DTM: Interview mit den Teamchefs von Schnitzer, RBM und RMG

Motorsport | 16.07.2011 von 10

Gemeinsam mit den Bildern zum BMW M3 DTM Concept Car, das gestern in München erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde, hat BMW Motorsport auch ein Interview …

Gemeinsam mit den Bildern zum BMW M3 DTM Concept Car, das gestern in München erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde, hat BMW Motorsport auch ein Interview mit den drei für den Einsatz der insgesamt sechs Fahrzeuge verantwortlichen Teamchefs veröffentlicht. Zu Wort kommen dabei Charly Lamm und Bart Mampaey von den etablierten Teams Schnitzer und RBM, die bereits seit vielen Jahren feste Größen im Tourenwagensport von BMW sind, sowie Stefan Reinhold vom neuen Team Reinhold Motorsport (RMG).

Alle drei Teams sind an der Entwicklung des Autos für die Saison 2012 beteiligt und hoffen, mit ihren gemeinsamen Erfahrungen relativ schnell auf das Niveau der seit Jahren in der DTM vertretenen Marken Audi und Mercedes aufschließen zu können. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass BMW Motorsport schon 2012 um Siege oder gar den Titel kämpfen kann, auch wenn die Gelegenheit dank der relativ umfangreichen Änderungen im Reglement günstig erscheint.

Wie ist die Vorbereitungsphase aus Sicht Ihres Teams bisher verlaufen?
Charly Lamm: „Alle drei Teams waren natürlich in den bisherigen Entwicklungsprozess eingebunden. Der Roll-out und die ersten Tests sind gut verlaufen, so dass wir ein positives Zwischenfazit ziehen können. Der Informationsfluss zwischen BMW Motorsport und den Teams ist exzellent. Wir sind immer involviert und auf dem neusten Stand.“
Bart Mampaey: „Die Vorbereitungsphase war für uns sehr intensiv. Wir sind von Beginn an beim Aufbau des ersten Fahrzeugs in München mit dabei gewesen. Die DTM verlangt von den Teams eine ganz spezielle Ausstattung. Daran haben wir zu Hause in Mechelen ebenfalls gearbeitet.“
Stefan Reinhold: „Die Vorbereitungsphase ist bisher wie am Schnürchen verlaufen. Für das BMW Team RMG spielte natürlich auch der grundsätzliche Strukturaufbau eine Rolle. Gleichzeitig haben wir uns intensiv auf den Beginn der Testfahrten vorbereitet. Die Personalplanung ist ohnehin seit längerem abgeschlossen. Wir sind bereit.“

Wie lautet Ihr erster Eindruck vom BMW M3 DTM Concept Car?
Charly Lamm: „Zunächst einmal muss man BMW ein Kompliment dafür aussprechen, dass die Entwicklung des Autos in dieser relativ kurzen Zeit schon so weit fortgeschritten ist. Der BMW M3 DTM ist ein tolles Fahrzeug. Unseren letzten DTM-Rennwagen haben wir 1992 eingesetzt. Ich bin sicher, dass sich das neue Auto nahtlos in die erfolgreiche Geschichte des BMW M3 einfügen wird.“
Bart Mampaey: „Das Chassis des BMW M3 DTM ist komplett aus Kohlefaser gefertigt. Für RBM ist es das erste Mal, dass wir mit solch einem extremem Rennfahrzeug arbeiten. Das ist ein fantastischer Sprung. Um zu beurteilen, ob man konkurrenzfähig und schnell sein wird, ist es aber noch zu früh. Das Auto sieht in jedem Fall klasse aus.“
Stefan Reinhold: „Ich bin nicht nur Teammanager, sondern auch BMW Fan: Vor diesem Hintergrund ist der BMW M3 natürlich schon als Serienfahrzeug einer meiner absoluten Favoriten. Das DTM-Auto sieht fantastisch aus und betont die Sportlichkeit des BMW M3 noch einmal stärker. So muss ein Rennwagen aussehen.“

