Zukunft der Scheinwerfertechnik: Auf Xenon und Voll-LED folgt Laser

News | 1.09.2011 von 19

Um die Sicherheit bei Nachtfahrten zu verbessern, hat man sich in München schon eine ganze Reihe von Dingen einfallen lassen. Trotz immer besserer Xenon-Scheinwerfer und …

Um die Sicherheit bei Nachtfahrten zu verbessern, hat man sich in München schon eine ganze Reihe von Dingen einfallen lassen. Trotz immer besserer Xenon-Scheinwerfer und Assistenzsystemen wie Night Vision mit Personenerkennung ist der Spielraum in dieser Hinsicht aber längst nicht ausgeschöpft.

In diesen Tagen startet mit dem 6er Coupé F13 das erste Modell der BMW Group, das direkt ab Marktstart optional mit Voll-LED-Scheinwerfern lieferbar ist und mit Technologien wie dem Dynamic Light Spot und dem blendfreien Fernlichtassistenten hat BMW schon jetzt angedeutet, wohin die Reise in naher Zukunft gehen wird.

Den nächsten großen Schritt in Sachen Lichttechnik stellt aus Sicht der BMW-Ingenieure Laserlicht dar, das schon in wenigen Jahren serienreif entwickelt sein soll. Mit Laser-Scheinwerfern ließen sich völlig neue Lichtfunktionen umsetzen, denn die weitestgehend parallelen Lichtbündel leuchten tausendfach intensiver als herkömmliche LEDs.

Auch bei der Gestaltung und Positionierung der Scheinwerfer bietet Laserlicht mehr Möglichkeiten als bisherige Systeme. Während herkömmliche LEDs als quadratische Einzellichtquelle eine Kantenlänge von einem Millimeter aufweisen, kann eine einzelne Laserdiode hundertfach kleiner gebaut werden.

Außerdem bietet Laserlicht eine höhere Systemeffizienz als alle bisherigen Systeme und hilft so dabei, Kraftstoff zu sparen: Aktuelle LED-Scheinwerfer erreichen pro Watt etwa 100 Lumen, ein heutiger Laser holt mit 170 Lumen bereits deutlich mehr Licht aus der eingesetzten Energie.

Wie nah die BMW Group vor der Serienreife dieser Technik steht, verdeutlicht die Verwendung von Laser-Scheinwerfern im vor einigen Wochen präsentierten BMW i8 Concept. Bekanntlich stellt diese Studie eine seriennahe Vorschau auf den BMW i8 dar, der Anfang 2014 bei den Händlern stehen soll. Es wäre keine Überraschung, wenn es für den Hybrid-Sportler dann neben Voll-LED-Scheinwerfern auch die noch sparsamere Laser-Variante geben würde.

  • Anonymous

    Könnte sich BMW auch vorstellen, dass der i8 2014 fliegen kann? 😀

    • Warten wir mal Mission Impossible IV ab, vielleicht kann er es da schon 😉

    • Warten wir mal Mission Impossible IV ab, vielleicht kann er es da schon 😉

    • Anonymous

      Wunschvorstellung…. Chis, das gibts erst beim LCI vom i8 ;DDD

      Interessant, wenn BMW wirklich schon am Laser arbeitet und Voll-LED noch nicht mal voll überall eingesetzt wird, dann schon so schnell den nächsten Schritt zu machen….

      • Cecotto

        glaubst du wirklich bmw arbeitet daran? glaubst du wirklich all die innovationen kommen primär und originär von bmw?

        • Klar, dafür gibts andere Spezialisten.
          Allerdings ohne die Vorgaben und die Freigabe der Abnehmer (z.B. BMW) geht bei denen Zulieferern auch nichts.

