Spyvideo: Die US-Version des BMW M5 F10 auf dem Highway

BMW M5 | 13.05.2011 von 19

Die USA sind bekanntlich der mit Abstand größte Markt der BMW M GmbH, weshalb es auch nicht überrascht, dass man für die dortigen Kunden auch …

Die USA sind bekanntlich der mit Abstand größte Markt der BMW M GmbH, weshalb es auch nicht überrascht, dass man für die dortigen Kunden auch gewisse Zugeständnisse anbietet. So wird es wie beim BMW M5 E60 auch bei der neuen Generation F10 eine Variante mit manuellem Sechsgang-Getriebe geben, die nur in Nordamerika angeboten werden soll. Damit reagiert man auf die dortige Vorliebe für Handschalter im sportlichen Segment, die sich aus Sicht vieler Amerikaner wohltuend von der Masse der Fahrzeuge mit Automatikgetriebe unterscheiden.

Von den insgesamt 20.503 verkauften BMW M5 der Generation E60/E61 wurden 8.786 in den USA verkauft, bereits der zweitgrößte Markt Deutschland liegt mit 2.473 Einheiten klar zurück und erreicht weniger als 30 Prozent der Bedeutung des nordamerikanischen Marktes. Auch beim BMW M6 der Generation E63/E64 bietet sich ein ähnliches Bild: Von insgesamt 14.152 Einheiten landeten 5.875 in den USA, der zweitgrößte Markt Deutschland kam lediglich auf 1.724 Stück.

Während es beim BMW M5 E60/E61 im Rest der Welt ausschließlich das siebenstufige SMG mit seinen rasanten Gangwechseln gab, wird diese Aufgabe beim neuen M5 von einem Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sieben Gängen übernommen. Genau wie das SMG wird auch das M DKG über eine Launch Control verfügen und somit perfekte Starts aus dem Stand erlauben. Besonders spürbare Verbesserungen wurden auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens erreicht, was dem M5-Fahrer im Alltagsverkehr das Wählen der Gänge erspart. Prinzipiell kann das SMG zwar ebenfalls selbst die Gänge wählen, wirklich zufriedenstellend erfüllt es diese Aufgabe aber in den Augen der meisten Fahrer nicht.

Im folgenden Video sehen wir die US-Version des neuen M5 auf einem amerikanischen Highway und trotz der leichten Tarnung erhalten wir schon einen guten Eindruck davon, wie sich der M5 F10 den zufälligen Beobachtern auf deutschen Autobahnen präsentieren wird.

  • Simon

    Hi Benny 😉
    Den M5 E60 gab es in der USA sogar mit 6 Gang Schaltgetriebe zu kaufen 😉
    grüße
    Simon

    •  Hi Simon – steht doch oben, gleich im ersten Absatz 🙂 Darum gehts ja auch 🙂

  • Simon

    Hi Benny 😉
    Den M5 E60 gab es in der USA sogar mit 6 Gang Schaltgetriebe zu kaufen 😉
    grüße
    Simon

  • Nach dem das Concept schon gezeigt wurde, klebt man nur noch das ab, was die Funktion (z.B. Kühlung) beeinträchtigt.
    So spät ändert sich am Design sowieso nichts mehr.

    •  Abgeklebt sind die Dinge, die sich noch ändern werden – Details an Front- und Heckschürze, die Seitenschweller (beim Concept sind die ganz normalen der Serie verbaut, das wird beim M5 nicht der Fall sein) und die Außenspiegel. Das Concept M5 ist eine Vorschau, keine hundertprozentige Abbildung der Serienversion.

      • Ok, so genau hab ich mir das Concept nicht angeschaut. Seitenschweller aus der Serie zu verbauen klingt plausibel. Front und Heck, hier wird man wohl kaum Änderungen vornehmen nur um das Concept anders aussehen zu lassen.
        Das Design ist eins der ersten Dinge, die bei einem neuen Fahrzeug festgelegt werden. Kann natürlich falls nötig noch während der Entwicklungsphase angepasst werden. Aber wenn es jetzt noch Änderungen am Design gibt, dann muss schon viel schief gelaufen sein.