Welche besonderen Herausforderungen erwarten Sie in den kommenden Monaten?
Charly Lamm: „Da wir in diesem Jahr parallel zu den DTM-Vorbereitungen auch noch im Rahmen des GT-Programms von BMW im Einsatz sind, wird das BMW Team Schnitzer erst relativ spät voll ins Testprogramm einsteigen. Für uns geht es darum, nach der intensiven ersten Jahreshälfte schnell auf die DTM umzuschalten und noch stärker in die aktive Entwicklungsarbeit einzusteigen.“
Bart Mampaey: „Wichtig ist, schnell einen guten Überblick über die Feinheiten des neuen Reglements zu gewinnen. Nur so können wir ans Limit gehen und alle Möglichkeiten voll ausschöpfen. Das funktioniert nur im Rahmen von Testfahrten. Die werden sehr intensiv sein, um auf dem extrem hohen Leistungsniveau in der DTM mitspielen zu können. Vor uns liegt ein ambitioniertes Programm.“
Stefan Reinhold: „Bei der ersten Ausfahrt mit unseren eigenen Autos wird es natürlich zunächst einmal um Funktionstests gehen. Dann werden wir uns technisch mit dem Fahrzeug auseinandersetzen und intensiv arbeiten, um es Schritt für Schritt schneller zu machen. Außerdem werden wir die Zusammenarbeit mit BMW Motorsport weiter vorantreiben.“

Spüren Sie bei Ihren Teammitgliedern, wie die Spannung vor dem ersten Rennen von Tag zu Tag wächst?
Charly Lamm: „In der DTM kommen reinrassige Rennfahrzeuge zum Einsatz, die mit ihrer Fahrleistung und mit ihren Rundenzeiten überzeugen. Für alle Teammitglieder ist es eine spannende Aufgabe, mit solchen Autos zu arbeiten und sie auf der Rennstrecke einzusetzen.“
Bart Mampaey: „Für die Teammitglieder ist es gut, wieder an der Rennstrecke zu sein, zu testen und das Projekt der Zukunft zu erleben. Aber man muss auch sagen, dass diese Phase die Mannschaft gleichzeitig extrem fordert. Insgesamt ist es ein Projekt, dass die Spannung natürlich steigen lässt und jeden im Team motiviert.“
Stefan Reinhold: „Dasselbe gilt auch für unsere Mannschaft. Jeder kann es kaum erwarten, das ‚eigene’ Auto zu haben und mit all dem, was wir vorbereitet haben, auf die Strecke zu gehen. Die Bühne ist bereitet, nun möchte jeder, dass es losgeht.“

Was macht die DTM aus Ihrer Sicht so interessant?
Charly Lamm: „In keiner anderen Produktionswagen-Serie ist die Leistungsfähigkeit der Rennfahrzeuge so hoch wie in der DTM. Das gesamte Feld liegt extrem dicht beieinander. Für jedes Team ist es reizvoll, sich einem derartigen Wettbewerb zu stellen.“
Bart Mampaey: „Die Leistungsdichte in der DTM ist immens. Die drei Premiumhersteller werden 2012 für ein sehr hohes Niveau sorgen. Das ist eine große Herausforderung für BMW Motorsport, die Teams und die Fahrer, der wir uns mit Freude stellen.“
Stefan Reinhold: „Im nächsten Jahr sind drei Top-Automobilmarken in der DTM vertreten. Das technische Niveau wird dementsprechend hoch sein. In der DTM wird sehr professionell gearbeitet. Bei den Boxenstopps weiß jeder, was er tut. Wer sich in diesem Umfeld behaupten kann, gehört zur Spitze im Motorsport. Dort wollen wir mitmischen.“

  • Joergi

    Also Tourenwagen ist für ein Auto mit Kohlefaser-Monocoque schon etwas optimistisch gesagt aber mit einem Produktionswagen haben die Teile gar nichts gemeinsam… ein WTCC-Auto ist ein Produktionswagen oder vielleicht noch der M3 GT4 

    Hoffentlich wird die DTM 2012 besser und bleibt nicht so eine langweilige Veranstaltung mit unnötigen Pflichtsopps

  • Anonymous

    Wichtig, die beiden besten Fahrer die man kriegen kann sitzen im M3 DTM…die 2 sind noch sowas von sympatisch!! Endlich kanns losgehen…

    Der Wagen in dem Frozen schaut Hammer aus!

