errungenschaft” der Emanzipation die für Frauen weniger Vor- als Nachteile bringen wird.. Meine Ex fuhr jedenfalls als Fahranfängerin weit vernünftiger als ich in dem Alter 😀
      Ich bin mit Motorrad und Auto aber über meine Mutter sehr günstig versichert, sonst könnte ich mir beides eh nicht leisten. Da sich durch die Neuregelung herzlich wenig bei ihr ändern dürfte mach ich mir da wenig Sorgen..
      So.. ich geh jetzt und fütter meine chitinfressenden Bakterien

      • Ist doch eh Wurscht. Viele Fahranfänger versichern ihr Fahrzeug bei den Eltern mit.
        Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden hab, finde ich die neuen Klassen besser, weil bei uns Zuhause viele Fahrzeuge nochmal 5% (vom aktuell Betrag ausgegangen 20%) günstiger werden. Jemand, der schon über viele Jahre ohne Schäden fährt, ist hier mit der neuen SF35 klar im Vorteil 😉

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