        •  Es gibt sicherlich keine Änderungen an dem Design, das für die Serie geplant war. Aber es gibt Unterschiede zwischen dem Design des Concept Car und dem Design der Serienversion. An Front- und Heckschürze werden sich die Unterschiede aber in äußerst engen Grenzen halten, dafür war das Preview ja hauptsächlich da.

    •  Abgeklebt sind die Dinge, die sich noch ändern werden – Details an Front- und Heckschürze, die Seitenschweller (beim Concept sind die ganz normalen der Serie verbaut, das wird beim M5 nicht der Fall sein) und die Außenspiegel. Das Concept M5 ist eine Vorschau, keine hundertprozentige Abbildung der Serienversion.

  • Was ich nicht verstehe ist, wie du die 2.473 Einheiten für den deutschen Markt kommst. Denn vom M5 E60 wurden in Deutschland 1.647 verkauft. Damit ist Deutschland Platz 3 bei den Verkäufen des M5 E60/E61. Platz 2 ist GB mit 1.776 verkauften Einheiten.

  • Was ich nicht verstehe ist, wie du die 2.473 Einheiten für den deutschen Markt kommst. Denn vom M5 E60 wurden in Deutschland 1.647 verkauft. Damit ist Deutschland Platz 3 bei den Verkäufen des M5 E60/E61. Platz 2 ist GB mit 1.776 verkauften Einheiten.

  • Anonymous

    Deutschland mag quantitativ ein weniger attraktiver Markt für den M5 und die M Fahrzeuge als der der USA sein. 

    Qualitativ -> also die Verkaufszahlen in Relation zur Einwohnerzahl sieht es andersrum aus. 

    Von daher hätte der Deutsche Markt etwas mehr Respekt verdient. 

    Es kann nicht sein, dass die quantitativen Vorreiter jeden Wunsch erfüllt bekommen ( Handschalter M5 in der USA, Sondermodelle für den asiatischen Raum ) und der deutsche Heimatmarkt hinten über fällt -> Kappen des Tourings, keine Handschalter usw.. 

    •  Wenn es einen nennenswerten Bedarf nach M5 mit Handschaltern geben würde, würde man das Getriebe auch anbieten. Das ist in Europa aber nicht der Fall, weil die meisten Kunden hier das Handschaltgetriebe eher mit Kleinwagen als mit High-Techn in Verbindung bringen – in den USA ist es eben umgekehrt, weshalb es dort einen nennenswerten Anteil an Handschalter-M5 gibt. Die M GmbH wird das DKG ja nicht aus bösem Willen als einzige Option für Europa anbieten, warum auch? Wenn es sich rechnen würde, einen Handschalter anzubieten, würde man das selbstverständlich tun. Wenn man am Ende aber nur 10 Exemplare davon in Europa verkaufen kann, weil der Handschalter in jedem Vergleichstest schlechter abschneidet (langsamer 0-100, langsamer auf der Rennstrecke, langsamer im Durchzug, höherer Verbrauch), bietet man es natürlich nicht an. Die Sache ist genauso einfach wie die Einführung von Modellen mit Frontantrieb: Wenn sich die Sache rechnet, bietet man es an. Würde sich der M5 mit Handschalter in Europa rechnen, würde man ihn anbieten.
      Selbiges gilt auch für den Touring: Hätte der M5 Touring einen großen Anteil der M5-Verkäufe in Europa ausgemacht, würde man ihn wohl auch wieder anbieten. Dass er sich in den USA und Asien nicht verkauft, wusste man ja auch vorher. Insofern war der M5 E61 eben ein Versuchsballon, der offenbar nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat. In Deutschland lag der Anteil des M5 E61 ja bei nur knapp über 10 Prozent, obwohl der Touring an sich rund 50% der 5er-Verkäufe in D ausmacht. Hätte der Markt entsprechend votiert, würde es auch keine Diskussion über einen M5 F11 geben. Vielleicht entscheidet man sich in Garching ja noch für einen weiteren Versuch, weil die neue M5-Charakteristik mit Turbomotor und DKG doch besser zu einem Touring passt als der Hochdrehzahl-V10 samt SMG im E61, bisher gibt es aber keine Anzeichen in diese Richtung. Es wird zwar noch eine schnelle Touring-Variante geben, aber die wird vernunftbetonter ausfallen als ein M5.

