Le Mans 2011: Pole Position & P3 für BMW, Crash von Andy Priaulx

Motorsport | 10.06.2011 von 15

Wie schon nach dem freien Training und dem ersten Abschnitt des Qualifyings steht auch nach Abschluss der Qualifikation ein BMW M3 GT an der Spitze …

Wie schon nach dem freien Training und dem ersten Abschnitt des Qualifyings steht auch nach Abschluss der Qualifikation ein BMW M3 GT an der Spitze der Zeitentabelle. Der Brasilianer Augusto Farfus war es, dem mit einer Zeit von 3:57,592 Minuten die schnellste Zeit aller Fahrzeuge in der GTE-Klasse gelang. Er konnte dabei etwas mehr als vier Zehntelsekunden zwischen sich und den zwischenzeitlich führenden Ferrari 458 Italia bringen, der sich zwischen die beiden Werks-M3 schieben konnte.

Andy Priaulx bescherte seiner Crew unfreiwillig einige Arbeit für die nächsten Stunden, denn auf rutschiger Strecke verlor er die Kontrolle über seinen M3 GT und krachte frontal in die von einem Reifenstapel geschütze Mauer in der Ford-Schikane. Das Qualifying war für das Auto mit der Startnummer 56 damit erledigt, womit es beim dritten Startplatz für das am Samstag beginnende Rennen blieb.

Bevor wir zu den Stimmen kommen, seien noch kurz die unserer Meinung nach besten Möglichkeiten zum Verfolgen des Langstreckenklassikers genannt. Eurosport bietet wie gewohnt ein umfangreiches Programm im Fernsehen an, außerdem gibt es das offizielle Timing zum Rennen und ein sehr spezielles Angebot von Audi: Auf einer Audi-Microsite kann man das komplette Rennen im Livestream aus der Onboard-Perspektive eines Audi R18 TDI verfolgen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): “Das war ein starkes Qualifying für unser Team. Schon am Mittwoch ist Andy Priaulx eine sehr schnelle Runde gelungen, so dass er zwischenzeitlich an der Spitze lag. Im zweiten Qualifying hatte er leider einen Unfall, der durch Kies auf der Strecke ausgelöst wurde. Der Unfall wird für die Mechaniker des Schnitzer-Teams mindestens eine Nachtschicht bedeuten. Glücklicherweise steht am Freitag kein Training mehr auf dem Programm, so dass wir sicher sind, das Auto bis zum Warm-up am Samstagmorgen wieder aufbauen zu können. Im dritten und letzten Qualifying hatten wir einen spannenden Kampf mit dem Ferrari, den Augusto Farfus letztlich für sich entscheiden konnte. Natürlich sind wir mit den Plätzen eins und drei sehr zufrieden. Wir freuen uns auf ein gutes Rennen am Samstag.”

Augusto Farfus (Startnummer 55): “In der ersten Session bin ich heute nicht gefahren. Aber ich wusste, dass die Bedingungen für eine gute Runde zu Beginn des letzten Qualifyings gut sein würden. Das Auto hat sich toll angefühlt, und so konnte ich das Maximum herausholen. Natürlich ist die Pole in so einem Rennen nicht entscheidend. Aber es fühlt sich gut an, wenn man weiß, dass unser Auto im Qualifying das schnellste in unserer Klasse war. Wenn man außerdem in Betracht zieht, wie zuverlässig unser Rennwagen in diesem Jahr bisher gewesen ist, dann können wir wirklich zuversichtlich sein.”

Jörg Müller (Startnummer 55): “Wir haben uns in den heutigen Qualifyings intensiv auf das Rennen vorbereitet. Dass Augusto noch die Bestzeit fahren konnte, ist natürlich klasse. Die Strecke verändert sich hier wirklich beinahe von Runde zu Runde. Es ist eine Herausforderung, darauf beim Set-up immer richtig zu reagieren. Ich bin aber mit unserer Leistung sehr zufrieden und fühle mich im Auto pudelwohl.”

Dirk Werner (Startnummer 55): “Die Poleposition ist klasse. Aber fast noch wichtiger ist, dass wir im Hinblick auf das Rennen noch einmal einige Schritte nach vorn machen konnten. Das Auto hat noch einmal zugelegt. Wir wissen, dass die Startpositionen in einem 24-Stunden-Rennen nicht unbedingt entscheidend sind. Dennoch gibt uns das natürlich noch einmal zusätzlichen Auftrieb.”

