BMW i und Nachhaltigkeit: Vergleich zwischen BMW i3 & BMW 118d E87

BMW i | 1.08.2011 von 15

Bei den Fahrzeugen der neuen Submarke BMW i spielt Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle und bei BMW meint man damit weit mehr als nur die Umweltverträglichkeit …

Bei den Fahrzeugen der neuen Submarke BMW i spielt Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle und bei BMW meint man damit weit mehr als nur die Umweltverträglichkeit des fertigen Fahrzeugs während der Nutzungsdauer durch den Kunden. Gerade weil für den Bau von Elektrofahrzeugen mit ihren großen Batterie-Paketen viel Energie nötig und auch die Herstellung der Fahrgastzelle aus Carbon sehr aufwendig ist, wird sich für viele Kunden die Frage stellen, ob sich die Sparsamkeit des Fahrzeugs während der Nutzung überhaupt rechnen kann.

BMW gibt offen zu, dass die Fertigung eines BMW i3 deutlich mehr Energie verschlingen wird als die eines BMW 118d E87, der in einigen Schaubildern als Vergleichsfahrzeug und Beispiel für ein sehr effizientes Auto mit ähnlicher Nutzbarkeit und Verbrennungsmotor herangezogen wurde.

Im gesamten Lebenszyklus des Produkts, angefangen von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling, kommt der BMW i3 auf 66 Prozent des CO2-Equivalents eines BMW 118d – unter Annahme, das während der gesamten Zeit der heute in der EU übliche Strommix genutzt wird. Würde man es schaffen, die Energie für Herstellung und Nutzung vollständig aus regenerativen Energiequellen zu beziehen, käme man sogar auf einen Wert von rund 50 Prozent.

Wie soll das möglich sein? Schon im Einkauf achtet die BMW Group auf die Wahl perfekt geeigneter und im Idealfall nachwachsender Materialien. Flächen und Elemente von Türverkleidungen und Instrumententafel sind sichtbar aus Naturfasern gefertigt und an vielen nicht sichtbaren Stellen kommen recycelte Materialien zum Einsatz. Auch bei 80 Prozent des im Drive-Modul des BMW i3 verwendeten Aluminiums handelt es sich um Sekundäraluminium, das zuvor schon anderenorts genutzt wurde und dessen Herstellung nun erheblich weniger Energie benötigt.

Insgesamt wird bei der Produktion im Werk Leipzig 50 Prozent weniger Energie als beim Bau eines 118d benötigt, der Bedarf an Wasser sinkt sogar um 70 Prozent. 100 Prozent der für die Fertigung benötigten Energie soll aus regenerativen Energiequellen stammen, wobei Wasser- und Windkraft die wichtigste Rolle spielen werden.

Nicht zuletzt tragen auch die Life-Drive-Architektur mit Carbon-Fahrgastzelle und das Purpose Built Design zum niedrigen Treibhauspotential der Fahrzeuge von BMW i bei, denn diese Lösungen steigern die Effizienz während der Nutzungdauer erheblich. Konsequenter Leichtbau sorgt für ein Gesamtgewicht von nur 1.250 Kilogramm im Fall des BMW i3, dank des niedrigen Gewichts steigt die Reichweite. Für den Kunden ergeben sich so schlicht mehr Kilometer je Kilowattstunde Strom.

Die nachhaltige Produktion und der geringe Ausstoß von CO2 während der Nutzung erlauben es, dass der BMW i3 schon nach weniger als 50.000 Kilometern insgesamt effizienter unterwegs ist als ein BMW 118d. Der Break Even-Point würde sich sogar noch weiter nach unten verschieben, wenn man während der Nutzung ausschließlich Energie aus regenerativen Quellen nutzen würde.

Nicht zuletzt sollen auch die Mitarbeiter der BMW Group den Fortschritt spüren, denn BMW i legt auch großen Wert auf soziale Nachhaltigkeit. Im Vergleich zum BMW 118d E87 konnten die Lärmemissionen während der Produktion um rund 50 Prozent reduziert werden, außerdem wurde bei der Planung großer Wert auf eine möglichst bequeme Fertigung gelegt. Die Arbeiter müssen praktisch nie über dem Kopf arbeiten, alle schweren Elemente können von oben montiert werden. Zum Wohlbefinden trägt außerdem natürliches Licht bei, denn die Produktionshallen werden anders als im Automobilbau üblich über ein Glasdach verfügen.

