BMW 650i Cabrio F12 überzeugt auch in sportlicher Hinsicht

BMW 6er | 19.03.2011 von 10

Für die meisten Kunden, die sich ein BMW 650i Cabrio F12 in die Garage stellen, dürfte die Querdynamik eine eher untergeordnete Rolle spielen und es …

Für die meisten Kunden, die sich ein BMW 650i Cabrio F12 in die Garage stellen, dürfte die Querdynamik eine eher untergeordnete Rolle spielen und es versteht sich von selbst, dass ein derart großes und dementsprechend schweres Fahrzeugs nicht perfekt für den Einsatz auf einer Rennstrecke geeignet ist. Die sport auto hat das neue BMW 650i Cabrio in ihrer neuesten Ausgabe dennoch auf den Hockenheimring geschickt und sich für das Maserati Gran Cabrio als Vergleichspartner entschieden.

Der rassige Italiener ist auf dem Papier mit 440 PS etwas besser aufgestellt als der 407 PS starke BMW und auch die Werte für den Sprint auf 100 (5,0 zu 5,2) respektive 200 km/h (17,4 zu 17,8 Sekunden) sprechen knapp für den Maserati, der dank nicht verbauter elektronischer Fußfessel auch deutlich schneller rennen darf (283 zu 250 km/h Vmax).

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Aber wie sieht es denn nun in Sachen Querdynamik aus? Hier schlägt ganz klar die Stunde des BMW, denn mit einer Rundenzeit von 1:15,6 auf dem kleinen Kurs in Hockenheim deklassiert der 650i F12 nicht nur das Maserati Gran Cabrio, das mit einer Zeit von 1:17,4 fast zwei Sekunden mehr benötigt, sondern befindet sich auch im Umfeld von Fahrzeugen, die deutlich sportlicher positioniert sind.

Der ebenfalls getestete BMW Z4 sDrive35i mit 306 PS und etwas schlechterer Längsdynamik braucht mit 1:17,6 ebenfalls erheblich mehr Zeit als der 6er, obwohl der E89 fast 500 Kilogramm weniger auf die Waage bringt. Damit gehört der E89 zwar nicht zu den Leichtgewichten unter den Roadstern mit vergleichbaren Abmessungen, ist aber auch nicht wesentlich schwerer als der relevante Wettbewerb – der in der sport auto getätigte Vergleich mit den Coupés anderer Hersteller lässt den Z4 in besonders schlechtem Licht erscheinen, ist aber durch den Vergleich eines Roadsters mit zwei Coupés auch reichlich sinnfrei.

Aber zurück zum 650i – auch hier lässt die sport auto keine Gelegenheit aus, sich über das hohe Gewicht von gemessenen 2.094 Kilogramm auszulassen, muss dem offenen 6er aber dennoch ein “leichtfüßiges” Fahrverhalten und eine “überragende” Rundenzeit attestieren. Lob gibt es außerdem für “feinste Verarbeitungsqualität”, “mehr Feinschliff im Detail” und den niedrigeren Preis. Nur am Rande sei erwähnt, dass der 650i auch einen im Durschnitt vier Liter niedrigeren Verbrauch bietet.

  • abc

    respekt. habe gedacht die cabrio’s sind nicht so steif und dadurch nicht so flink in den kurven.

  • SebastianW

    Hab die neue sportauto auch schon gelesen..normalerweise find ich die zeitschrift wirklich sehr gelungen, der test mit dem z4 war jedoch unter aller sau: der z4 wird wegen seines gewichts niedergemacht, der audi hochgelobt…nur sei hier angemerkt dass der z4 auch ein vollwertiger roadster, der tt nur ein coupe. Außerdem liegt das gewicht des tts, roadsters ebenfalls fast auf dem niveau des z4s! Der viel passendere testwagen aus dem hause bmw wäre wohl der 135i gewesen, der ebenfalls ein coupe ist und somit auch vom gewicht und von der fahrdynamik passender wäre! außerdem ist hier ja auch gerade das facelift erschienen, was ja durchaus auch anlass für einen test sein kann!

    • Chris60i

      Dass ein Vergleich zwischen coupe und raodster nicht unbedingt sinnvoll ist, ist klar. Da der 135i in Hockenheim aber länger braucht als der z4, hätte er zumindest dort noch deutlicher gegen den tts verloren, auf der Nordschleife aber sowieso…

  • staiger

    Der Test mit dem Z4 geht in Ordnung. Der Z4 ist übergewichtig, das ist doch offensichtlich. Der TTS ist vom Gewicht zwar ähnlich, aber er investiert das ganze in Allradtechnik, der Z4 schleppt einfach ein schweres Dach mit sich rum. Für mich ist klar: Z4 und 6er BMW sind keine Sportwagen sondern luxuriöse Grantourismo mit guter Querdynamik. Das ist das was die Kunden, gerade in den USA wollen. Gut für BMW, mit Freude am Fahren hat das aber nicht mehr viel zu tun. Die größte Freude hatte ich mit einem Mx-5 Roadster, übrigens auch mit Festdach. Der Z4 hat mich ähnlich enttäuscht wie seinerzeit der eben eingestellte Alfa Spyder. Auch so ein Auto das nicht hält was man von ihm erwartet.

