Video: Fifth Gear testet BMW 535d F10 gegen den Jaguar XF Diesel S

BMW 5er | 16.04.2011 von 16

Wenn man nach Dieselmotoren mit sechs Zylindern und zwei Turboladern sucht, landet man zwangsläufig bei BMW oder Jaguar. Bereits in der 5er-Generation E60 führte BMW …

Wenn man nach Dieselmotoren mit sechs Zylindern und zwei Turboladern sucht, landet man zwangsläufig bei BMW oder Jaguar. Bereits in der 5er-Generation E60 führte BMW den 535d mit zwei unterschiedlich großen Ladern ein und verblüffte die Fachwelt, denn im Gegensatz zu anderen Dieselmotoren bietet dieser Motor sowohl ein spontanes Ansprechverhalten als auch die Option, ihn bis in hohe Drehzahlen tatsächlich zu nutzen. Die Charakteristik unterscheidet sich somit klar von Dieselmotoren diverser Wettbewerber, deren nutzbares Drehzahlband meist relativ schmal ist und die nicht selten mit einem ausgeprägten Turboloch zu kämpfen haben.

Auch Jaguar bietet mit dem XF Diesel S ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse mit 3,0 Litern Hubraum und 275 PS an, der sich vor kaum einem anderen aktuellen Sechszylinder-Diesel verstecken muss. Beim maximalen Drehmoment von 600 Newtonmeter liegt er auf Augenhöhe mit dem aktuellen 535d, auch wenn letzterer diesen Wert früher und in einem breiteren Fenster zur Verfügung stellt. Auch beim Gewicht liegen BMW und Jaguar auf einem Level, die Automatik des Münchners bietet allerdings zwei Schaltstufen mehr.

Die englische TV-Sendung Fifth Gear hat nun die aktuelle Variante des BMW 535d mit M Sportpaket und 300 PS gegen den Jaguar XF Diesel S getestet und beide Fahrzeuge auf der Rennstrecke von Assen gegeneinander fahren lassen. Trotz etwas mehr Motorleistung bietet der BMW den geringfügig niedrigeren Verbrauch, aber die Effizienz spielt in diesem Test keine Rolle, denn es geht einzig und allein um die fahrdynamischen Qualitäten:

  • Toll ich bin in England und ich kann das Video aus Urheberrechtlichen gründen nich sehen.:(

  • Toll ich bin in England und ich kann das Video aus Urheberrechtlichen gründen nich sehen.:(

  • mb81

    Understeer…im hör in den letzten Test mit BMWs immer öfter “understeer” 🙁

    • Andreas

      Sie sagte aber dass der Jaguar untersteuert und der BMW besseren Grip in den Kurven hat….

    • Man siehts leider nicht im Video, aber ich nehme an, dass das getestete Auto über das adaptive Fahrwerk und nicht das M Sportfahrwerk verfügt. Letzteres ist selbstredend sportlicher, bietet aber auch weniger Komfort und wird daher von der Presseabteilung vermutlich nicht so gerne vergeben.
      Abgesehen davon kann man ausnahmslos jedes Auto zum Untersteuern bringen und die generelle Fahrzeugentwicklung aller Hersteller hat sich in den letzten Jahren ohne Zweifel hin zu einem sanften Untersteuern bewegt, selbst bei reinrassigen Sportwagen wie dem Lamborghini Gallardo LP 570-4 Superleggera* oder dem Audi R8 GT**. Man geht einfach davon aus, dass dieses Verhalten vom Otto-Normal-Fahrer leichter zu beherrschen ist und legt die Fahrzeuge daher lieber untersteuernd als übersteuernd aus. Wer den F10 schon zügiger gefahren ist, wird bestätigen, dass er ziemlich viel Querdynamik erlaubt und auch sehr lange neutral bleibt, bis er dann mit dem Untersteuern anfängt. Vicki sagt ja auch deutlich, dass es im Jaguar noch viel stärker ausgeprägt ist als im F10 und am Ende bleibt der 5er natürlich eine Business-Limousine und wird auch durch das M Sportpaket, noch dazu mutmaßlich ohne M Fahrwerk, nicht zum knallharten Sportler. Wie gut die Basis des F10 ist, wenn er mit einem sportlich abgestimmten Fahrwerk unterwegs ist, zeigt die Rundenzeit des 507 PS starken Alpina B5 F10 in Hockenheim: 1:14,5 und damit spürbar schneller als ein brandneuer Audi RS5 und zwei Sekunden (!) schneller als der ebenfalls 507 PS starke M5 E60 im Supertest von 2004. Natürlich spielen dabei viele Faktoren eine Rolle, aber generell unsportlich ist der F10 für seine Fahrzeugklasse definitiv nicht.

