Kleinserienhersteller Fisker bezieht künftig Motoren & Co. von BMW

News | 2.09.2011 von 4

Die Marke Fisker feierte vor wenigen Jahren eine spektakuläre Premiere und wie der Name von Designer Henrik Fisker verspricht, zeichnen sich die Modelle des auf …

Die Marke Fisker feierte vor wenigen Jahren eine spektakuläre Premiere und wie der Name von Designer Henrik Fisker verspricht, zeichnen sich die Modelle des auf nachhaltige und dennoch faszinierende Fahrzeuge spezialisierten Kleinserienherstellers durch ein faszinierendes Design aus. Der Name Henrik Fisker steht abgesehen davon auch hinter dem Design von zeitlos-eleganten Fahrzeugen wie dem Aston Martin DB9, dem Aston Martin V8 Vantage oder dem BMW Z8.

Der nun bekanntgegebene Deal zwischen Fisker und BMW bezieht sich zunächst auf ein jährliches Volumen von bis zu 100.000 Einheiten eines aufgeladenen Vierzylinder-Benziners, bei dem es sich um eine Variante des N20B20 handeln dürfte. Eingebaut werden soll der BMW-Motor in einem Auto, das bisher nur unter dem Projektnamen Nina bekannt ist und ab 2013 weltweit verkauft werden soll. Klar ist, dass der in der Mittelklasse beheimatete Fisker Nina über einen elektrifizierten Antriebsstrang verfügen wird, bei dem der Verbrennungsmotor nur eine untergeordnete Rolle spielen wird – Parallelen zum BMW i8 sind hier durchaus erkennbar, auch wenn der i8 einen sportlicheren Ansatz verfolgt.


Bild zeigt Fisker Karma

Ob Fisker den nun gesetzten Rahmen von 100.000 Motoren pro Jahr tatsächlich ausschöpfen wird oder ob man beim Vertragsabschluss lediglich Reserven für die Zukunft lassen wollte, bleibt abzuwarten. Die Zahl macht allerdings unmissverständlich klar, dass es Fisker ernst meint und es sich beim Nina nicht um einen Papiertiger handeln soll.

Henrik Fisker (CEO Fisker Automotive): “Der Motor von BMW war eine logische Wahl für uns, denn BMW ist bekannt dafür, die besten und sparsamsten Benzinmotoren der Welt zu bauen. Wir freuen uns sehr, dieses Abkommen mit BMW geschlossen zu haben.”

Bernhard Koehler (COO Fisker Automotive): “Diese Vereinbarung ist für Fisker sehr wichtig. Wir konzentrieren uns darauf, umweltgerechte Autos für unsere anspruchsvollen Kunden zu bauen, die dennoch Leidenschaft zum Fahren verkörpern. Wer könnte besser zu diesem Rezept passen als BMW?”

(Bild & Infos: Fisker)

  • Anonymous

    Fisker liess vor Kurzem verlautbaren dass man nur Fahrzeuge mit Elektro-Primärantrieb bauen will. Es stellt sich also die Frage, ob der BMW-Motor nicht nur als Range-Extender agieren soll und damit auch den Range-Extender des Karma ersetzt. Wenn dies zutrifft, dürfte es sich auch eher um den N16 als um den N20 handeln.

    Bei dieser Gelegenheit – die Kühlermaske des Karma kommt mir wie eine Interpretation der BMW-Niere vor. Der gute Henry hat wohl seine Wurzeln nicht ganz vergessen (können).

    • Wobei für den Zweck als reiner Range Extender eigentlich der aufgeladene Dreizylinder aus dem i8 noch interessanter wäre, mit Blick auf Bauraum und Verbrauch. Daher die Vermutung, dass es sich um den N20 handeln dürfte, aber natürlich kann es auch um den N13 gehen, völlig korrekt.

  • Anonymous

    Interessant. 2010 hatte ja Carbon Motors einen Vertrag über die Lieferung von 240.000 Dieselmotoren mit BMW
    geschlossen für das spezielle US Polizei Auto. Laut deren Webside haben die ja schon fast 17.000 “Reservierungen” – mal sehen, was die wert sind. Die Auslieferung sollte ja auch ab 2013 sein…
     
    Das Volumen von bis zu 100.000 Motoren pro Jahr (!)  ist eine Ansage von Fisker. So richtig glauben kann ich das nicht. Was für ein Auto soll dieser “Nina” denn sein, dass der sich 100.000 mal pro Jahr verkauft? Bisher haben die doch erst eine Handvoll (wenn überhaupt) Karma ausgeliefert. Und in Zwei Jahren wollen die dann zusätzlich bis zu 100.000 Autos bauen?! Klar, wenn die nur ein einziges bauen ist die Aussage “bis zu 100.000” auch nicht falsch gewesen. Na ja, zumindest haben die bei Fisker noch ein paar Investoren gefunden und die wollen ja auch alle bei Laune gehalten werden. Da klingt “Vertrag mit BMW” ja nicht schlecht. Und BMW ist es wahrscheinlich egal – nach dem Motto ” Wenn Fisker das hinbekommt dann verkaufen wir ein paar Motoren mehr und wenn nicht dann eben nicht”.
     
    Ob der Vertrag mit Fisker das Papier wert ist wird man sehen. Bisher haben ja weder Carbon Motors noch Saab noch Fisker einen Motor in ein Kundenauto eingebaut… 😉
     
    PS: Wetten würde ich am ehesten noch auf Carbon Motors…

  • Pingback: Fisker Atlantic: Elektro-Coupé mit BMW-Motor als Range Extender()

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