  • Dacno1982

    So ein grüner Lumpagruscht !
    Wenn der dann auch genauso abgeht wie ein 118d, und genausoviel kostet…

    • Ich denke bei den Fahrleistungen brauchst du dir keine Gedanken zu machen – ein seidig weiches hochdrehen ohne Nageln. Dazu ein konstantes, hohes Drehmoment. Keine nach Diesel stinkenden Fingerchen nach dem Tanken.
      Der Preis ist erstmal etwas hoch, wird aber bestimmt noch fallen.
      Ich frage mich nur, wieso du nicht auf das Haupt-Gegenargument des Elektroautos hinweist und du hier so ein Lumpagrusch hier erzählst^^

      • Tomhierl

        Kein Nageln… toll, ich nehm lieber die 6-fache Reichweite, großen Kofferraum, Auftanken in Minuten statt Stunden, mehr Beinfreiheit… und das alles genauso umweltfreundlich.

        Die “gute” CO2-Bilanz im EU25-Mix kommt nur “dank” den vielen Atomkraftwerken in Frankreich zustande. In Deutschland, wo jetzt wieder verstärkt (Braun-)Kohlekraftwerke gebaut werden, ist ein Diesel umweltfreundlicher, als ein Elektroauto. Vom Atommüll redet seltsamerweise auch keiner – wenn man schon den Vergleich macht, sollte man das nicht vergessen.

        Also, wenn ich hier Diesel fahre, hab ich jede Menge Vorteile (Reichweite, Platz, Tanken…) und bin trotzdem genauso umweltfreundlich unterwegs.

  • Hans

    Die Jäger behaupten auch immer wenn sie einen “Zwölfender” Hirsch abknallen, sie würden damit den Wald vor Wildverbiss schützen… :-))

  • Anonymous

    “Zum Wohlbefinden trägt außerdem natürliches Licht bei, denn die Produktionshallen werden anders als im Automobilbau üblich über ein Glasdach verfügen.”

    Bei Ferrari wachsen in der Produktionshalle sogar Bäume… Old fashion.

    Bei den zu erwartenden Absatzzahlen des i3 wird die CO² Einsparung in Summe eine klitzekleine Stelle weit rechts hinter dem Komma sein.

    Außerdem ist es mal wieder eine geschönte Statistik, da der Maßstab allerhöchstens das aktuelle F20 Derivat sein sollte. Vor allem in Bezug auf den Launchtermin des i3. 

    Wenn BMW alles richtig gemacht hat, dürften sie beim F20 sowohl hinsichtlich der Produktion, wie auch im Betrieb CO² gegenüber dem E87 Vorgänger einsparen, wodurch der “Break Even Point” immer weiter nach rechts rutscht und zunehmend unattraktiver wird…

    Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast… 

    • Es war in den letzten Jahren immer so, dass Produktionskosten gesenkt werden konnten – ich kann mir nicht vorstellen das ein F20 Navi mehr Geld kostet als das Navi eines E46 o.Ä.
      Und seien wir ehrlich, ein Fahrzeug mit Leichtbau und einer Tonne Leergewicht bringt einen 3er auch das Sparen bei.
      Doch was mich an deiner Intelligenz doch etwas zu Denken gibt:
      Was bedeutet wohl das Wort Urban? (kleiner Tipp: Rennstrecke bedeutet es nicht). Was bringt es dir, wenn jemand der fast nur in der Stadt unterwegs ist einen Verbrennungsmotor nutzt? Gerade Kurzstrecken sind das Terrain eines Elektroautos – ok du fährt mit deinen M vor der Eisdiele vorbei und lässt den Motor nochmal schön hochdrehen, doch das braucht nicht jeder.

      • Anonymous

        Sers Simon,

        “Es war in den letzten Jahren immer so, dass Produktionskosten gesenkt werden konnten – ich kann mir nicht vorstellen das ein F20 Navi mehr Geld kostet als das Navi eines E46 o.Ä.”

        Das hier ist ja keine Kosten/Nutzen-Rechnung im pekuniären Sinn, sondern eine Frage der ökologischen Nachhaltigkeit. Es geht also nicht um die Senkung der reinen Fertigungskosten ( des F20 gegenüber dem E87 ), sondern vielmehr u.a. um die Senkung / Optimierung des Fertigungsaufwandes, zwecks Energie und somit Ressourcenschonung ( Verringerung der CO² Bilanz ). 

