Erste Spyshots zeigen Langversion des BMW 3er F30 für China

BMW 3er | 25.07.2011 von 18

Mit Blick auf den Erfolg der Langversion des Audi A4, den die Ingolstädter exklusiv für den chinesischen Markt anbieten, ist es keine Überraschung, dass auch …

Mit Blick auf den Erfolg der Langversion des Audi A4, den die Ingolstädter exklusiv für den chinesischen Markt anbieten, ist es keine Überraschung, dass auch andere Hersteller dieses Erfolgsrezept kopieren wollen. Schon vor einigen Wochen berichteten wir darüber, dass in München über eine Langversion der 3er Limousine F30 nachgedacht wird, nun erhalten wir in Form erster Spyshots gewissermaßen die offizielle Bestätigung.

Zu verdanken haben wir die beiden Fotos dem User KokkenTor von GermanCarForum.com und im Grunde genommen lassen die Bilder keinerlei Raum für Spekulationen. Es handelt sich offensichtlich um einen Prototypen des BMW 3er F30, allerdings entsprechen die Länge der hinteren Türen und der Radstand absolut nicht den bisher bekannten Dimensionen, was auf deutlich mehr Platz im Fond schließen lässt.

Der Radstand der 3er Limousine könnte sich auf dem Niveau des 5ers befinden und ähnlich wie bei der Langversion der BMW 5er Limousine (F18) handelt es sich um ein Modell, das ausschließlich auf dem chinesischen Markt angeboten werden wird. In China haben derartige Fahrzeuge Erfolg, weil sich dort die Hierarchie innerhalb von Firmen auch anhand der gefahrenen Fahrzeuge ablesen lassen soll, was eine weitere Untergliederung der Modellpalette erforderlich macht.

Im Innenraum wird sich die Langversion der 3er-Reihe lediglich anhand des geräumigeren Fonds vom normalen F30 unterscheiden, außerdem ist mit mehr Sonderausstattung in Sachen Fond-Entertainment zu rechnen. Wie in China üblich ist auch mit einer softeren Abstimmung des Fahrwerks zu rechnen, weil die Qualität der Straßen dort vielerorts weniger Härte erforderlich macht.

  • Max46

    Und wieso kauft sich der Chinese nicht einen 5er??
    Oder kaufen die einfach allgemein lieber Autos mit längerem Radstand?? (ist der 3er dann eine Chaufferslimosine^^)

    • Weil der 5er schon von einem höherrangigen Kollegen gefahren wird und er es daher nicht machen kann.

    • Weil der 5er schon von einem höherrangigen Kollegen gefahren wird und er es daher nicht machen kann.

      • Max46

         da sind die Verhältnisse aber ordentlich geklärt^^

        • Anonymous

          Die Wahrheit liegt natürlich im Chauffeurscharakter… Den seh ich bei einem 5er li noch gegeben aber beim 3er wirds ja langsam affig…. 

          1er Hatch mit verlängertem Radstand … up next?

          Interessant fände ich einen 5er GT L… Das wäre dann wohl ein 5er GT auf F02 Basis 😉

        • Anonymous

          Die Wahrheit liegt natürlich im Chauffeurscharakter… Den seh ich bei einem 5er li noch gegeben aber beim 3er wirds ja langsam affig…. 

          1er Hatch mit verlängertem Radstand … up next?

          Interessant fände ich einen 5er GT L… Das wäre dann wohl ein 5er GT auf F02 Basis 😉

          • Cecotto

            benny liegt vollkommen richtig.

            china ist in dieser hinsicht sehr hierarchisch aufgebaut. mehr radstand, bedeutet eine höhere position. da die kulturelle veranlagung des menschen dort dazu führt, dass man dies (seinen stand und seinen reichtum) auch zeigen will/muss, entsteht eben bedarf an einer extremen subsegmentierung der fahrzeuge, sodass möglichst viele hierarchiestufen abgedeckt werden können. 

            somit war der erfolg des a4 “lang” fast programmiert, denn ein großes unternehmen hat ja weit mehr managementebenen als A8+ A6 + A6L + A4. und da bmw hier an die gleichen grenzen stößt, macht eben ein 3er L sinn.