      • Anonymous

        Schwierig. Gerade der E39S hat eine große Fanbasis. 6-Gang Handschalter. 

        Auch das Plus an Performance spielt im Alltag keine Rolle. So oft findet man dann M5’s doch nicht auf der Rennstrecke. Da hat Tim Schrick ja auch Recht. Er mag vorspiegeln, er sei ein Rennwagen aber er ist es nicht. Er ist zu schwer und das ist auch nicht schlimm, denn er soll ja auch kein Rennwagen sein. 

        Und wir wollen bei einem M5 doch nicht fernab von virtuellen Papierwerten über Verbräuche diskutieren?

        Ich bin überzeugt davon, dass M die Fahrzeuge mit Handschalter auch in Deutschland in einem prozentual respektablen loswerden würde, wenn sie sie nur anbieten würden.

        Nicht im Ersatz zum DKG sondern als Alternativangebot. Zudem ließe sich so sogar für BMW noch zusätzlich Einkünfte generieren, denn sie könnten analog zum M3 auch zusätzliche Einnahmen über die SA generieren.

        Spielst du auf den 550i Touring an =)?

        •  Ich spiele nicht auf den 550i Touring an, nein. Bitte noch etwas Geduld…

          Klar hat der M5 E39 eine große Fangemeinde und die zu seiner Zeit verfügbaren Wandlergetriebe wie beim Wettbewerb waren auch klar im Nachteil gegenüber einem guten Handschalter. Die Zeiten haben sich aber deutlich geändert und heute können Automatikgetriebe praktisch alles besser als manuelle Getriebe, egal ob Schaltzeiten oder Komfort oder Verbrauch. Ich liebe Handschalter, aber man muss eben anerkennen, das aus sportlicher Sicht (=Rundenzeit, Beschleunigung) heute kein Weg mehr an automatisierten Getrieben vorbeiführt. Selbst für den Ferrari F458 wird kein manuelles Getriebe mehr angeboten, warum sollte man es in einer deutlich weniger fahrerorientierten Limousine der oberen Mittelklasse noch tun? Meinst Du wirklich, dass Ferrari und BMW M den Markt so grundsätzlich falsch einschätzen und sich hunderte Bestellungen mutwillig entgehen lassen? Ich finde das eher unwahrscheinlich… Welche Gründe sollte es aus marktwirtschaftlicher Sicht geben, ein vorhandenes (=in den USA angebotenes) Getriebe nicht anzubieten als totale Erfolglosigkeit am Markt? Warum sollte man sich Mehr-Einnahmen entgehen lassen? Nur um europäische Kunden zu verärgern? Das klingt nicht besonders durchdacht.

          • Anonymous

            “Welche Gründe sollte es aus marktwirtschaftlicher Sicht geben, ein vorhandenes (=in den USA angebotenes) Getriebe nicht anzubieten als totale Erfolglosigkeit am Markt?” 

            Ohne ein testweises Angebot auf dem europäischen Markt entzieht sich sowohl dein wie auch mein Standpunkt einfach die Faktenlage. Folglich werden wir uns ohne Konsenz munter weiterdrehen und ins Kleinklein verfallen. 

            Ich persönlich habe mit einem Dissenz kein Problem. Ich muss und will dich nicht überzeugen und lass dir gern deine Meinung.

            Möchte aber dennoch anmerken, dass auch Marktprognosen gern daneben liegen. Sonst würden die Hersteller nicht untereinander die “funktionierenden” Neuerungen klauen, sondern sie Anhand ihrer eigenen Markterhebungen selbst bringen. Die Konkurrenz ist ja nicht nur am schlafen.