        Hier werden Energiebilanzen gegeneinander aufgerechnet und dies ist ein spannendes Spiel aber ein Vergleich zwischen E87 und i3 nicht sonderlich zeitgemäß. -> “schöngerechnet”

        Natürlich durchlief der E87 während seiner Fertigungszeit zahlreiche Optimierungsphasen bezüglich der verbauten Motoren, sowie der Spritspar- und Fertigungstechnik, ist aber vom Grundmodell her auch schon locker 7 Jahre alt. Wenn der i3 kommt schon fast 10 und das ist eine lange Zeit im Automobilbau. 

        “Doch was mich an deiner Intelligenz doch etwas zu Denken gibt” 
        ^^

        Verfolge bitte auch die anderen i3 Beiträge. Es ist eben auch in der Diskussion ob der i3 als “Ganzjahresfahrzeug” für kleine Familien attraktiv ist.

        Wenn der 118d der Vergleichsmaßstab sein soll, sollte man seine Überlandqualitäten dann auch nicht einfach aus der Statistik rausrechnen. Der 118d ist kein reines Stadtfahrzeug, wird aber mit einem i3 in reiner Stadtkonfiguration ( ohne Einfluss des RE ) verglichen. Fair? 

        Sonst möchte ich über die Urbanen Qualitäten des i3, abgesehen von seiner beeindruckenden Breite, kein schlechtes Wort verlieren. An ihm ist ja nicht alles schlecht. =)

  • Anonymous

    “Zum Wohlbefinden trägt außerdem natürliches Licht bei, denn die Produktionshallen werden anders als im Automobilbau üblich über ein Glasdach verfügen.”

    ….welches in der Heizperiode zu einem erhöhten Heizenergiebedarf und in der übrigen Jahreszeit zu einem erhöhten Kühlbedarf führt.

    Chris

    • Anonymous

      Jaein.. Oder ggf. in einem vernachlässigbaren Rahmen. Meines Wissens nach ist bspw. das BMW Werk Leipzig komplett ohne Klimatisierung aufgebaut, weil die Grundkonstruktion der Architektur die Temperatur im inneren nahezu stets konstant hält.

      Natürliches Licht ist allerdings besser, nicht bloß für den Wohlfühlfaktor der Mitarbeiter und da wäre zusätzlich investierte Heiz/Kühlenergie sicherlich im Zweifel gut investiert. 

    • Anonymous

      *Ironie*
      und die Glasflächen des Dachs
      -müssen natürlich gereinigt werden
      -das Reinigungspersonal muss anreisen
      -nicht auszudenken wenn das Reinigungspersonal z.B. Energiefressende Hochdruckreiniger verwendet!

    • Anonymous

      *Ironie*
      und die Glasflächen des Dachs
      -müssen natürlich gereinigt werden
      -das Reinigungspersonal muss anreisen
      -nicht auszudenken wenn das Reinigungspersonal z.B. Energiefressende Hochdruckreiniger verwendet!

      • Anonymous

        Wer häufig ironiert, hat irgendwann ‘n Sarkasmus. 

        Ach wer denkt denn da an die ollen Hochdruckreiniger… Die rollen gleich mit einem Rosenbauer Panther 8×8 an ;)…

        • Anonymous

          stimmt. Und damit die mit dem Ding auch die schwierigsten Stellen am Dach erreichen wird das Ding per Sikorski bei der Reinigungsaktion umhergeflogen.
          So, genug mit der Firlefanzerei!

    • Was aber zu einen höheren Wohlbefinden bei den Mitarbeitern führt. Auf Dauer sorgt das für bessere Laune -> besseres Arbeitsklima -> bessere Ideen. Bessere Ideen führen meist zu Einsparungen und Einsparungen schützen die Umwelt.

  • imar

    Eine ganz dume Rechnung kommt mir im Kopf – wann wäre hier das Break-Even-Point, wenn man den Motor von 118d den man hier anspricht in der gleichen Karroserie von i3 verbauen würde? Hier glaube ich wird sich sicher einiges ändern. Auch das angepsrochene Wasserverbrauchsvergleich usw. Die Produkte sind nur so grünner wie man sie darstellt …

    Geschweige davon, daas die Produkte für die Batterien in Kanada abgebaut werden, dann mit Schiff nach China zum “Einpacken in Stacks” trasportiert werden, dann wahrscheinlich nach Japan gehen zu Batterie hersteller und dann wieder nach Deutschland wo die Firm sitz die die Batterien an BMW als lokales Erzeugnis verkauft… und hier wird das Auto gebaut…

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