Zwischenstand 24h Le Mans 2011: Wenig Grund zur Freude bei BMW

Motorsport | 11.06.2011 von 10

Nach etwas mehr als sieben von 24 Stunden an der Sarthe strahlen die Mienen in der Box von BMW Motorsport wenig Freude aus. Gleich zu …

Nach etwas mehr als sieben von 24 Stunden an der Sarthe strahlen die Mienen in der Box von BMW Motorsport wenig Freude aus. Gleich zu Beginn verlor das Fahrzeug mit der Startnummer 55 durch einen Reifenschaden viel Zeit und auch mit den Boxenstopps während der Safety Car Phase im Anschluss an einen heftigen Crash von Allan McNish hatte man kein Glück. Immerhin konnte das zweite Fahrzeug mit der Nummer 56 eine starke Performance zeigen, bis es nach rund sieben Stunden kleinere Probleme mit dem Motor und Fehlzündungen gab.

Zwar dauerte der Zusatz-Boxenstopp “nur” rund sieben Minuten, aber natürlich sind in dieser Zeit alle Gegner vorbeigezogen. Momentan liegen die beiden M3 GT auf den Positionen sieben und zehn, an der Spitze liegen die beiden Chevrolet Corvette mit knapp zwei Runden Vorsprung.

Die Stimmen nach sechs Stunden:

Jörg Müller (Startnummer 55): “Es ist schade, dass wir durch den Reifenschaden Zeit verloren haben. Ansonsten war mein Stint okay. Das Rennen ist noch lang, so dass wir uns ganz sicher nicht entmutigen lassen. Ich konnte schon wieder eine Positionen gutmachen und bin sicher, dass Dirk Werner unsere Aufholjagd fortsetzen kann.”

Joey Hand (Startnummer 56): “Das hat großen Spaß gemacht. Manchmal hat man einen guten Turn, mal läuft es weniger gut. Ich bin mit meinem Stint zufrieden. BMW Motorsport und alle Mechaniker im Team haben Donnerstag und Freitag hart gearbeitet, um unser Auto wieder herzurichten. Im Warm-up habe ich ihnen gesagt, dass es sich nun besser als vorher anfühlt. Nun freue ich mich darauf, noch mehr Runden zu absolvieren. Warten wir ab, was noch alles passiert. Dirk, Andy und ich sind uns einig: Wir werden alles geben, um dann in den letzten Rennstunden voll anzugreifen.”

Der Unfall von Allan McNish im Audi R18 TDI, bei dem allem Anschein nach niemand ernsthaft verletzt wurde, zog Reparaturen an der Streckenbegrenzung von rund einer Stunde nach sich:

  • Der Crash von McNish war wirklich übel und die Leute direkt hinter der Planke hatten unglaubliches Glück, nicht von herumfliegenden Teilen getroffen worden zu sein.
    Gerade eben ist der zweite Audi R18( Nr.1) heftig abgeflogen, schaut nicht gut aus.

    • Anonymous

      Audi wird sich wieder selbst im wege stehen. Habe den Abflug gesehen, er war auch übermütig da noch am TK auch noch vorbei zu ziehen…

    • Anonymous

      Audi wird sich wieder selbst im wege stehen. Habe den Abflug gesehen, er war auch übermütig da noch am TK auch noch vorbei zu ziehen…

    • Anonymous

      “die Leute direkt hinter der Planke hatten unglaubliches Glück”

      Auf jedenfall. Schlimm genug das dies überhaupt möglich gewesen wäre aber die Organisatoren lernen ja nur aus solchen Erlebnissen, wenn es jemand mit seinem Leben zahlen musste. Trifft einem das Rad am Kopf ist der Ofen aus und der Rennsport um eine Tragödie reicher… 

      • Die Fotografen müssen mit Sicherheit auch in Le Mans vorher ein Briefing besuchen. Dort werden dann u.a. “red zones” definiert, wo man sicht nicht aufhalten darf etc.pp. – am Ende ist das immer ein zweischneidiges Schwert, denn die Fotografen wollen nicht hinter irgendeinen Schutzzaun oder ewig weit weg, weil das die Entstehung von guten Bildern behindert. Damit, dass dort einer derart schnell über das eigentlich großzügig dimensionierte Kiesbett “fliegt”, haben die Veranstalter – aber auch die Fotografen, die ja selbst wählen, wo sie stehen möchte – eben nicht geahnt.