      *sport auto Ausgabe 4/2011, S. 45: “Der Grenzbereich kündigt sich spätestens bei erwärmten Reifen tendenziell durch Untersteuern an.” / S. 47: “Der generell von einer leichten Untersteuertendenz beherrschte Grenzbereich mutet nur noch selten befremdlich an
      ** sport auto Ausgabe 11/2010, S. 10: “Vor allem am Kurveneingang von engen Ecken tendiert der Audi jedoch zum Untersteuern.” / “Die Abstimmung ist tendenziell mit Tendenz zum Untersteuern eher auf Sicherheit bedacht.” / S. 11: “spürbare[r] Tendenz zum Untersteuern nach dem Kurveneingang.”

      • mb81

        Danke für die ausführliche Stellungnahme…hab das mit dem “understeer” auch nicht mit dem Wettbewerb verglichen (wo es viel öfters zu lesen ist), sonder absolut gesehen bzw. mit den BMWs von vor ein paar Jahren verglichen. Wie auch immer, der F10 ist schon fein 😉

      • schild

        Im Test des Alpina B5 schreibt die Sport Auto zum normalen Fünfer:
        “Dabei war die Erwartungshaltung in der Redaktion gar keine allzu große, als der Test des Alpina B5 Biturbo anstand. […] Zum anderen, weil der Basis-Fünfer im sport auto-Test weder als 535i noch als 550i wirklich überzeugen konnte. Im Vergleich zu früheren BMW-Modellen mutet der überaus stattliche und in der Folge auch gewichtige Newcomer schlicht zu träge an.
        Die in Hockenheim erzielte Rundenzeiten lagen hier wie da bei exakt 1.19,6 Minuten.” (S.12 sport auto 3/2011)

        Dem Alpina B5 wird attestiert:
        “Nicht nur die vom Allgäuer im Badischen realisierte Rundenzeit von 1.14,5 Mintuten kann sich sehen lassen, acuh das Fahrverhalten der großen Limo ist aller Ehren wert. Neutral bis leicht untersteuernd und das stattliche Gewicht fast vollständig kaschierend zieht der edle Bajuware auf Michelin Pilot Sport-Pneus seiner Bahn.” (S.13 sport auto 3/2011)

        Im Test heißt es weiter:
        “Alpina tut das mit dem neuen, 507 Ps starken B5 Biturbo jedenfalls sehr effektiv und – das sei an dieser Stelle explizit herausgestellt – ohne jedwede Komforteinbußen. […] Das beim Serien-550i bemängelte gleizeitge Schieben und Drücken im Kurvengrenzbereich ist beim kaum leichteren Alpina BMW ebenfalls kein Thema. Selbst ohne Integral Aktivlenkung mutet der Allgäuer deutlich agiler an als der Münchener. […]” (S.14 sport auto 3/2011)

        Was der Grund dafür ist, dass der Alpina so viel besser fährt als der normale Fünfer, weiß ich nicht. Da wenigstens einer der normalen Fünfer mit der Aktivlenkung ausgestattet war, scheint sie nicht der Grund zu sein. Zusammenfassend scheint es so zu sein, dass BMW selber kein so perfektes Fahrwerk für den Fünfer anbietet wie Alpina.

        Dass BMW dazu in der Lage ist, beweisen sie mit dem neuen Sechser, wenn man der sport auto Glauben schenken will:
        “So stark kann kein Motor sein, so gut kann keine Fahrwerksabstimmung, dass eine solche Masse bei der flotten Kurvenhatz zur Gänze in Vergessenheit geriete. Eine Behauptung, die auf dem kleine Kleine Kurs teilweise Bestätigung findet. Nicht, was die Rundenzeiten angeht. Die sind mit 1.15,6 Minuten für den BMW und 1.17,4 Minuten für den Maserati überragend bis aller Ehren wert. Zum Vergleich: Die identisch motorisierte BMW 550i Limousine ließ sich bei derselben Übung mit 1.19,6 deutlich mehr Zeit.
        Das beweist neben der Güte der Setups auch die Effektivität der beim Fünfer-Test nicht an Bord befindlichen elektromechanischen Integral-Aktivlenkung. Jene verfügt in ihrer aktuellsten Spezifikation über eine mitlenkende Hinterachse und gefällt auf ganzer Linie: Im Alltag wie auf der Rennstrecke mutet der stämmige Bajuware dank des situationsgerecht agierenden, mit verschiedenen Übersetzungen aufwartende Steuerungssystems deutlich leichtfüßiger an, als auf den ersten Blick zu vermuten steht.” S.22 sport auto 4/2011)

        Dass es an der Aktivlenkung liegt, wage ich dabei zu bezweifeln. Der Alpina Test deutet nämlich an, dass wenigstens einer der normalen 5er doch die Aktivlenkung hatte (s. mittleres Zitat).