          • Cecotto

            in dem fall sind das technische studien im firtgeschrittenen stadium eines vorentwicklungsprojektes. die werden bmw oder anderen dann angeboten, um so die zukunft zu weisen, bzw. erste akzeptanztests durchzuführen. bei positiver resonanz kauft sich bmw oder sonstwer diese technik dann für ihre fahrzeugstudien ein, um ihrerseits dann marktnäher in einer gesamtfahrzeugarchitektur vorzufühlen.

            bmw selbst schafft an eigener innovation nicht derart viel wie hier in den kommentaren immer gerne geglaubt wird. das geschieht – logischerweise – zum größten teil alles durch die zulieferer, bzw. im verbund mit diesen. das risiko für einen hersteller alleine wäre bei derart kostenintensiven entwicklungen (mit grundlagenforschung) viel zu teuer und viel zu weitläufig. folglich machen das die spezialisten, mit denen man im idealfall eine sehr enge verbindung pflegt.

            in sofern ist auch die hier immer wieder aufkeimende diskussion “audi innovationen vs. bmw innovationen” mehr oder minder makulatur. wer seine technischen lebenszyklen besser mit den entwicklungszyklen der zulieferer synchronisiert hat und bereit ist für eine gewisse temporäre exclusivität mehr geld auf den tisch zu legen, der wird die “innovativere” marke sein, ohne selbst viel dazu beizutragen. stichwort 8-gang-automatik, stichwort voll-LED, etc… 

            • Der Namenlose

              Ich denke nicht, dass es um eine bessere Synchronisation der eigenen Zyklen mit denen der Zulieferer geht. Inzwischen gibt es fast jedes Jahr entweder ein neues oder geliftetes Modell in den höhren Fahrzeugklassen eines Herstellers. Man hat also genug Möglichkeiten, Neues einzuführen.

              Es geht eigentlich um mehrere Aspekte.

              Zum einen muss ein Hersteller gewillt sein, das Risiko einzugehen, etwas als erstes einzuführen, denn man weiss nicht, wie etwas Neues angenommen wird.

              Dann geht es auch darum, bereit zu sein, die Mehrkosten einer Ersteinführung auf sich zu nehmen, denn der erste zahlt den größten Teil der Entwicklung und auch das Lehrgeld der Kinderkrankheiten. Ist man innovativ, so ist man bereit hier den Vorreiter zu spielen.

              Dann geht es VOR ALLEM darum, in der Lage zu sein, eine neue Funktionalität ins Fahrzeug zu integrieren. Nur weil ein Zulieferer etwas anbietet, bedeutet es nicht, dass ein Hersteller es auch in das Fehrzeug integrieren kann, sowohl bezüglich der Time-To-Market als auch bezüglich der erreichten Qualität. Beispiele:
              – Seit 2003 gibt es die Runflatreifen. Inzwischen erreichen BMWs mit Runflats einen höheren Komfort als Hauptkonkurrenten ohne Runflats. Eigentlich könnte doch jeder Hersteller solche Reifen mit seinem Auto liefern, denn sie gehören für mich zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen von BMWs. Bekanntlich  werden ja diese Reifen von Zulieferern entwickelt oder? Nur so einfach ist es eben nicht. Das Fahrwerk muss entsprechend darauf ausgelegt werden. Das macht aber BMW selbst und nicht z.B. Dunlop.
              – Weil Du selbst Audi vs. BMW aufgezählt hast. Schau Dir die Integration der HUDs bei Audi an. Alleine weil es gewollt aber nicht gekonnt ausschaut, bestellen viele dieses Feature nicht.
              – Noch ein Beispiel ist so etwas vermeintlich einfaches wie Spurhalteassistent. Bei einem Test der VW-eigenen Hauszeitschrift war im Detail zu lesen, dass der Assistent vom 7er 50% mehr Punkte bei der Zuverlässigkeit bekam als der Assistent von A7. Also reicht es nicht, dass eine Kamera geliefert wird, sondern auch die Logik der Erkennung spielt eine Rolle.
              – Eine ACC mit Stop&Go ins Fahrzeug zu integrieren, ist keine Sache eines Zulieferers. Das machen die Hersteller selbst. Und seit wann kann man sie bei BMW bestellen und seit wann bei Audi?
              – Ein anderes Beispiel sind die Panoramaschiebedächer: seit 2004 in 5er-Touring bestellbar. So ein Ding muss erst einmal in die Karosserie integriert werden. Das kostet Geld, Umstellung der Produktion, Schulung der Werkstätte etc. Wäre Audi innovativ und willens, seinen Kunden ein solches Feature anzubieten, hätten sie es selbst entwickelt und nicht auf die konzernweite Einführung gewartet.
              – Handy-SIM-Karten sind überall zu haben. Nur muss man auch solche Karten sinnvoll ins Fahrzeug integrieren (können), u.a. für S.O.S., Servicebedarfmeldungen etc. Es kostet eben eine Menge Geld und Entwicklung, dafür zu sorgen, dass ich von meinem iPhone aus übers Internet meinen BMW entsperren kann. Diese Inegration hat absolut nichts mit den auf dem Markt verfügbaren Einzelelementen zu tun. Eine komplexe und weitsichtige Fahrzeugarchitektur zu bauen, ist eben nicht jedermanns Sache. Es kostet eine Menge Geld, als erster sich Gedanken zu den ganzen Connectivity-Diensten zu machen und zu realisieren. Es ist eben innovativ, über die eingebaute SIM-Karte (verfügbar für jeden Fahrer) den Auskunftdienst anzurufen, sich beraten zu lassen, die Adresse eines sehr guten Italieners zum Fahrzeug senden zu lassen und dann einfach in die Navigation zu übernehmen.

