Quartalsbericht Q1 2011: BMW feiert Rekorde und übertrifft Erwartungen

News | 4.05.2011 von 11

Trotz hoher Erwartungen konnte die BMW Group die Aktionäre und Anleger heute Morgen positiv überraschen: Noch nie konnte die BMW Group in einem ersten Quartal …

Trotz hoher Erwartungen konnte die BMW Group die Aktionäre und Anleger heute Morgen positiv überraschen: Noch nie konnte die BMW Group in einem ersten Quartal so viele Fahrzeuge ausliefern, noch nie konnte so viel Umsatz erzielt und noch nie so viel Gewinn erwirtschaftet werden. Bei allen drei Marken der BMW Group wurden neue Rekorde beim Absatz erzielt und die weltweiten Auslieferungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 Prozent auf 382.758 Einheiten.

Die Erholung der Märkte und die weiterhin attraktive Modellpalette tragen zu einem deutlich höheren Gewinn bei: Mit 1,212 Milliarden Euro nach Steuern konnten die 324 Millionen Euro des Vorjahres mehr als verdreifacht und auch die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Der Umsatz wurde um knapp 30 Prozent auf 16,037 Milliarden Euro gesteigert und lag somit ebenfalls stärker im Plus als erwartet.

In unserer Bilderserie findet ihr die wichtigsten Statistiken und Kennzahlen zum ersten Quartal, besondere Aufmerksamkeit wollen wir aber wie üblich den Auslieferungen nach Baureihen schenken:

Trotz der bevorstehenden Einführung des BMW 1er F20 hält sich die aktuelle Generation beinahe auf dem Niveau des Vorjahres, das Facelift für Coupé und Cabrio könnte hier in den kommenden Monaten sogar neue Impulse setzen. Auch bei der 3er-Reihe bahnt sich ein Modellwechsel an, wie die jüngsten Spyshots vom intern F30 genannten Modell eindeutig belegen. Der momentan stattfindende Modellwechsel bei der 6er-Reihe verhinderte im ersten Quartal gute Verkaufszahlen, hier sind aber deutliche Steigerungen zu erwarten.

Phänomenal entwickelt sich auch weiterhin die 5er-Reihe mit ihren drei Varianten Limousine, Touring und Gran Tourismo. Ein Wachstum um 39,9 Prozent wie beim 5er GT ist für sich betrachtet schon sehr stark, die Steigerungen von teilweise weit über 100 Prozent bei Limousine und Touring stellen die dritte Karosserievariante aber klar in den Schatten. Insgesamt wurden im ersten Quartal 85.423 Einheiten der 5er-Reihe verkauft, die somit weltweit Marktführer in ihrem Segment war.

Starkes Wachstum kann auch weiterhin der BMW X1 verzeichnen, der mit dem Audi Q3 in absehbarer Zeit einen neuen Wettbewerber erhält. Beinahe verdoppelt haben sich die Verkaufszahlen des BMW X3, aber im Vorjahreszeitraum stand die damalige Generation E83 kurz vor der Ablösung und die Zahlen waren dementsprechend schlecht.

Norbert Reithofer (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): “Die BMW Group ist stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Wir haben ein neues Rekordergebnis erzielt und mehr Fahrzeuge verkauft als jemals zuvor in einem ersten Quartal. Der deutliche Absatzzuwachs sowie die konsequente Umsetzung der Strategie Number ONE haben wesentlich zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung beigetragen.
Wir sind auf einem guten Weg, im laufenden Geschäftsjahr neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis zu erreichen.  Wir steuern einen Rekordabsatz von deutlich über 1,5 Mio. Fahrzeugen sowie jeweils neue Höchstwerte bei BMW, MINI und Rolls-Royce an.”

(Grafiken & Statistiken: BMW Group)

  • Anonymous

    Benny, der Operative Gewinn bei BMW ist doch nach Steuer 1,2 Milliarden. Audi gibt da aber andere Daten an, 1,1Milliarden Gewinn, warum?? Will man besser da stehen?

  • Anonymous

    Sehr interessant auch der Blick auf die Rendite. Die operative Marge lag bei BMW bei 11;9%!
    Audi erreichte nur 10,6% und das obwohl man Mitglied des integrierten Konzerns ist und furchtbar viel Geld durch Plattformstrategien und Gleichteile spart…
    Mercedes erreichte sogar nur 9,3%.

    Solche Zahlen sagen bei Quartalsergebnissen noch nicht so wahnsinnig viel aus, weil sie leicht durch unregelmässige Investitionen verfälscht werden können, aber grundsätzlich erkennt man, dass BMW auch wirtschaftlich auf einem guten Weg ist und die Anstrengungen sich gelohnt haben. Zudem braucht man sich auch in Sachen Wirtschaftlichkeit nicht vor Ingolstadt zu fürchten.

  • Anonymous

    Also Steve – da bringst du doch Einiges durcheinander!

    Der Audi-Konzern nennt in seiner ‘Zwischenmitteilung’ (ja so nennt sich dieser Bericht der inhaltlich niemals mit den Quartalsabschlüssen von z.B. Daimler oder BMW vergleichbar ist) einen Umsatz von Mio.Euro 10.514 und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 1.115. Die vergleichbaren Zahlen der BMW-Group lauten 16.037 bzw. 1.902.