        • Dass die Aktivlenkung hier eine wesentliche Rolle spielt, glaube ich auch nicht. Das adaptive Fahrwerk aber schon. Das ist im 6er ebenfalls verbaut, aber natürlich mit einer anderen Abstimmung als im 5er. Auch der neue M5 wird ja ein adaptives Fahrwerk haben, aber natürlich grundlegend dynamischer abgestimmt als im normalen F10. Bei keinem der von der sport auto getesteten F10 war das M Fahrwerk verbaut und ich gehe stark davon aus, dass dieses Fahrwerk deutlich dynamischer ausgelegt ist, selbstredend auf Kosten des Komforts.
          Ich hatte im letzten Sommer Gelegenheit, den 525d E60 Pre-FL direkt mit dem 525d F10 Pre-FL vergleichen zu können und ich bin der Meinung, dass der F10 praktisch alles besser kann als der E60. Man fühlt sich weniger mit der Straße verbunden und man kann das als weniger sportlich empfinden, aber von den subjektiven ! querdynamischen Fähigkeiten konnte ich keinen Nachteil für den F10 empfinden, er lag im Gegenteil etwas satter auf der Straße und vermittelte nicht zuletzt dank des stärkeren Motors den deutlich souveräneren Eindruck. Der 333 PS starke 545i E60 wurde von der sport auto übrigens auf dem Hockenheimring – ohne M Paket – mit einer Zeit von 1:20,5 gemessen, was der 535i F10 mit 306 PS ja bereits deutlich unterbieten konnte. Ohnehin stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, eine Limousine der oberen Mittelklasse auf den HHR zu schicken, denn diejenigen, die damit öfter auf den HHR wollen, bestellen sicherlich mindestens das M Sportpaket hinzu, wenn sie nicht noch andere Änderungen am Fahrwerk vornehmen. Und im Alltag kann man dem F10 sicherlich keine mangelnde Sportlichkeit unterstellen, so lange man halbwegs im Rahmen der StVo bleiben möchte.

          • Anonymous

            Benny, 525d F10 Pre-FL? Habe ich was verpasst?

          • schild

            Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Testwagen der sport auto nicht mit dem adaptiven Fahrwerk ausgestattet waren. Ob sie das M-Paket haben, spielt auch eher weniger eine Rolle. Schließlich soll der Alpina seine Fabelzeit ohne Komforteinbuße schaffen. Das ist, was mich wundert. Es ist nur die Frage, ob die sport auto so was gut beurteilt. Bei denen hat ein Cayman mit 20 Zöllern noch ausreichend Restkomfort.

            Einen e60 bin ich noch nicht gefahren. Aber eine F11 520d hingegenschon und muss im direkten Vergleich mit dem e91 320d sagen, dass mir der F11 ohne adaptives Fahrwerk überhaupt nicht undynamisch vorkam. Kann dir aus meiner eigenen Erfahrung also auch nur zustimmen. Aber ich haben den Wagen weder im Grenzbereich oder in auch nur in der Nähe bewegt. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hatte ich den Eindruck, dass das Auto sich kleiner anfühlt, als es ist.

  • Maxi78

    Das Video zeigt nur wie lausig alles ausser Top Gear ist.

    • Anonymous

      Fifth Gear sowie Top Gear sind beides keine wirklich Informativen Sendungen, sondern einfach Entertainment mit Autos in tragender Rolle. Sowas bringt scheinbar mehr Quote als informationsreichere, trockenere Sendungen

      • Anonymous

        Das ist auch gut so. Wenn ich Daten will lese ich die im Prospekt nach und wer Fahreindrücke in Letter haben möchte, soll sich die AutoZeitung, AMS oder Sport auto holen.

        Macht sich ja ganz gut der Dicke, aber vom automobilen Orgasmus war Vicki diesmal sehr weit entfernt – nicht mal vorgespielt hat sie einen. 😀 😛

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