              Die Liste der Innovationen von BMW in dieser Hinsicht ist nun mal um einiges Länger als die von VAG-Konzern. Eine Full-LED als erster anzubieten, was nur eine Erweiterung der zuerst von Lexus angebotenen LED-Scheinwerfer ist, ist für mich keine Innovation, wenn es auch nicht einmal Kurvenlicht hat. Denn das ist die einfachste Integration eines einzelnen Features, dessen Integration mit dem Rest des Fahrzeugs nicht besonders schwer ist. Eine Innovation ist es dennoch, sich mit solchen Features in den Köpfen der Kunden als innovativste Marke zu etablieren. Das können die wirklich gut.

        • Anonymous

          nee natürlich nicht, gerade die Lichttechnik kommt nicht “primär” wie du sie sagst von BMW. Im grunde macht das aber jeder Hersteller gleichermaßen. Ein unterunternehmen(Zulieferer) wird hier nie oder kaum angesprochen…

      • Anonymous

        Denke ich mir auch – bei mind. 85% der Autos ist noch Halogenlicht Serie und jetzt wird für 2014 schon von Laserlichttechnik geredet. Dafür müsste nach meiner Logik mindestens Xenon für alle Autos zur Basisausstattung werden.

        Oder bietet BMW dann Xenon-, LED- und Laserlicht gleichzeitig an – je nachdem welches Scheinwerferinnenleben dem Kunden besser gefällt? Ersteres für 1000€, zweiteres für 2000€ und letztes für 3000€ Aufpreis.

        • Anonymous

          …und ich find die Xenon vom Licht her schon völlig ausreichend. Toll find ich wiederum das Dynamic Light Spot, mit dem direkten anleuchten eines Hindernisses,
          ja auch das hat seine Nachteile, haben wir ja auch schon ausführlich diskutiert.

  • Anonymous

    Praktisch… Schaut man bei der Fahrzeugpräsentation einmal direkt ins Licht, braucht man nie wieder eine Brille…

    • Anonymous

      Das habe ich mich beim Lesen des Artikels auch gefragt..

      • Anonymous

        Naja ich habe den Ausgang der “Behandlung” ja noch offen gelassen… Von Sehstärke 100 bis Erblindung ist alles im Bereich des Möglichen.

        Vll. als SA auch zwangsgekoppelt mit “automatisch abblendender Frontscheibe” ;)… Schöne neue Welt.

        • Anonymous

          So würde man jedenfalls alle dazu kriegen, sich ein neues Auto bzw. neue Brillengläser zu holen, um die Laserstrahlen abzublenden.
          Ich kann mir bei der Technologie nur vorstellen, sehr schwache Laser zu verwenden, wobei ich mich dann auch wieder frage was der Sinn des ganzen ist. Die Stromersparnis wird dabei ja nicht so der Hammer sein, ich will jedenfalls nachts nicht nur die Straße, sondern auch den Bereich darum herum beleuchtet wissen. BMW wird sich dabei schon was denken, DA vertrau ich noch drauf wenns um solche Peripherie geht.

        • Anonymous

          …dann steck den Kopf in den Sand Amigos ;DDDD

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  • Anonymous

    Ich finde Xenon als vollkommen ausreichend und auserdem finde ich das LED stark blendet ist mir mal so aufgefallen als mir nachts mal ein neuer A6 auf der Landstraße entgegen.

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