  • Anonymous

    Ich weiß garnicht, was an der DTM reizen soll:
    – die (nur) drei Hersteller
    – Rennwagen, die nicht so exotisch sind wie in der Formel 1, aber
    – mit den Serienfahrzeugen genauso wenig gemeinsam haben wie in der F1
    Warum macht man das nicht wieder so seriennah wie früher, als es noch jemanden interessiert hat was in der DTM passiert ist. OPC, evtl. Porsche oder Ford wären doch sicherlich auch als Hersteller zu gewinnen.

    • Joergi

      die DTM ist eine Witzveranstaltung die nur Prolls gut finden, richtige Rennsportfans gucken Le Mans und andere Langstreckenserien

    • Egal welche Rennserie, sobald heutzutage ein Werk einsteigt, ist eine Serie verloren. Für die Werke geht es halt NUR um Marketing. F1 ist zu teuer, WTCC kennt Otto-Normalverbraucher nicht, weil er abgesehen von RTL, RTL2 und Super RTL sonst keine Kanäle auf der Fernbedienung gespeichert hat. Jetzt versucht man sich an der DTM und wartet das Echo ab. Kommt es nur leise zurück, gibt es halt wieder einen Ausstieg.

      • Anonymous

        sehr schade 🙁

  • Martialcg

    Sieht richtig Hammer aus!!! Ich freu mich schon total darauf da ich ja zum Proletariat gehöre in das mich der gute Joergi definieren kann obwohl, man glaubt es kaum, ICH Langstreckenrennen tatsächlich klasse finde.
    Mag auch sein das die DTM nichts mit den Serienfahrzeugen zu tun hat aber ich erkenne wenigstens einen BMW und nicht wie in der F1 eine ach so exotische Rakete mit Rädern.
    Gruß an die schwarzmaler Gesellschaft die sich hier stetig zu Wort meldet….naja ich werde zum Glück meinen spass haben….ich sollte mich schämen 😉

    Martial

    • Joergi

      Ich habe mir die DTM jahrelang im TV angeschaut und einige Rennen vor Ort, die ganzen Fanboys sind bei keiner anderen Serie so schlimm wie bei der DTM (deshalb das “Proll”), bei Langstreckenrennen findet man fast nur “Insider”

      Beim Relaunch war die neue DTM noch gar nicht so schlecht mit zwei einzelnen Rennen aber spätestens seit die Limousinen eingesetzt werden sind die Autos viel zu filigran und die Rennen langweiliger als die F1 zu Schumis Zeiten (da helfen auch die überflüssigen Boxenstopps nicht)

      außerhalb von Deutschland interessiert sich sowieso keiner für die DTM

  • BMW-Fan/a

    Das Auto verspricht optisch tatsächlich einiges.

  • Keine

    Finde es sehr schade das man wegen der DTM aus dem Langstreckensport mehr oder weniger aussteigt.Das 24h Rennen am Nürburgring war einfach ein Highlight für jeden Fan des Motorsports und der Marke BMW.Aber das ist nun mal der Lauf der Dinge,es geht nicht um den Sport sondern in erster Linie um Marketing und Produktplatzierungen.Das sieht man rein daran schon das es keine Fahrer mit Charakter mehr gibt.Passt halt schlecht zum Aalglatten ImageVolksnah ist dieser Sport schon lange nicht mehr.Die DTM ist aus meiner Sicht eine furchtbare Veranstaltung.Da .feiern sich die oberen 10000 in ihren Motorhomeglaskästen selbs,t weil es wie gesagt um Marketing und nicht um Sport geht ,was mn an den langweiligen Renen sehr schön sieht.

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