    • Benny

      Mit absoluter Sicherheit ist der Z4 kein radikaler Sportler und mit großer Wahrscheinlichkeit würde auch der TTS Roadster den Z4 hinter sich lassen – aber der Vergleich Roadster vs Coupé macht mit Blick auf das Gewicht eben wirklich äußerst wenig Sinn, weil ein wahlweise offenes Fahrzeug immer erheblich schwerer ist als ein immer geschlossenes Fahrzeug. Die Verdeckmechanik und die nötigen Versteifungen der potentiell offenen Karosserie sorgen für ein erhebliches Mehrgewicht, weshalb der Vergleich des Z4-Gewichts mit den Coupés schlicht keinen Sinn ergibt. Vergleicht man beispielsweise die jeweils 340 PS starken Topmodelle Z4 sDrive35is und TT RS Roadster ist der TT ganze 15 Kilogramm leichter.

      • staiger

        In Ordnung, dann hätten sie halt den TT Roadster nehmen sollen. Einen “Roadster” mit Festdach zu bauen ist in meinen Augen dennoch fragwürdig (beim Mx-5 übrigens nur ein paar Kilo mehr als die Stoffvariante). Man könnte zudem auch noch ein normales Coupe anbieten wie das beim 3er ja auch der Fall ist. Beim 6er hätte ich es mit dem Festdach noch verstanden aber da ist es technisch/optisch natürlich problematisch wg. der zu überbrückenden Fläche. Im Übrigen bin ich kein Freund von beiden Autos. Den TT mag ich also auch nicht besonders. Interessant wirds wenn der kleine Sportwagen von Audi kommt, also Audi R5 in drei Jahren mit 5-Zylinder-Mittelmotor. Der Wagen gegen den neuen BMW Sportler, das wird spannend und darauf freue ich mich.

      • manuelf

        Alles richtig, was Du sagst, Benny. Der E89 ist eine deutliche Abkehr vom alten Z4 hin zu viel mehr Komfort. Ich denke auch, dass es für die Verkaufszahlen zuträglich ist. Ein wenig blutet mir aber doch das Herz…. Dass ein Z4sDrive35i mit Mühe so schnell ist, wie der Vorgänger (3.0si) trotz knapp 20% Mehrleistung und fast 30% mehr Drehmoment tut weh. Dabei ist zu sagen, dass er das z.B. auf dem HHR “nur” durch die Mehrleistung auf den Geraden vermag. Meine Hoffnung wäre eben gewesen, dass BMW durch die insgesamt breitere Spur und die Weiterentwicklung des Fahrwerks den Spagat hinbekommt mehr Komfort + gleiche Agilität. Leider (aus meiner Sicht) hat das nicht geklappt. Die “Ehre” wäre in meinen Augen zu retten, wenn ein E89 Coupe nachgeschoben würde, dass leichter ist und evtl. deutlich mehr auf Sportlichkeit ausgelegt (siehe die GT3 Version des E89) wird. Doch diese Hoffnung wird wohl nicht erfüllt :(. Wahrscheinlich zu wenig potentielle Käufer, müssen wir uns also dran gewöhnen, dass der E89 fahrdynamisch die nächsten Jahre von der Konkurrenz vorgeführt wird 😉

  • Patrick

    “…besser aufgestellt als der 407 PS starke BMW und auch die Werte für den Sprint auf 100 (5,0 zu 5,2) respektive 200 km/h (17,4 zu 17,8 Sekunden) sprechen knapp für den Maserati…”

    Hä? der Bmw ist doch schneller im Sprint auf 100? BMW 5,0 und Maserati 5,3 laut werk?!

    • Benny

      Laut Werk ja, im Test nicht.

      • Patrick

        Wie die auf die Zahlen dann kommen…. wahrscheinlich haben die Bayern den 650i auf den Alpen getestet, bergab versteht sich genauso wie die Italiener, nur die haben die Zeit vom GranCabrio dann bergauf genommen :D….. Spaß beiseite… ich dachte mir schon das der 650i mehr als 5 sek. braucht. BMW gibt für den 550i auch 5 sek. an obwohl er 100kg leichter ist, da kann ja dann was nicht stimmen.

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