        • Anonymous

          Mit deiner Aussage hast du schonmal Recht. Jedoch ist es egal ob “Zuschauer” zu Schaden kämen oder Streckenposten und Fotografen ist mir persönlich egal. In der Formel 1 sieht man das mittlerweile ähnlich.

          “Damit, dass dort einer derart schnell über das eigentlich großzügig dimensionierte Kiesbett “fliegt”, haben die Veranstalter – aber auch die Fotografen, die ja selbst wählen, wo sie stehen möchte – eben nicht geahnt.”

          Da darf man sich trotzdem gerne Fragen: Warum nicht?
          Ein “Chenard & Walcker Sport” aus Anno Domini 1923 hätte aufgrund seiner Bodenfreiheit und konstruktion mit Sicherheit genug kinetische Energie verloren, um vll. sogar ohne Einschlag im Kiesbett stecken zu bleiben. Allerdings gerade die aerodynamische Gestaltung der Fahrzeuge aus der Prototypklasse ermöglicht es im Zweifel auch, dass die Fahrzeuge schlicht über das Kiesbett fliegen und jemanden der den Unfall des Mercedes CLK-GTR vor Augen hat, der einfach mal auf der langen Gerade abhebt und ins “Wäldchen” fliegt, ist dies auch bewusst. Ergo steht da nächstes Jahr sicher ein Fangzaun, um das schlimmste zu verhindern.

          Gruselig…

          • Du hast schon Recht und ich will auch nicht sagen, dass so ein Unfall nicht passieren konnte – man sieht ja, dass es ging. Andererseits war es eben auch sehr unwahrscheinlich und eine Verkettung unglücklicher Zufälle (Ferrar-Fahrer hat nur einen R18 hinter sich sehen können, McNish hat nach eigener Aussage den Ferrari nicht geshen und wollte nur am R18 vor ihm vorbei, unglücklicher Kontakt…), die dazu geführt hat, dass dort ein sehr schnelles Auto quer übers Kiesbett geflogen ist. Natürlich kann man so etwas nie ausschließen, aber unter ungünstigen Umständen kann in absolut jedem Bereich der Strecke irgendetwas passieren. Absolute Sicherheit gibt es nicht, wenn so viel kinetische Energie im Spiel ist, daher kann man eben immer nur versuchen, das Risiko im vertretbaren Rahmen zu halten.

          • Du hast schon Recht und ich will auch nicht sagen, dass so ein Unfall nicht passieren konnte – man sieht ja, dass es ging. Andererseits war es eben auch sehr unwahrscheinlich und eine Verkettung unglücklicher Zufälle (Ferrar-Fahrer hat nur einen R18 hinter sich sehen können, McNish hat nach eigener Aussage den Ferrari nicht geshen und wollte nur am R18 vor ihm vorbei, unglücklicher Kontakt…), die dazu geführt hat, dass dort ein sehr schnelles Auto quer übers Kiesbett geflogen ist. Natürlich kann man so etwas nie ausschließen, aber unter ungünstigen Umständen kann in absolut jedem Bereich der Strecke irgendetwas passieren. Absolute Sicherheit gibt es nicht, wenn so viel kinetische Energie im Spiel ist, daher kann man eben immer nur versuchen, das Risiko im vertretbaren Rahmen zu halten.

          • Du hast schon Recht und ich will auch nicht sagen, dass so ein Unfall nicht passieren konnte – man sieht ja, dass es ging. Andererseits war es eben auch sehr unwahrscheinlich und eine Verkettung unglücklicher Zufälle (Ferrar-Fahrer hat nur einen R18 hinter sich sehen können, McNish hat nach eigener Aussage den Ferrari nicht geshen und wollte nur am R18 vor ihm vorbei, unglücklicher Kontakt…), die dazu geführt hat, dass dort ein sehr schnelles Auto quer übers Kiesbett geflogen ist. Natürlich kann man so etwas nie ausschließen, aber unter ungünstigen Umständen kann in absolut jedem Bereich der Strecke irgendetwas passieren. Absolute Sicherheit gibt es nicht, wenn so viel kinetische Energie im Spiel ist, daher kann man eben immer nur versuchen, das Risiko im vertretbaren Rahmen zu halten.

    • XXX

      Bei dem Crash bekommt man Gänsehaut. Wenn der nur ein paar cm höher geflogen wäre, hätte die ganze Karre die Barriere durchschlagen. Will mir das gar nicht vorstellen.

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