BMW erhält ÖkoGlobe für intelligenten Leichtbau mit Carbon

BMW i | 6.09.2011 von 22

Carbon wird nach Überzeugung vieler Fachleute bei den Autos der Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen, denn kein anderes Material vereint extrem niedriges Gewicht mit derart …

Carbon wird nach Überzeugung vieler Fachleute bei den Autos der Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen, denn kein anderes Material vereint extrem niedriges Gewicht mit derart hoher Steifigkeit und guter Formbarkeit. In den letzten Jahren war immer wieder zu hören, dass die Kosten der Fertigung einen Einsatz in der Großserie unrentabel machen, aber offensichtlich hat sich die Situation in dieser Hinsicht mittlerweile geändert.

Als erster Hersteller möchte BMW im Jahr 2013 sein Megacity Vehicle BMW i3 mit einer komplett aus CFK bestehenden Fahrgastzelle auf den Markt bringen, bereits 2014 folgt der Hybrid-Sportler BMW i8 mit ähnlicher Technik. BMW etabliert sich somit als Vorreiter bei der Einführung von Carbon in der automobilen Großserie und legt den Grundstein dafür, in der Zukunft leichtere und somit sowohl effizientere als auch dynamischere Autos bauen zu können.

Auch die Jury des ÖkoGlobe 2011 schätzt die Lage ähnlich ein und hat BMW in der Kategorie “Neue Werkstoffe im Fahrzeugbau” auf den ersten Platz gesetzt. Gelobt wird nicht nur der kommende Einsatz von Carbon bei den Modellen der Submarke BMW i, sondern auch die kontinuierliche Steigerung der Stückzahlen von Carbon-Bauteilen seit dem Jahr 2003 sowie der generelle Einsatz intelligenter Leichtbaumaßnahmen.

Weitere Siege für Automobilhersteller gab es in der Kategorie “Nachhaltige Fahrzeugantriebe” für den Opel Ampera, in der Kategorie “Serienfahrzeug mit Nachhaltigkeitsfaktor” für den Ford Transit Connect electric und den Peugeot 3008 Hybrid4 sowie in der Kategorie “Neue Mobilitätskonzepte” für den von Daimler gebauten Bus Rapid Transit BRT.

Erstmals verlieh die Jury auch den Antipreis “Grüne Zitrone”, mit dem zukünftig auf Entwicklungen aufmerksam gemacht werden soll, die hinsichtlicher ihrer Nachhaltigkeit bedenklich sind. In diesem Jahr erhält Audi diesen Preis für die Wörthersee-Studie A1 Clubsport quattro, die mit ihren 503 PS aus Sicht der Jury nicht zeitgemäß ist.

Dr. Klaus Draeger (Entwicklungsvorstand der BMW AG): “Unserem Unternehmen ist es wichtig, neben der Elektromobilität Innovationen in der Werkstoffentwicklung voranzutreiben und mit beidem einen großen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.”

(Bilder: BMW | Quelle: ÖkoGlobe Institut der Universität Duisburg-Essen)

  • Anonymous

    Haha, Audi bekommt wieder mal Kritik :-)))

    Respekt an BMW – zuerst F02, F07, nun die BMW i Modelle 🙂

    emirbmw

  • Anonymous

    Einen Ökopreis für vordergründig zwei Modelle, bis zu deren Markteinführung es noch min. 2 Jahre hin ist? Für 2 Studien? 

    Und das obwohl 5er und Co. immer moppliger werden? Wo uns Audi mit dem A6 auslacht?

    Erinnert mich irgendwie an den zu früh verliehenen Friedensnobelpreis an Obama.

    • Anonymous

      Auch wenn es zum Teil stimmt, hat der Audi A6 gegen den BMW 5er in 80% der Tests verloren. Wieso? Weil der 5er “leichter” um die Kurven sich fahren lässt und den Fahrdynamik-Test an den 5er geht. Wo bleibt denn der Gewichtsvorteil des Audis – in der Hose, richtig. Ob der BMW nun 50 Kilo mehr wiegt oder nicht, ist nicht relevant, solange die Fahrdynamik 1A bleibt und auch der 5er Spaß macht. Neulich habe ich einen Fahrbericht zum 650i F12 gelesen. Trotz des zu hohen Gewichts erzielt er eine Geschwindigkeit beim Handling-Kurs eines Sportwagens. Er lässt sich quer bewegen und auch kontrollieren – wo bleibt da der Gewichtsvorteil anderer Hersteller. Manchmal soll man eben nicht nur der Theorie glauben, sondern in der Praxis ausprobieren.