Andy Priaulx (Startnummer 56): “Es tut mir leid für die Mannschaft, die nun eine Menge Arbeit vor sich hat. Ich war gerade dabei, eine schnelle Runde in Angriff zu nehmen. Ich fuhr in die Kurve ohne zu wissen, dass dort etwas passiert sein könnte. Es gab keine gelben Flaggen, dafür waren Unmengen Kies auf der Strecke verteilt. Vor mir waren dort offenbar schon Autos abgeflogen. Es ist schade, dass wir die Nacht-Session auslassen mussten.”

Dirk Müller (Startnummer 56): “Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir unsere Vorbereitungen auf das Rennen nicht wie geplant abschließen konnten. Aber es war einfach großes Pech, Andy konnte den Unfall auf all dem Kies nicht verhindern. Wir müssen nun nach vorn schauen. Ich bin guter Dinge, dass die Schnitzer-Mannschaft den Wagen wieder reparieren kann.”

Joey Hand (Startnummer 56): “Das ist zwar das erste Rennen, das ich mit dem BMW Team Schnitzer und den Jungs von BMW Motorsport bestreite, aber eines weiß ich ganz sicher: Wenn jemand das Auto wieder hinbekommt, dann ist es diese Mannschaft. Andy, Dirk und mich wird diese Situation für das Rennen noch mehr anspornen.”

(Bilder & Infos: BMW Motorsport)

  • JF

    WOW Geile bilder und info! Danke ich hab studen lang drauf gewarted hab mich aber bei http://www.motorsport-total.com/ shon informieren lassen. 

    Danke Benny fuer alles.

  • Anonymous

    Ths für die gesammelten Infos zum Rennen….

    ^^

  • Anonymous

    ääähhh Benny, ist der BMW 134Judd, auch der, der in Le Mans fährt Namens Lola B11/40-Judd Bmw?? Oder ein völlig anderer. Bin mir eben nicht ganz sicher, da er in der LM P2 geführt wird?! Oder verwechsle ich da was?

    • Judd ist ein Hersteller von Rennmotoren, die in allen möglichen Rennserien zum Einsatz kommen, unter anderem in der LMP2 und bei Georg Plasa im 134. Basis der Motoren sind in der Regel Triebwerke von BMW, weshalb eben von Judd-BMW die Rede ist. Das Auto von Georg Plasa hat mit den Fahrzeugen in Le Mans nichts zu tun, wenn wir vom selben Motorenhersteller absehen.

    • Judd ist ein Hersteller von Rennmotoren, die in allen möglichen Rennserien zum Einsatz kommen, unter anderem in der LMP2 und bei Georg Plasa im 134. Basis der Motoren sind in der Regel Triebwerke von BMW, weshalb eben von Judd-BMW die Rede ist. Das Auto von Georg Plasa hat mit den Fahrzeugen in Le Mans nichts zu tun, wenn wir vom selben Motorenhersteller absehen.

      • Anonymous

        Aja, alles klaro, also nur der Motor. ?? Bin etwas durcheinander…. Augendreher….

        • Es handelt sich in beiden Fällen um einen 3,4 Liter V8 von Judd auf BMW-Basis, aber identisch sind die Motoren sicherlich nicht.

          • Anonymous

            Aaaaaaja… versteh

  • Dolomitenmann

    Nicht zu vergessen:
    es gibt ein BMW Motorsport App, da wird auch live berichtet mit Telemetriedaten und Streckengrafik mit Punkte wo die Autos gerade sind und einigen Infos wie Platzierung und welcher Fahrer gerade fährt….
    wenn juckt schon wo die Audis nach ihren Ausfall rumstehen im Audi Stream 🙂

  • Anonymous

    Man, das wird ein heißes We voller Motorsport, Hammer.. freu! Mist das ich Nachts schlafen muss… ;D

  • BMW-Fan/a

    … wie schon vor Wochen geschrieben. Mit Augusto Farfus haben sie ein richtig starken Fahrer. Ansonsten abwarten und Tee trinken… viel Erfolg!

