Klare Dementis: Keine Kooperation von BMW & Daimler in Sachen V12

Sonstiges | 22.09.2011 von 17

Manchmal schaffen es Zeitungen, auch für eine falsche Meldung jede Menge Aufmerksamkeit zu erhalten. Ein aktuelles Beispiel liefert die Auto Motor und Sport, die in …

Manchmal schaffen es Zeitungen, auch für eine falsche Meldung jede Menge Aufmerksamkeit zu erhalten. Ein aktuelles Beispiel liefert die Auto Motor und Sport, die in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise über weit fortgeschrittene Gespräche zwischen der BMW Group und Mercedes berichtet.

Angeblich verhandeln die Entscheidungsträger in München und Stuttgart über die Lieferung aktueller V12-Triebwerke nach Stuttgart, was mit Blick auf die aktuell auslaufende V12-Generation von Mercedes durchaus Sinn ergeben würde. Die Stuttgarter gaben bereits vor einigen Monaten bekannt, in Folge der überschaubaren Stückzahlen und der angestrebten Reduzierung der Flottenemissionen keinen neuen V12 mehr entwickeln zu wollen. Andererseits könnte der Einsatz von BMW-Triebwerken unter Mercedes-Motorhauben auch für Missverständnisse bei der anspruchsvollen Kundschaft beider Marken sorgen.

Da das Image beider Marken als eigenständige Premiumhersteller unter einer solchen weitreichenden Kooperation bei durchaus vom Kunden bewusst erlebbaren Bauteilen leiden könnte, überrascht auch die zeitnahe und unmissverständliche Reaktion beider Seiten nicht: Sowohl BMW als auch Mercedes ließen noch am Mittwoch verlauten, dass die Aussagen der AMS jeglicher Grundlage entbehren und derzeit keine derartigen Gespräche zwischen den beiden Marken laufen.

Bereits seit vielen Monaten arbeiten die BMW Group und Mercedes allerdings beim Einkauf von Bauteilen zusammen, die vom Kunden nicht mit den Fähigkeiten einer Marke in Verbindung gebracht werden und bei denen keine Differenzierung zwischen den Premiummarken notwendig ist. Als Beispiele hierfür werden immer wieder die Motoren der elektrischen Fensterheber sowie diverse Komponenten der Sicherheitsgurte genannt und es versteht sich von selbst, dass ein zentrales Bauteil wie ein V12-Verbrennungsmotor, von dem ein Großteil des Faszinationspotentials eines entsprechend motorisierten Fahrzeugs ausgeht, nicht in diese Kategorie fällt.

  • Jerome Reuter

    Ich hoffe wirklich, dass der V12-Motor sowohl bei BMW als auch bei Mercedes zumindest in der kommenden Modellgeneration eine Zukunft hat. Da sowohl der N74 als auch der M275 zusätzlich in RR Ghost und Maybach 57/62 zum Einsatz kommen und ich mir nicht vorstellen kann, dass hier auch auf V8-Turbo umgestellt werden wird (sollte Maybach ein Zukunft haben), dürften doch auch mit den V12-Motoren zusätzlich zum Verbau in F? und W222 noch entsprechende Stückzahlen zu erzielen sein. Ferner war ja schon in der ams zu lesen, dass Mercedes den M275 für die Zukunft nochmal grundlegend überarbeitet, was sich dann wohl auch nochmal positiv auf den Verbrauch auswirken dürfte. Außerdem finde ich, dass die Zwölfzylinder durch den Entwicklungsschritt hin zur Turboaufladung noch einmal deutlich an Faszination hinzugewonnen haben (weshalb mir gerade das Vorgehen von Audi, den W12 auf 6,3l aufzubohren, nicht ganz einleuchtet).

    • http://www.facebook.com/people/Simon-Matz/100001653068368 Simon Matz

      Gibt’s Maybach überhaupt noch? 
      Der V12 Mercedes hat schon seit Ewigkeiten eine Turboaufladung ;)
      Ich erinnere mich da an einen 600PS SL-Roadster ;)

      • Jerome Reuter

        Klar, der M275 ist seit 2002 auf dem Markt.

    • Anonymous

      “sollte Maybach ein Zukunft haben”?

      Wohl nicht nein -> http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,771313,00.html

      Klar sollten die großen V12 überleben, die Faszination ist unerreicht. Er ist einfach erhaben und souverän. Heimlich Träume ich sogar von einem 660i Coupé, mit dem V12 aus dem 760er… und einer völlig neuen Ausbaustufe des M6 mit 600 PS, um trotzdem den Respektabstand zu wahren.