            MFetischist liegt auch nicht daneben, die chauffeursqualitäten des fahrzeuges (platz hinten rechts!) spielen sicher auch eine gewisse rolle, jedoch wird dies bei weitem vom statusdenken überlagert, dass der ursprung für eine derartigen bedarf ist.

            • iQP

              Zeig mir dein Auto, dann sag ich dir wieviel du zu sagen hast? 😉

              • Anonymous

                Na gut dieses Prinzip lässt sich zu großen Teilen ja auch auf Deutschland umlagern ;).

                • iQP

                  Achso, dann müsste ich mir ja eher ‘n 5er kaufen ;P

          • iQP

            so groß sind die Chinesen nicht 😉

  • Rln

    Wahnsinn, dieses Europäische statusdenken noch zu überbieten ist wirklich traurig, war mir so nicht bewusst.

    Ich finde jeder sollte fahren dürfen was er will, es ist doch bescheuert wenn Autos meine leidenschaft sind und mich z. Bsp. der 7er reizt, ich aber nur den 3er fahren darf um meinen vorgesetzten nicht zu brüskieren.

    Mitarbeiter dürfen fahren was sie wollen, ich freue mich über jeden der sich seine träume erfüllt… ;-), wenn es die einkommensklasse zulässt.

    • iQP

      Dacia … 🙂

      • Rln

        “klassenlos” günstig… 😉

    • Der Namenlose

      Das
      Statusdenken ist in Europa nicht überall gleich. In Deutschland versteckt man
      mehr als dass man zeigt. Das mag allerdings auch mit dem verhältnismäßig hohen
      Grad an Neid zu begründen sein. In Osteuropa zeigt man eher mehr als dass man
      versteckt.

       

      Aber im
      arabischen Raum, in Iran, in Indien und in China würden die Leute unser
      Statusdenken überhaupt nicht als solches wahrnehmen. Und in Ländern mit längerer
      Tradition von Autoimport (China gehört nicht dazu) spielt die Marke eine
      besonders große Rolle. Dort spielen z.B. die Marken Mercedes und BMW eine
      besondere Rolle.

  • Nico

    Naja Statusdenken ist das eine… aber bei weitem nicht die ganze Wahrheit. Der eigentliche Hauptgrund für die Beliebtheit von Langversionen liegt tatsächlich darin, dass Hinz und Kunz einen Chaffeur haben und sich fahren lassen – was beim chinesischen Verkehr mehr als nur verständlich ist.
    Zur Erinnerung: Bis vor wenigen Jahren war die absolute Mehrheit der chinesen mit dem Fahrrad unterwegs. Dementsprechend ist leider auch ihr Fahrstil: Auf Autobahnen irre langsam, im Stadtverkehr drängeln wie die Weltmeister. Italiener fahr völlig entspannt und geordnet gegenüber Chinesen!

    Dementsprechend liegt es nur nahe, dass jeder der es sich leisten kann sich fahren lässt. Um das zu verdeutlichen: Ein Chaffeur kostet so um die 300€ im Monat. Luxusautos (und dazu zählen die meisten BMW, vor allem jene mit mehr als 8-Zylinder) können aber das doppelte (!) des deutschen Preises kosten. Bezahlt wird übrigens Bar/per Überweisung. Leasing/Finanzierung gibt es (fast) gar nicht.

    Wer sich also einen 5er leisten kann (meistens so ~100.000€) hat längst einen Chaffeur – und liebt es dementsprechend hinten zu sitzen. Auch ein 3er Kunde der sich ein Neufahrzeug für ~50.000€ (je nach Motor/Ausstattung) gönnt wird mit Sicherheit einen Chafffeur haben. Langer Radstand – Willkommen!

    Dementsprechend sind übrigens geschätzte 95% der neuen 5er F18. Kurz fährt kaum einer.

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