      Außerdem bist du in letzter Zeit ganz schön pessimistisch unterwegs – kein einziger Beitrag von dir ist mit jeglichem Optimismus vorzufinden – Schade eigentlich.

      emirbmw

      • Anonymous

        Wenn die Fahrdynamik mit immer aufwendigeren Fahrwerken künstlich erkauft werden muss, ist das keine Sensation. Im Gegenteil der 5er könnte noch weitaus dynamischer und der Abstand zur Konkurrenz noch größer sein, wenn die Fahrzeuge eben nur leichter werden würden.

        • Anonymous

          “Ich werd schon wieder. Erfreu mich jeden Tag an meinem E60 LCI ;).

          PS: Ich lebe meine Liebe zu BMW zur Zeit eher künstlerisch aus ;)…”

          Warte schon darauf :-)))

          Dass der F10 noch dynamischer wäre, wenn er leichter wäre, ist natürlich klar, aber was soll’s – ist nun mal so! 🙂 Man blicke in die Zukunft 😉

          emirbmw

        • Lennardt

          ich kann das Bild wegen Yensur nicht oeffnen, was ist zu sehen?

          • Anonymous

            Na so ein Müll… Ich schau mal ob ich es heute Abend ( es liegt auf einem anderen Rechner ) noch anders zugänglich gemacht bekomme. Der Upload als Anhang zu einem Beitrag wollte gestern nicht funzen.

      • Hans

        haha

        • Anonymous

          Hallo Hans,

          danke für dein ausführliches Statement zu meinem Beitrag! Solch einen konstruktiven Beitrag habe ich seit langem nicht gelesen! Danke, du hast den Abend verschönert! :-DD

          Tschüß Hans!

          emirbmw

    • Hat mich auch an die Geschichte mit Obama erinnert 😉
      Ausserdem sind einige 5er Modelle mit Einführung der 4 Zylindermotoren leichter geworden 😉
      Ausserdem finde ich jetzt die ganze Elektronik im 5er gar nicht mal so schlecht:
      Allradlenkung, 8 Gang Automatik, aktives Fahrwerk, Head-Up-Display, Biturbo-Aufladung usw.
      Wenn BMW mit seinen hohen Leergewicht doch sportlicher als die Audi um die Kurve fährt und dabei noch weniger Sprit braucht, geht das Konzept doch auf.
      Gerade die technischen Details (Ok Audi hat da relativ schnell nachgezogen) sind bei BMW Klasse. Schonmal die 8 Gang Automatik mit der Multitronic verglichen? Fahr mal einen F10 520dA und einen A6 2.0TDI. In dieser Leistungs bzw. Preisklasse wird in der unteren Oberklasse das Geld verdient und hier hat BMW klar die Nase vorn. Eine 9 Gang Automatik für Front-Quer Antriebe ist im kommen, aber bis die Audi zur Verfügung hat, vergehen noch ein paar Tage.

      • Anonymous

        “Ausserdem finde ich jetzt die ganze Elektronik im 5er gar nicht mal so schlecht:
        Allradlenkung, 8 Gang Automatik, aktives Fahrwerk, Head-Up-Display, Biturbo-Aufladung usw.
        Wenn BMW mit seinen hohen Leergewicht doch sportlicher als die Audi um die Kurve fährt und dabei noch weniger Sprit braucht, geht das Konzept doch auf.”

        Richtig. 

        Auch die aktive Hinterachskinematik ( so hieß es beim 8er ), die Integralaktivlenkung ist der Knaller. Ich find das auch alles toll aber wenn die Fahrzeuge noch 100 kg leichter wären… Die Verbrauchseinsparungen und die zu erwartende Dynamik… Wahnsinn.

        Dem M5 würde es auch noch zu Gute kommen. 😉

        “Fahr mal einen F10 520dA”

        Danke verzichte ;)… Die große 5 und Reihensechser Benziner. <3

  • Chris Toff

    Das wurde auch mal Zeit, dass diese Technologie ausgezeichnet wird (Achtung: Ironie)!
    Der Energieverbrauch zur Herstellung des Materials ist enorm, die Wiedervervendbarkeit im Gegensatz zu Alu oder Stahl mehr als fraglich. Ob dieser Mehraufwand in der relativ kurzen Laufzeit eines PKWs wieder eingefahren werden kann, glaub ich kaum. Lass mich aber gerne eines Besseren belehren. Wie siehts mit Reparaturen aus, oder muss ich bei nem Rempler gleich ein neues Chassis kaufen?
    Aber das wird die Jury sicherlich berücksichtigt haben….logo.
    Ich behaupte einfach mal ganz frech, wenn die Gewichtsreduzierung der normalen BMWs nicht für die Renditen aufgegeben worden wären (siehe Aluvorderbau E60), würde dass der Umwelt (und uns Fahrern) mehr bringen.