      Ist mit BMW natürlich nicht zu machen.

      Ein BMW V12 in einem Benz würde die Attraktivität des Benz nur weiter erhöhen. Den Hybrid in S Klasse und 7er haben sie ja gemeinsam entwickelt.

      Jedenfalls interessante Gedankenspiele.

      • Jerome Reuter

        Ich finde, dem 6er würde ein V12 vom Charakter nicht wirklich gerecht. Für mich ist ein Zwölfzylinder die absolute Spitze und gehört damit ins Topmodell-also in den 7er. Ein im wesentlichen dem Mercedes CL vergleichbares Top-Coupe hat BMW leider nicht (mehr?–>E31) im Programm. Der 6er ist ein GT, sollte damit entsprechend kräftig motorisiert sein, aber er spielt nicht in der Liga des CL.  Zwar preist manches Fachbuch den CL als GT an, aber das ist es doch nicht wirklich, sondern eine Art Continental R auf Schwäbisch. Ich würde es gerne sehen, dass BMW einen neuen 8er baut. 

        • Anonymous

          Joar aber ein 8er wird nicht mehr kommen. Der 6er ist ein GT, weswegen ihm der V12 natürlich stehen würde. Vor allem weil er innen ja auch auf gehoben getrimmt ist. Vom Preis sowieso.

          Der 6er wurde durch den 8er ersetzt und dann der 8er wieder durch den 6er. An seiner grundsätzlichen Positionierung ändert das nicht sehr viel.

          Der CL als “S-Klasse” Coupé ist für den V12 natürlich auch völlig prädestiniert. Ganz deiner Meinung.

        • Anonymous

          der 6er mit V12 würde mich ziemlich stark an eine moderne Version des 850i erinnern. Fahrzeugtyp, Ausstattung und Motor, ziemlich identisch

      • Anonymous

        660i Coupé, mit dem V12 aus dem 760er. Ohhhh das wäre auch für mich ein Traum, ein Traum??! Leider…. sozusagen ein M6S oder M6+ hehe!! Das wärs! ;)

        • Anonymous

          Naja ein 660er wäre sicher kein M6+, weil der Motor dafür viel zu schwer ist. Das wäre dann wirklich nur der erhabene Luxusgleiter und erst recht kein Sportwagen. 

          Das war ja auch immer der Fehler in der Einschätzung des E31.

          • Jerome Reuter

            Die Fehleinschätzung gab es auch bzgl. des Z8. Der war auch eher Cruiser als Sportwagen. Hatte die Presse nur etwas flach verstanden angesichts der Tatsache, das der S62 unter der Haube war.

  • Anonymous

    Nimmt die AMS überhaupt noch jemand ernst?

    • Stefan

      Jetzt wieder nachdem sie die Fabelwerte des A6 Avant Biturbo TDI mit 313 PS wieder ins rechte Licht gerückt hat. Die Autozeitung hatte 0-200 20.9 sec. gemessen (eine Märchenstunde!) und die AMS 0-200 25.2 sec, was deutlich realistischer für ein Allrad 2 Tonnen Diesel Fahrzeug ist!

      • Jerome Reuter

        20,9s wären, wenn es denn stimmt, ziemlich gut. Ein 996 mit 300PS braucht handgeschaltet und bei ca. 1400kg Leergewicht auch ca. 20s..

    • Canuck

      War jetzt die erste Fehlmeldung seit Jahren. Alle anderen Zeitungen außer der AMS kannste doch in die Tonne kloppen. Und dass die AMS hier nicht anerkannt wird, liegt daran weil die BMW-Boys nicht immer die Tests gewinnen.

      • Anonymous

        :-D Jepp, die erste Fehlmeldung seit Jahren.. Ob BMW Tests gewinnt ist mir ziemlich egal, weil die Tests nicht so gewichtet sind, wie ich persönlich (!) es bei Fahrzeugeigenschaften tun würde. Aber z.B. den großen Diesel als unkultiviert zu bezeichnen und den V6 von Audi im Gegenzug zu loben sagt mehr über die Redakteure als über die Autos aus..

  • Mark

    Wird in naher Zukunft durch einen Turbo-R4 ersetzt :p.

    • Arschi

      Wer? Du?

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