    Ein operatives Ergebnis nach Steuern gibt es nicht – ist ja ein Widerspruch in sich. Das Ergebnis vor Steuern bei BMW beträgt 1.812 – der Überschuss (nach Steuern) 1.212. Ein Audi-Ergebnis nach Steuern gibt es im Rahmen der ‘Zwischenmitteilungen’ nicht – auf Jahresebene ist es ohne Bedeutung das es ja innerhalb des VW-Konzernes zu konsolidieren wäre.

    Und leider muss ich auch noch JohnVI korregieren: Die Quartalsabschlüsse sind zum Einen nach gültigen Rechnungslegungsvorschriften erstellt – zum Anderen haben Investitionen keinen (oder nur im Zuge evtl. Abschreibungen) Einfluss auf das Erbegnis weil diese ja aktivierungspflichtig wären.

    Ich denke John meint dabei nicht aktivierungsfähige Vorlaufkosten wie sie z.B. bei einem Modellwechsel anfallen.

    Zusammengefasst – die BMW-Zahlen für Q1 sind sehr stark und liegen deutlich über denen der Wettbewerber sowie den Erwartungen der Analysten (und wahrscheinlich auch der Wettbewerber). Dass Audi zurückbleibt überrascht nur bedingt – klar ist dass sich bei A6/7 und A8 deutlich weniger VW-Skaleneffekte darstellen lassen als bei den kleinen Baureihen und die Margen dieser Baureihen wohl unter BMW/Daimler-Niveau liegen.

    • Anonymous

      “Ich denke John meint dabei nicht aktivierungsfähige Vorlaufkosten wie sie z.B. bei einem Modellwechsel anfallen.”

      Das war mein Gedanke 😉 Außerdem dachte ich daran, dass diese bei verschiedenen Herstellern selten zum gleichen Zeitpunkt anfallen und die Vergleichbarkeit in kurzen Zeitabständen leicht beeinträchtigt.
      Hinzu würden auch noch Umsatz- und Gewinnrückgänge kommen, die vor einem Modellwechsel regelmäßig anfallen und die Marge in diesem bestimmten (kurzen) Zeitraum negativ beeinflussen.

    • Anonymous

      “Ich denke John meint dabei nicht aktivierungsfähige Vorlaufkosten wie sie z.B. bei einem Modellwechsel anfallen.”

      Das war mein Gedanke 😉 Außerdem dachte ich daran, dass diese bei verschiedenen Herstellern selten zum gleichen Zeitpunkt anfallen und die Vergleichbarkeit in kurzen Zeitabständen leicht beeinträchtigt.
      Hinzu würden auch noch Umsatz- und Gewinnrückgänge kommen, die vor einem Modellwechsel regelmäßig anfallen und die Marge in diesem bestimmten (kurzen) Zeitraum negativ beeinflussen.

  • Mitsu

    Wo passt besser als hier, dass der Ankündigungsweltmeister Audi einen weiteren (neben zukünftig ganz sicher folgenden) Rückschlag hinsichtlich seines Ehrgeizes, die Premium Nummer 1 zu werden, hinnehmen musste:
    Der neue A2-Start wird auf frühestens 2016 verschoben, weil man auf die dann einheitliche VAG-Plattform warten muss. Und einen R4 wird es gar nicht geben (obwohl an diesem Projekt schon gearbeitet wurde), weil man befürchtet, die ohnehin schon schlechten Verkaufszahlen des Porsche Boxters noch weiter zu gefärden. “Vorsprung durch Technik” ist etwas Anderes. Und das schlägt sich am Ende eben auch bei den Verkaufszahlen nieder.
    BMW scheint wirklich prima aufgestellt zu sein.

    • Anonymous

      Hi Mitsu,

      Wir wissen ja alle vom VAG schmu, ich frag mich nur immer wieder, warum so viele zahlreiche Audikunden darauf reinfallen. Premium ist an den Schüsseln doch nun wahrlich nichts mehr.

  • Anonymous

    Wenn man die weltweiten Zahlen sieht, finde ich es immer wieder krass, was die Touringmodelle vom 3er und auch vom 5er betrifft. Gefühlt hat man ja bei uns bei den Modellreihen einen Kombianteil von mind. 50% oder mehr aber weltweit gesehen sind die ja eher “bedeutungslos”. Sind wir in D eigentlich die einzige “Kombination” (Achtung: Wortspiel!) oder gibt es noch andere auf der Welt, Benny?

    • Kombis spielen in ganz Europa eine Rolle, im Rest der Welt eigentlich nicht. Sowohl in Nordamerika als auch in Asien haftet den Kombis das Image eines “Packesels” und rein praktischen Fahrzeugs an, was nicht zum Premium-Image von BMW passt. Die Kunden kaufen Kombis dann eher von Nicht-Premium-Anbietern, wenn sie ein solches Fahrzeug benötigen. Die Nicht-Akzeptanz geht ja sogar so weit, dass BMW den 5er Touring F11 in Nordamerika nicht anbietet und ist auch dafür verantwortlich, dass der M5 Touring E61 nicht sonderlich oft verkauft wurde: Hauptmarkt von BMW M sind die USA, aber dort will kaum jemand einen Touring. Abgesehen davon wurden aber auch in Europa deutlich mehr M5 E60 als E61 verkauft.

  • Mop

    Oder anders gesagt, schöne Kombis heißen halt einfach Avant. 😉

    • Anonymous

      Für Mop gibt es ein Miep!

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