            “Warum sollte man sich Mehr-Einnahmen entgehen lassen? Nur um europäische Kunden zu verärgern? Das klingt nicht besonders durchdacht.”

            Die Fragen suggerieren das BMW im logischen Gegenzug mit seiner Handlung am Markt immer alles richtig machen müsste. Damit würde ich mich schwer tun. 

            “Selbst für den Ferrari F458 wird kein manuelles Getriebe mehr angeboten, warum sollte man es in einer deutlich weniger fahrerorientierten Limousine der oberen Mittelklasse noch tun? Meinst Du wirklich, dass Ferrari und BMW M den Markt so grundsätzlich falsch einschätzen und sich hunderte Bestellungen mutwillig entgehen lassen?”

            Auch das Beispiel hinkt meiner Meinung nach. Wenn der Vergleich zutreffend wäre, müssten sowohl das 1er M Coupé wie auch das M3 Coupé ausschließlich mit DKG oder einem Automatikgetriebe à la X5/6M angeboten werden. Da das 1er M Coupé sicher auch wirtschaftlich ein Renner werden wird, ist geklärt das es für Handschalter einen Kundenkreis gibt.

            •  Ich versuche ja nur, die Entscheidungen in Garching nachzuvollziehen und nachvollziehbar zu machen 😉 Du hast natürlich Recht, dass nicht jede Marktprognose richtig ist – genauso wie nicht jede subjektive Einschätzung richtig ist, siehe den Erfolg des X6.
              Bezüglich dem 1er M: Der soll ja im Geiste ein Nachfolgder des M3 E30 sein, also etwas hemdsärmelig und puristisch. Dort passt auch das manuelle Getriebe. Ein Ferrari F458 soll genau wie ein M5 High-Tech verkörpern und das beste technisch machbare darstellen, und in dieses Umfeld gehört heute eben ein automatisiertes Getriebe. Ich persönlich hätte ja nichts gegen einen M5 F10 mit Handschalter, aber ich gehe eben davon aus, dass man sich in Garching etwas bei seinen Entscheidungen denkt und in solchen Fragen nicht gewürfelt wird 😉

              • Anonymous

                “Bezüglich dem 1er M: Der soll ja im Geiste ein Nachfolgder des M3 E30 sein, also etwas hemdsärmelig und puristisch. Dort passt auch das manuelle Getriebe.”

                Das ist nicht nur der Geist des M3 E30 sondern der ursprüngliche Geist von ///M. Du wirst verstehen worauf ich hinaus will.

                 “aber ich gehe eben davon aus, dass man sich in Garching etwas bei seinen Entscheidungen denkt und in solchen Fragen nicht gewürfelt wird ;-)”…

                Oft hab ich exakt gegenteiliges Gefühl. Gefühlt regiert bei ///M viel vom bayrischen “schaun mer mal” mit.

                Bestes Beispiel ist die Handhabung zum Thema M Touring. 

                “BMW… Hey lasst uns andere Käuferschichten ansprechen und einen M5 E34 Touring anbieten.”

                Jahre später…

                “Nein ein M Touring ist zu wenig puristisch und sportlich für einen echten M. Die Verkaufszahlen waren auch nicht der Oberknaller, es wird keinen E39S Touring geben.”

                Jahre später…

                “Hey wir haben lange keinen M Touring mehr gebaut. Heute ist alles sportlicher also sicher auch ein M Touring also bauen wir einen E61S Touring.”

                Jahre später…

                “Ach wissen sie… Ein F11S Touring? Naja der hat sich nicht so toll verkauft und hmm… Geplant ist jedenfalls keiner.”

                Das ist Vodoomodellpolitik. Nicht immer verlangt der Markt nach einem Produkt sondern der Markt wird durch ein Produkt geschaffen. M Limousinen, Apple IPad, X6…. 

                Und eben durch dieses hin und herschwanken und die ständigen Führungs- und Richtungswechsel bei ///M, ist meiner Meinung nach ///M nicht mehr das, was es mal war.

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