SGL Carbon möchte sich nicht auf einen Autobauer festlegen

Sonstiges | 17.03.2011 von 14

Im Streit zwischen Volkswagen und der BMW Group rund um den Carbon-Spezialisten SGL Carbon gibt es mal wieder Neuigkeiten. Nachdem Volkswagen-Chef Martin Winterkorn im Zusammenhang …

Im Streit zwischen Volkswagen und der BMW Group rund um den Carbon-Spezialisten SGL Carbon gibt es mal wieder Neuigkeiten. Nachdem Volkswagen-Chef Martin Winterkorn im Zusammenhang mit dem Kauf von etwas mehr als acht Prozent der SGL-Aktien zunächst verkündet hatte, diesen Schritt mit BMW abgesprochen zu haben, dementierte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Norbert Reithofer, diese Aussage wenige Tage später energisch.

Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hält mit ihrer Beteiligungsgesellschaft SKion über 20 Prozent der Aktien und zeigte sich ebenfalls wenig begeistert vom VW-Manöver. Offensichtlich befürchtet man in München, dass VW Einblick in die Planungen der BMW Group erhalten und verstärkt auf den Zug aufspringen möchte, sobald klar ist, dass sich dieser in die gewünschte Richtung bewegt und Fahrt aufgenommen hat.

bmw-vw

Das Objekt der Begierde selbst, der Carbon-Spezialist aus Wiesbaden, hat nun verdeutlicht, dass man sich nicht auf einen einzelnen Automobilhersteller festlegen möchte und die eigenen Produkte prinzipiell an alle Interessenten verkaufen möchte. Man sehe sich nicht als exklusiven Zulieferer für nur einen Autobauer.

Mit der BMW Group hat SGL Carbon für derartige Zwecke ein Joint Venture gegründet, aber offenbar könnten die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Kompetenzen später auch anderen Autobauernn verkauft werden. BMW möchte den leichten aber nicht ganz billigen Werkstoffen vor allem bei den Modellen der neuen Submarke BMW i nutzen, in den kommenden Jahren werden aber auch die übrigen Modelle von der Partnerschaft profitieren.

Wir werden berichten, sobald es weitere Erkenntnisse rund um den Streit zwischen BMW und VW gibt.

(Quelle: Finanznachrichten.de)

  • Coyote

    Was der VW-Konzern hier in Deutschland abzieht ist mittlerweile hart am Rande der Legalität. Erst jüngst ist Daimler gegen Audi vor Gericht gezogen, da die Kooperation bei der Entwicklung der Harnstoffeinspritzung kurz vor Ende von Audi gekündigt wurde und man dann das System ein paar Monate früher im Alleingang bei den eigenen Modellen eingeführt hat und als Audi-Innovation angepriesen hat. Dieser Konzern wird noch mal richtig auf die Nase fallen. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

    • Max46

      hoffen wir es mal

    • jake828

      alter, da bleibt mir ja die spucke weg, wenn ich sowas lese.
      wenn die einfach nur ihr ding machen würden, wärs ja ok. gute autos hin oder her, aber zu so einer unternehmens”kultur” fällt mir nichts mehr zu ein. arroganter haufen.
      aber hast recht, hinten kackt die ente…

  • AndReas

    VW war immer schon unsympathisch und es wird immer schlilmmer.

    Warum dieser Konzern solche Erfolge hat und so viele Anhänger findet, ist mir unklar. Jede andere Marke hat mehr Sympathie.

    BOYCOTT VW 😉

  • Simon

    Wo ist das Problem?
    Mehr Stückzahlen = geringerer Stückpreis.
    Vielleicht denkt auch so dann BMW nach, Carbon in mehreren Serienfahrzeugen zu verwenden. Wenn der Wettberwerb nicht da wäre, wäre es doch auch langweilig 😉
    Ausserdem: SGL Carbon muss auch sehen, wie sie Geld verdienen (wenn die es nicht der VAG verkaufen, verkauft es jemand anderes). Soviel ich weiß, stellt SGL Carbon ja nur das Carbon her, die Weiterverarbeitung läuft bei BMW direkt ab.

    • Lennardt

      Ich glaube nicht das BMW SGL nur spärlich auszahlt..

  • BMWMaster

    Ich denke, dass VW einige Innovationen von BMW abschauen wollte und die i-Modelle näher unter die Lupe nehmen wollte, damit sie deren VWXL1 verbessern könnten 🙂

    BMWMaster

  • racemax

    Ich denke eher mal das Bmw aufgrund seiner Überheblichkeit mal auf die Nase fallen wird. Kein Wunder bei diesen ganzen arroganten A**********N wie Klatten und Reithofer !

  • BMW-Fan/a

    Bitte macht das VW-Logo nicht so groß mir wird dabei schlecht.

  • Pius

    Typisch für diesen Audi-Konzern. Diese ganze Firmenphiliosophie krankt an allen Enden. Was dem Kunden als Vorsprung verkauft wird, ist Frontantrieb mit Billig-Kupplung zur Hinterachse, ein Bediensystem mit 32 Tasten und Reglern und ein Plastik Frame als Innovationsträger. Paar LEDs auf gut Glück reingeklebt.
    Ach, BMW macht in Carbon? Könnten wir doch gut als unsere Idee vermarkten. Aber halt; ist teuer. Lasst uns mal schauen, was die da drüben machen.
    Das hat früher auch schon immer geklappt.
    Bäh!

  • Everlast

    Was ist das eigentlich für eine Diskussion? Was spricht dagegen, dass ein Zulieferer sein Know-How an verschiedene Kunden verkauft? Dass da ein versteckter Wissenstransfer stattfindet ist doch lächerlich. Ein Zulieferer richtet sich zugrunde, wenn er Firmeninterna von Unternehmen A an Unternehmen B weitergibt.
    VW vorzuwerfen mit einem Branchenführer zusammenzuarbeiten ist albern.

    Das sind wieder mal die typischen Paranoia einiger Verblendeter, für die BMW einer Gottheit gleichkommt.
    In Zukunft verteufelt man Daimler, weil sie Einspritzsysteme bei Bosch kaufen, Porsche, weil sie Räder von BBS beziehen und Audi für die Airbags von Autoliv, nur weil BMW ebenfalls bei diesen Zulieferern entwickeln und fertigen lässt?

    Willkommen im freien Markt.

  • MarkusS

    Das Problem ist, dass BMW ein relativ grosses Risiko eingehen muss, um beim Bau von Carbonkarossen die Vorreiterrolle zu übernehmen. Ob sich die Investition auszahlt, ist fraglich.
    Die gewonnen Erkenntnisse in dem Joint Venture kann SGL Carbon dann an ‘andere’ Autokonzerne weiterverkaufen, was auch legitim sein sollte. Wenn VW nun Anteile bei SGL kauft, wollen sie vermutlich billig an die Lorbeeren anderer herankommen (falls es welche gibt), aber sparen sich das Risiko….
    Risiko ist in diesem Fall nur der eventuelle Kursverlust der SGL Anteile

  • Mitsu

    Ein wenig naiv ist es aber schon, wenn man glaubt, dass ein Zulieferer nur einen Autohersteller beliefert. Kupplungen bauen genau…? Zwei große Hersteller! Ventile? Für deutsche Modelle nur einer (!!!). Gebtriebe? Das könnte man unendlich fortführen. Und letztendlich hat es doch BMW versaut, wenn die keine Exklusivverträge mit SLG gemacht haben.

    • Lennardt

      Das ist leider eine bitter wahre Einsicht..

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