  • Mikael330

    Ganz ehrlich, als langjährigen Le-Mans Liebhaber interessiert mich die GTE-Klasse nur am Rande. Ich habe das Rennen schon in den 80er Jahren als Kind verfolgt, Porsche 956/962, dann die Jags etc.. Ach, hätte ich nur die 70er erlebt: der Porsche 917 ist mit das genialste Fahrzeug das Ferdinand Piech je konstruiert hat. Sicher, für die Fahrer ist das natürlich eine tolle Sache in Le Mans dabeizusein, aber für die große Klasse sind die GT Fahrzeuge nichts anderes als Bremsklötze. Ich fiebere mit den Audis. Das wird ein harter Kampf, denn die Peugeots sind sehr sehr stark. Und was da hinten los ist, wen interessierts? Mich jedenfalls nicht. Wird nicht mal in den Nachrichten erwähnt werden, wer da vorne war. Das einzige was zählt ist der Gesamtsieg. Jedenfalls meine Meinung.

  • Anonymous

    Ich fiebere mit den Audis? Bremsklötze? Die Audis und die Peugeots sind 2 Autos in der Prototypenklasse, 2 ganze Wagen kämpfen um die Spitze, wie spannend ist das denn. In Der DTM das gleiche, 2 Hersteller, ja das find ich öde und Langweilig.

    In Der GT KLasse, obwohl seltener in der Glotze zu sehen, ist es doch viel Spannender und Actionreicher… aber jeder seins!!

    Und wenn dann die PSA befeuerten Peugeots :DDDDD hehe

  • Mikael330

    2 Autos in der Prototypenklasse? Du bist da mangelhaft informiert. Wenn BMW nach seinem Formel1 Desaster mal wieder ernsthaften Motorsport betreiben wollte, würden sie genau in diese Prototypenklasse gehen. Da könnte sie sich dann auch mit dem verhassten Konkurrenten messen. Tun sie aber nicht. Naja,möglicherweise wärs eh zu spät. Sieht ja danach aus, das Audi bald in die Formel 1 geht wenn das neue Motoren-Reglement greift.

    • Anonymous

      ….aha da liegt der Hund begraben, an der F1 liegt es also? Was
      vergleichst du F1 mit 24h, das sind komplett 2 verschiedene paar Schuhe. Und wo
      hatte BMW ein Desaster, sie haben Sauber aus der Versenkung geholt und wie
      schwer es ist für einen Hersteller ist, zeigt auch gerade Mercedes. Es ist kein Fest sich ein Namen zu machen, auch wie Fahrer Schumachers oder Brawn.
      BrawnGp war damals ein Weltmeisterauto und wo steht das Auto, in Mercedeshand nun? Klar man nimmt auch die Mechaniker mit, aber es ist nun mal kein Ponyhof die F1.

      Und mein WISSSEN ist nicht mangelhaft, denn wie jeder weiß der etwas Gehirn
      hat, dass der Fight in der LMP1 nur durch Audi und Peugeot ausgetragen wird,
      alle anderen in der Klasse sind eh nur 2te Geige…Schau mal zum Zeitpunkt,
      nehmen wir jetzt 22:46 das Zeitentablot und da liegen an Stelle 1-6
      lediglich Audi oder Peugeot, alles dahinter hat wie immer in dieser Klasse jede
      Menge Rückstand, den mal ohne großen Rückstand nie mehr aufholen kann.

      Und warum soll BMW einen Prototyp bauen, den sie schon vor Jahren hatten, wo
      Audi noch nicht mal wusste wie Rennsport geschrieben wird.
      Und ein GT Fahrzeug ist, weil Tourenwagen, einfach näher am Kunden bzw.
      Kundenmotorsport. 

      “Sieht ja danach aus, das Audi bald in die Formel 1 geht wenn das neue
      Motoren-Reglement greift.”
      Audi wird nie im Leben in die F1 gehen, da fahren keine 2 Hersteller, da fahren
      etablierte Rennstelle die meist 10 oder mehr Jahre auf den Buckel haben. Du
      denkst doch nicht wenn die 4Z.T kommen wird Audi oder VW einsteigen? Nie und
      nimma. nicht in den nächsten 5 Jahren!

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