Der nächste Schritt: BMW arbeitet an vorausschauender Automatik

Sonstiges | 10.04.2011 von 15

Schon heute sind Fahrzeuge mit Automatik-Getriebe häufig sparsamer unterwegs als identisch motorisierte Modelle mit manuellem Getriebe. Einer der Gründe dafür ist die höhere Anzahl an …

Schon heute sind Fahrzeuge mit Automatik-Getriebe häufig sparsamer unterwegs als identisch motorisierte Modelle mit manuellem Getriebe. Einer der Gründe dafür ist die höhere Anzahl an Gängen, die das Fahren mit niedrigen Drehzahlen in einem größeren Geschwindigkeitsbereich zulassen. Seit die Achtgang-Automatik auch mit Start-Stopp-Funktion kombiniert wird, liegt der Normverbrauch des 258 PS starken BMW 530d xDrive ganze 0,6 Liter unterhalb der Angabe für den 245 PS starken BMW 530d mit Schaltgetriebe, obwohl letzterer über den sparsameren Heckantrieb verfügt und 75 Kilogramm leichter ist.

Trotz dieser Fortschritte haben die Entwickler noch lange nicht genug und suchen ständig nach weiteren Verbesserungen. Schon in absehbarer Zeit wird das Automatikgetriebe daher auch die Daten des Navigationssystems nutzen, um die Wünsche des Fahrers noch besser vorhersehen und sich entsprechend auf die zu erwartenden Anforderungen einstellen zu können. Dabei wird natürlich auch das gewählte Fahrprogramm berücksichtigt, das auf Wunsch sowohl eine sportliche als auch eine komfortable Abstimmung ermöglicht.

Momentan befindet sich das System laut offiziellem Sprachgebrauch “im Stadium der Vorentwicklung” und bis zur Verfügbarkeit in Serienmodellen wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen, aber dann berücksichtigt das Getriebe bei seiner Gangwahl auch Informationen zu Fahrbahnbeschaffenheit, Straßentopologie und Verkehrssituation, um den Fahrer optimal zu unterstützen.

Zunächst wird die Getriebesteuerung hierzu mit dem Navigationssystem und der Dynamic Stability Control DSC vernetzt, später sollen auch die Daten der am Fahrzeug verbauten Kameras sowie des Radarsensors der aktiven Geschwindigkeitsregelung genutzt werden. Mit Hilfe der Daten aus dem Navigationssystem weiß das Getriebe beispielsweise schon vor dem Einlenken, wie scharf eine Kurve ist und kann einen passenden Gang zum Herausbeschleunigen wählen.

Fließen alle Daten in die Steuerung des Automatikgetriebes ein, wird eine ähnlich intelligente Gangwahl wie bei einem geübten und vorausschauenden Fahrer mit Handschaltgetriebe auf einer ihm bekannten Strecke möglich – allerdings überall und nicht nur dort, wo sich der Fahrer bereits auskennt.

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