    • Ich frage mich manchmal wirklich, ob die Leute glauben, dass große Firmen einfachste Probleme nicht im Blick haben. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass irgendein x-beliebiges Unternehmen mit vielen Jahrzehnten Automobilbau-Erfahrung Dinge wie das Recycling oder das Verhalten im Fall eines Unfalls bei der Planung neuer Produkte nicht berücksichtigt?! BMW hat sechs Mal in Folge den Dow Jones Sustainibility Index gewonnen, eben auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit im gesamten Produktlebenszyklus inklusive Herstellung und Recycling. Bei BMW i steht Nachhaltigkeit noch weiter oben auf der Prioritätenliste als bei den sonstigen Modellen. Natürlich hat man sich über Recycling und Wiederverwendbarkeit Gedanken gemacht und ist dabei zu Lösungen gekommen, die den großflächigen Einsatz von Carbon sinnvoll erscheinen lassen. Bezüglich der Reparierbarkeit habe ich schon mehrere Beiträge geschrieben und um es kurz zusammenzufassen sei gesagt, dass bei den Modellen von BMW i in der Regel das Drive-Modul aus Aluminium leichtere Unfälle abfängt und erst bei schwereren Unfällen die Carbon-Zelle zum Tragen kommt. Wenn Carbon beschädigt wird, dann im Gegensatz zu Stahl oder anderen Metallen nur lokal begrenzt, weshalb es sich relativ gut reparieren lässt – es verzieht sich zB bei einem Seitenaufprall nicht die gesamte Karosserie, wie es bei Stahl der Fall ist. Natürlich wird es weiterhin Totalschäden geben, bei denen eine Reparatur nicht wirtschaftlich ist, aber das gibt es bei jedem Material. Kaputte Elemente und Verschnitt von der Produktion können recyclet werden, denn bei manchen Teilen (bei denen Stabilität keine Rolle spielt, niedriges Gewicht aber dennoch nützlich ist) können auch kürzere Carbonfasern genutzt werden, weshalb es sehr wenig “Müll” gibt, der wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist.

      • Chris Toff

        Nur weil BMW etwas macht, heißt das nicht (immer), das es richtig ist. Die kochen auch nur mit Wasser. Klar haben die so scheinbar “einfache” Probleme im Blick, keine Frage. Ich denke aber, dass BMW speziell mit dem Carbonchassis diese z.B. zur Reichweitenerhöhung und anderen Dingen, die sich vordergründig gut vermarkten lassen (Reichweite, geringer Verbrauch während Nutzungsphase) vernachlässigt hat. Natürlich habe ich auch keine Gesamtenergiebilanz (die von der Materialherstellung, der Montage, Nutzung etc. alles mit einbezieht) zur Hand, woher auch. Aber eben diese würde mich bei den i Modellen stark interessieren. Und das ganze dann einem “Efficient Dynamics Edition” Modell (wie ich diese Marketingsprache liebe) gegenübergestellt. Bin skeptisch, dass da alles so sauber ist, wie oftmals dargestellt. Aber dass wäre ja von der Idee her eine Grundvoraussetzung für die neue “i” Reihe. Finde ich zumindest.

        • BMW selbst spricht beim CO2-Equivalent auf die gesamte Lebensdauer von einem Wert zwischen 50 und 66 Prozent für den BMW i3 im Vergleich zum 118d E87. Klar, traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, aber ich würde es für extrem riskant halten, wenn BMW die i-Modelle mit hoher Nachhaltigkeit bewirbt und zB Greenpeace eine Woche nach Marktstart eine Studie veröffentlicht, nach der alles nur Unsinn ist und die ganze Rechnung unterm Strich nicht aufgeht. Mit Blick auf die Investitionen, die BMW rund um BMW i tätigt, halte ich eine solche Strategie für sehr unwahrscheinlich.

          http://www.bimmertoday.de/2011/08/01/bmw-i-und-nachhaltigkeit-vergleich-zwischen-bmw-i3-bmw-118d-e87/

