BMW TV: BMW Nothalteassistent schon bald serienmäßig an Bord?

BMW 5er | 26.08.2011 von 12

Vor gesundheitlichen Problemen ist man leider niemals sicher, auch nicht am Steuer eines Automobils. Die Folgen einer kurzen Ohnmacht oder dergleichen können im Straßenverkehr allerdings …

Vor gesundheitlichen Problemen ist man leider niemals sicher, auch nicht am Steuer eines Automobils. Die Folgen einer kurzen Ohnmacht oder dergleichen können im Straßenverkehr allerdings dramatischer ausfallen als beispielsweise auf dem Sessel im Büro, weshalb BMW an einem System zur Reduzierung dieser Gefahr arbeitet.

Über den BMW Nothalteassistent haben auch wir schon berichtet, nun gibt es mal wieder offizielles Bildmaterial zu diesem weiterhin in der Entwicklung befindlichen System. Sobald das Fahrzeug erkannt hat, dass der Fahrer nicht mehr in der Lage ist, das Auto zu steuern, übernimmt die Elektronik das Steuer und lenkt das Fahrzeug sicher auf den Standstreifen. Gleichzeitig wird über das Telefon ein Notruf inklusive der GPS-Koordinaten abgesetzt, um schnelle medizinische Hilfe einzuleiten.

Im Video ist zu Beginn auch ein weiteres Mal die neue Tachoeinheit zu sehen, über die wir erstmals im Zusammenhang mit dem Facelift für den BMW 7er F01 berichtet haben und die in letzter Zeit häufiger in Versuchsträgern zum Einsatz kam. Wann und ob dieses Display Einzug in die Serienmodelle hält, ist derzeit noch völlig unklar, aber in jedem Fall würden sich durch ein weiteres derart großes Display im Blickfeld des Fahrers zahlreiche weitere Optionen ergeben.

Am Ende des Videos wird zudem angekündigt, dass der BMW Nothalteassistent schon bald zur Serienausstattung gehören soll. Natürlich kann dies nur in Fahrzeugklassen der Fall sein, die auch über die entsprechende Sensorik verfügen, um das Auto im Fall der Fälle sicher durch den Verkehr zu lenken. Die Modelle der 5er-, 6er- und 7er-Reihe wären aber definitiv Kandidaten für eine solche Markteinführung, die allem Anschein nach schon früher als gedacht erfolgen könnte.

  • iQP

    “… der Fahrer nicht (mehr) in der Lage ist, das Auto zu steuern …”

    Das denk ich mir aber bei vielen Fahrern, denen man so auf der Straße begegnet. 😉

  • iQP

    Und ich bin weiterhin der Meinung, dass für die Umstellung auf das Kombi ein Facelift nicht reicht um das Potential auszuschöpfen …
    Weshalb ich eher glaube, dass es in der nächsten Generation denkbar ist. Oder eben der i8, der wird mit Sicherheit ein Display als Kombiinstrument erhalten.
    Der 7er dürfte mit der Modellaktualisierung erst wieder 2015 an der Reihe sein. Vielleicht bekommts ja vorher noch der X5 / X6 ?
    Ich denke, dass derzeit lediglich ein oder vielleicht zwei Versuchsträger in der Forschung damit ausgestattet sind, also noch weit von der Serie entfernt.
    Bisher sieht man einfach nur ein Kombi, das als Display ausgeführt ist, aber sonst nicht viel mehr macht.
    Aber ich lass mich ja gerne überraschen 😉

  • Der Vorteil dieses Systems liegt klar auf der Hand, aber wenn der Wagen so völlig unscheinbar auf dem Standstreifen ausrollt, hält niemand an um zu helfen.
    Situationsbedingt ist es aber natürlich auch nicht gerade günstig sich in die Leitplanke zu bohren. Der rückwärtige Verkehr kann solch ein Fahrzeug erfassen. Vorteil ist aber wiederrum, dass Personen halten und erste Hilfe leisten.
    Sehr knifflige Angelgegenheit, Rettungskräfte brauchen schließlich auch immer ein paar Minuten.

    Gruß Thomas

    • Anonymous

      Na, auf ner BAB hält auch nicht immer jemand beim Unfall… aber noch öfter ist das Problem doch auf Landstraßen – am besten Nachts auf ner Strecke wo aller 3 Stunden mal ein Auto kommt. Da ist das automatische Anhalten und Hilfe rufen schon super.

  • Der Namenlose

    Wenn sie das hinkriegen, dann haben sie es wieder geschafft, mehrere Funktionen des Autos sehr sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Super BMW.

    Allerdings stellt sich noch folgende Frage: im Film wird von gesundheitlichen Notfällen gesprochen. Ich vermute, hier wird irgendwie zumindest der Puls gemesen. Doch was ist mit Sekundenschlaf? Weiss jemand, ob das auch gehen soll? Wenn sie diese Situation auch noch hinbekommen, dann wäre das System ja einfach genial und jeden Cent Wert, den er mit Sicherheit kosten wird.

  • Anonymous

    Ich könnte mir vorstellen dass Spurwechsel durch Radar sowie Fahrbahnmarkierungen als sinnvoll oder eben nicht sinnvoll bzw. gefährlich eingeschätzt werden kann und der Wagen einen lauten Warnton von sich gibt. Ansonsten gibts ja inzwischen auch sicherlich die Technik, per Kamera den Fahrer zu beobachten (z.B. ob Augen zu lange am Stück geschlossen sind oder müdes, also häufiges Blinzeln..)

    • IQP

      Ja da kommts natürlich drauf an die vorhandenen Daten möglichst gut zu interpretieren.
      Zum einen eine Kamera, die den Fahrer beobachtet, also vor allem die Augen und zum andern auch das Fahrverhalten.

      • Anonymous

        hmm wenn Tempolimits anhand von Schildern optisch interpretiert werden können wird man denke ich auch Augenaufschläge zählen und interpretieren können, sollte also nicht allzu kompliziert sein (die Bildverarbeitung dafür dürfte ja weit genug sein)

    • IQP

      Ja da kommts natürlich drauf an die vorhandenen Daten möglichst gut zu interpretieren.
      Zum einen eine Kamera, die den Fahrer beobachtet, also vor allem die Augen und zum andern auch das Fahrverhalten.

  • Max

    Funktioniert das auch bei einschlafen des Fahrers?

    • Mitleser

      Laut dem Video werden ja keine Vitalfunktionen überwacht, sondern lediglich aus dem Handeln des Fahrers (lenken, Pedalbewegungen) Rückschlüsse über dessen Handlungsfähigkeit gezogen. Insofern müsste das bei allen Formen von Fahruntüchtigkeit funktionieren.

  • Pingback: BMW und Continental: Gemeinsame Forschung an automatisierter Fahrt()

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