        • BMW selbst spricht beim CO2-Equivalent auf die gesamte Lebensdauer von einem Wert zwischen 50 und 66 Prozent für den BMW i3 im Vergleich zum 118d E87. Klar, traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, aber ich würde es für extrem riskant halten, wenn BMW die i-Modelle mit hoher Nachhaltigkeit bewirbt und zB Greenpeace eine Woche nach Marktstart eine Studie veröffentlicht, nach der alles nur Unsinn ist und die ganze Rechnung unterm Strich nicht aufgeht. Mit Blick auf die Investitionen, die BMW rund um BMW i tätigt, halte ich eine solche Strategie für sehr unwahrscheinlich.

          http://www.bimmertoday.de/2011/08/01/bmw-i-und-nachhaltigkeit-vergleich-zwischen-bmw-i3-bmw-118d-e87/

          • Chris Toff

            Danke für den Link, das kannte ich noch nicht. Wie du auch schon geschrieben hast, gibts aber bei der Präsentation ein paar, ich nenn es mal fragwürdige “Details”:
            Energieverbrauch “alter” 118d, (Verbrauch 116ED F20 wird <3,9l sein), auch hat sich dort sicherlich im Bereich der Effizienz im Produktionsbereich von E87 auf F20 was getan, dann Co2Mix Euro 25 mit ca. einem drittel Kernkraftanteil anstatt deutschem Mix, was sich positiv aufs Co2 auswirkt usw.
            Nicht falsch verstehen, ich find die neue Richtung mit der i Reihe gut. Auch bin ich der selben Meinung wie Mistu, was das Marketing und Geldverdienen damit anbelangt.
            Lediglich der hohe Aufwand mit dem heutigen "Modewerkstoff" Carbon halte ich für unangebracht und für die Gesamtenergiebilanz nicht zuträglich, auch wenn diese besser als bei einem gestrigen Massenmodell ausfällt. Chapeau BMW!
            Ich halte es schlicht für Marketing a la Carbondach beim M6. Sieht toll aus, bringt in meinen Augen aber nix (im Fall i3 energetisch vermutlich eher noch nachteilig).

            • Ich stimme Dir da voll zu und verstehe Dich sehr gut 🙂
              Noch eine Info: Für Außenstehende vermutlich nicht überprüfbar, aber laut BMW ist der Einsatz von Carbon bei den i-Modellen unterm Strich billiger als eine konventionelle Karosserie, weil man so für die angepeilten Fahrleistungen und Reichweiten deutlich weniger sehr teure (und auch schwere und platzintensive) Batteriekapazität verbauen muss.

        • Mitsu

          Na ja, so naiv bist du doch nicht wirklich oder? BMW entwickelt die i-Modelle ja nicht aus Gründen der Menschenfreundlichkeit, sondern um Geld zu verdienen. Und aktuell lässt sich mit dem Ökogedanken Geld verdienen. Darüber hinaus macht man sich bei BMW (wie andernorts ja sicher auch) Gedanken darüber, was nach der Zeit der fossilen Brennstoffe ansteht (auch wenn das vermutlich noch länger hin ist als man uns manchmal vermitteln will). Und da passen die zumindest aus marketing Sicht ökologischen i- Modelle gut ins Bild. Das hat alles sehr viel, aber natürlich nicht ausschließlich mit Marketing zu tun. Am Ende geht es aber darum, dass sich BMW gegenüber den Mitbewerbern positioniert. Als Hersteller, der sein Image noch vor kurzer Zeit fast ausschließlich über Sportlichkeit definierte, ein schlauer Schachzug! Oder? Und ein zeitgemäßer! Einer, der lange schon anstand. Sportlichkeit allein lockt doch auch keinen mehr hinter dem Ofen her oder?

  • Funky

    Oberpeinlich BMW… einfach nur oberpeinlich. Rumgehype i3 etc… Carbon Müll… Elektro etc…
    und dann kommt ein Audi A2, der in allen Belangen besser ist und wird.
    Setzen, 6… BMW

    • Anonymous

      …ja Funky, wir kennen Deine Meinung nun mehr als genug, dieser blöde Carbon Müll und Elektro Müll, und diese viel besseren Ankündigungen von Audi mit dem Audi A2, warum macht das BMW nur immer?!! Hmm, kopfkratz… °;..;°

      • Funky

        Tja, irgendwas hat BMW falsch gemacht, wenn der gleichgroße Audi A2 mit 100kg Mindergewicht daherkommt ( von der völlig idiotischen und CO2 killenden Carbon Fertigung in den USA samt Importwegen nach Deutschland  mal abgesehen )… weiterkommt ( Reichweite ) und am Ende maximal gleichteuer oder sogar billiger wird?
        Das sind einfach nur die Fakten … jetzt den i3 noch als tolle Innovation zu bezeichnen, da hilft nichtmal mehr eine rosa BMW Brille…

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